Der Übergang vom Mythos zum Logos - Vom Wahrnehmen zum Begreifen II
Homer (wahrscheinlich zwischen 750 und 650 v. Chr.) erzählt, Prosperina, die Tochter der Demeter, sei von Hades, dem Gott der Unterwelt, geraubt worden. Demeter verklagt Hades bei Zeus. Zeus fällt folgenden Spruch: "Die Tochter sollte ein Drittel / Jedes laufenden Jahres im dämmrigen Düster verbringen / Zwei aber dann mit der Mutter vereint und den anderen Göttern." ("An Demeter", in: Homerische Hymnen, übers. von A. Weiher. München 1970, Vers 445-47)

Seither gibt es das Gesetz der Jahreszeiten: Frühling und Sommer, wenn Prosperina in der Oberwelt weilt, Herbst und Winter, wenn sie wieder im dunklen Hades verschwindet. Die Menschen erzählen sich Geschichten von Göttern und Göttinnen, weil sie sich alles Entstehen und Vergehen in der Natur als Wirken göttlicher Kräfte erklären.
Mythisch besteht das Naturgesetz in der Wiederkehr der immer gleichen Verhältnisse göttlicher Kräfte, durch welche natürliche Ereignisse wie die Jahreszeiten bestimmt werden. Die Nacht gebiert den Tag, aus der Nacht entfalten sich auch der Schlaf, der Traum, die Moiren und Keren, sowie die Hesperiden, die im Westen wohnen, wo die Sonne untergeht. (Vers 123 f und 212-219)
Das ist nur ein Beispiel für die Genesis des Kosmos nach Hesiod (um 700 v. Chr.). Die Menschen gestalten ihre Wirklichkeit, indem sie Strukturen und Systeme personifizieren. Das Bild der einzelnen Gottheit ist gleichsam ästhetisches Abstraktum in bezug auf konkrete Ereignisse. So ist Demeter - Schwester des Zeus - als die Göttin des Ackerbaus und der Feldfrüchte die Kraft, die "in den großen Schollen der Äcker... Früchte / Wachsen (läßt), daß weithin die Erde strotzt von Blättern und Blüten" (Vers 470-473).
Im mythischen Zeitalter erscheinen Naturgesetze aufgrund von Regeln, welche bestimmte Gottheiten festgelegt haben. Der Mythos bestimmt diese Gesetze nicht mit Hilfe von Symbolen, sondern mittels Bildern von Göttern oder Göttinnen.

Seither gibt es das Gesetz der Jahreszeiten: Frühling und Sommer, wenn Prosperina in der Oberwelt weilt, Herbst und Winter, wenn sie wieder im dunklen Hades verschwindet. Die Menschen erzählen sich Geschichten von Göttern und Göttinnen, weil sie sich alles Entstehen und Vergehen in der Natur als Wirken göttlicher Kräfte erklären.
Mythisch besteht das Naturgesetz in der Wiederkehr der immer gleichen Verhältnisse göttlicher Kräfte, durch welche natürliche Ereignisse wie die Jahreszeiten bestimmt werden. Die Nacht gebiert den Tag, aus der Nacht entfalten sich auch der Schlaf, der Traum, die Moiren und Keren, sowie die Hesperiden, die im Westen wohnen, wo die Sonne untergeht. (Vers 123 f und 212-219)
Das ist nur ein Beispiel für die Genesis des Kosmos nach Hesiod (um 700 v. Chr.). Die Menschen gestalten ihre Wirklichkeit, indem sie Strukturen und Systeme personifizieren. Das Bild der einzelnen Gottheit ist gleichsam ästhetisches Abstraktum in bezug auf konkrete Ereignisse. So ist Demeter - Schwester des Zeus - als die Göttin des Ackerbaus und der Feldfrüchte die Kraft, die "in den großen Schollen der Äcker... Früchte / Wachsen (läßt), daß weithin die Erde strotzt von Blättern und Blüten" (Vers 470-473).
Im mythischen Zeitalter erscheinen Naturgesetze aufgrund von Regeln, welche bestimmte Gottheiten festgelegt haben. Der Mythos bestimmt diese Gesetze nicht mit Hilfe von Symbolen, sondern mittels Bildern von Göttern oder Göttinnen.
wfschmid - 3. Mai, 06:59
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