6
Dez
2016

logisch vs. ästhetisch

Echte Begriffe organisieren Bewusstwerden vor allem algorithmisch. Lyrik dagegen inszeniert Bewusstwerden als Bilderleben.
Aber während Algorithmen als organisatorische Formen eher Ausnahmen darstellen, sind Bilderlebnisse im Alltag die Regel.

Will man das Gedächtnis systemisch trainieren, dann muss man dies sowohl logisch als auch ästhetisch tun.

Haikus werden diesem Anspruch zweifach gerecht, nämlich durch ihre 5-7-5-Struktur und durch die in Anspruch genommenen Bilder; zudem verlangen sie Trennschärfe, um gestaltet werden zu können.

A U F G A B E

Fasse das Gelesene in einem Haiku zusammen!

5
Dez
2016

NeurotransCard 1

Link

4
Dez
2016

neuronaler Vektor

W I E D E R H O L U N G:



Jeder Satz unserer Sprache repräsentiert einen neuronalen Satz im Gehirn.

Ein neuronaler Satz steht für eine neuronale Transmission.



Eine neuronale Transmission (Satz) besteht analog zur Grammatik aus:

Subjekt = duch Vergegenwärtigung aktiviertes neuronals Feld (NF),

Prädikat = durch NF initiierte Verbindung zu einem zu aktivierenden Feld NF' (NF => NF'),

Objekt = durch "NF => NF'" reaktiviertes Feld NF'.



SATZ = PRÄDIIKAT: SUBJEKT => OBJEKT

TRANSMISSION = NF => NF'



S P R A C H B E I S P I E L:

Tante Mathilde pflegt die Rosen.



Tante Mathilde = NF = Erinnerungen an diese Frau,

pflegen = NF => NF' = Erfahrung(en) mit Tante Mathilde,

Rosen = NF' = Erinnerungen an die gelben Teerosen in ihrem Garten.



A L S
H A I K U





Sommerferien

Tante Mathilde in Ulm

Hilde die wilde


Geschickte Strenge

Gute Teerosen Pflege

im schönen Garten

A U F G A B E



Gestalte zu einem eigenen Satz ein Haiku!

3
Dez
2016

Regelkreis => Haiku

R E G E L K R E I S A L S H A I K U

(Einzelne Momente der Regelung als Strophen)

5
7 W A H R N E H M U N G
5

5
7 R E F L E X I O N ( E R F A H R U N G A L S R E G L E R)
5


5
7 M A ß N A H M E / V O R H A B E N
5


5
7 D U R C H F Ü H R U N G / P R Ü F U N G
5




B E I S P I E L


Ein Reiz aktiviert
und Wahrnehmung erinnert
Erfahrung schenkt Idee

wird zum Vorhaben
zeugt Handlungsmöglichkeiten
entscheiden zu tun

Maßnahme treffen
als 1. Schritt formulieren
Tun initiieren

Als Tat umsetzen
mit Disziplin erfolgreich
und gewissenhaft

A U F G A B E

Gestalte eine alltägliche Regelung als Haiku

2
Dez
2016

Systemisches Gedächtnistraining

Die Optimierung des Bewusstwerdens ist nur mit e c h t e n Begriffen am erfolgreichsten!

W i e d e r h o l u n g

Ein Begriff heißt echt, wenn zu ihm ein gegensätzlicher (komplementärer) Begriff existiert. (Tag - Nacht, Kälte - Wärme, Winter - Sommer usf.)

Ein echter Begriff repräsentiert eine ordnende (analytische) oder erfahrungsbezogene (empirische) Verbindung zwischen mindestens zwei bestimmbaren (definierbaren) Gegensätzen.

Ein unechter Begriff repräsentiert dagegen nur eine beschreibende (deskriptive) Markierung (Bezeichnung).


E r g ä n z u n g



Echte Begriffe sind organisatorische Begriffe des Verstandes. Aber diese Momente bestimmen das Bewusstsein als Augenblick des Bewusstwerdens keineswegs allein. Die Fantasie macht Begriffe erst lebendig, indem sie diese mit Bildern bzw. Vorstellungen ausstattet. Ganz entscheidend aber ist das limbische System, welches die Fantasie motiviert, Bilder zu erzeugen und den Verstand anspornt, daraus etwas zu schaffen.



F O L G E R U N G



Es ist also angebracht, den Begriff als organisatorisches Moment des Bewusstwerdens so zu erweitern, dass er nach wie zuvor als echten gelten kann:



A L S O



Ein echter Begriff ist

a) komplementär (Gegenbegriff),

b) fantasievoll (Vorstellung),

c) algorithmisch (Methode),

d) praktikabel (Erfahrung),

e) emotional (Gefühl)



B E I S P I E L



SMS

a) email,

b) Emotions,

c) Information,

d) Kurz(nachricht),

e) Smiley



A U F G A B E



NENNE EIN EIGENES BEISPIEL !

1
Dez
2016

"Mehr Bauch als Kopf"

Denken ist weniger Begreifen als vielmehr Träumen. Während des Tagträumens scheint Denken als Bilderleben hervor, und zwar als Bilder- Leben der Fantasie und Bild-Erleben des Verstandes.
In der Kindheit lebt sich die Fantasie in der kindlichen Spielwelt aus, und der Verstand ist damit beschäftigt, die Rollen für diese Spielwelt zu bestimmen.
In der kindlichen Spielwelt drückt sich das Lebensgefühl des Kindes aus.
Heutzutage wird die Inszenierung kindlicher Spielwelten auf Kosten der Fantasie an Computerspiele delegiert.


Gefühle bestimmen Bewusstwerden entschieden mehr als Begriffe. Das begriffliche Format schränkt dementsprechend das Bewusstwerden so stark ein, dass sich gar die Frage stellt, ob die tradierte Bestimmung Kants Denken als Denken in Begriffen heutzutage überhaupt noch greift.

Da "Bild" sehr viel komplexer erscheint als "Begriff" wird Denken dementsprechend als "Bilderleben" interpretiert, und zwar als Bilder-Leben der Fantasie und Bild-Erleben des Verstandes.

Die meisten Wörter lassen sich als neuronale Adressen entweder begrifflich und / oder bildlich verstehen. Als Begriff wird "Haus" beispielsweise als "Gebäude" vergegenwärtigt. Als Bild wird "Haus" zum Beispiel als "Elternhaus" vergegenwärtigt.

Ob Bewusstsein aufgrund eines Wortes eher bildlich oder begrifflich ausgelegt wird, bestimmt der jeweilige Kontext. Vergleiche: "Der Architekt hat das Haus sehr modern geplant." und "Das Haus, in dem ich als Kind aufgewachsen bin, ist ein Wohnblock des Niederhofes der Firma Maggi."

Die Auslegung des Bewusstwerdens als Bilderleben veranlasst zu einer entsprechenden Grundformat-'Modifikation des Bewusstwerdens'. Das bedeutet eine künstlerische Gestaltung des Regelkreises:

Sobald du wahrnimmst,
gestaltest du dieses auch
Bilderleben lockt

Der Verstand wählt aus
Erfahrungen erinnern
bilden Verhalten

Tun, was jetzt ansteht
Ergebnis kritisieren
Einstellung ändern

Gewissenhaft sein
bereit zu wiederholen
Nach Erfolg streben


A U F G A B E:

Gestalte ein eigenes Haiku!

30
Nov
2016

Unbewusste Regelung

Aufgrund von Reizen wird im Vorbewusstsein entschieden, wie reagiert werden soll, um Aufmerksamkeit zu erregen und unter Umständen zur Vor-Sicht 'mahnen'!


Aus technischen Gründen weiter bei: Link

29
Nov
2016

Limbisch dominante Regelung

Die limbisch dominante neuronale Regelung organisiert in der Regel den Alltag der meisten Menschen. Triebe und Bedürfnisse werden gewissenhaft arrangiert und in vertretbare Maßnahmen überführt und durchgeführt. Bei Zufriedenheit endet die Regelung; andernfalls wird sie fortgesetzt.

Um eine rational lastige Bestimmung von Begriffen zu vermeiden, ist es sinnvoll, Begriffe als Regelkreise zu formulieren. Will man die grafische Gestaltung umgehen, dann lässt sich eine solche Formulierung wie folgt 'sprachlich' darstellen:

=> *GEWISSEN* => => => --> Ja/Nein

Siehe auch

28
Nov
2016

Verstand vs. Bauchgefühl

Die modellhafte Darstellund der Regelung vernachlässigt den erheblichen Einfluss des limbischen Systems auf rationales Verhalten.

< SOLL > => * REGLER* => < MASSNAHME > => * REGELUNG *
=> < GEWISSEN > => JA/NEIN

Um diesen Mangel zu beheben, wird es notwenig, die Grundform der Regelung zu modifizieren:

< EMOTION > => *BEGRIFF* => < ANTIZIPATION > => * GEWISSEN *
=> < BEFRIEDIGUNG > => JA/NEIN

Als Ergebnis zeigt sich Jedermann nicht mehr rational dominant, sondern gefühlsbetont organisiert:

Sobald er erwacht, ist er schon in Gedanken damit beschäftigt, sich für den Tag herzurichten, und während er das tut, überlegt er bereits, was er frühstücken wird, und während er frühstückt gehen ihm bereits bevorstehende Arbeiten durch den Kopf. Und selbst während seiner Arbeit denkt Jedermann längst an seinen Feierabend. Und während er einschläft, denkt er an den nächsten Tag.

Gefühlsbetontes Verhalten mindert die Vigilanz und gleitet leicht in vowiegend in selbstflüchtiges Verhalten ab.

A U F G A B E:

Versuch jene Regelung zu formulieren (Begriffe einzusetzen), welche dir am ehesten gerecht wird, und zwar nach dem Muster:

< SOLL > => * REGLER* => < MASSNAHME > => * REGELUNG *
=> < GEWISSEN > => JA/NEIN

27
Nov
2016

Wiederholung und Ergänzung zu BEGRIFF

Die Optimierung des Bewusstwerdens ist nur mit e c h t e n Begriffen am erfolgreichsten!



W i e d e r h o l u n g
Ein Begriff heißt echt, wenn zu ihm ein gegensätzlicher (komplementärer) Begriff existiert. (Tag - Nacht, Kälte - Wärme, Winter - Sommer usf.)

Ein echter Begriff repräsentiert eine ordnende (analytische) oder erfahrungsbezogene (empirische) Verbindung zwischen mindestens zwei bestimmbaren (definierbaren) Gegensätzen.

Ein unechter Begriff repräsentiert dagegen nur eine beschreibende (deskriptive) Markierung (Bezeichnung).

E r g ä n z u n g

Echte Begriffe sind organisatorische Begriffe des Verstandes. Aber diese Momente bestimmen das Bewusstsein als Augenblick des Bewusstwerdens keineswegs allein. Die Fantasie macht Begriffe erst lebendig, indem sie diese mit Bildern bzw. Vorstellungen ausstattet. Ganz entscheidend aber ist das limbische System, welches die Fantasie motiviert, Bilder zu erzeugen und den Verstand anspornt, daraus etwas zu schaffen.

F O L G E R U N G

Es ist also angebracht, den Begriff als organisatorisches Moment des Bewusstwerdens so zu erweitern, dass er nach wie zuvor als echten gelten kann:

A L S O

Ein echter Begriff ist

a) komplementär (Gegenbegriff),

b) fantasievoll (Vorstellung),

c) algorithmisch (Methode),

d) praktikabel (Erfahrung),

e) emotional (Gefühl)

B E I S P I E L

SMS

a) email,

b) Emotions,

c) Information,

d) Kurz(nachricht),

e) Smiley

A U F G A B E

NENNE EIN EIGENES BEISPIEL !

26
Nov
2016

limbische Dominanz

Bereits während des Bewusstwerdens wird Handeln vorbereitet. Dabei dominieren die emotionale, praktische, bedürnisbetonte und strategische Konstituente gewöhnlich unterschiedlich.



W I E D E R H O L U N G



Grundform eines Begriffes: "(Motiv)(Praxis)*Vorhaben*(Komplement)(Theorie)



F A L L



(kauflustig)(spontan)*Hose kaufen*(besonnen)(zufällig)



Der so organisierte Kunde überlegt nicht lange, sondern greift spontan zu. Hintergrund:

Die Dominanz der Zufälligkeit drängt Besonnenheit zurück und leistet der Kauflust Vorschub.

Das Beispiel fordert zur Erweiterung der Grundform auf. So wird der Rang der Dominanz durch Hochzahlen gekennzeichnet:



(kauflustig)1(spontan)2*Hose kaufen*(besonnen)4(zufällig)3



Einen "Schäppchenjäger" könnte man wie folgt kennzeichnen:



(Sonderangebote)1(sparen)2*Hose kaufen*(Vergünstigung)4(Rabatt)3





A U F G A B E:



Formuliere die Grundform eines besonnen Kunden!


siehe auch

25
Nov
2016

Prädikat: Subjekt => Objekt = (neuronale) Transmission

Je klarer Sätze formuliert werden, um so treffsicherer können Transmissionen gebildet werden. Klar ist ein Satz, wenn jeder seiner Teile ein unmittelbar verständliches Bild erzeugt. Der Satz "Das kleine Mädchen pflückt Wiesenblumen"ist klar, weil sich das Bild, das er schildert, spontan vergegenwärtigen lässt. Dagegen gilt das nicht für den Satz "Der Lehrer expliziert Inhärenz".

Bei Fremdwörtern muss man besonders darauf achten, dass es sich auch um bildgebende Wörter handelt.



Ü B U N G



Formuliere den selben Satz aus deinem beuflichen Alltag a) klar und b) möglichst unklar!


Siehe auch

24
Nov
2016

Handlung => Routine

Handlungen als oftmalige Wiederholungen des immer Gleichen werden zu Routinen und können dann unbewusst statt bewusst organisiert werden, vorausgesetzt, sie sind kontinuierlich erfolgreich verlaufen.



Im Gegensatz zu Automatismen werden Routinen praktisch erworben (erlernt).

Als angeborene Verhaltensmuster bilden Automatismen häufig Bestandteile von Routinen.



A U F G A B E

Nenne die Automatismen einer deiner alltäglichen Routinen!

23
Nov
2016

Das Gehirn spricht

Gedächtnisse organisieren sich sprachlich. Wer also eine klare, eindeutige Sprache pflegt, erhält sein Gedächtnis im guten Zustand.

Die für das Gedächtnis geeigneteste Sprache ist die der Mathematik, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass Formeln gleichsam wie Videoclips (Kopfkino) vergegenwärtigt werden.

Die philosophische Sprache erscheint erst dann und nur dann geeignet, wenn ihre Begriffe wähend der Vergegenwärtigung geschaut werden.

Die Sprache der Pädagogik taugt nur, wenn deren Begriffe auch pädagogische Situationen vergegenwärtigen lassen.

A L L G E M E I N

BEGRIFFE TAUGEN NUR, WENN SIE ALS KLARE EINDEUTIGE BILDER VERGEGENWÄRTIGT WERDEN.

Das Wort "Haus" wird zum Begriff, wenn ich mir z. B.
mein Elternhaus vorstelle. Ein Architekt vergegenwärtigt sich den genauen Bauplan eines Neubaus. Als Hilfe zur Selbsthilfe wird "Bildung" zum Begriff, sobald ein Pädagoge einen konkreten Weg step by step vergegenwärtigt.
logo

11 Jahre Begriffskalender

Prof. Dr.phil. habil. Wolfgang Schmid

 

Aktuelle Beiträge

das gelesene
astenden spielen im winde der laubreigen farbenfroh...
Haiku (Gast) - 6. Dezember, 15:48
logisch vs. ästhetisch
Echte Begriffe organisieren Bewusstwerden vor allem...
wfschmid - 6. Dezember, 07:41
NeurotransCard 1
Link
wfschmid - 5. Dezember, 03:53
neuronaler Vektor
W I E D E R H O L U N G: Jeder Satz unserer Sprache...
wfschmid - 4. Dezember, 05:15
Regelkreis => Haiku
R E G E L K R E I S A L S H A I K U (Einzelne...
wfschmid - 3. Dezember, 02:42
Systemisches Gedächtnistraining
Die Optimierung des Bewusstwerdens ist nur mit e c...
wfschmid - 2. Dezember, 05:16
"Mehr Bauch als Kopf"
Denken ist weniger Begreifen als vielmehr Träumen....
wfschmid - 1. Dezember, 04:49
Unbewusste Regelung
Aufgrund von Reizen wird im Vorbewusstsein entschieden,...
wfschmid - 30. November, 02:02

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Status

Online seit 4448 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 6. Dezember, 15:48

Suche (AND, OR erlaubt) - Nächste (leere) Zeile anklicken!

 

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page
xml version of this page (summary)

twoday.net AGB

 

 

Es gelten die Rechtsvorschriften für Webseiten der Universität Flensburg © Texte: Wolfgang F. Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) wfschmid(at)me.com Bilder: Ulrike Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) mail(at)ulrike-schmid.de

 wfs