Unilogo

21
Jun
2011

19:16

Sommersonnenwende

Notfall "Kreisel"



Kreisel ist eine zeitweilige Ich-Drehung des Denkens, die entsteht, sobald ein Gefühl einem Gedankengang die geordnete Richtung nimmt und damit das eigentliche Ziel verloren geht. Ein Kreisel entsteht immer dann, wenn ein Gefühl unbefriedigt sich gedanklich nicht durchsetzen kann. Strudel oder Wirbel bilden die Vorläufer von Kreiseln. Diese entstehen vorwiegend entweder in einem Denken ohne eigentlichen Beweggrund oder in einem unausgebildeten Denken.

Kreiseln ist das Verhalten eines vernunftbegabten Lebewesen, das versucht, in ein geschlossenes Zeitfenster zu blicken oder in einen abgefahrenen Zug einzusteigen. Neurologisch bedeutet dies das Versäumnis einer idealen neuronalen Konstellation bzw. Kondition. 
Allerdings verfügt das Gehirn über eine Art Nothilfe, um einem in sich kreisenden Ich aus seiner misslichen Lage herauszuhelfen. Weil der versäumte günstige Augenblick (καιρος) wie jede Lebenssituation im Langzeitgedächtnis vollständig festgehalten wird und sich von dort aus als Störenfried auf das Bewusstwerden auswirkt, lässt sich diese Einprägung wie alles auch wieder reaktivieren und dementsprechend auch im Nachhinein auch korrigieren. Selbstverständlich lässt sich dieser (psychotherapeutische) Weg beschreiben und dementsprechend auch beschreiten. Dieser selbstreflexive Rückgang ist jedoch wegen der erforderlichen Anstrengungen sehr gefährdet, wenngleich wegen der eingebrannten Gewohnheiten (Kreisel) ein Abbrechen folgenlos bleibt.
Weil aber der Kreisel nicht unbedingt ein wünschenswertes Verhalten darstellt, ist die Vorstellung, dieses Ungemach loszuwerden vielleicht doch ein hinreichender Beweggrund, die eigene Kehre zu wagen. In einer Novene (neuntägiges Training) werden wir die neun wichtigsten Maßnahmen (Schritte der Initiation) vorstellen! 

20
Jun
2011

Spielen - Denken - Lernen



Kunst ist der Vorschein eines Denkens a priori, das sich durch Betrachtung a posteriori zeigt.

Insofern "lugt hinter den Bildern der Kunst das Denken hervor" (vgl. Titel der im Verlag "Die blaue Eule" erschienenen Dissertation von Susanne M. Abel).

Das Bilderleben (Fantasie) vermag das vernunftbegabte Wesen von sich her in die Lage zu versetzen, zu schauen, was sich ereignet, bevor Handeln geschieht. Diese Art und Weise der Antizipation lässt sich mit Hilfe der Ästhetischen Mathematik, Geometrie oder darstellenden Kunst trainieren.

Das älteste Training dieser Art ist das etwa zweieinhalb Jahrtausende alte Tangram.

In der Geschichte des kleinen Jungen (siehe 18. Juni, Wenn die Fantasie knobelt) wird das Treiben des Denkens a priori inszeniert. Um zum Spiel der Fantasie zu gelangen, muss man aus der Wirklichkeit hinter die möglichen Wirklichkeiten, wirklichen Möglichkeiten und möglichen Möglichkeiten zurück gehen. Der Anlass für diesen Rückzug liegt vor allem in einer kaum beherrschbaren Wirklichkeit. Der Wunsch, da wenigstens fantasiemäßig etwas zu verändern, liegt nahe.
Es ist das Bedürfnis nach Veränderung, das die Fantasie auf den Plan ruft. In der Inszenierung ist es überhaupt das Planen, das für die Fantasie zum Programm wird und sie mit der Möglichkeit, neue Räume zu schaffen spielen lässt. Dabei wird klar, dass es einen Übergang wie die Brücke und zusätzlich einer besonderen Erlaubnis des Lichtwesens zur Überquerung bedarf. Das besondere Abriegeln des schützenden Bezirks weist deutlich auf die Sorge hin, dass die zurückgelassene Wirklichkeit das Geschehen vielleicht doch einholen könnte. Interessanterweise spielt in dieser Situation die Aggression bei dem zehnjährigen Jungen überhaupt keine Rolle. Dessen Erfahrung im fantasiegeschützten Bereich trifft zu. Je weiter jemand in sein Inneres vordringt, desto mehr abhängig ist er davon, dass ihn seine Gefühle leiten. Aber er darf davon keinen Erkenntnisgewinn erwarten. Viele, die ein Leben lang voller Erwartung auf der Suche nach dem inneren Kern, dem Ich oder Selbst sind, werden von der ausbleibenden Wirkung ihrer Erkenntnis maßlos enttäuscht. So etwas ist a priori nicht möglich, weil gefühlte Bilder keine logischen Schlüsse zulassen. Das begründet sich vor allem aus der Bindungslosigkeit der rechten Hemisphäre heraus. So ist die Enttäuschung groß. Dennoch: Im Wort Enttäuschung verbirgt sich auch das Ende einer Täuschung.

19
Jun
2011

Mathematik



μαθηματική τέχνη mathēmatikē téchnē: "die Kunst des Lernens, zum Lernen gehörig". Mathematik wird usprünglich als Bedingung der Möglichkeit des Lernens aufgefasst. Die Philosophen sehen demnach sehr wohl den Gedanken organisierenden Charakter des theoretischen Denkens für das Handeln.
Es wird von "θεωρείν theorein 'beobachten, betrachten, [an]schauen'; θεωρία theoría 'Anschauung, Überlegung, Einsicht, wissenschaftliche Betrachtung', wörtlich 'Schau des Göttlichen (theos)'; 'die Betrachtung oder Wahrnehmung' " gesprochen. Die Theorie wird nicht als etwas verstanden, das vor aller Erfahrung liegt, sondern das wesentlich in die Welt der Erfahrung gehört. Theorie gilt als Bedingung der Möglichkeit von Praxis (griechisch πρᾶξις 'Handlung, Verrichtung', auch 'Vollendung'). "θεωρείν theorein" ist gleichsam die Brücke zwischen Physik und Metaphysik, also zwischen dem Bereich des sinnlich Vernehmbaren und dem Bereich des geistig Vernehmen.

Muss demnach zuerst Mathematik betrieben werden, wenn mit Sorgfalt gehandelt werden soll? Diese Frage stellt sich in den Anfängen der Abendländischen Philosophie nicht, da "ιδειν ⇒ οραν" = "geistig sehen ⇒ sinnlich sehen". Das ist aber keineswegs im Sinne der Feststellung von Rudolf Arnheim "Sobald wir wahrnehmen, gestalten wir auch!" zu verstehen, sondern vielmehr im Sinne von Antizipation einer wohl geordneten (strukturierten, logischen) Handlung.

Logik griechisch ἡ λογική τέχνη, (he logiké téchne) 'denkende Kunst, Vorgehensweise' gilt als Lehre des vernünftigen (Schluss)Folgerns. Die Logik untersucht die Gültigkeit von Argumenten hinsichtlich ihrer Struktur unabhängig vom konkreten Inhalt der eigentlichen Aussagen.

18
Jun
2011

Wenn die Fantasie knobelt



Wenn sich ein kleines Wesen auf den Denkweg macht, dann entdeckt es schnell, dass das ein Abenteuer ist. Weil es noch nichts begriffen hat, begreift es spontan, dass es sich durch ein Gestrüpp des Nichts wird kämpfen müssen.
In der Fülle von Möglichkeiten sucht es nach Worten, die es fühlen kann und die ihm deshalb etwas zu verstehen schenken.
Das kleine Wesen gelangt aus seiner Spielwelt in das Nichts. Es bringt die Erfahrung mit, dass sich mit Hilfe der Fantasie leicht aus Nichts wunschgemäß etwas schaffen lässt. So denkt es sich erst einmal einen Weg aus. Dieser wird es in eine neue Spielwelt führen. Das wird eine Welt sein, die es ganz allein für sich haben wird.

Das kleine Wesen denkt nicht darüber nach, wer oder was seine Fantasie dazu animieren wird, es in diese Welt zu führen. Die Fantasie ist gnädig mit dem Kleinen. Um ihn aus den Unbilden seiner existentiellen Niederungen zu befreien, bringt die Fantasie den Kleinen auf einen Weg, der in eine Bergwelt führt. Weit genug weg von zu Hause endet dieser Weg plötzlich hoch oben vor einer Felsschlucht. Auf der gegenüber liegenden Seite liegt ein großes Felsplateau, auf dem ein Engel steht und das kleine Wesen erwartet. Durch Zeichen gibt das geistige Wesen zu verstehen , doch zu ihm herüber zu kommen. Also wird eine Brücke über den Abgrund gebaut und gleichzeitig eine hohe Mauer um das Felsplateau. Zur Sicherheit wird der Weg über die Brücke durch ein großes schönes schmiedeeisernes Tor verschlossen. Aber der Kleine darf die Brücke überqueren und wird von dem engelartigen Wesen auf der anderen Seite sehr freundlich mit einem Lächeln begrüßt. Ohne Worte gibt es dem Kleinen zu verstehen, dass ihm jetzt alles gehört und er sich alles so gestalten darf wie er möchte. Nordöstlich steigt die Ebene an. Auf dem Hang liegt eine Siedlung mit einer Art Einfamilienhäusern. Das kleine Wesen weiß sofort, dass dort die Toten wohnen, und es ist ihm auch sofort klar, dass es den Verstorbenen jederzeit begegnen kann. Weil die Toten keine Entfernungen oder Zeit kennen, entsteht eine Begegnung augenblicklich. Das wird dem Kleinen blitzartig klar, als er plötzlich von seinem verstorbenen Großvater herzlich begrüßt wird. Und ihm wird auch klar, dass Vorstellungen genügen, um die Toten herbeizurufen.

Noch während sein Großvater ihn begrüßt fällt der Kleine in einen tiefen Schlaf.

Während des Tages denkt er an seine soeben entdeckte innere Welt und findet Spass daran, begonnene Bauten weiter zu entwickeln.

17
Jun
2011

Denken ist wie Knobeln

 
gefuehle1
© urs

Warum denken wir überhaupt etwas und nicht vielmehr nicht? Die Bestimmung des Denkens als Bilderleben gibt den Hinweis auf eine Antwort. Das Bilder-Leben als Fantasie und das Bild-Erleben als Emotion besagt, dass wir von Natur aus mit dem Vermögen zu denken ausgestattet sind. Von Geburt an werden wir durch unsere Sinne angeregt, mit optischen, akustischen, olfaktorischen, gustativen und taktilen Bildern umzugehen, indem wir beispielsweise fantasievoll in Tag-und Nachtträumen mit ihnen spielen. Bedürfnisse werden geweckt, sobald wir etwas sehen, das wir haben oder erreichen wollen. Wir entwickeln einen Weg, um dieses Ziel zu erreichen. Durch Versuch und Irrtum entwerfen wir eine Strategie. Wer oder was aber organisiert das alles, und wie finden wir heraus, welcher der nächsten Schritte der richtige ist?

Knobelaufgaben sind das spielerische Mittel, um das einmal genauer zu betrachten:

Knobel: Wie kann man ein Rechteck mit drei Strichen zeichnen?

Vier Seiten mit drei Strichen? Das geht ganz offensichtlich nicht, weil nun einmal 4 Seiten ≠ 3 Striche sind. Aber Achtung: das wird auch gar nicht verlangt, sondern: "ein Rechteck mit drei Strichen zeichnen"! Was bedeutet das eigentlich wortwörtlich? Erst ein Rechteck zeichnen und dann 3 Striche "in" bzw. "auf" das Rechteckt!!
Zunächst liegt es natürlich nicht nahe, anzunehmen, dass die Aufgabe auf humorvolle Weise dazu 'zwingt', sie ganz wörtlich zu nehmen. Je länger man für eine Lösung braucht, desto weniger ist man geneigt, das zuerst angenommene Muster wieder loszulassen. So etwas könnte die Abneigung verraten, aus Fehlern zu lernen.
Aber probieren Sie es noch einmal!

Knobel: Wie kann man die Zahl 666 um die Hälfte vergrößern, ohne sie durch eine Rechenoperation zu verändern?

Die untersagte Rechenoperation wäre "666 + 333 = 999". Da nicht gerechnet werden darf, muss "999" anders erreicht werden! Aha, schauen Sie auf die Addition! "999" ist eine auf den Kopf gestellte "666"!

Knobel: Wie bringt ein Fährmann 1 Ziege, 1 Wolf und 1 Kohlkopf über den Fluss, wenn er aber nur 1 von den 3 auf die Fähre laden darf? Dabei muss er darauf achten, dass die Ziege nicht den Kohlkopf und der Wolf nicht die Ziege frisst! Wen fährt er also der Reihe nach hinüber?

16
Jun
2011

Zu- und Einordnen a priori

 
Das Denken a priori ermöglicht das Verstehen von Bildern und lässt sich auch paradoxerweise durch Bilder initiieren:

a priori: ⇒

ästhetisch initiiert:

a posteriori: ⇒

bauchschmerzen Arzt1


© metacom

Es ist leicht zu erkennen, dass ein Kind wegen seiner Bauchschmerzen zum Arzt geht.

Veranschaulichen bzw. Verstehen entsteht oft dadurch, dass das Betrachten von Wahrnehmungen jene Prozesse a priori initiiert, welche es dann ermöglichen, Wahrnehmungen zu ordnen und zugleich Wahrnehmen in Beobachten zu überführen.

15
Jun
2011

Philosophie ohne Gedanken (LdP 5/2)


Das Denken a priori dient vor allem der Organisation des Denkens a posteriori. Im Gegensatz zum Sein geht es hierbei vor allem um das Werden. Die Ontologie als Philosophie vom Sein denkt das Wesen des Seienden.Seit der Zuwendung des Aristoteles zum Sein findet das Werden in der Philosophie kaum mehr Beachtung.Die Hinwendung der Philosophie zum Sein geschieht als Abwendung vom Werden vor allem aus der Not heraus. Heraklit kritisiert vor allem die Oberflächlichkeit einer Wahrnehmung, die auf Beständigkeit aus ist. Mit der Art und Weise solchen Wahrnehmens geht unbewusst das Suchen nach Bleibenden einher.
Das Wahrnehmen der Vergänglichkeit der Natur mündet in das Suchen nach Unvergänglichkeit jenseits der Natur.
Mit der Aussicht auf Beständigkeit entsteht für den unruhigen Geist die Hoffnung auf ein inneres Zuhause. Die Mythologie feiert in der Theologie ihre Auferstehung. Heraklits Mahnung, dass niemand zweimal in denselben Fluss steigen kann, verliert angesichts einer aufkommenden Wissenschaft zunehmend beschleunigt an Bedeutung.

14
Jun
2011

Anmerkungen zu einer Philosophie ohne Gedanken (LdP 5/1)


Die Philosophie ohne Gedanken vollzieht das Denken a priori.
Das Denken a priori bewegt den Geist, bevor es zur Erfahrung kommt.

Ein Gedanke ist eine Operation mit mindestens einem Operator und einem Operanden.
Der Operand ist sinnlich vernehmbar oder eine Abstraktion davon.
Eine Birke ist sinnlich vernehmbar, ein Baum als Abstraktum aber nicht.

Der Satz "Operation ist die Anwendung eines Operator auf mindestens einen Operanden" ist eine geistige Bewegung vor einer Erfahrung mit einer Operation. Diese Bewegung des Geistes ist a priori vorstellbar. Diese Vorstellung schaut die Struktur eines Verhaltens an. Es ist gleichsam das Modell einer Struktur:
Operation = Operator ⇒ Operand(en)

" ⇒ " bedeutet "Anwendung von... auf ..."


Die Philosophie a priori entspringt dem Denken der Natur. Deshalb ist das Lebewesen von Natur aus mit gewissen Denkfähigkeiten a priori ausgestattet. Jedes Kleinkind beherrscht solche philosophischen Fähigkeiten. Das beweist es beispielsweise durch den Zusammenhang zwischen einem bestimmten Wunsch oder Bedürfnis und einer bestimmten dem entsprechenden Art und Weise des Schreiens.

Zu den naturgegebenen philosophischen Gegebenheiten gehören:

Vergleichen von identisch ≡, gleich =, ähnlich ≈, ungleich ≠. größer gleich ≥, kleiner gleich ≤, ...
Verteilen durch Hinzufügen +, Wegnehmen -, Teilen :, Vervielfachen *....
Ordnen (vgl.)

Diese philosophischen Prozesse a priori setzen ihrerseits wiederum die Fähigkeit des Regelns voraus.
Regeln (vgl.)

13
Jun
2011

Geist (LdP4)



Geist = Ich-Regelung der Wahrnehmung

Betrachten = Vergleichen mit früheren Wahrnehmungen

Beobachten = Einstellen der Perspektive oder des Aspekts des Wahrnehmens

Begreifen = Aufnehmen und Speichern einer Wahrnehmung


Aufgabe: Mache aus diesem Leersatz einen Lehrsatz, und zwar durch Bilder zu diesen Vorgängen

Anmerkung: Hinter Pfingsten steckt der Aufforderung, vom Geist Gebrauch zu machen!!

12
Jun
2011

Pfingsten

Pfingsten =my(s)tischer Name für den Zeitpfeil "Universum"= Urknall --> schwarzer Punkt

Historisch:

Das Pfingstfest ist 50 Tage nach dem Osterfest. Diese Zeitspanne wurde aus der jüdischen Tradition übernommen, das Fest war dort zunächst das Fest der Darbringung der Erstlingsfrüchte im Tempel (2. Mose 23, 16); später als “Wochenfest” bezeichnet (2. Mose 34, 22): immer stärker trat als Inhalt das Danksagen für die Gesetzgebung am Sinai (2. Mose 19 - 24) in den Mittelpunkt. Das Passahfest war in der Erinnerung an den Auszug aus Ägypten die Feier der Unabhänigkeit des Volkes Israel, das Wochenfest wurde immer mehr das Dankfest für die Verkündung der Tora, der “Verfassung” des Volkes vor Gott. Wohl erst im Jahrhundert vor Christi Geburt wurde es 50 Tage (daher der Name: griechisch “Pentekoste”, der “50. Tag”) nach dem Passah-Fest angeordnet.

Tora

11
Jun
2011

LdP3 wach

Vigilanz ist der sinnliche, geistige, gefühlsmäßige Wachheitsgrad.

Wachheitsgrad = Intelligenz-, Begabungs- und Sensibilitätsgrad

Intelligenz = Fähigkeit zu ordnen

Begabung = Einfallsreichtum

Sensibilität = Trennnschärfe des Bewusstwerdens

Wach ist, wer sich aufmerksam, konzentriert und sensibel verhält.

10
Jun
2011

LdP2 Spiegelfechterei

Protagoras entdeckt, dass wohlklingendes Nichtsagen wegen seiner Unverständlichkeit Eindruck erweckt und deshalb Ansehen verschafft. Aus diesem Grund kommt es vor allem auf Rhetorik an!

Kurzer Auszug eines Protokolls einer Prüfung im Fach Pädagogik über das Thema Bildung.

P = Prüfer
K = Kandidat

P: "In der Vorbesprechung sagten Sie, dass Sie mit dem Thema "Bildung" beginnen möchten. Bleibt es dabei?"
K: "Ja!"
P: "Dann sagen Sie uns einmal, was in der Pädagogik unter Bildung verstanden wird!"
K: "Das ist gar nicht so einfach. In der Literatur existieren Tausende von Definitionen. Vielleicht fange ich mit dem Verständnis des Sokrates von Bildung an. Sokrates versteht unter Bildung das Wissen des Nichtwissens. Sein Satz "Ich weiß, dass ich nichts weiß!" besagt, dass man sehr viel wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß."
P: "Sie definieren also Bildung als Wissen des Nichtwissens?"
K: "Ja, weil ich denke, dass die übrigen Definitionen das beinahe alle bestätigen!"
P: "Bildung, von althochdeutsch 'Bildunga', 'Schöpfung', 'Bildnis', 'Gestalt‘ bezeichnet die Formung des Menschen im Hinblick auf sein „Menschsein“! Können Sie darüber noch etwas sagen?"
K: "Der Begriff bezieht sich sowohl auf den Prozess „sich bilden“ als auch auf den Zustand „gebildet sein“. Dabei entspricht die zweite Bedeutung einem bestimmten Bildungsideal, zum Beispiel dem humboldtschen Bildungsideal, das im Laufe des Bildungsprozesses angestrebt wird. Ich meine: Ein Zeichen der Bildung, das nahezu allen Bildungstheorien gemein ist, lässt sich umschreiben als das reflektierte Verhältnis zu sich, zu anderen und zur Welt!"
P: "Wie verträgt sich das mit Ihrer Eingangsdefinition?"
K:"Ich denke, sehr gut, weil gerade das reflektierte Nichtwissen zur Bescheidenheit aller gegenüber allen führt!"

Nachempfunden von einem Beisitzer unter Zuhilfenahme von Wikipedia

9
Jun
2011

LdP1 Pädagogik

(1) Pädagogik = Philosophie ohne Gedanken oder Praxis aus dem Bauch

Gedanke = versprachlichtes Handlungsbild in der Vorstellung

Vorstellung = Vergegenwärtigung mit Hilfe der Fantasie

"Bauch" = gefühlte Intuition

Erkläre, was der folgende Satz bedeutet! Pädagogische Aussagen sind gedankenlos.
 

wasser

8
Jun
2011

Leersätze der Pädagogik - Neue Folge


Ab morgen geht die Folge "Leersätze der Pädagogik" (LdP) der Frage nach, welche Leerstellen pädagogische Wege markieren.

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Seit 20 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Prof. Dr. habil Wolfgang F Schmid

Grundsätzliches (www.wolfgang-schmid.de)

 

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