21
Jan
2013

Ergebnis existentieller Färbung

 
Denken folgt niedrigen Beweggründen, sobald sich Vernunft der Seele und Verstand des Geistes nicht mehr im Gleichgewicht befinden. Dieses Ungleichgewicht geht mit dem Verlust des Gewissens einher. Werte und Normen, Gesetze und Regeln, Verbote und Gebote, Verträge und Vereinbarungen verblassen als Wegmarken des Handelns. Die innere Stimme widerspricht nicht nur unanständigem ungehörigem Verhalten nicht mehr, sondern verliert sich angesichts der Vorherrschaft der Triebe und niedriger Bedürfnisse. Vorspiegelung falscher Tatsachen und Ausflüchte verdrängen die Möglichkeiten offener Begegnungen und aufrichtiger Auseinandersetzungen. Derartige Hemmungen und Blockaden werden durch jene Technik der Manipulation aufgebaut, für welche sich der Name Pädagogik durchgesetzt hat.

Die Sophisten, allen voran der Wanderlehrer und bestbezahlte Lehrer aller Zeiten Protagoras, lehren schon damals vor zweieinhalb Jahrtausenden gegen teures Geld, wie man erfolgreich wird. Den Anspruch, erfolgreich Erfolg zu lehren, hat die Pädagogik jedoch längst aufgegeben.
 

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