16
Okt
2017

Lehrsätze der Natur

Axiom ist ein von Natur aus gesetztes Prinzip a priori. Axiome hat niemand entwickelt; sie wurden entdeckt. Axiom, das ist gleichsam ein Lehrsatz der Natur.
Dass der Mensch sich als vernunftbegabtes Lebewesen auszeichnet, verweist auf das Vermögen einer besonderen Wahrnehmung dieser Theoreme. Durch dieses Vermögen erschließt sich ihm eine analoge Welt zum sinnlich Vernehmbaren. Dieses Analogon zur Physik wird Metaphysik genannt. Während Physik als die Welt der Logik hervorscheint, zeigt sich Metaphysik gleichsam als die Welt der Intuition.
Während Logik als rationale existentielle Form hervorscheint, erweist sich der Vorschein der Intuition als emotionale existentielle Form. „Emotion“ steht hier nur mittelbar für „Gefühl“, sondern vielmehr unmittelbar als ein Trieb, der Eingebungen des Unbewussten bewusstwerden lässt. „Emotion“ bedeutet dementsprechend wortwörtlich „Herausbewegung“. Solche Bewegungen werden gefühlsmäßig rückgekoppelt. Dass Emotionen vor allem als Gefühle erscheinen, darf allerdings nicht dazu verführen, deren ‚geistigen’ Inhalt oder Anteil zu vernachlässigen. Derartige Vernachlässigungen führen bis heute dazu, dass Emotion nach wie vor gleichsam eine unbekannte Größe darstellt.
Im Gegensatz zum logischen Erfassen hat das emotionale Erfassen Zugriff auf Phänomene a priori. Zufolge solcher Zugriffe wissen wir bereits um das Vermögen zu fragen, zu ordnen, zu kategorisieren und mit möglichen Möglichkeiten zu spielen.
Das Vernachlässigen emotionaler Phänomene ist vor allem sprachlich bedingt. Da sich Denken allein sprachlich zu vollziehen vermag, müssen für emotionale Phänomene allererst sprachliche Möglichkeiten geschaffen werden, um mit ihnen gedanklich umgehen zu können.
Begabung intuitiven Vernehmens wird zu Beginn Abendländischen Denkens „Kunst“, altgr. τέχνη (téchne) genannt. Dieser Begriff ist Bestandteil des Wortes „Mathematik“, das altgriechisch μαθηματική τέχνη mathēmatikē téchnē ‚Kunst des Lernens bedeutet.
Die Geschichte der Mathematik zeigt, dass diese Kunst in einer besonderen Form abstrakten Gestaltens angesiedelt. Während sich dieses Vorgehen wissenschaftlich als überaus erfolgreich erwies, wird die Alternative zur Mathematik nie ernsthaft auszuarbeiten versucht. Es ist letztlich bei Sokrates Ansatz des καθόλου, des alles Besondere inhärierenden Allgemeinen geblieben. So fehlen der Metaphysik bis heute maßgeblich bestimmende Konstituenten. Auf was aber basiert Metaphysik als Bereich a priori? Als Phänomen a priori scheint Materie als informierte Energie hervor; der komplementäre Vorschein a priori ist infolgedessen uninformierte oder reine Energie. Deren mögliche Information liegt außerhalb der Energie. Alles, was wir aus dieser Ferne zu erfassen vermögen, können wir allein intuitiv erfahren. Um aber Intuitionen analog zu mathematischen Formulierungen sicher handhaben zu können, bedarf es geeigneter axiomatischer Regeln zu deren Definition.

Der Vernunft inhärieren von Natur aus Axiome als Regulative des Bewusstwerdens. Bewusst gestalten lassen sich diese durch geeignete Formen der Organisation. Sich auf diese einstellen bedeutet entsprechende Fragen, also Suchstrategien zu formulieren.

15
Okt
2017

Zerbrochener Spiegel

Der Mythos erzählt, dass der Spiegel zerbrochen sei, weil Eva ihr Selbst Gott gleichstellen wollte. Der Mythos vom Sündenfall im Paradies aber enthält selbst einen Bruch, nämlich den Widerspruch zwischen dem Genuss der Frucht vom Baum der Erkenntnis und ihrer Wirkung auf das erkenntnislose Paar Adam und Eva.

Wie sollen Wesen bar jeglichen Erkennens verstehen können, was der Baum der Erkenntnis oder „gottgleich“ in Wahrheit bedeutet. So verhält sich Eva typisch spontan neugierig. Durch die Verlockung der köstlich erscheinenden Frucht verführt, greift sie zu, in etwa nach dem Motto „Probieren geht über Studieren“.
Aber statt zu erkennen, zerreißt es ihr Selbstbild, und das Bewusstsein zerspringt bzw. zerfällt in einzelne Vorgänge. Sinnliches Wahrnehmen der Nacktheit wird übermächtig und zur Bedrohung durch Unanständiges, das vor Gott verborgen gehalten werden muss.
Der Mythos vom Paradies macht aus Erkennen ein Vergehen. Der Mensch zerbricht an seiner Natur. Er erfährt den Verlust ursprünglicher Naturverbundenheit als Vertreibung aus dem Paradies.
Der sadistische Albtraum von der Vertreibung aus dem Paradies belastet Generationen über Jahrtausende wider alle Vernunft mit schlechtem Gewissen.
Übersteigerte Fantasie bindet das schlechte Gewissen an zehn Gebote, um Verfehlen sicht- und somit strafbar werden zu lassen.
Aber ähnliche Wirkungen können aber auch durch ein karges, ärmliches Leben hervorgerufen werden. Die vielleicht bekannteste und zugleich früheste überlieferte Vision ist die des Moses (8. Jh. v. Chr.). Es ist die Vision vom brennenden Dornbusch.
Es wird in der Bibel erzählt, dass Moses viele Jahre die Herden seines Schwiegervaters Jitro hütete. Eines Tages weideten die Schafe und Ziegen auf den saftigen Weiden an den Hängen des Berges Sinai. Moses blickte in die Ferne, und er traute seinen Augen nicht.
Er erblickte einen brennenden Busch, der nicht verbrannte.
Neugierig näherte sich Moses. Da hörte er plötzlich eine Stimme. Sie kam aus dem brennenden Busch und sagte: "Zieh deine Schuhe aus, Mose! Du stehst auf heiligem Boden." Moses spürte intuitiv, dass es Gott war, der zu ihm sprach. Er gehorchte, und Gott sagte: "Ich bin, der ich bin. Ich bin der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.
Ich habe die Klagen und Bitten meines Volkes gehört, das in Ägypten in der Sklaverei lebt. Und ich werde es retten. Du Moses, sollst es aus Ägypten in ein Land führen, das ich den Nachkommen Abrahams versprochen habe. In diesem Land werden Milch und Honig fließen. Und dich Moses, sende ich nun zum Pharao."
Dieser Auftrag ist für einen Hirten in der Wüste nicht gerade naheliegend. Offenbar ist allen Visionen gemeinsam, dass sie Menschen überraschen, die über die Kraft verfügen, ihnen zu entsprechen.
Moses macht erst gar nicht den Versuch, sich als Hirte darzustellen, der dazu nicht in der Lage ist, weil er ja nichts gelernt und aus sich gemacht habe und nur ein dummer Hirte geblieben ist.
Anders als bei Hildegard von Bingen wird Moses’ Vision nicht durch innere Prozesse vorbereitet und auch nicht theologisch, sondern religiös gedeutet.
Die Vision überrascht. Wahrnehmungsreize bzw. Überreizungen könnten sie ausgelöst haben.
Beide Visionen zeichnen sich als Kraftgeber aus und ermöglichen dadurch außergewöhnliches mutiges Verhalten. Unbefriedigend bleibt in beiden Fällen, dass sie als Ereignisse des Glaubens natürlicherweise (neuronal bedingt) analytischem Denken verschlossen bleiben.

Auch der Mythos basiert auf einer Überreaktion der neuronalen Transmissionen der Fantasie.
Über die Vertreibung aus dem Paradies selbst berichtet niemand. Dieser katastrophalste Augenblick der Menschheit wird verdrängt. Religionen vermeiden angestrengt eine redliche Offenlegung dieses Ereignisses. Philosophie vermag solchen Ursprung nicht in den Blick zu nehmen, und auch Kunst setzt nichts ins Werk.
Seit Jahrtausenden wird der Paradies-Mythos verdrängt. Andererseits wird von Religionen so getan, als hätte alles genau so stattgefunden. Niemand streicht diesen Anfang aus dem Buch der Bücher. Stattdessen sammeln sich weitere Mythen an. Das Buch Moses ist voll davon.

Es bleibt dabei, der Gott der Religionen verbleibt im Dunkel der Mythen. Zu allem Unglück hat sich das Trauma Paradies tief ins Unterbewusste des Menschen eingegraben. Aber Erinnerungen sind nicht kräftig genug, um Wahrheit zu vergegenwärtigen. Ahnungen lassen vermuten, wesentlich Existentielles verloren zu haben.
Vage Vermutungen zwingen zu suchen. Diese Zwangsneurose nötigt zum Glauben an den strafenden Gott des Paradieses. Religionen aber schaffen so großartige Bestimmungen ihres Gottes, dass selbst Wissenschaften nicht zu widersprechen vermögen.
Sokrates und Platon sind bislang die einzigen Philosophen, denen es gelingt, ein annehmbares Komplement zum Mythos aufzuzeigen.
Um vor dem Göttlichen überhaupt bestehen zu können, muss die von den beiden Philosophen entdeckte Welt natürlich die gleichen Wesenseigenschaften aufweisen wie die göttliche.

Die philosophisch gedachte Welt darf nicht von dieser Welt, also von Menschen gemacht sein. Diese Welt muss ebenso unsichtbar wie ewig sein. Zudem muss sie für den menschlichen Geist unerreichbar bleiben.

Dem Dichter Angelus Silesius werden die gleichen (inneren) Spiegelungen bewusst wie dem Philosophen Platon. Auch Platon betrachtet das Schauen der höchsten Idee als göttlich.
Durch die griechische Mythologie gelangt wahrscheinlich der erste, nämlich menschliche Grund der Götterwelt zum Vorschein. Es sind besonders begabte Seher, durch welche sich Gottheiten künstlerisch gestalten. Solche fantastischen Inszenierungen werden durch Priester missbraucht, indem sie sich ihrer aus Machtgier bemächtigen. Sie vergiften natürliches Glauben mit ihren Machtfantasien von einer jenseitigen Welt.

Heilige verinnerlichen solche fantastischen Vorstellungen so stark, dass sie Möglichkeit und Wirklichkeit verwechseln. Aber ihr Gott lässt sich nicht verallgemeinern, sondern immer wieder erneut in jeder Seele besonders initiieren.

„Gott lebt nicht ohne mich
Ich weiß, dass ohne mich Gott nicht ein Nu kann leben,
Werd' ich zunicht', er muss von Not den Geist aufgeben“.
Es ist wahrscheinlich, dass der Gottesglaube evolutionär bedingt physiologisch im Gehirn verankert ist. Das „Gottes-Gen“ (VMAT2-Gen), schreibt der Biochemiker und Verhaltensgenetiker Dean Hamer 2004 in seinem so betitelten Buch, ist für die Ausschüttung chemischer Botenstoffe im Gehirn verantwortlich. Diese Botenstoffe steuern neben Stimmungen u.a. auch religiöse Gefühle.
Die gewagte These vom Gottes-Gen begründet keinen biochemisch bedingten Gottesglauben.

Dass Kinder eine natürliche Tendenz, an Übernatürliches zu glauben, besitzen, ergibt sich aus einem Ungleichgewicht zwischen Vernunft und Verstand. So wird alles Unerklärbare durch Glauben und nicht durch Wissen geregelt. Auch Erwachsene regeln in ihrem Alltag Vieles noch mit Aberglauben.

Aber nicht nur der Glaube, sondern auch unser Wissen erscheint uns vereinzelt zunächst als Glaube. Ein Axiom beispielsweise gelangt gleich einem Dogma zum Vorschein. “Ich glaube an die Identität ‘a = a’ ” wie an die Dreifaltigkeit.

Viele Sätze beweisbaren Wissens waren ursprünglich nicht beweisbare Glaubenssätze. Eigene Vorstellungen sind häufig mehr als negative Utopie oder eine Art Fata Morgana des Bewusstseins.
Es scheint aber oft sehr schwierig, auszumachen, ob das Schauen innerer Spiegelungen des Unbewussten auf irgendeine Art und Weise schließlich doch Wahrheit offenbart.

Wird davon ausgegangen, dass der Mensch vernunftbegabt ist und die mythischen Hinweise eines Sokrates, Platons oder Moses zutreffen, dann könnte das menschliche Erbgut tatsächlich doch eine Art Gen enthalten, das religiöses Empfinden ermöglicht.

Den kanadische Neuropsychologen Michael Persinger veranlasst dies zu folgender Überlegung: Wenn ich die fürs Religiöse zuständigen Hirnregionen eines Menschen stimuliere, verschaffe ich ihm damit auch religiöse Gefühle? Er entwickelte einen Helm, der ein sich bewegendes Magnetfeld erzeugt. Diesen Helm liess er Versuchspersonen zwanzig Minuten lang tragen. Vier von fünf Probanden beschrieben die ausgelösten Empfindungen als übernatürlich oder spirituell. Sie fühlten die Gegenwart eines höheren Wesens, eine Berührung Gottes, Transzendenz.

Demnach könnte ein allgegenwärtiges Wesen (“Geist in der Materie”) sich offenbaren, indem es das Gehirn beeinflusst und auf dem Weg der Spiegelungen religiöse Vorstellungen und Empfindungen erzeugt. Erscheinungen der Heiligen bekämen dann eine “natürliche” Erklärung.

Der “Umweg” über Spiegelungen des Glaubens sichert das kulturell bedingte, individuelle Verstehen und Auslegen des allgegenwärtigen Wesens. Alle Versuche, diesen Glauben in Wissen umzuwandeln, versagen.

Der göttliche Funke bleibt eine innere Entladung, die sofort nach Absinken höchster Konzentration erlischt.
Das vernunftbegabte Lebewesen neigt dazu physikalische Eigenschaften metaphysisch zu überhöhen. Der Mythos gestaltet meteorologische Erscheinungen zu Göttern um. Es ist die griechische Göttin Ge, die gute oder schlechte Ernten verursacht. Es ist Thor, der germanische Gott des Gewitters, der Blitze schleudert und donnert, wenn er grollt. Es ist ein Gott, den Moses im brennenden Dornbusch erblickt, und aus überschärfsten Sinneseindrücken werden noch heutzutage Erscheinungen von Schutzengeln geboren.

Überhöhte Vorstellungen während des Bewusstwerdens kommen durch psychisches Verfremden physikalischer bzw. physischer Prozesse zustande. Wider alle verfügbaren Erfahrungen spielt die Fantasie verrückt.

„Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen“

Vernunft treibt Menschen unaufhörlich an, ihren Ursprung zu erforschen. So versuchen sie, sowohl die äußeren als auch die inneren Grenzen zu überwinden. Allerdings scheinen die Fähigkeiten des Denkens für diese Grenzüberschreitungen nicht auszureichen. Aristoteles versucht sich mittels Annahme eines „unbewegten Bewegers“, der alles bewegt, entstehen und vergehen lässt. Thomas von Aquin interpretiert diesen ersten, selbst unbewegten Beweger als Gott, denn alles Existierende muss verursacht sein. Anfang aller Wirkursachen muss zwangsläufig eine Erstursache sein. Analog gilt das auch für die Ordnung, die allem naturhaft Seienden innewohnt. Als Schöpfung gilt die Natur als Ganzes vielen als ein einziger Gottesbeweis, denn stark vereinfacht; „Von nichts kommt nichts!“
Alles, was über das Wesen Gottes Jahrtausende hindurch in Erfahrung gebracht werden konnte, ist nichts. Aber daraus die Hypothese eines schöpferischen Nichts zu bilden, hilft keineswegs aus der religiös und kulturell bedingten Sprachlosigkeit heraus.

Da wäre es sehr viel sinnvoller, sich an den Tractatus logicus Wittgensteins zu halten „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“

Nun lässt sich aber die unersättliche Neugier des Menschen nicht das Wort verbieten. Ganz im Gegenteil: Sprachlosigkeit verführt dazu, angesichts der verlorenen Worte nach neuen Möglichkeiten zu suchen, sich doch noch ausdrücken zu können.

Wenn dies mittels Physik schon nicht möglich ist, wie wäre es dann mit Hilfe der Metaphysik?

14
Okt
2017

Was nun Philosophie?

Philosophieren bedeutet vor allem nach der Wahrheit suchen. Dieser Weg ist hier nicht das Ziel. Trotz aller Anstrengungen entzieht sich die Wahrheit einem Denken, das vor allem auf Richtigkeit aus ist. Zwar ermöglicht das Entdecken des Denkens als ιδειν bzw. inneres Wahrnehmen das Schauen des inneren Lichts der höchsten Idee, aber diese Anschauung Platons wird bereits von seinem Schüler Aristoteles als unzeitgemäß abgelehnt. Niemand kommt damals auf den Gedanken, dass es sich um eine Begegnung von Denken und Fühlen handelt. So kann die Vereinigung von Bild-Erleben und Bilder-Leben nicht als Einheit erkannt werden und das Denken als Bilderleben bricht auseinander. Mythos wird zum Gegenstand des Logos. Das Gefühl bleibt dem Denken so fremd, dass es wie etwas betrachtet wird, das Denken stört und nicht etwa regelt. Das Gefühl wird vom Denken ausgeschlossen und der Glaube als das Vertrauen in das Glauben bleibt der Religion vorbehalten.

Erst mit den Neurowissenschaften kommt heutzutage die Vermutung auf, dass das mythische Denken zumindest eine Alternative zum logischen Denken sein könnte. Das logische Denken scheint nicht nur in der Schulmedizin an seine Grenzen zu stoßen
Wie aber offenbart sich das mythische Denken an den Grenzen des Logos? Vermag herkömmliches Denken diesem Vorschein überhaupt zu genügen? Und würde das Einbeziehen des gefühlten Denkens in das logische Denken überhaupt Sinn machen?

Um solche Fragen beantworten zu können, muss man sich auf das gefühlte Denken überhaupt erst einmal wieder einlassen. Das Problem: Dass jemand an Krebs sterben wird, kann richtig, muss aber nicht wahr sein. Das beweisen beispielsweise viele Fälle spontaner Selbstheilung.

Seit Aristoteles existiert für die Wahrheit ein Problem. Indem ihr der Philosoph die Richtigkeit entgegengestellt, entzieht er ihr den seit Jahrtausenden währenden Anspruch, für den Menschen das höchste Gut zu sein. Durch das Denken des Aristoteles verfinstert sich die Sonne als Sinnbild der höchsten Idee des Guten. Weil nicht wahr sein kann, was nicht zu überprüfen ist, verursacht die Wende der Wahrheit zur Richtigkeit eine Götterdämmerung, die bis heute nicht überwunden ist. Nietzsches Wort vom Tod des (alten) Gottes wird immer noch nicht als radikale Absage an alle Inhalte des Glaubens verstanden, und damit wird auch nicht begriffen, dass es hierbei nicht um die geglaubte Existenz Gottes geht, sondern vielmehr um eine Ermahnung, von bestimmten Fantasien abzulassen. Nietzsche bestreitet nicht den Glauben, sondern die Annahme, diesen philosophisch behandeln zu können. Die ständige Verwechslung von Wahrheit und Richtigkeit führt in die Katastrophe. Die Gefahr der Atomenergie ist keine Glaubensfrage, sondern eine Frage des Wissens. Wenn man anfängt, das zu glauben, was man eigentlich wissen muss, hört man auf zu überprüfen. Dieser Mangel an Aufklärung greift tief in unseren Alltag ein, indem das, was wir glauben, unser Handeln bestimmt. Die "Erfindung" der Subjektivität hat dazu geführt, das Bemühen um objektive Erkenntnis zu vernachlässigen. Die Idee der Subjektivität isoliert das Subjekt und inhaftiert es in einer Welt bloßer Meinungen.


Ob das Subjekt in seiner Subjektivität untergeht oder es ihm gelingt, sich die Sicherheit des Ichs zu verschaffen, ist für den Philosophen Descartes (1561-1650) eine Frage der Selbst-Verantwortung. Die Unzuverlässigkeit der Subjektivität währt ja nur so lange wie man sich deren Unbeständigkeit aussetzt. Das Wesen des Subjektiven verhält sich nämlich nicht anders als die Natur: unbeständig, da im ständigen Wechsel zu Hause. Dieser Wechsel, dem das Ich ständig ausgesetzt wird, ist das Werden oder die Bewegung des Geistes. Und wenn überhaupt nichts mehr sicher ist, dann bleibt noch als letzte und zugleich auch erste Sicherheit das Erleben des eigenen Denkens. "Ich denke, also bin ich!" Nicht die Sinne vergewissern mich meiner Welt, sondern das Denken. Mit dieser Quasi-Wiederentdeckung des Bewusstwerdens als Grund aller Ich-Erfahrung beendet Descartes gleichsam den Vollzug der durch Aristoteles eingeleiteten Wende. Auch das Ich-Werden lässt sich selbstverständlich überprüfen, nämlich durch das Denken. Richtigkeit steht als solche nicht mehr der Wahrheit gegenüber, sondern erscheint als eine Kategorie von Wahrheit. Was wahr ist, kann nicht falsch sein. Selbst wenn jemand total irrt, bleibt wahr, dass er ein total Irrender ist. Und an dieser Stelle verbrüdern sich Wahrheit und Richtigkeit, denn das durchgängige Irren muss als solches nachgewiesen werden, wenn es wahr sein soll.

Der Weg zum Selbstbewusstsein führt über die Selbst-Verantwortung durch die Methode des systematischen Zweifelns. Descartes betrachtet es als unabdingbare Voraussetzung, sich allen möglichen Irrtümern zu stellen und diese ausräumen, um wahr denken zu können. Selbstbewusstsein setzt Selbstversicherung voraus. An dem Verhältnis von Metaphysik und Physik zeigt Descartes auf, dass Phänomene durchaus wahr sein können, bevor sie bewiesen werden können. Richtigkeit gehört somit wesentlich zu dem, was sich als Wahrheit zu offenbaren vermag. Wahrheit wird nicht mehr durch Richtigkeit verdrängt, sondern wird durch sie zugleich auch zur Sicherheit.

13
Okt
2017

Richtig ist nicht wahr

Während der kybernetische Begriff die Überführung vom metaphysisch bestimmten Sein ins naturwissenschaftlich bestimmte Werden vorbereitend beinhaltet, stellt der Kalkül die Bedingungen der Möglichkeit einer Berechnung zur Verfügung. Das setzt wiederum voraus, dass ein Kalkül mathematisiert, also berechenbar werden kann. Damit springt auch ein wesentlicher Unterschied zwischen philosophischem und kybernetischem Begriff heraus.

Im Gegensatz zur Philosophie strebt die Kybernetik nicht nach Wahrheit, sondern nach Richtigkeit. Ob etwas wahr sein kann, lässt sich formal logisch prüfen oder glauben. Ob etwas richtig ist, lässt sich messen oder wissen. Was also veranlasste den Philosophen Martin Heidegger, die Aufgaben der Metaphysik an die Kybernetik zu delegieren?

Im Denken des Menschen vollzog sich eine radikale Wende. Das Objekt des Denkens offenbart sich nicht mehr dem Denken als wahr, sondern das Denken erschließt sich das Objekt als richtig, wobei sich die Richtigkeit erst durch Objektivation bzw. Simulation beweist. Eine Situation lässt sich nicht mehr nur denkend, sondern berechnend antizipieren. Eine medizinisch komplizierte Operation lässt sich durchrechnen, bevor sie computertechnisch oder zumindest computerunterstützt durchgeführt wird.

Magnetresonanztomographische Verfahren sind heutzutage aus der Medizin nicht mehr wegzudenken. Bildgebende Verfahren sollen darstellen, was ist und zugleich "objektiviert" zeigen, was damit auf einen Menschen zukommt.

Helmar Frank schlägt vor, die Objektivation menschlichen Denkens in drei Schritten durchzuführen. Weil es sich bei den nachrichtenverarbeitenden Prozessen um humanwissenschaftliche Themen handelt, helfen Mittel der Philosophie, um sich einem solchen Phänomen anzunähern. Er verwendet dazu die „phänomenologische“ Beschreibung. Im zweiten Schritt werden naturwissenschaftliche Vorgehensweisen mit dem Ziel eingesetzt, einen „Kalkül“ zu entwickeln und durch den Einsatz der Mathematik Komplexität zu reduzieren. Eine solche Formel stellt dann die Grundlage für den dritten Schritt der technischen Objektivation dar. Die Ergebnisse werden dadurch von der Person des Untersuchenden gelöst und erhalten einen anderen Grad der Objektivität. Diese drei Schritte ermöglichen es, humanwissenschaftliche Themen mit naturwissenschaftlichen Mitteln zu untersuchen.

Das Problem: Dass jemand an Krebs sterben wird, kann richtig, muss aber nicht wahr sein. Das beweisen beispielsweise viele Fälle spontaner Selbstheilung.

12
Okt
2017

Wissen der Seele

Das Wissen der Seele beruht nicht wie das Wissen der Vernunft auf Beweisen, sondern auf Intuitionen. Wenn dieses Wissen als existentielle Alternative zum logischen Wissen ernstgenommen werden soll, dann muss die tradierte Bestimmung des Erkennens als Wahrnehmen, Betrachten, Beobachten und Begreifen verändert werden zu Wahrnehmen, Betrachten, Empfinden und Glauben. Im Gegensatz zum logischen Denken in Begriffen ist schöpferisches Denken emotionales Denken in Intuitionen.

Geniale Denker wie Albert Einstein vereinen in sich sowohl begriffliches als intuitives Denken. Einstein bemerkt:
"Ohne den Glauben daran, dass es grundsätzlich möglich ist, die Wirklichkeit durch unsere logischen Konstruktionen begreiflich zu machen, ohne den Glauben an die innere Harmonie unserer Welt, könnte es keine Naturwissenschaft geben. Dieser Glaube ist und bleibt das Grundmotiv jedes schöpferischen Gedankens in der Naturwissenschaft." (10, S. 195) (1938)

Jeder erkennt an, dass jede Wirkung eine Ursache voraussetzt. Und wir verlassen uns darauf, dass wir von der Wirkung auf die Ursache zurück schliessen können. Weil das Universum sich ausdehnt, nehmen wir einen Urknall an. Und wir betrachten Urknall als Wirkung des Nichts als Ursache. Wir sagen, dass wir das wissen, obgleich das Nichts eine Angelegenheit des Glaubens ist.
"Die Entwicklung der abendländischen Naturwissenschaft beruht auf zwei großen Leistungen: Der Erfindung des formal logischen Systems (in der euklidischen Geometrie) durch die griechischen Philosophen, und auf der Entdeckung der Möglichkeit, durch systematisches Experimentieren kausale Beziehungen herzustellen.“ (ebd.)
Warum sind wissenschaftliche Modelle glaubhafter als Intuitionen? Wissenschaftliche Modelle beeindrucken durch ihre Genauigkeit. Diese Modelle sind berechenbar. Die meisten Menschen nehmen an, dass eine Rechnung wahrer ist als eine Intuition. Aber eine mathematische Aussage kann nicht wahr, sondern nur richtig sein. Was ist der Unterschied? Wahrheit ist die fühlbare Einsicht der Seele und Richtigkeit ist die berechenbare Einsicht der Vernunft.
Was dem Wissen den gewöhnlichen Vorsprung vor dem Wissen der Seele verschafft, das ist dessen sinnlich vernehmbare, objektive Überprüfbarkeit.

Die Vormachtstellung der Sinne während des Bewusstwerdens beruht auf dem Instinkt, aus dem heraus sich begriffliches und intuitives Denken allmählich entwickeln.
Der Instinkt wird ausschließlich durch Sinneseindrücke gesteuert. Da er nicht durch Erfahrungen aufgehalten wird, vollzieht sich Denken, weil auf bloßes Reagieren reduziert, wesentlich schneller.
Analog zum Instinkt ist auch begriffliches Denken nicht mehr als logisches Reagieren. Da intuitives Denken in der Regel am meisten Zeit braucht, um Intuition in Verhalten umzusetzen, wirkt es sich im alltäglichen Konkurrenzkampf nachteilig aus.
Da vor allem Geschwindigkeit und Berechenbarkeit zählen, wird intuitives Denken bzw. Glauben missachtet.
Wahrheit ist hoch sensibel und hoch wahrscheinlich unmoralisch und gewissenlos. Wahrheit entzieht sich jeglichem Ordnen. Die Freiheit der Wahrheit lässt sich nicht binden. Wer vorgibt, Wahrheit zu lehren oder zu verkünden, ist ihr nie begegnet.
Wahrheit gibt keine Antworten, denn Wahrheit existiert nur während des Suchens. Wer als zutreffend angenommene Antworten besitzt, sitzt fest. Wahre Antworten formulieren Fragen.
Ist Wahrheit eine Utopie, die das vernunftbegabte Wesen unentwegt unterwegs sein lässt? Das Bewusstsein des vernunftbegabten Wesens ist gewöhnlich für Wahrheit gar nicht offen. Bevor nämlich etwas überhaupt von außen oder innen her bewusstwerden kann, ist es auch schon gefiltert für uns zurechtgemacht.
Ganz offensichtlich sollen wir nicht erfahren, was in Wahrheit ist. Es scheint eine wesentliche Aufgabe des Gehirns zu sein, uns vor der Wahrheit zu schützen.
Wegen der Ich-Bezogenheit der Wahrheit des Glaubens flüchten wir uns seit Aristoteles (* 384; † 322 v. Chr.) in die Richtigkeit des Wissens.

Als Abwesenheit von Wahrheit existiert Unwahrheit in Form von bloßen Meinungen, die durch Statistiken als annehmbar dargestellt werden. So hängt Glaubhaftigkeit plötzlich von der Größe der Medien und vom Bekanntheitsgrad ihrer Meinungsmacher ab.
In Gestalt von Meinungen wird Richtigkeit zur Ware, die sich jeder nach Belieben bestellen kann.
In der Geschichte des Abendländischen Denkens gerät das vernunftbegabte Lebewesen zunehmend mehr in das Dilemma von Richtigkeit und Wahrheit. Vereinfacht gesagt: Je mehr der Mensch versucht, etwas richtig zu machen, desto unwahrer wird es.


Durch die Delegation von Lehrprozessen an elektronische Medien verliert sich das Wesen des persönlichen Bezugs zwischen Lehrenden und Lernenden. Auch bei didaktisch und methodisch optimaler Aufbereitung eines Unterrichts gehen wesentliche Konstituenten Lehren und Lernens verloren, sobald Unterricht objektiviert wird. Angesichts der vielen Vorteile einer Objektivation gerät das zugleich wesentlich Subjektive in Vergessenheit, denn "Information" besteht nicht nur aus dem zu vermittelnden Objekt, sondern zugleich auch aus dem persönlichen Bezug des vermittelnden Subjekts dazu.
Die Organisation des Bewusstseins geht nicht nur darin auf, Nachrichten zu verarbeiten, sondern will immer zugleich gefühlsmäßig bewerten, was es da verarbeitet. Ohne unmittelbaren sozialen Bezug ist Lernen auf Dauer nicht möglich.

11
Okt
2017

Grenzüberschreitung

Äußere und innere Grenzen sinnlicher Vernehmbarkeit bestimmen die Reichweite des Bewusstwerdens. Aber der Mensch verfügt als vernunftbegabtes Lebewesen über die Fähigkeit, diese Grenzen denkend zu verschieben.

Bei den äußeren Grenzen gelingt das der Physik, bei den inneren Grenzen erreicht das die Metaphysik. Jedoch findet Metaphysik weitaus geringere Akzeptanz als Physik. Diese relative Geringschätzung der Metaphysik ist überaus erstaunlich, bildet sie doch die Bedingung der Möglichkeit von Physik schlechthin.
Der zureichende Grund hierfür liegt jedoch auf der Hand. Im Gegensatz zur Metaphysik sind physikalische Erkenntnisse für alle diejenigen überprüfbar, welche sich der Mühe unterziehen, sich mit dieser Naturwissenschaft eingehend zu beschäftigen und sich auch nicht von der hierfür erforderlichen Mathematik und Technik abschrecken lassen.

Während sich physikalische Phänomene allein naturwissenschaftlich erfassen lassen, bleiben metaphysische Phänomene vorwiegend auf Intuitionen angewiesen.
Albert Einstein betont: „Die Intuition ist ein göttliches Geschenk, der denkende Verstand ein treuer Diener. Es ist paradox, dass wir heutzutage angefangen haben, den Diener zu verehren und die göttliche Gabe zu entweihen.“

Nun existieren aber Objekte, die sich allein intuitiv wahrnehmen und erfassen lassen. Für den Mathematiker Gödel sind das beispielsweise mathematische Objekte. Mathematik konstituiert sich als abstraktes Reich der Formen. Obgleich diese Formen nicht sinnlich vernehmbar und somit auch nicht empirisch sind, existieren sie sowohl wahr als auch richtig. Die Wahrheit existiert kraft Offenbarung durch Intuition, und die Richtigkeit beruht auf logischen Beweisen.

Als Bereich a priori ist das mathematische System der Formen Bedingung der Möglichkeit der Gestaltung. In der Wissenschaft wird dieser Bereich a priori „Theorie“ genannt. Letztlich handelt es sich um ein Analogen zur Ideenlehre.

Sowohl mathematische als auch visionäre Phänomene gelangen in Abhängigkeit vom Verstand zum Vorschein. Durch den Verstand werden sie dank Vernunft in Gestaltung überführt.


Mit Hilfe mathematischer Sprache lassen sich sowohl Objekte a priori als auch Objekte a posteriori beschreiben. „a2“ kann sowohl theoretisch als auch praktisch ein Quadrat sein. Abstraktionen stellen sich so gleichsam als Kürzel des Konkreten dar.
Wenn sich etwas als richtig erweist, wissen wir es und fühlen uns sicher. Wenn aber etwas als wahr erscheint, müssen wir es glauben, fühlen uns aber unsicher, weil wir zweifeln.
Aber nicht Denken bestimmt uns existentiell, sondern Empfinden. Nicht der Verstand maßregelt uns, sondern die aus dem Un- und Vorbewussten schöpfende Seele.
Die Sprache der Seele (das limbische System) ist das Gefühl. Die Seele äußert sich durch Affektionen und / oder Emotionen.
Diese Äußerungen können sprachlich bewusstwerden. „Ich fühle mich schlecht!“ zeigt eine negative Befindlichkeit an.
Aber sprachliche Anzeigen von Gefühlen sind so vage, dass sie bisweilen sogar als unzutreffend empfunden werden. So kann die Eigenschaft „schlecht“ auf Vieles zutreffen wie schlechte Verbindung, schlechte Literatur oder schlechter Charakter.

Wegen sprachlicher Ungenauigkeiten eigen sich Gefühle wenig, um eine Art Psychologik zu begründen.
Gefühlte Wahrheiten hängen von subjektivem Glauben ab und entziehen sich jeglichem Suchen nach Richtigkeit. Aus diesem Grund wird Richtigkeit Wahrheit gegenüber auch bevorzugt gewichtet.
So entsteht eine seltsame Vermischung. Die Geschichte Abendländischen Denkens lässt ein Gemisch aus Sein und Werden entstehen. Wissenschaften, die letztlich auf gläubigen Annahmen beruhen, überziehen Werden mit fantasievoll modellierten Sein. Fortan wird im Werden gesucht, was als Sein vorweg gedacht worden ist.
Natürlich liefert schließlich die unendliche Vielfalt des Werdens immer wieder Angebote des Seins, die Werden modellhaft begreifbar werden lässt.

Obgleich Mathematik allein auf gläubigen axiomatischen systematischen Annahmen beruht, erscheint diese Wissenschaft des Geistes als unübertreffbare Möglichkeit, Richtigkeit des Rechnens gegen Wahrheit des Denkens auszuspielen.
Jedoch weist Denken dem Rechnen gegenüber den nicht zu übersehenden Vorteil der Beweisbarkeit auf, während Wahrheit auf Glauben angewiesen bleibt.

10
Okt
2017

Schöpferisches Unbewusstes

Das Ureigene allen Werdens verbirgt sich im Spiel möglicher Möglichkeiten des Unbewussten. Dieses Spiel wird seit Äonen spielt. Niemand weiß, weder wer oder was dieses Spiel erfand, noch warum es so lange gespielt wird.

Während der Dämmerung der Vernunft bzw. der Entstehung des Bewusstwerdens erscheint diese Spielerei noch als göttlich, bevor sich im Bewusstsein dieses Glauben verwischt und andere Geschichten des Entstehens geträumt werden.

Das Ureigene, das als jene Information hervorscheint, welche Energie in Materie wandelt, meidet gleichsam die Öffentlichkeit des Bewusstwerdens und verbirgt sich im Unbewussten.
Aber anstatt sich zurückzuhalten, schickt es Eingebungen ins Bewusstsein des vernunftbegabten Lebewesens. Dieses betrachtet solche Eingabe als Geschenk, sich schöpferisch zu versuchen.

Zufolge der Freude am spielerischen Formen gestaltet sich jenes Da, welches als unmittelbares Sein, als Dasein, erfahren wird. Dabei verliert sich angesichts des schönen Scheins des Erträumten das Sein selbst.

Zwar wird der Schein als Illusion erahnt, aber es wird nichts unternommen, um diesem Nebel zu entrinnen. Stattdessen werden Geschichten erfunden, welche die Vernebelung vergessen lassen sollen.

Göttliches erscheint der Lust, sich zu unterwerfen, willkommen, um höchste Befriedigung zu verschaffen. Es sind destruktive Triebe, die Bedürfnisse zu glauben, schaffen.

9
Okt
2017

Bild

9. Bild

Vostellung (Abbildung) einer äußeren oder inneren Wahnehmung

=> Begriff

8
Okt
2017

Begriff

8. Begriff

Struktur oder Algorithmus einer Handlung

=> Bild

7
Okt
2017

kozentrieren

7. konzentrieren

sich auf innere Wahrnehmung ausrichten

=> aufmerken

6
Okt
2017

Theorie

6. Theorie

modellierte, kalkülisierte, mathematisierte oder simulierte Antizipation von Praxis

=> Praxis

5
Okt
2017

wahr

5. wahr

durch Glauben, Intuition, Vision oder Theorie zum Vorschein gebracht

=> richtig

Störung bei Twoday.net

3
Okt
2017

Betrachten

2. Betrachten

Voller Aufmerksamkeit oder Konzentration verweilen

=> Hasten (Eilen, Hetzen)

2
Okt
2017

Aufmerksamkeit

Gib ein Beispiel zur u.a. Bestimmung!



1. Aufmerksamkeit:

bewusstes Ausrichten auf Sinneseindrücke



=> Konzentrieren
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