Unilogo

29
Mrz
2011

Kritik der Kybernetik Teil III


Wird die Wahrscheinlichkeit, ein Lehr- bzw. Lernziel zu erreichen, als Information zum Ausdruck gebracht, dann muss der unterrichtliche Komplex so in kongruente Funktionen aufgelöst werden, dass die unterrichtlichen Konstituenten als parallele oder gleichzeitige Ereignisse erscheinen. Diese Überlegung erscheint paradox, denn es müssten ja dann alle 12 Konstituenten als gleichwertige Ereignisse in Bezug auf das, was erreicht werden soll, aufgefasst werden. Bis heute ist es der Pädagogik nicht gelungen, klare Aussagen über die wechselseitigen Abhängigkeiten didaktisch-methodischer Konstituenten zu formulieren. So ist die Idee Klaus Weltners naheliegend, den gesamten Komplex so zu reduzieren, dass er vereinfacht dort untersucht wird, wo er sich gleichsam selbst zum Vorschein bringt. Die gesamte Vielfalt unterrichtlicher Prozesse dokumentiert sich ja sprachlich in Texten als Gesamtheit der Informationsflüsse in neuronalen Netzen. Wird ein Text als Dokument neuronaler Pozesse aufgefasst, dann erscheint er als jener Tatort, an welchem sich didaktisch-methodische Vorgänge bündeln. Was liegt also näher, als Texte informationstheoretisch zu untersuchen.

28
Mrz
2011

Kritik der Kybernetik Teil II


Vier Jahre nach Einführung des Begriffs verständigt sich Norbert Wiener 1947 mit anderen Wissenschaftlern auf "cybernetics" als Begriff für Probleme der Regelung in technischen Systemen und lebenden Organismen. 1948 erscheint das Buch "Cybernetics or Control and Communication in the Animal and the Machine". Norbert Wiener unternimmt also den Versuch einer kybernetischen Vereinheitlichung wissenschaftlicher Problemstellungen, und zwar unter dem Aspekt der Begründung einer Theorie der Kommunikation und Regelung bzw. Steuerung. Werner S. Nicklis betrachtet dies als Ursprungsstufe in der Entwicklung der kybernetischen Lernforschung. In der daran anschließenden Stufe, die er "Entfaltungsstufe" des Ansatzes Norbert Wieners bezeichnet, geht es in den Jahren 1950-1960 um Umsetzung bzw. Anwendung kybernetischer Modelle beispielsweise in der Biologie, Neurologie oder Logistik. In der dritten Stufe, die Nicklis als “gegenwärtige Entfaltungsstufe” bezeichnet, geht es um die Anwendung des kybernetischen Ansatzes in der Pädagogik, speziell um die Rolle der Normen, Lernen, Gedächtnis, Adaption, besondere Lernformen, wobei die methodisch-didaktische Optimierung im Vordergrund steht und inhaltliche Auseinandersetzungen ausgespart bleiben. (vgl. Nicklis 1967, S.61). Nicklis betont die Versuche Helmar Franks und Felix v. Cubes, eine kybernetische Pädagogik zu installieren und den Unterrichtsprozeß durch Verwissenschaftlichung zu revolutionieren. Franks Idee, die Pädagogik als Teilgebiet der Kybernetik aufzufassen, führt zur Trennung von Foderungen und Fakten, um für pädagogische Situationen Soll- und Ist-Werte ermitteln zu können. Zudem werden psychologische Vorgänge informationstheoretisch erklärt und beschrieben. Kybernetik begnügt sich nicht als komplementäre Betrachtungsweise zur Pädagogik, sondern beansprucht - so Nicklis, die Frage der Wissenschaftlichkeit der Pädagogik schlechthin zu lösen.

Im Grunde lässt sich diese Kritik vereinfachen und als kategorialen Konflikt zwischen den beiden maßgeblich bestimmenden Kategorien “Wie” und “Was” betrachten. Während es der Kybernetik wesentlich um das “Wissen wie” geht, ringt die Pädagogik um das “Wissen was”. Kybernetische Methodik und schulpädagogische Didaktik oder normative Pädagogik finden ganz offensichtlich nicht zusammen. “Die Wissenschaft beschreibt und erlärt die Welt, sie fühlt sich als Wissenschaft nicht berufen (!), die Welt zu verändern.” “Die normative Pädagogik, die das “Wissen was” erforscht und ideologische Fragen zu erörtern hat, kann daher den Rang einer Wissenschaft nicht beanspruchen.” (Frank 1962, S.5) Im Sinne einer Brücke zwischen Geistes- und Naturwissenschaften lässt sich diese Kluft - so Frank - allein durch die Kybernetik schließen. “Sie stellt ... einerseits die Forderungen voran, die ihr eine normative Ideologie liefert, und versucht, auf der anderen Seite auf die informationspsychologischen und gegebenenfall biologischen und gruppenpsychologischen Befunde gestützt, ein Erziehungsprogramm zu entwickeln.” (Frank 1962, S.13)

Historisch betrachtet ist das Franksche Bemühen, natürliche Vorgänge rein logisch zu erfassen, ein Wiederholen des Gleichen zu Beginn der Abendländischen Kultur. Bereits die Vorsokratiker entwickeln Methoden, um zu erfassen zu lernen, wie sich solche Vorgänge organisieren. Sie nennen diese Technik des Lernens und Gewinnens von Erkenntnissen “mathematike techne”. Aus dieser griechischen Bezeichnung ging dann der Name “Mathematik” hervor. Aber im Gegensatz zur Kybernetik schließt Mathematik alles aus, was sich nicht mittels axiomatisch abgeleiteten Gesetzen erfassen lässt. Im Grunde betrachtet Helmar Frank Pädagogik letztendlich gar nicht als etwas, das verwissenschaftlicht werden soll. Vielmehr wird (normative) Pädagogik zu einem ‘Organismus’, dessen Organisationsform kybernetisch transparent werden soll.
Diese Idee wird aber missverstanden als ein erklärendes Überleiten von einem beschreibenden Stadium der Phänomene des pädagogischen Prozesses mit Mitteln der Informationstheorie. Als Aussage über die Wahrscheinlichkeit bzw. Unwahrscheinlichkeit einer bestimmten Situation ist der Begriff der Information unabhängig von gewissen situativen Details. Dass die Unwahrscheinlichkeit, unfallfrei Auto zu fahren, mit zunehmendem Alter sinkt, hängt zum Beispiel nicht wesentlich davon ab, ob Mann oder Frau ein Auto lenkt und erst recht nicht von deren Glaubenszugehörigkeit. Aber in den wenigsten Fällen stellt sich ein Verhältnis zwischen Ursache und Wirkung so einfach dar. Wenn in einem pädagogischen Prozess das Verhältnis von Didaktik, Methodik und Lernerfolg bestimmt werden soll, dann müssen wesentlich mehr ursächliche Konstituenten berücksichtigt werden, nämlich:

1. Persönlichkeit des Lehrenden,
2. unterrichtliche Eigenschaften,
3. Lehrstrategie,
4. Lehrstoff,
5. Lehrziel,
6. Lehrmaterial,
7. Lernmotivation,
8. Lernfähigkeit,
9. Lernaufwand,
10.Lernbedingungen,
11.Lernort,
12.Lehr- und Lernzeit.

Es liegt auf der Hand, dass diese unterrichtlichen Konstituenten noch ganz erheblich differenziert werden müssen, bevor die Bedingungen der Möglichkeit einer relevanten informationstheoretischen Aussage genauer bestimmt werden können. In “Informationstheorie und Erziehungswissenschaft“ hat Klaus Weltner vor allem für den Sprachunterricht aufgezeigt, in welcher Richtung kybernetisch gedacht werden sollte.

Fortsetzung folgt

27
Mrz
2011

Kritik der Kybernetik Teil I


Dem philosophische Anspruch des Aristoteles auf Allgemeingültigkeit wurde in der Geschichte der Wissenschaft letztlich nie entsprochen. Der Anspruch auf kategorial vollständige Erfassung eines Phänomens scheint das Fassungsvermögen menschlicher Vernunft zu übersteigen. Aristoteles selbst entzieht sich dem, indem er der Idee seines Lehrers Platon folgt und der Vergänglichkeit des Werdens die Unvergänglichkeit des Seins gegenüberstellt und im Gegensatz zur Physik als den Bereich des sinnlich Vernehmbaren (ta physika) die Metaphysik als den Bereich des allein Denkbaren (meta ta physika) definiert. Mit der Grundlegung der Philosophie als Metaphysik wird es möglich, alle jene Kategorien "auszuklammern", welche allein sinnlich Vernehmbarem genügen und sich somit vernünftigerweise nicht mehr erfassen lassen. Es gelingt, eine Philosophie zu schaffen, die, ohne Rücksicht auf die Sinne nehmen zu müssen, zu Erkenntnissen zu gelangen vermag. Schließlich beweist die Existenz der Mathematik, dass das funktioniert, natürlich erst dann und nur dann, wenn ein verbindliches System existiert, welches die Art und Weise des Vorgehens klar ordnet und eindeutig regelt (Logik). Während es aber der Mathematik gelingt, durch Strategien des Messens Verbindungen zum Bereich des sinnlich Vernehmbaren herzustellen, verbleibt die Metaphysik dem allein Denkbaren verpflichtet. Der Rückgang von den meta ta physika in die ta physika gelingt nicht und im Gegensatz zur Mathematik lässt sich Philosophie nicht mehr zahlenmäßig konkretisieren und damit nicht mehr sinnlich vernehmbar veranschaulichen.

Mit seinen Kritiken der Vernunft versucht Immanuel Kant das Defizit der Isolation der Vernunft zu beseitigen. Das gelingt ihm durch die Konstitution der reinen Vernunft und der reinen Begriffe a priori. Dem transcendentalen Denken gelingt es, der Philosophie analog zur Mathematik ein stabiles verbindliches System von Begriffen a priori zu verschaffen. Mit Hilfe der Begriffe a posteriori gelingt der Philosophie eine Hinwendung bzw. Rückkehr zum sinnlich Vernehmbaren.

Von der Welt der Wissenschaft nahezu unbemerkt wird diese Kehre durch das kybernetische Denken Helmar Franks und durch das informationstheoretische Denken Klaus Weltners vollendet. Die Verbindung von Sein und Werden wird vor allem durch zwei überführende Begriffe geleistet, und zwar durch den methodischen Begriff der Kybernetik und durch den phänomenologischen Begriff der Information.

Ein weit verbreiteter Irrtum besteht darin, Kybernetik als eine Wissenschaft zu betrachten. Zutreffend ist, dass es sich bei der Kybernetik vor allem um eine wissenschaftliche Methode des Algorithmierens, Kalkülisierens bzw. Mathematisierens (= berechenbar machen) eines Algorithmus und Simulierens (programmtechnisch umgesetztes Nachahmen eines natürlichen Prozesses) handelt.

Helmar Frank hat als erster Wissenschaftler in Deutschland versucht, die Kybernetik für die Pädagogik nutzbar zu machen. Die Begründung lag für ihn auf der Hand.
Die Pädagogik hat keine eigene Wissenschaftssprache. Um ihre Inhalte beschreiben zu können, bedient sie sich der Symbolsprachen jener Wissenschaften, welche ihr für ihre Zwecke geeignet erscheinen. Auf diese Weise entsteht eine Mischform von Wissenschaften, eine in den Geisteswissenschaften durchaus bekannte Erscheinung. Wer solcher Entfremdung entgehen möchte, versucht sich in der Regel in einer pseudobegrifflich angereicherten, überhöhten Alltagssprache.

Um nun pädagogische Vorgänge weder wissenschaftlich verfremden noch pseudobegrifflich überhöhen zu müssen, machte Helmar Frank den Vorschlag, die Pädagogik mit einer Methode zu verknüpfen, die einerseits die unerwünschte Nebenwirkung der Entfremdung, andererseits die unerwünschte Nebenwirkung der Überhöhung beseitigt. Seine Idee umschrieb Helmar Frank mit dem Begriff „Kybernetische Pädagogik“.

In der Einleitung zu seinem Buch „Kybernetische Grundlagen der Pädagogik“ spricht Helmar Frank über den „Zweifel an der Wissenschaftlichkeit der Pädagogik“: „Die sogenannte ‘Erziehungswissenschaft’ erfährt von zwei Seiten eine mehr oder minder offene Geringschätzung: von seiten vieler Erzieher und von seiten vieler Wissenschaftler. Letztere bestreiten in der Regel nur den wissenschaftlichen Rang der gegenwärtigen Pädagogik, die ersteren oft sogar die Möglichkeit einer Erziehungswissenschaft überhaupt. Bisher hatte sich fast jeder Lehrer zu Anfang seiner Berufspraxis mit dieser Geringschätzung irgendwie abzufinden. Bei manchen nahm sie die Form einer schlagartigen Enttäuschung an. Bei anderen bestand sie in allmählich aufkeimenden Zweifeln über den praktischen Nutzen angelernter pädagogischer Theorien. Wieder andere hatten ihre pädagogische Praxis begonnen, ohne eine Hilfe von einer wie auch immer gearteten pädagogischen Theorie zu erwarten und erkannten plötzlich die Bedauerlichkeit des Fehlens dieser Hilfe.“ (Frank 1971, 15)

Frank verbindet mit der Grundlegung der Pädagogik als kybernetischer Pädagogik die Hoffnung, dass „mit dem Aufstieg der Kybernetik“ „die Wissenschaftlichkeit der Pädagogik künftig auch von jenen Wissenschaftlern anerkannt wird, die am seltensten genötigt sind, ihr eigenes Fach gegen den Verdacht der Unwissenschaftlichkeit zu verteidigen, nämlich von den Mathematikern, den Natur- und den Ingenieurwissenschaftlern“. (ebd. S. 16)
Diese erstmals geäußerten Überlegungen münden dann letztlich in die Forderung, pädagogische Prozesse letztlich erst dann und nur dann als wissenschaftlich akzeptabel zu betrachten, wenn sie die Phasen der empirischen Untersuchung, der Modellierung und Mathematisierung durchlaufen haben. „Die kybernetische Pädagogik kann definiert werden als die Gesamtheit der Fragestellungen, Methoden und Ergebnisse, die sowohl in den Bereich der Pädagogik als auch in den Bereich der Kybernetik fallen.“ (ebd. S.27)
Es muss „einen Teilbereich der Pädagogik geben, der die drei Kriterien der Kybernetik (…) erfüllt: es muß in ihm ein (1) informationeller Gegenstand mit einer (2) kalkülisierenden Methode erforscht werden, und dies (3) mit dem Ziel einer Objektivation“ (ebd.).
In Anlehnung an Paul Heimann (1962) formuliert Frank die sogenannten „sechs Dimensionen des pädagogischen Raumes“: „Lehralgorithmus (Wie)“, „Lehrstoff (Was)“, „Medium (Wodurch)“, „Psychostruktur (Wem)“, „Soziostruktur (Wobei)“, „Lehrziel (Wozu)“ und „Lehralgorithmus (Wie)“. „Jedes Unterrichtsgeschehen ist also festgelegt, sobald über“ diese „sechs Variablen verfügt ist, die wir ‚pädagogische Variablen‘ oder auch ‘Dimensionen des pädagogischen Raumes’ nennen“ (ebd. S. 28/29)

Verzichtet wird folglich auf die übrigen Kategorien wie die des Grundes (Warum: Erziehungs- bzw. Bildungsziel), der Lernursache (Wer: Auslöser wie Lehrer bzw. Lehralgorithmierer), des Lernraumes (Wo: Schulart, Schultyp, Lerngruppe), der Lernzeit (Wann: Zeit: Tagesform, Kondition), des Umfanges an Lehrstoff (Wieviel: Lehr- und Lernressourcen), und des Sinns (Wofür: Art der Qualifikation).

Man kann diese Aussparung entweder (gegen Aristoteles bzw. Kant) damit begründen, dass diese Kategorien in den übrigen aufgehen oder erklären, dass sie dem wissenschaftlichen Zugriff entgegenstehen. Wie dem auch sei, jedes Phänomen, so auch das pädagogische, muss entweder unter allen Hinsichten wahrgenommen werden oder man muss durch Beobachtungen feststellen, dass es eben nicht ganzheitlich zu untersuchen ist und zwecks wissenschaftlicher Bestimmung schrittweise zu reduzieren ist und damit nur eingeschränkt erfasst werden kann.

Ganz praktisch lässt sich erklären, dass jeder Versuch einer ganzheitlichen Bestimmung von Phänomenen in die Aporie dessen führt, was der Volksmund nennt „Vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen.“ Es gibt also gleich zwei gute Gründe für die „Franksche Sparsamkeit“.

Auch die Frage, ob denn unter den zwölf Kategorien eigentlich die sechs „richtigen“ gezogen worden sind, ist ziemlich uninteressant, da bei einem Sparmodell nur das zählt, was sich auch rechnerisch nachweisen lässt. Nun hat aber der ‚Absatz’ dieses Sparmodells nach einem enormen Anfangserfolg rasant nachgelassen. Heute, Jahrzehnte später, scheint sich kaum noch jemand dafür zu interessieren.

Warum ist der von Frank wissenschaftlich begründeten Pädagogik der durchschlagende Erfolg verwehrt geblieben? Das Problem ist wahrscheinlich aus einem Missverständnis heraus entstanden. Während es Frank wesntlich darum geht, die Relevanz der Kybernetik für wissenschaftlich defizitäres Denken exemplarisch an der Pädagogik aufzuzeigen, wird dieses Anliegen seitens der Pädagogik gründlich missverstanden als unzumutbare Einmischung. Der Schulpädagoge Werner S. Nicklis sieht in der Übertragung kybernetischer Methoden auf pädagogische Vorgänge eine unzulässige Verallgemeinerung. So werden beispielsweise unterrichtliche Prozesse lediglich als Organisationsform untersucht, wenn sie als Regelung betrachtet werden. Wesentliche Inhalte aber werden außer Acht gelassen, wenn es lediglich um informationstheoretisch definierte Transformation qualitativer Abläufe mit Hilfe algebraischer Symbolik geht. Werner S. Nicklis unterscheidet drei Stufen der Entwicklung der kybernetischen Lernforschung, welcher seiner Auffassung nach die Grundlage des kybernetisch orientierten pädagogischen Ansätze liefern.

Fortsetzung folgt

25
Mrz
2011

Die bewegte Welt der Möglichkeiten 

(Vorbemerkung)

Mit der Entdeckung der Kategorien geschieht die entscheidende, die Geschichte des Abendlandes wesentlich bestimmende Blickrichtung des Menschen. Zugleich wird mit der Begründung des wissenschaftlichen Denkens die Abkehr von der Mythologie vollzogen und die Herrschaft der Götter von der Herrschaft der Vernunft abgelöst. In jüngster Gegenwart allerdings wird die über zwei Jahrtausende vollzogene Vereinfachung der Vernunft wieder in Frage gestellt. Die Globalisierung der Welt führt durch die Begegnungen verschiedener, ganz unterschiedlicher Kulturen zum Bewusstwerden einer möglicherweise sehr eingeschränkten Wahrnehmung von Welt. Vor allem durch den Einfluss fernöstlicher Philosophien schwinden vorherrschende Ansprüche eines lediglich auf Messung angewiesenen, rein numerisch ausgelegten Ursache-Wirkungs-Denkens. Vor allem in der geltenden Schulmedizin tun sich mit dem Fortschritt der Apparate-Medizin zunehmend mehr Grenzen des Machbaren auf. Heilungen wider alle berechneten Erwartungen führen zwangsläufig in die Frage, ob durch die berechenbare Behandlung von Phänomenen nicht ganz entscheidende Aspekte möglicher alternativer Betrachtungen außer Acht gelassen werden. So gilt die vom tradierten Denken kaum wahrgenommene und ernst genommene Kraft der Intuition inzwischen zu jenen Phänomenen, welche angesichts ihrer unbestreitbaren Wirkungen endlich zumindest einer wissenschaftlichen  Betrachtung unterzogen werden sollten.

Als hilfreiche Schnittstelle zwischen numerischem, technischem und bildhaft intuitiven Denken bietet sich die Kybernetik in ihrer Ausprägung als Informationstheorie an. Dieses Angebot entspringt entscheidenden Überlegungen von Vordenkern wie Helmar Frank und Klaus Weltner und mündet in die Frage ein nach den Bedingungen der Möglichkeiten einer komplexeren Betrachtung von Information.

24
Mrz
2011

Grundsätzliches


Die Grundrechenarten der Natur bzw. Grundbewegungen der Logik sind Hinzufügen, Wegnehmen, Vervielfachen und Teilen. Wird dieses Rechnen bzw. Umgehen mit… vereinfacht, indem es dem numerischen Ausdruck der Naturwissenschaften oder empirischen Wissenschaften verpflichtet wird, dann entstehen Addieren (+), Subtrahieren (-), Multiplizieren (*) und Dividieren(:). Somit fallen alle jene Wissenschaften heraus, welche sich nicht zu einem numerischen Ausdruck ihrer Aussage verpflichten können. Wissenschaften, die sich grundlegend der Logik bedienen wie Mathematik und Philosophie werden unterschiedlich behandelt. Mathematik vermag ihre logischen Aussagen in Berechnungen zu überführen, während der Philosophie dieser Vorteil verwehrt bleibt. Obwohl mit den Naturwissenschaften die enormen Vorteile mathematischen Vorgehens augenscheinlich werden, sei die Frage erlaubt, ob die Wissenschaft eigentlich von ihrer Grundlegung her bereits so angelegt ist, dass sie allein zum Instrumentarium einer gigantischen Zahlenwelt werden musste oder ob nicht vielmehr einige wesentliche Aspekte ausgespart worden sind. Schauen wir uns einmal jene Methoden des Erfassend an, welche in den Kategorien des Aristoteles angelegt sind:


➢ Welche? - Was? / Eigenschaften – Wesen / Wahrnehmen
➢ Warum? - Wozu? / Ursache – Wirkung / Beobachten
➢ Weshalb – Wofür? / Grund – Zweck / Werten
➢ Wie? - Wobei? / Art und Weise – Umstand / Betrachten
➢ Wann? - Wo? / Zeit und Raum / Verwirklichen
➢ Womit? - Wie viel? / Mittel – Aufwand / Begreifen

Erscheinen die Arten und Weisen des Erfassens als Vorgang des Bewusstwerdens, dann ergibt sich folgende Abfolge:

➢ Welche? - Was? / Eigenschaften – Wesen / Wahrnehmen
➢ Wie? - Wobei? / Art und Weise – Umstand / Betrachten
➢ Weshalb – Wofür? / Grund – Zweck / Werten
➢ Warum? - Wozu? / Ursache – Wirkung / Beobachten
➢ Womit? - Wie viel? / Mittel – Aufwand / Begreifen
➢ Wann? - Wo? / Zeit und Raum / Verwirklichen

19
Mrz
2011

Karthäusereffekt


Der Karthäusereffekt ist so etwas wie der subjektive Supergau oder naturgemäßer ausgedrückt eine Art des Zurückziehens in sein Schneckenhaus. Das tritt auf, wenn sich vernünftigerweise kein anderer Ausweg aus einer lebensbedrohenden Krankheit mehr zeigt als Selbstheilung. Das hat mit esotherischer Betrachtung der Dinge überhaupt nichts zu tun. Selbstheilung ist im kybernetischen Sinn nichts Anderes als die Fähigkeit des Körpers zur Selbstreparatur. Dieses Phänomen bedarf allerdings anders als esoterische Spekulationen der empirischen Überprüfbarkeit bzw. des wissenschaftlichen Zugriffs. Dieses Ansinnen lässt sich im positiven Sinn als Karthäusereffekt beschreiben, also als ein Weg in die innere Stille sorgfältiger Selbstbetrachtung und -analyse im Rahmen eines Selbstexperiments. Manchen mag das als ein tagträumerischer Versuch à la Münchhausen erscheinen, ein mögliches Vorurteil, das sich mit fortschreitender Darstellung abbauen wird.

18
Mrz
2011

Ach wie flüchtig, ach wie nichtig



Ach wie flüchtig, ach wie nichtig
ist der Menschen Leben!
Wie ein Nebel bald enstehet
Und auch wieder bald vergehet,
So ist unser Leben, sehet!

So schnell ein rauschend Wasser schießt,
so eilen unsere Lebenstage.
Die Zeit vergeht, die Stunden eilen,
Wie sich die Tropfen plötzlich teilen,
wenn alles in den Abgrund schießt.

Die Freude wird zur Traurigkeit,
Die Schönheit fällt als eine Blume,
Die größte Stärke wird geschwächt,
Es ändert sich das Glücke mit der Zeit,
Bald ist es aus mit Ehr und Ruhme,
Die Wissenschaft und was ein Mensche dichtet,
wird endlich durch das Grab vernichtet.

An irdische Schätze das Herze zu hängen,
Ist eine Verführung der törichten Welt,
Wie leichtlich enstehen verzehrende Gluten,
Wie rauschen und reißen die wallenden Fluten,
Bis alles zerschmettert in Trümmern zerfällt.

Die höchste Herrlichkeit und Pracht
Umhüllt zuletzt des Todes Nacht.
Wer gleichsam als ein Gott gesessen,
Entgeht dem Staub und Asche nicht,
Und wenn die letzte Stunde schläget,
Dass man ihn zu der Erde träget,
Und seiner Hoheit Grund zerbricht,
Wird seiner ganz vergessen.

Ach wie flüchtig, ach wie nichtig
Sind der Menschen Sachen!
Alles, alles, was wir sehen,
Das muss fallen und vergehen.
Wer Gott fürcht', bleibt ewig stehen.

(Bachkantatenfassung des Kirchenliedes von Michael Franck (1609-1667)


Alles Werdende flüchtet.
Jedes Entstehen schon das Vergehen sichtet.
Die Zeit hat keine Zeit,
nichts ist zu bleiben bereit.

Der Augenblick ist reine Fantasie,
Suche ihn, Du findest ihn nie.
Im Jetzt springt die Zukunft in Vergangenheit,
von Dauer ist allein die Sprunghaftigkeit.

Weil Unverbindlichkeit ist nicht auszuhalten,
verschenkt die Fantasie den Geist der Alten.
Philosophie dichtet Sein hinter's Werden,
und so entstehen Götter auf Erden!

Wissenschaft teilt diese Leidenschaft,
und schafft Dauer mit aller Kraft.
Naturgesetze sollen es richten,
um in der Zeit genug Raum einzurichten.

Das Sein hat weltweit viele Namen,
das Werden kennt nur Amen!
So soll es sein in der Natur.
"Alles wird, wie es wird!" gilt nur!

Was gibt es viel zu interpretieren,
wenn wir eh alles sofort verlieren?
Die Wahrheit hinter dem Werden allein
erscheint als Täuschung im schönen Schein!

(wfs)

17
Mrz
2011

Allgemeines Gebet


Spiel des Zufalls,
Anfang des Alls,
ohne etwas zu ordnen,
ohne zu verantworten.

Unendliche Möglichkeiten
in raum- und zeitlosen Weiten.
Das Nichts verbirgt Information
als der Energie Organisation.

Unendliches Chaos ohnegleichen,
Zufälle vor Zufällen weichen,
bis aus möglichen Möglichkeiten
Nichtig und Nichts sich entzweiten.

Wirkliche Möglichkeiten entstehen,
lassen Nichts in Sein aufgehen,
mögliche Wirklichkeiten gehen auf,
Wiederholung nimmt ihren Lauf.

Regeln beginnen sich zu bewähren
und gegen die Zufälle zu wehren.
Energie das als Information behält
und materialisiert als unsere Welt.

16
Mrz
2011

Konzentration


Eine Erhöhung der Vigilanz ist vor allem durch eine anspruchsvollere Initiation von Akivitäten des Kurzzeitgedächtnisse zu erreichen. Höhere Vigilanz wird vor allem erforderlich, sobald ein Vordringen im Bereich des nicht sinnlich Vernehmbaren angestrebt wird. So benötigt der Aufenthalt in Bereichen der Theoretischen Physik besonders hohe Vigilanz. Es existieren Angaben über metaphysische Entfernungen. So liegen die möglichen Möglichkeiten in den größten Tiefen des Seins am weitesten von den Wirklichkeiten entfernt. Um eine Exkursion dorthin organisieren zu können, müssen die entsprechende Wege ausfindig gemacht werden. Sie führen unmittelbar zum Ursprung alles Seienden. Um dorthin zu gelangen, prüfen wir zuerst die einzelnen Abschnitte des Weges. Wie wir bereits wissen, sind dies:

"Perzeption --> Affektion --> Apperzeption --> Flexion --> Emotion --> [Motivation => Interesse => Antizipation => Projektion => Spiel => Strategie] --> Reflexion"


Tatsächlich ist es die Intuition, die uns auf diesen Weg schickt. Das bedeutet, dass allem Bewusstwerden vorweg, etwas unbewusst wahrgenommen und affiziert wird, das unsere Reflexion erwartet. Das, was wir bewusst gegenwärtig haben, sind Ordnungen und Axiome als Beweggründe unbewusster Wahrnehmungen. Zudem besagt der Seinsmodus möglicher Möglichkeiten, dass wir diesen Ursprung noch nicht hinreichend ausgemacht haben. Da dieser Seinsbezirk mit Sicherheit als Alternative zur Materie existiert, verbirgt er sich vor uns als Fülle alles Nichtseienden. Auch das Nichts kennt als Alternative zum Sein Naturgesetze. Diese Gesetze a priori lassen sich durch reines Denken reflektieren, und als Ursachen und Gründe für das Entstehen natürlicher Prozesse ermöglichen sie, dieses zu antizpieren.

Soweit das Programm, das die Intuition mit ihrer Einladung verbindet. Indem wir uns jetzt darauf einlassen, erhoffen wir uns entscheidende Aufschlüsse über ungeklärte neuronale Prozesse, denn das Sein als Fülle alles Seienden ist eine kongruente Widerspiegelung des Nichts oder des Wesens schlechthin.

Bei Exkursionen des Denkens stellt sich sehr schnell die Frage, was eigentlich unterwegs wahrgenommen wird. Wenn ein Mystiker Gott schaut, dann erfährt er beispielsweise ein sehr intensives Gefühl der Geborgenheit und Freude. Der Mystiker nimmt Gott wahr, aber er sieht ihn nicht. Sowohl Mystiker als auch Philosophen erleben die Wesensschau als Licht. Diese Erfahrung beschreibt Platon zum ersten Mal in seinem Höhlengleichnis. Das Sichten des Denkens als Lichten verweist darauf, dass das Licht der Einsicht ein neuronales Geschehen ist, das sich aufgrund hoher Konzentration ereignet. Nicht von ungefähr beschreibt ein buddhistischer Mönch seine analoge Erfahrung als Nirvana, also gleichsam als ein "Aus mir heraus wehen (nir= aus, va = wehen). Damit ist die Befreiung aus der Verfänglichkeit alles Seienden gemeint. Von Buddha wird das verschiedentlich als das höchste Glück (Zustand des Arhat) beschrieben. Voraussetzung hierfür ist eine entsprechende mentale oder spirituelle Entwicklung. Wie immer diese Erscheinung beschrieben wird, unabhängig von kulturellen und religiösen Bedingungen erscheint dies als Zusammenfliessen, Einswerden von Perzipieren, Affiziieren, Apperzipieren zur Emotion des Reflektierens spontaner Flexionen. Es erscheint so, dass das Gehirn aus diesem Spiel mit sich selbst heraus eine besondere Fähigkeit völlig losgelösten unabhängigen Schauens erfährt und unter besonders günstigen Umständen dieses auch künstlerisch, philosophisch oder gar wie Albert Einstein mathematisch zu beschreiben vermag.

Wenn Sie die vergangenen Texte nicht nur flüchtig, sondern konzentriert gelesen haben, dann verhilft Ihnen jetzt das folgende Allgemeine Gebet wenigstens annähernd zu einem vergleichbaren Zustand.

15
Mrz
2011

Theoretische Medizin


Selbstorganisation ist eine Frage der Vigilanz (Zustand der Reaktionsbereitschaft). Erhöhte Aufmerksamkeit und Konzentration sind unabdingbar, sobald es um Selbstrestrukturierung geht. Bei besonderen Anstrengungen kommt es ganz entschieden auf das Zusammen- bzw. Wechselspiel von Aufmerksamkeit und Konzentration an. Das verlangt vor allem sowohl eine Ausweitung als auch eine Sensibilisierung des Bewusstwerdens. Dadurch lässt sich Wahrnehmung in Intuition überführen und Wissenschaft wird durch Kunst ergänzt.

Auf diese Art und Weise werden nach der Gründung der Metaphysik die Bedingungen der Möglichkeit einer theoretischen Physik geschaffen. Von nun an wird es möglich, Intuitionen nicht mehr nur philosophisch, sondern mathematisch zu beschreiben.

Aufgabe der theoretischen Physik ist es, eine konkrete Vorhersage physikalischen Verhaltens aus gegebenen Axiomen herzuleiten und neue axiomatische Systeme, die besser als vorherige Versuche die Welt zu beschreiben vermögen, zu entdecken. Albert Einstein hat auf diese Weise die Strukur von Raum und Zeit erfasst und das Wesen der Gravitation beschrieben und 1905 als Spezielle und 1916 als Allgemeine Relativitätstheorie formuliert.

Wenn es ein System neuronaler Axiome gäbe, könnte analog zur theoretischen Physik eine theoretische Medizin als Alternative zur technischen Medizin entwickelt werden. Und das Phänomen der Selbstheilung ist hierbei die maßgeblich bestimmende intuitive Provokation.

14
Mrz
2011

Zwischenstopp


Wir sind unterwegs, das Phänomen der Selbstheilung zu untersuchen. Sogenannte Wunder- oder Spontanheilungen scheinen eindeutig darauf zu verweisen, dass es die Kraft vorgestellter Bilder ist, die selbst bei schlimmen Krankheiten heilsam wirkt. Diese Beobachtung erscheint uns Grund genug, diesem Phänomen mit wissenschaftlichen Methoden nachzugehen. Auf phänomenologischem Weg sind wir auf die Erscheinung der neuronalen Farben gestoßen. Bislang ungeprüft sind wir davon ausgegangen, dass dies mit dem Öffnen des inneren Auges zu tun hat, weil wir der Ansicht sind, dass sich auf diese Weise die Selbstheilungskraft sogar wahr nehmen lässt. Nun könnte es sich aber bei der Vorstellung der Spectralfarben auch um ein reines Fantasieprodukt handeln, welches als neuronales Ereignis aufgrund gewisser Konzentrationseffekte entsteht. Hintergrund dieser Überlegungen ist ein gewisser Zweifel, der sich eingestellt hat. Es stellt sich nämlich inzwischen die Frage, ob sich die Selbstheilungskraft überhaupt dem Wissen erschließt oder ob sich nicht vielmehr allein auf Glauben beruht. „In der Not frisst der Teufel Fliegen!" Sehe ich vielleicht die "Selbstheilungskräfte" zu optimistisch und reflektiere ich sie eventuell sogar schöngefärbt, weil mir außer der Selbstheilungskraft gar keine andere Möglichkeit zu überleben bleibt? Um dem zu entgehen, halte ich mich an den wissenschaftlichen Grundsatz der Überprüfbarkeit. Letztendlich handelt es sich hier ja um ein Experiment, maßgeblich durch die Hypothese, dass sich durch geeignete Stimulation der Nerven Funktionsstörungen des Stütz- und Bewegungsapparates beheben lassen. Dabei wird auf die unterstützende selbstorganisatorisch selbstrepararierende Tätigkeit des Körpers gebaut. Beispiel: Wenn sich ein Muskel verkürzt, zieht er die beiden Knochen in deren Gelenk aufeinander zu. Muskeln haben nur die Möglichkeit, sich zusammen zu ziehen, nicht aber, sich selbst in ihre Ausgangslage zurück zu dehnen. Dafür brauchen sie einen oder mehrere Muskeln, die auf der anderen Seite des Gelenks ansetzen und die entgegengesetzte Bewegung bewirken. Solche Muskeln werden Gegenspieler bzw. Antagonisten genannt. Durch gezielte osteopathische Griffe wird es möglich, Gegenspieler dieser Art zu initiieren, wobei es ganz entschieden darauf ankommt, dass der Körper die gestörte Struktur selbstorganisierend korrigiert. Betrachtet man also Selbstheilungskraft entmystiziert kybernetisch als "Selbstorganisation", dann lässt sie sich auch dementsprechend empirisch überprüfen. Die Versuchsanordnung des Selbstversuchs besteht nun schlichtweg in einer üblichen osteopathischen Behandlung. Es besteht nun die Hypothese, dass sich diese Behandlung unterstützen lässt, wenn die Selbstorganisation neuronal unterstützt wird, indem helfende Bilder erzeugt werden. Und das darf durchaus fantasievoll geschehen, denn auch hier vermag "'Glaube' Berge zu versetzen". Und an dieser Stelle berühren sich Glauben und Wissen durchaus. Hypothese: Selbstorganisation wird wirksam, sobald während des Bewusstwerdens Energieströme spectralfarbig sichbar werden! Zusätzlich vermuten wir, dass diese Form der Selbstheilung sogar erfahrbar wird, sobald sich die Energieströme auf das Öffnen des inneren Auges konzentrieren!

13
Mrz
2011

Erweitertes Wahrnehmen (über die Enge des Bewusstseins hinaus)


Verstand: "Und hast Du nun etwas von irgeneiner Selbstheilungskraft bemerkt?"

Ich: "Eigentlich nicht! Das entspricht ja durchaus den Erfahrungen der letzten Wochen! Ich nehme an, dass ich nach wie vor viel Geduld brauche!"

Verstand: "Warum gehst Du dann weiter zur Behandlung?"

Ich: "Ich verlasse mich da ganz auf meine Intuition, die immer noch darauf beharrt, dass die Behandlung wider Erwarten überraschend erfolgreich sein wird!"

An dieser Stelle unterbricht das innere Gespräch, um der Darstellung der inneren Prozesse wieder den gesamten Raum zu gewähren.
Inzwischen stellt sich ja Wahrnehmen etwas verändert dar als Gleichzeitigkeit von:
Empfinden - Fühlen - Vergleichen - Beobachten - Einstellen - Begreifen - Regeln.
Bislang dagegen wurde Wahrnehmen als die Folge von Wahrnehmen --> Betrachten --> Beobachten --> Begreifen vergegenwärtigt. Die Erweiterung des fünffachen Wahrnehmens zum siebenfachen Wahrnehmen zeigt, dass das Wahrnehmen über das Begreifen hinausgeht und sich zum intuitiven Vernehmen des inneren Gleichgewichts entwickelt. Den Ausgangspunkt der Wahrnehmung bilden nicht mehr ausdrücklich die Sinne, sondern Empfindungen. Die Wahrnehmung beginnt also gleichsam in ihren eigenen Vorbedingungen. Es handelt sich nämlich letztlich um neuronale Vorgänge, die Sinnlichkeit allererst ermöglichen. Immanuel Kant spricht deshalb bereits von den Sinnen, die durch Empfindungen affiziert werden. Affektionen übersetzen Prozesse des Unbewussten oder Vorbewussten in Bewusstwerden.
Das Öffnen des inneren Auges wird demnach bereits dort vorbereitet, wo das "unsinnliche Wahrnehmen" später stattfinden soll, nämlich im Unbewussten!
Die veränderte Darstellung des Wahrnehmens beinhaltet eine Erweiterung des Bewusstwerdens um die Bedingungen seiner Möglichkeit. Daraus ergibt sich das Bewusstwerden als Folge von:
Perzeption (unbewusste Wahrnehmung) --> Affektion --> (bewusst werdende Wahrnehmung) --> Apperzeption (bewusste Wahrnehmung) --> Flexion (Erfahrung) --> Emotion (bewusst werdende Einnerung) --> Reflexion (in der bewussten Wahrnehmung sich widerspiegelnde Erfahrung). Ob diese Folge als solche vergegenwärtigt wird oder in Beobachtung übergeht, das ergibt sich vor allem aus der Emotion. Die Emotion (lat. 'ex' = aus, heraus + "motio' = Bewegung, Erregung) wird erzeugt, sobald erfahrene Bedürfnisse als noch nicht oder nicht mehr befriedigt bewusst werden. Motivation (auf Befriedigung drängendes Bedürfnis) ist die Voraussetzung für das Beobachten (Suchen nach Bedürfnisbefriedigung in Form von Fragen). Emotion initiiert demnach die Folge "Motivation --> Interesse (bedürfnisbedingte Aufmerksamkeit)“.
Interesse wiederum erzeugt Antizipation (vorstellungsmäßige Vorwegnahme eines Verhaltens), die zu einer Projektion (Bild von einer Möglichkeit, sich zu verhalten) führt, also:
Emotion--> Motivation--> Interesse--> Antizipation--> Projektion. Während der Projektion des Verhaltens werden dessen Möglichkeiten durchgespielt und eine Strategie zur Umsetzung der erfolgsversprechendsten Möglichkeit entwickelt: Projektion--> Spiel--> Strategie--> Aktion. Wird nun das Wahr-nehmen insgesamt betrachtet, dann ergibt sich:

"Perzeption --> Affektion --> Apperzeption --> Flexion --> Emotion --> [Motivation => Interesse => Antizipation => Projektion => Spiel => Strategie] --> Reflexion"

Durch die Erweiterung ergibt sich eine Ausweitung des Bewusstwerdens von 6 auf 12 gleichzeitig ablaufende neuronale Prozesse. Durch die folgende Situation lässt sich diese Gleichzeitigkeit darstellen, wobei jedes Moment der Folge durch die entsprechende Zahl angezeigt wird.

Wie oft hat die Turmuhr soeben geschlagen? Er lässt die unbewusst gehörten (1) Glockenschläge bewusst werden. Er zählt die in der Vorstellung gehörten Glockenschläge und erschrocken (2) stellt er fest (3), dass seine Armbanduhr stehen geblieben ist und dass das Treffen schon in einer Stunde stattfinden wird. Aufregung beschleunigt seinen Puls (4). Er will auf keinen Fall zu spät kommen. (5) Soll er nicht doch lieber (6) den Bus (7) oder gar ein Taxi (8) nehmen, statt zu Fuß zu gehen? (9) Und wo soll er sich welche Blumen besorgen? Ist das überhaupt alles zu Fuß noch zu schaffen? (10) Also doch mit dem Taxi (11), weil der Blumenladen nicht am Weg liegt! (12)

Gehen eigentlich mit den Momenten der Folge des Wahr-nehmens auch die Kategorien des Bild-er-lebens einher? Wenn man das soeben betrachtete Beispiel sieht, dann lässt sich das nicht bejahen. Tatsächlich hängt die Kategorisierung davon ab, ob künstlerisch oder wissenschaftlich wahrgenommen wird. Aber was sich gut erkennen lässt, ist, dass die beschriebene Einfärbung des Bewusstwerdens während der Therapie wohl eher auf konzentriertes statt auf systemisches Verhalten zurückzuführen ist.

Es ist deshalb sinnvoll, das Protokoll noch einmal unter den veränderten Bedingungen aufzuarbeiten.

12
Mrz
2011

Neuronale Farben


flanzlich

Seele: "Das dritte Auge ist das Zentrum des Empfindens, Fühlens und Denkens. Deshalb ist es wichtig, dort die Energie zu aktivieren. Wichtig ist, dass man sich dafür ausreichend Zeit nimmt und ungestört ist. Gut ist, wenn man für sich für eine gute Atmosphäre und Stille sorgt. Sehr ruhig in gefühlten gleich langen Phasen (keine Sekunden zählen!) einatmen, den Atem anhalten und ausatmen. Dabei auf das eigene Atmen achten.(1) Wenn Sie glauben, Ihren körpereigenen Rhythmus gefunden zu haben (2), auf das Gefühl achten (3), das diesen Rhythmus kommentiert.(4) Beobachte (5) also diese Resonanz auf Deine Befindlichkeit. Stelle das Bewusstsein darauf ein (6), indem Du die Aktivität des Kurzzeitgedächtnisses erhöhst. Verwende dabei die Kategorien in vier Dreierschritten als Mantra. Sobald es gelingt, dieses Mantra dem körpereigenen Rhythmus (7) anzugleichen, bildet sich die aktivierte Energie spectralfarbig ab. Schauen Sie einfach ruhig gelassen zu. Die Farbströme beginnen sich zu bewegen und allmählich zu drehen. Wenn sie die Form einer Spirale annehmen, werden sie schneller und verdichten sich zu einem Kreis, in dem sich schließlich das dritte Auge öffnet!"

Verstand: "So, das verstehe sogar ich! Jetzt frage ich aber das Ich, wie es Dir dabei ergeht!"

Ich: "Das ist für mich gut nachvollziehbar, denn ich habe das gestern erst ausprobiert und erfahren!

Verstand: "Wie kamst Du nur auf diese Idee?"

Ich: "Wenn die tradierten Wege nicht zu Deinem Ziel führen, dann bist Du notgedrungen gezwungen, nach Wegen außerhalb der Tradition zu suchen. Vor genau einem Jahr lag ich in der Stroke-Unit des Bürgerhospitals in Stuttgart wegen eines durch einen Schlaganfall ausgelösten vermuteten Herzinfarkts. Trotz ausgiebiger Untersuchungen vermochten sich die Ärzte aber nicht eindeutig festzulegen. Der Schlaganfall hatte eine starke Beeinträchtigung des Sprechens, der Hand und des Beines zur Folge. Obwohl man sich auf keine klare Diagnose festzulegen vermochte, betrachtete mich der Chefarzt als Privatpatienten, also als jemand, den man aus Kostengründen unbedingt zum Notfall deklarieren und operieren muss.
Damit beginnt eine Geschichte voller Merkwürdigkeiten. Es werden Untersuchungen für eine Herzoperation, die offensichtlich niemand ernsthaft ins Auge fasst, durchgeführt. Ich muss auf den Chefarzt der Herzklinik warten und deshalb länger im Krankenhaus verbleiben. Das ist inzwischen wegen einer Herzkatheter-Untersuchung das Katharinen-Hospital. Da dieser Arzt keine Zeit findet, werde ich entlassen, mit der Zusicherung, dass die Herzklinik sich mit einem Operationstermin melden wird. Das ist bis heute nicht geschehen. Während meines Aufenthalts in der Rehabilitationsklinik sehe ich mich nach einer alternativen Heilmethode um. Ich finde diese in der Chelattherapie, durch die dann auch jegliche Herzbeschwerden ausbleiben. Durch Mundprobaganda finde ich zusätzlich einen Osteopathen, der mich behandelt. Und damit bin ich unmittelbar beim Thema. Ich möchte ja die letzte Behandlung als Fallbeispiel darstellen. Anlass dafür ist meine Intuition, die mich seit einem Jahr durch die widerwärtige Zeit führt. Über die innere Stimme ermahnt sie mich die gesamte Zeit hindurch, doch endlich endgültig auf die Selbstheilungskräfte statt auf die Schulmedizin zu setzen. Und zu diesem Zweck führt mich die Intuition der Ostheopathie als ihren Verbündeten zu. Eigentlich sind die Folgen eines Schlaganfalls nicht mit Selbstheilungskräften und damit auch nicht osteopathisch aufzulösen. Aber das interessiert die Intuition nicht. Sie teilt sehr klar nachdrücklich mit, dass sich die Selbstheilungskräfte osteopathisch so anregen lassen, dass sie selbst diesen hartnäckigen Fall erfolgreich zu behandeln vermögen. Gott sei Dank habe ich einen so toleranten und zugleich wissenschaftlich interessierten Osteopathen, der sich darauf einlässt. Ich mache das, weil die Intuition von mir den Handel "Heilung gegem schriftlichen Bericht (Buch) darüber!" verlangt. Da ich solche Geschäfte schon von kleinauf kenne, ist dieser Deal für mich nicht außergewöhnlich. Während der letzten osteopathischen Behandlung habe ich also mit diesem Experiment begonnen. Und hier das Gedächtnisprotokoll dazu:

Ich empfinde Gelassenheit und nehme die Wärme wahr, die von dem 'osteopathischen Griff' ausgeht (1). Die Hände des Osteopathen befinden sich auf beiden Seiten des Beckens. Ich verspüre zunächst energiestromartige Bewegungen um die durch die Hände berührten Stellen des Körpers. (2) Ich fühle und vergleiche (3) die unterschiedlichen angenehmen Strömungen ohne irgendwelche Erwartungen. (4) Ich beobachte, wie diese Strömungen in Bewegung geraten und sich wechselseitig austauschen. (5) Ich begreife, dass sie sich in eine Art Rhythmus einschwingen. (6) Währenddessen achte ich sorgfältig darauf, alle erfassten Wahrnehmungen zugleich zu vergegenwärtigen, wohl wissend wie wichtig es ist, die Aktivität des Kurzzeitgedächtnisses zu erhöhen. Durch diese Intensensivierung des Bilderlebens erscheinen die sich austauschenden Bewegungen plötzlich rot, gelb und grün. Sie regeln sich auf eine Art schwingenden rot-gelb-grünen Farbstrom zwischen beiden Händen des Osteopathen ein (7). Obgleich ich nur diese drei Farben sehe, habe ich den Eindruck, dass sie zugleich tief blau waren. Bis zum Ende der Sitzung schaue ich diesem neuronalen Farbspiel zu!"

Verstand: "Und konntest Du irgendeine helfende Wirkung feststellen?"

Ich: "Erfahrungsgemäß stellen sich solche Wirkungen nicht sofort ein, sondern erst ein bis zwei Tage später!"

11
Mrz
2011

Siebenfaches Wahr-nehmen


Verstand: "Das, was Du mit "Weg nach innen" meinst, kann ich zwar verstehen, aber unklar ist mir noch, was genau wahrnehmen, betrachten, werten, beobachten, ordnen, begreifen und regeln bedeutet!"
Ich: "Mir ist klar, warum Du Schwierigkeiten hast, die Seele in ihrer intuitiven Darstellung zu verstehen. Allzu leicht verliert die Seele das Einzelne aus dem Auge, weil sie bereits das Ganze sieht und allzu schnell dorthin drängt. Die Seele sieht die Einzelheit vom Ganzen her, der Verstand aber vermag das Ganze erst zu erfassen, wenn er alle Einzelheiten ganz genau aufgenommen hat! Diese ganz unterschiedliche Art und Weise des Wahrnehmens lässt sich nicht werten. Je nach dem, in welchem Bereich man sich aufhält, gibt es Vor- und Nachteile sowohl bei der induktiven als auch bei der deduktiven Vorgehensweise!"

Seele: "Ich bin vom Wesen her Künstlerin, die es schwer hat, einem Wissenschaftler etwas zeigen zu wollen. Ich gebe zu, dass es mir schwer fällt, systematisch oder ganz planmäßig vorzugehen!"

Ich: "Du brauchst Dich beim Verstand nicht zu entschuldigen, denn Ihr könnt beide voneinander lernen!"

Verstand: "Dann möchte ich jetzt auf meine Weise versuchen, den Weg nach innen zu erklären!"

Ich bin gefühlsmäßig damit einverstanden.

Verstand: "Es existiert keine einzige wissenschaftliche Entdeckung, die nicht zuvor künstlerisch geschaut worden wäre. Die Kunst schaut das Wesen, die Wissenschaft beweist es! Ohne Kunst wäre Wissenschaft undenkbar! Die Seele sieht den Weg nach innen siebenfach als Wahrnehmen, Betrachten, Vergleichen, Werten, Beobachten, Begreifen und Regeln. Als Verstand muss ich diesen siebenfachen Weg vereinfachen und einfach als Fortschreiten oder Verdichten des Sehens betrachten. Und das genau möchte ich jetzt zeigen! Das geht nicht ohne meine Verbündete, der Fantasie:
Wahrnehmen: Etwa sechs Jahrtausende vor Christi Geburt erfinden Kinder ein Spiel, das sie "Steinrennen" nennen. Es geht darum, dass jedes Kind eine bestimmte Anzahl von Steinen zur Verfügung hat. Auf Kommando lassen sie ihre Steine einen Abhang hinab rollen. Es gewinnt der erste Stein, der unten ankommt. Nach einiger Zeit wundern sich die Kinder, dass ein kleiner Junge aus Sesklo immer gewinnt. Nachdem sie feststellen, dass seine Steine zum selben Zeitpunkt loszurollen beginnen wie die anderen auch, beginnen sie zu beobachten, um herauszufinden, warum diese Steine schneller sind. So beobachten sie den kleinen Jungen heimlich und betrachten ihn dabei wie er seine Steine in einem ausgetrockneten Flussbett sammelt. Also machen sie ihm das nach. Aber sie gewinnen trotzdem nicht. Und so beobachten sie weiter und allmählich entdecken sie, dass seine Steine weniger eckig waren als ihre. Schließlich begreifen sie durch wiederholtes Vergleichen, dass Steine mit weniger Ecken weniger springen, also weniger Zeit verlieren. Und sie begreifen, dass sie schneller sind, weil sie Unebenheiten des Bodens leichter überwinden. Von nun an sammeln sie nur noch Steine, die diesen Anforderungen entsprechen. Diese Regelung führt dazu, dass der Sieg nicht mehr vorhersagbar erscheint und auch sie gewinnen. Und Sieger wird immer der Stein, der möglichst rund und möglichst wie eine Töpferscheibe zu Hause aussieht. Fortan ist das Suchen interessanter als das Gewinnen. Also ich wiederhole jetzt noch einmal:

Wahrnehmen: Rollende Steine
Betrachten: Formen der Steine
Vergleichen: eckige mit runden Steinen
Werten: günstige und ungünstige Formen
Beobachten: Vergleichen und Auswählen
Begreifen: runde Steine rollen schneller als eckige
Regeln: Vorgehensweise beim Suchen!"

Nach dem, was der Verstand durch siebenfaches Wahrnehmen aufzeigt, zeigt sich das Wesen von etwas in dessen Regelung. Theorie wird dadurch im ursprünglich wortwörtlichen Sinn zur Praxis.

Seele: "Es ist deutlich geworden was Du meinst, aber es ist nicht das, was unter Kontemplation verstanden wird. „contemplare“ meint das Beschauen des Wahr Nehmen selbst, das Verweilen in der Wahrheit als Offenbaren oder Eröffnen bzw. Entbergen von Verborgenem. Es ist ein Verweilen im Augenblick, ein Loslassen von allem, das Dich berührt und betrifft. Insofern führt Kontemplation niemals von außen nach innen, sondern ist insgesamt ein innerer Weg!"

Verstand: "Dann kann aber Kontemplation auch nicht mit der Wahrnehmung beginnen!"

Seele: "Es existieren nicht nur äußere oder sinnliche Wahrnehmungen, sondern auch innere Wahrnehmungen wie das Empfinden von Gefühlen oder körperlichen Empfindungen! Du hast durchaus Recht, und ich möchte den Weg der Kontemplation verändert beschreiben, um Missverstehen zu vermeiden, und zwar als inneren Weg = Empfindung --> Gespür --> Gefühl --> Resonanz --> Beobachtung --> Einstellung --> Rhythmus.
Ich gestehe zu, dass dies schwer in Worte zu fassen ist. So möchte ich als Beispiel das Öffnen des dritten Auges wählen!“

logo

Seit 20 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Prof. Dr. habil Wolfgang F Schmid

Grundsätzliches (www.wolfgang-schmid.de)

 

Archiv

März 2025
Januar 2025
Dezember 2024
Juli 2024
Januar 2024
Dezember 2023
Oktober 2023
August 2023
Juli 2023
Juni 2023
Mai 2023
April 2023
Januar 2023
Dezember 2022
Oktober 2022
September 2022
Juni 2022
Mai 2022
März 2022
Februar 2022
Januar 2022
Dezember 2021
November 2021
Oktober 2021
September 2021
August 2021
Juli 2021
Mai 2021
April 2021
März 2021
Februar 2021
Januar 2021
Dezember 2020
November 2020
Oktober 2020
September 2020
Juni 2020
Mai 2020
April 2020
März 2020
Februar 2020
Januar 2020
Dezember 2019
November 2019
Oktober 2019
Juni 2019
Mai 2019
April 2019
März 2019
April 2018
März 2018
Februar 2018
Januar 2018
Dezember 2017
November 2017
Oktober 2017
September 2017
August 2017
Juli 2017
Juni 2017
Mai 2017
April 2017
März 2017
Februar 2017
Januar 2017
Dezember 2016
November 2016
Oktober 2016
September 2016
August 2016
Juli 2016
Juni 2016
Mai 2016
April 2016
März 2016
Februar 2016
Januar 2016
Dezember 2015
November 2015
Oktober 2015
September 2015
August 2015
Juli 2015
Juni 2015
Mai 2015
April 2015
März 2015
Februar 2015
Januar 2015
Dezember 2014
November 2014
Oktober 2014
September 2014
August 2014
Juli 2014
Juni 2014
Mai 2014
April 2014
März 2014
Februar 2014
Januar 2014
Dezember 2013
November 2013
Oktober 2013
September 2013
August 2013
Juli 2013
Juni 2013
Mai 2013
April 2013
März 2013
Februar 2013
Januar 2013
Dezember 2012
November 2012
Oktober 2012
September 2012
August 2012
Juli 2012
Juni 2012
Mai 2012
April 2012
März 2012
Februar 2012
Januar 2012
Dezember 2011
November 2011
Oktober 2011
September 2011
August 2011
Juli 2011
Juni 2011
Mai 2011
April 2011
März 2011
Februar 2011
Januar 2011
Dezember 2010
November 2010
Oktober 2010
September 2010
August 2010
Juli 2010
Juni 2010
Mai 2010
April 2010
März 2010
Februar 2010
Januar 2010
Dezember 2009
November 2009
Oktober 2009
Juni 2009
Mai 2009
April 2009
März 2009
Februar 2009
Januar 2009
Dezember 2008
Oktober 2008
Februar 2007
Januar 2007
Dezember 2006
November 2006
Oktober 2006
September 2006
Dezember 2005
November 2005
Oktober 2005
September 2005
August 2005
Juli 2005
Juni 2005
Mai 2005
April 2005
März 2005
Februar 2005
Januar 2005
Dezember 2004

Aktuelle Beiträge

Am Anfang war das Wort
Am Anfang war das Wort, und das Wort war das Sein,...
wfschmid - 10. März, 02:28
Schauen, was nicht zu...
Neue Publikation, auch in englischer Spreche Bestellung...
wfschmid - 22. Januar, 13:11
URSPRUNG DER INFORMATION...
Vernunft und Verstand begabter intelligenter Wesen...
wfschmid - 26. Dezember, 07:10
Bildlose Gedanken sind...
Bewusstwerden wird als Bilderleben sowohl von der Vernunft...
wfschmid - 21. Dezember, 06:11
ES GIBT DINGE, DIE GIBT...
ES GIBT DINGE, DIE GIBT ES GAR NICHT Dieser Spruch...
wfschmid - 14. Dezember, 11:22
Vernunft <--->...
Bewusstwerden wird als Bilderleben sowohl von der Vernunft...
wfschmid - 13. Dezember, 21:49
H u m o r
Gefräßige Gesellschaft www.greedype rson.com
wfschmid - 25. Juli, 12:09
Dreamed out
If a priori represents a metaphysical congruence with...
wfschmid - 9. Januar, 05:24

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Status

Online seit 7842 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 10. März, 02:28

Suche (AND, OR erlaubt) - Nächste (leere) Zeile anklicken!

 

Credits

 

 

Es gelten die Rechtsvorschriften für Webseiten der Universität Flensburg © Texte: Wolfgang F. Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) wfschmid(at)me.com Bilder: Ulrike Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) mail(at)ulrike-schmid.de

 wfs