Unilogo

7
Feb
2016

Seinsweisen


sinnlich oder geistig
Physik oder Metaphysik
Wissen oder Glauben


seh' nach


jeden Tag so nehmen
wie er auch mich zukommt

dann Einfluss nehmen

ist das der Tag den ich meinte ?

die Perspektive wechseln
Raum einnehmen

bin ich diejenige, die dort
hineinpasst ? will ich so leben ?

die Zwänge zeigen sich früh genug
sie gehören gar nicht zu irgend
einem Tag
sie sind die Zweifelmacher
die Nahestehenden
sie brauchen einen starken Widerpart

damit ein Tag überhaupt gelingen kann

das sind die Hoffnungsträger
die stets Bereiten

wenn nur ein einziges Gefühl
folgt ihnen

nichts ist so stark wie die Fantasie
wenn sie Löcher in die Mauern
schlägt, um dem mutigen Blick
die Freiheit zu geben

sieh nach !


7.2.2015
+ Ulrike Schmid

6
Feb
2016

Unterricht


Befreiung des Selbst
durch praktische Theorien
Ausbildung = Bildung


Lebensgefühl


wenn alles ähnlich, gleich,
austauschbar erscheint

dann tauchen sie auf, die

Helfer in der Nacht, die
Ungleichmacher, die dem
Leben den Geschmack geben

das Quäntchen danach
die Zutaten zur großen Feier

wie alles anders erscheint

wenn vorübergeht, was einem
nicht zusteht – zusteht? was
sage ich ! wir leben in der

Peripherie

nichts ist zu schön
ich schmelze dahin

vielleicht dass Leben etwas
ganz anderes wär'

was es zu pflücken gilt


6.2.2015
+ Ulrike Schmid


5
Feb
2016

Erziehung


Ich-Selbstbefreiung
mittels Erfahrungswissen
Gewissensbildung


zwei Texte von Urs




das ist gut so

sie verweist mich
auf meinen besseren Teil

ein Blick in die Augen
eines anderen Wesens
und sie ist da
spricht von liebevollem
angenommen werden

und noch viel mehr

die innere Stimme weiß
dazu vieles zu sagen
dass niemand alleine lebt
dass sie alle mit uns gehen

dass jeder Mensch mit trägt
was uns aufgegeben wurde

der Himmel über uns,
das Herz in uns

er trägt uns davon,
es schlägt



Moment

Bewusstwerden ist der Vorgang
in den wir ständig eintauchen
hervortreten mit anderen, neuen Bildern
und Gedanken – das, was gerade
in uns geschieht und was wir wahrnehmen

ich strenge mich an, mitzubekommen
was da vor sich geht – sehr viel Bewegung
ein Kommen und Gehen, plötzliche Verzögerung …

etwas will in den Vordergrund …
es fehlt (noch) etwas … da !

ein Satz formuliert sich wie von selbst

es gab ein Motiv. das schimmerte
für einen kurzen Moment
hinter den Bildern und Worten auf …

entdecken !
einen winzigen Schritt zusammen gehen !
Bruchteil von einem Gedanken
er zieht sich zurück

Sehnsucht, tatsächlich
für diesen Moment dieses Wort !


5.2.2015
+ Ulrike Schmid

4
Feb
2016

Karneval


Fest der Schönfärber
maskierte WahrheitsMaske
schöne Attrappen


Religion


Tagträume der Angst
Bürokratie der Kirchen
Steuergewinne


Augenblick


ob der Augenblick nur eine Idee ist ?
ein Konstrukt, um einem Ideal nachzueifern ?

es kann nur Liebe sein
wenn der Augenblick sich selbst genügt !


4.1.2015
+ Ulrike Schmid


3
Feb
2016

Gott


Axiom des Glaubens
unbeweisbare Idee
Urzeit-Traumgeburt


Mitarbeit


die Vernunft streift nur flüchtig
was wirklich geschieht

der Verstand hält sich zurück
aus dem Kampf um einen Platz
an der Sonnenseite des Lebens

er sondert sich ab
um von Wissen zu sprechen

das macht ihn aber nicht immun
gegen die Schwächen
die die Vernunft nur mühsam verdeckt

beide wollen das Ganze, Vernunft
mit Gefühl, Verstand mit Geisteskraft

sie streiten sich ohne Sinn
denn Menschen brauchen
einander so sehr, dass keine Kraft
bleibt, um gegeneinander zu kämpfen

Scham ist ein vollständig überflüssiges
Gefühl, wenn jeder den anderen braucht

was brauchen wir mehr, als füreinander
da zu sein ?


4.2.2015
+ Ulrike Schmid


2
Feb
2016

Irrlehre


Lehren = Entfremden
Logische Disharmonie
Entfremdung lernen


Korrektur

Lehren = Entfremden
Logische Disharmonie
Nein zur Entfremdung


Balance


je mehr wir suchen
desto weniger finden wir

vielleicht suchen wir auch nur
weil wir mit uns unzufrieden sind ?

ein erfüllter Mensch ruht in sich

ist das Ideologie ?

wir sind die Macher, es reicht uns
nicht, zu existieren

wir erzeugen uns sogar selbst
die Zwänge, aktiv zu sein

weil Menschen lernen können
müssen sie es auch um zu überleben

sie müssen selbst
herausfinden, was ihnen Not tut
und was ihnen bekommt

die Freiheit, zu lernen lebt mit
dem Zwang, lernen zu müssen

wer in sich ruht, hat sich gefunden

er ruht im Gleichgewicht von
Geben und Nehmen

das Selbst reicht dem Ich
immer wieder die Hand


2.2.2015
+ Ulrike Schmid


1
Feb
2016

Demenz


erstarrte Ordnung
Alle Regeln versagen
verlorenes Spiel

Zauberformel


es ist Demut in dem Satz
vom glaubenden Ganzen

glauben heißt nichts anderes
als annehmen, was gegeben wurde

und Widerstand gegen den Übermut
die leichtfertige Annahme, dass

alles zu ändern ist. liebet einander,
solange ihr Liebe spürt

tut was anliegt
dann kommt der Mut zurück

und die Liebe wächst


+ Ulrike Schmid
1.2.2015

31
Jan
2016

Verhaltenänderung


Lernen braucht Freude
Frustration ändert nichts
Motiv erzeugt Lust


30
Jan
2016

verstehen


Mit Gelassenheit schauen
Beziehungen gut beobachten
die Wirkungen begreifen


29
Jan
2016

Schauen



Sinne und Gefühle
initiieren klares Betrachten
inneren Bilderlebens


Engagement


Engagement ist zu Burn-Out diametral. Engagement braucht eine dem Verhalten übergeordnete Führungsgröße. In der Regel handelt es sich um ein im Gewissen verankerten Ideal.

Engagement ist der intensive, motivierte Einsatz für etwas Wer sich engagiert verhält, handelt in der Regel selbstbestimmt richtig. Engagement wird vor allem emotional geregelt. Problematisch wird es dann, wenn die Vernunft diese Regelung nicht kontrolliert und der Beweggrund unkritisch bleibt.

Bleibt das Ergründen eigenen Beweggrundes erfolglos, dann ist hoch wahrscheinlich die Fragestellung unzureichend. Nicht wenige weichen dieser Aufgabe aus und stellen sich überhaupt nicht dieser Frage, sondern delegieren die Suche nach einer Antwort an ihr Tagebuch. Aber bloßes externes Ablegen (Speichern) von Ereignissen verhilft weder Bewusstsein noch Unterbewusstsein zu hilfreichen analytischen Widerspiegelungen.

Bewusstwerden vollzieht sich allein als Bilderleben. Der Verstand, der nach dem Beweggrund fragt, braucht infolgedessen geeignete Suchbilder. Aber das vorstellungsmäßige, erinnernde Zurückversetzen zeigt sich nicht erfolgreicher als ein Tagebuch. Dem, was sich vor dem Bewusstwerden verbirgt, fehlt bislang der Anreiz, sich zu zeigen.

Das Wesen eines maßgeblich bestimmenden Motivs gelangt auch durch Interesse an Unentdecktem (Neugier) zum Vorschein. In aller Regel bezieht sich nämlich ein solches Motiv auf eine Suche nach Wahrheit.

Erleichtert wird die Suche nach dem Urgrund des eigenen Motivs, wenn sie durch schöpferisches Tun zum Vorschein gelangt.

Handelt es sich um künstlerisches Tun, dann bezieht sich die Suche hoch wahrscheinlich auf einen seelischen Grund. Handelt es sich dagegen um wissenschaftliches Tun, dann liegt der Grund höchst-wahrscheinlich im geistigen, theoretischen Bereich.

Schöpferische Aktivitäten können sich äußern durch:

körperliche Bedürfnisse <> Sport,
seelische Bedürfnisse <> Kunst, Religion,
geistige Bedürfnisse <> Wissenschaft,
Mischformen <> Abenteuer...


28
Jan
2016

Denken



Bilderleben als
Bilder-Leben (Fantasie) /
-Erleben (Verstand)


Desinteresse


Desinteresse (Burn-out) meint Energieverschleiß, Erschöpfung aufgrund von Überforderungen, die von innen oder von außen – durch Familie, Arbeit, Freunde, Liebhaber, Wertesysteme oder die Gesellschaft kommen kann und einer Person Energie und innere Kraft raubt.

Burnout ist ein Gefühlszustand, der begleitet ist von übermäßigem Stress, und der schließlich persönliche Motivationen, Einstellungen und Verhalten beeinträchtigt.

Neuronales Burn-out hemmt bzw. lähmt Transmis-sionen. Gewohnte neuronale Verbindungen werden durch Fehlverbindungen auffällig.


27
Jan
2016

Gewissen



Instanz innerer
Stimme meines Schutzgeistes
Orientierungen


Coolness


„cool“ meint die Eigenschaft, stets die Ruhe zu bewahren, keine Angst zu haben und sich nicht aus der Fassung bringen zu lassen.
Der Kern der Coolness liegt in der Autonomie. Menschen, Marken und Produkte gelten demnach dann als cool, wenn sie ihre Ziele oder Attribute auf ihre ganz eigene kreative Weise verwirklichen und von der Masse abheben – und zwar so, dass sie dabei keine moralischen Grundsätze verletzen.
Bedingung der Möglichkeit von Coolness ist ein hinreichend tolerantes Gewissen, also ein Gewissen, das Handlungsspielräume lässt.
Im Gegensatz zum anerzogenen Gewissen umfasst das natürliche Gewissen instinktive Muster. Das sind gleichsam Makros, welche unbewusstes Verhalten steuern. So steuert Furcht Auslösen und Umsetzen des Fluchtmechanismus.


26
Jan
2016

Innere Stimme



Schutzgeist des Menschen
Ratgeber schwerer Tage
Geschenk der Natur


https://www.evernote.com/l/AmFU-DxMeZpL47GkMwYnbl9MMPWrF8QieJs

Besonnenheit


Besonnenheit bezeichnet, im Unterschied zur Impulsivität, die überlegte, selbstbeherrschte Gelas-senheit, die besonders auch in schwierigen oder heiklen Situationen die gewissenhafte Korrektur die Oberhand behalten lässt, um vorschnelle und unüberlegte Entscheidungen oder gar gewissenlose Taten zu vermeiden.
Sokrates preist den besonnenen Gleichmut als be-sondere Tugend. In Platons Dialog Charmides wird die Frage, was Besonnenheit sei, damit beantwortet, das Seine und damit das Gute zu tun. Besonnenheit ist dadurch für Sokrates gleichbedeutend mit Selbsterkenntnis.

Bei Platon ist Besonnenheit eine der vier Kardinal-tugenden (Ideale der Selbst-Erziehung):

1.Klugheit: Fähigkeit situationsgemäß unter Verwendung der richtigen Mittel zu handeln.

2.Gerechtigkeit: Achtung vor der Würde des Selbst sowie der anderen.

3.Tapferkeit: Mittelweg zwischen Tollkühnheit und Feigheit.

4.Besonnenheit: Umgang mit den eigenen Bedürfnissen als Mittelweg zwischen Ausschweifung und Selbstunterdrückung.

Aristoteles zählt die Besonnenheit in seiner Niko-machischen Ethik zu den ethischen Tugenden.
In der Stoa ist die Zurückhaltung von zu raschem Urteilen für den Weisen wichtig. Sie wird als Epoche (altgriechisch έποχή) bezeichnet, was auch so viel wie innerer „Haltepunkt“ bedeutet.

Für Epikur ist Unerschütterlichkeit bzw. Ataraxie für den Seelenfrieden unabdingbar. Horaz spricht von der Mäßigung als „goldene Mittelmäßigkeit“ (aurea mediocritas). Er will damit den rechten Mittelweg einschlagen zwischen allzu hohem Streben und verächtlicher Niedrigkeit (ne quid nimis).

Bei Paulus ist die Besonnenheit eines der beiden Kriterien für die richtige Anwendung der Charismen (Röm 12,3-8 EU). Allerdings müsse sie dazu mit Bescheidenheit einhergehen. Zugleich gilt sie als eine Gabe des göttlichen Geistes (2 Tim 1,7 EU)

Der Anthroposoph Rudolf Steiner sieht unter Berufung auf Immanuel Kant in der kritischen Besonnenheit das Gegenteil von Naivität.

Auch im Islam spielt die Besonnenheit eine Rolle. So heißt es nach der Überlieferung von Sahl Ibn Sa`d (r): Allâhs Gesandter (SAAW (ṣall Allāhu ʿalay-hi wa-sallam)) hat gesagt: „Besonnenheit ist von Allâh und Hast vom Teufel“.
Doch wird vor einer einseitigen, überbetonten oder unkritischen Besonnenheit auch gewarnt, da sie in die Tatenlosigkeit (Trägheit) abgleitet.
Besonnenheit repräsentiert eine harmonische Regelung, d.h., die einzelnen Abläufe zwischen den neuronalen Konstituenten geschehen konfliktfrei.


25
Jan
2016

einstmals


im Mai

wir lagen unter dem Feuer
der Nacht

kühl blieb nur
der Wind über der Nacht
am Meer

er wehte von nirgendwo her


25.1.2015
+ Ulrike Schmid


Tagebuch



Selbst offenbart sich
Ich versuche zu verstehen
Was Es mir verrät.


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Seit 20 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Prof. Dr. habil Wolfgang F Schmid

Grundsätzliches (www.wolfgang-schmid.de)

 

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Es gelten die Rechtsvorschriften für Webseiten der Universität Flensburg © Texte: Wolfgang F. Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) wfschmid(at)me.com Bilder: Ulrike Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) mail(at)ulrike-schmid.de

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