Unilogo

18
Okt
2019

F O R T S E T Z U N G

31. OKTOBER 2019

25
Jun
2019

Im Anfang war das Wort

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eins, das geworden ist. In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen“ (Joh. 1,1–4).
Jenes Wort, welches vor allem war, ist seine sprachliche Möglichkeit a priori. Als sprachliche Form ist es Bedingung der Möglichkeit gedanklicher Gestaltung.
Als Form a priori ist das Wort rein geistiger Natur. Der Evangelist Johannes setzt dieses reine Sein intuitiv mit Gott gleich. Als reiner Geist erschafft Gott, indem er eine Form sprachlich gestaltet.
Das schöpferische Wort erschafft Materie, indem es Energie informiert. Das verweist auf das Werden a priori als rein geistige Energie, die aus sich heraus schafft, indem sie per Zufall spielerisch Information erzeugt und dadurch Materie produziert.
Dieses unpersönliche Geschehen bedarf keiner Personifizierung als Gott.

23
Jun
2019

Roboter kommen nicht in den Himmel (2)

2

Die Kommissarin betritt pünktlich zum vereinbarten Termin das Büro von Mary Insight, der Leiterin des Informationszentrums. Diese erklärt der Kommissarin die Situation.
Aesthe Logkat: „Wie konnte überhaupt festgestellt werden, dass Vernunft Simulationen Verstorbener fehlen?“
Dr. Insight: „Die Prüfroutinen zeigten, dass keine Kommunikation zwischen diesen Toten stattfinden. Daraufhin haben wir deren Adres-sen kontrolliert und festgestellt, dass diese fehlen.“
Die Kommissarin überprüft zunächst den Arbeitsspeicherverbrauch des Programms und vergleicht diesen mit Vorgänger Abläufen. Diese Vergleiche ergeben eine kontinuierliche Zunahme des Speicherverbrauchs. Das lässt auf Trojaner und andere Spähprogramme schließen.
Aesthe Logkat: „Tatsächlich, das Programm ist infiziert! Kann ich mich selbst als Simulation einschmuggeln?“
Dr. Insight: „Ja klar, das ist möglich!
Aesthe Logkat: „Welches Risiko gehe ich damit ein?“
Dr. Insight: „Ich komme mit. Sie sehen also: das Risiko ist gering, da nur unsere Vernunft transferiert wird. Da dies die Seele nicht be-rücksichtigt, dürfen Sie in der virtuellen Welt auf keinen Fall irgendetwas äußern, das mit Gefühlen zu tun hat. Selbstbeherrschung ist also gefragt!“
Aesthe Logkat: „Was geschieht, wenn es mir dennoch passiert?“
Dr. Insight: „Das hängt von Ihrer Vernunft ab. Diese erleidet wahrscheinlich ein Handicap. Im schlimmsten Fall löst diese sich auf, und Sie werden aus der virtuellen Welt vertrieben!“
Aesthe Logkat: „Und wohin gerate ich dann?“
Dr. Insight: „Das wissen wir nicht genau, schlichtweg deshalb, weil das noch nie vorgekommen ist!“
Aesthe Logkat: „Okay, dann lassen Sie uns aufbrechen!“
„Dr. Insight: „Sind Sie sich da ganz sicher?“

21
Jun
2019

Roboter kommen nicht in den Himmel (1)

1
Schlecht gelaunt betritt die unausgeschlafene Kommissarin Aesthe Logkat ihr Büro. Ihre Assistentin Runa Pet weiß sofort, was ihre Chefin jetzt braucht und reicht ihr eine Tasse starken Bohnenkaffee. Aesthe Logkat flucht: „Jetzt habe ich auch noch meine Zigaretten vergessen! Runa, bringst du mir bitte meine Notfallpackung?“ Sie drückt auf die rote Empfangstaste, um den Notruf entgegenzunehmen. Es meldet sich Dr. Mary Insight, die Leiterin des IT-Zentrums und berichtet aufgeregt, dass der ‚Himmel‘ gehackt wurde. Himmel ist der Name für jene Simulation, welche die Vernunft Verstorbener imitiert.
Dr. Insight: „Ich konnte noch nicht feststellen, ob einzelne Vernunft-Implantate zerstört worden sind!“
Aesthe Logkat: Das würde ja bedeuten, dass diese Toten ihr ewiges Leben verloren haben!“
Dr. Insight: „Und das hätte unweigerlich den Verlust des Glaubens an den Himmel zur Folge! Kein Mensch würde seine Vernunft zukünftig noch von uns archivieren lassen. Weil niemand mehr Unsterblichkeit bestellen würde, hätte das unweigerlich den Ruin unseres Konzerns zur Folge!“
Aesthe Logkat: „Wer könnte daran interessiert sein? Haben Sie einen Verdacht?“
Dr. Insight: „Ja schon. Ich vermute, dass die Kirchen dahinterstecken. Sie betrachten unser Projekt ohnehin als Gotteslästerung, und das umso mehr, als wir seit kurzem das Makro namens „Heiliger Geist“ installiert haben!“
Aesthe Logkat ärgerlich: „Warum verletzen Sie auch religiöse Gefühle, indem Sie solche Namen vergeben!“
Dr. Insight: „Frau Kommissarin, glauben Sie eigentlich an den Heiligen Geist?“
Aesthe Logkat: „Solange dieser nicht straffällig wird, habe ich damit nichts zu tun! Und außerhalb meiner Dienstzeit habe ich mit Glauben erst recht nichts am Hut!“
Dr. Insight: „Ich befürchte aber schon, dass sie sich damit beschäftigen werden müssen, wenn Sie den Hacker Angriff untersuchen wollen!“
Aesthe Logkat: „Das genau werde ich nicht tun!“
Dr. Insight: „Okay, dann muss ich das per Dienstanweisung veranlassen!“
Aesthe Logkat: Dann tun Sie, was sie nicht lassen können!“
Einige Stunden später erhält die Kommissarin aus dem BMI die Dienstanweisung, den Cyber Anriff auf das IZ zu untersuchen.
Aesthe Logkat zornig: „Nicht mit mir!“
Aber nach einigen Zigaretten zur Beruhigung besinnt sie sich auf ihren Diensteid und vereinbart mit Mary Insight einen Termin im Rechenzentrum.

19
Mai
2019

Blind Date

Blind Date , das ist eine vermittelte Verabredung zwischen zwei Leuten, die sich vorher weder getroffen noch voneinander gehört ha-ben.
Im Bewusstsein ereignet sich ein Blind Date, wenn ein Begriff vergegenwärtigt wird, zu dem kein Bild existiert. „Inhärenz“ dürfte für die meisten ein bildloser Begriff sein. Aber dazu gehört auch ein so häufig verwendeter Begriff wie „Bildung“.
Aber auch Tautologien wie „Definition eines Begriffs“, „weißer Schimmel“, „nie und nimmer“, „kreisrund“ oder Sprüche wie „Ge-schäft ist Geschäft“.
Beim Vergegenwärtigen von Begriffshülsen ‚pausiert‘ das Gehirn gleichsam, da leere Information nicht verarbeitet werden kann.

17
Mai
2019

Die intimste Wahrnehmung

Als Bewusstwerden des sensibelsten Wahrnehmens scheint Glauben als Vertrauen in dieses Empfinden hervor. Diese introspektive Erfahrung basiert auf einem Gespür, das von einem Bedürfnis stark beeinflusst wird.

So kann das Schutzbedürfnis die Fantasie veranlassen, Bilder zu gestalten, die zeigen, wie dieses Bedürfnis befriedigt werden kann.

Nahezu jeder Wahrnehmungsmodus wird von der Fantasie mitbestimmt, und zwar schon deshalb, weil Wahrnehmen von der Fantasie in Bilderleben überführt wird. Aus diesem Grund wird vorweg gestaltet, sobald wahrgenommen wird.

Die umfassendsten Beispiele hierfür repräsentieren religiöse Bilder, z.B. als überlieferte und anerzogene Vorstellungen unterschiedlicher Existenz eines Gottes. Diese Vorstellungen bestimmen das jeweilige Dasein maßgeblich bestimmend.

Je nachdem, wie eindrucksvoll sich ein religiöses Bild darstellt, so überzeugend wirkt dessen Betrachtung auf die persönliche Befindlichkeit. Das Vertrauen in dieses Gefühl führt zur Überzeugung, die empfundene Existenz Gottes wirklich selbst zu erfahren.

Bisweilen ist diese Selbsterfahrung so intensiv, dass es zu Visionen kommt. In diesen Visionen wird der Gott des Glaubens sogar geschaut. Die Marienerscheinungen in Lourdes oder Fatima sind sehr bekannte Fallbeispiele hierfür. Da es sich um Wesen in unmittelbarer Umgebung Gottes handelt, gelten diese Visionen auch als Belege für die Existenz Gottes.

16
Mai
2019

4. Summa 1. bis 3.

Maßgeblich bestimmende Frage der Absätze 1. bis 3. ist die Frage nach jener Form, welche als Gedanke bezeichnet wird.

Als Moment des Bewusstwerdens erscheint ein Gedanke inhaltlich als Bild. Dieses innere Bild wird durch die Fantasie vermittelt. Das Unbewusste als Herkunft dieser Vorstel
lung ist der Ort eines schöpferischen Spiels des Zufalls mit sich selbst. Dieses spielerische Bilderleben bildet die schöpferische Quelle der Fantasie.
Als vernunftbegabtes Lebewesen vermag der Mensch dieses Bilderleben sowohl sprachlich zu fassen als auch zu regeln. Die Sprache hilft das, was wir uns vorstellend erfahren, zu reflektieren und gleichsam zu durchschauen.

Es ist natürliche Neugier, die uns nach diesem Geschehen fragen lässt. Da alle Vorstellungen von Gefühlen begleitet werden, lassen sie sich auch gefühlsmäßig intuitiv verge-genwärtigen. Philosophieren als das Schauen und zugleich auch als Erfassen des Geschauten hilft diese Phänomene nach und nach zu verstehen.

Gedanken sind Einladungen nachzudenken oder deren In-halte praktisch umzusetzen. Als Automatismen beschleu-nigen sie erfolgreiches Handeln.
Begriffe, die nicht praktikabel sind, erweisen sich als un-sinnig.

15
Mai
2019

3. Was wir begreifen wollen, das muss uns berühren

„Begreifen“ hat mit „Greifen“ oder „Zugreifen“ zu tun. Was wir begreifen wollen, muss uns entweder berühren oder wir müssen es berühren können. Interesselos lässt sich nichts begreifen.

Begreifen bedeutet, Handeln Schritt für Schritt strukturieren bzw. algorithmieren können. Begreifen vollzieht sich als Bildung einer Gedankenfolge, wobei jeder Gedanke einen Handlungsschritt beinhaltet.

Ist die Begriffsbildung abgeschlossen, dann ist die gebildete Handlungsvorlage verfügbar und kann in der Praxis geprüft und gegebenenfalls modifiziert werden. Durch wiederholte praktische Anwendung wird dessen Verwendung automatisiert.1

Engagierte professionelle Tätigkeiten repräsentieren Beispiele solcher Automatismen. Engagement erhält die erforderliche Sensibilität für die situativ erforderlichen kritischen Feinabstimmungen.

Ein weiterer Vorteil engagierten Verhaltens besteht in der Emotionalisierung von Begriffen. Emotionale Begriffe können intuitiv eingesetzt und angewandt werden.

13
Mai
2019

3. Was wir begreifen wollen, das muss uns berühren

Was wir begreifen wollen, muss uns entweder berühren oder wir müssen es berühren können. Interesselos lässt sich nichts begreifen.

Begreifen bedeutet, Handeln Schritt für Schritt strukturieren bzw. algorithmieren können. Begreifen vollzieht sich als Bildung einer Gedankenfolge, wobei jeder Gedanke einen Handlungsschritt beinhaltet.

Ist die Begriffsbildung abgeschlossen, dann ist die gebildete Handlungsvorlage verfügbar und kann in der Praxis geprüft und gegebenenfalls modifiziert werden. Durch wiederholte praktische Anwendung wird dessen Verwendung automatisiert.

Engagierte professionelle Tätigkeiten repräsentieren Beispiele solcher Automatismen. Engagement erhält die erforderliche Sensibilität für die situativ erforderlichen kritischen Feinabstimmungen.

Ein weiterer Vorteil engagierten Verhaltens besteht in der Emotionalisierung von Begriffen. Emotionale Begriffe können intuitiv eingesetzt und angewandt werden.

12
Mai
2019

2. Philosophieren

Wenn die Fantasie arbeitet, dann sagt man auch, dass er oder sie philosophiert.

Das Bild vom Philosophieren als Hebammenkunst stammt von Sokrates , dessen Mutter Hebamme war.

Da sich seiner Auffassung nach Philosophieren durch Fragen begründet, entwickelt er eine geeignete Fragetechnik, die Mäeutik genannt wird.

Man verhilft sich zur Erkenntnis, indem man sich durch geeignete Fragen dazu veranlasst, fragliche Sachverhalte selbst herauszufinden.

Es sind Bedürfnisse, die jene Fragen veranlassen, welche zu ihrer Befriedigung verhelfen. So initiiert Durst das Bild von einem Getränk, das erfahrungsgemäß diesen Durst löscht. Es ist eine Erinnerung, auf welche die Fantasie zurückgreift. Genauer gesagt, ist es mehr als ein Bild, das als Vorstellung ins Bewusstsein projiziert wird, nämlich eine Art Videoclip, der mir zugleich zeigt, wie ich an dieses Getränk komme.

Ein Gedanke beinhaltet immer eine Handlungsanweisung, die mich mir vorstellen lässt, wie ich was tun soll.

Ein solcher auf Erfahrung beruhender Gedanke hat aber nichts mit Philosophie zu tun, weil es sich um eine einfache Vorstellung auf Grund von Erfahrung handelt.

Philosophische Gedanken werden zwar auch durch ein Bedürfnis ausgelöst, aber dieses lässt sich allein dadurch befriedigen, dass etwas erkannt wird. In diesem Fall ist es Neugier, welche die Fantasie dazu bewegt, etwas verstehen zu helfen, beispielsweise ein Kunstwerk, das gerade betrachtet wird.

Der philosophische Gedanke beinhaltet aber nicht, was das Kunstwerk darstellt, sondern vielmehr welche Wahrheit eigentlich durch diese Darstellung ins Werk gesetzt wird.

So offenbart sich im Stillleben Vincent van Goghs „Ein Paar Schuhe“ die Mühsal harter Arbeit, die um so mehr hervorscheint, je eingehender dieses Bild betrachtet wird. Dabei spielt es keine Rolle, dass Martin Heidegger diese Schuhe als Bauernschuhe und nicht etwa als das Schuhwerk eines Bauarbeiters deutet, denn es kommt vor allem auf das Wesen der Mühsal harter Arbeit an.

Eine philosophische Frage fragt als Was-Frage nach dem Wesen von etwas. Ein philosophischer Gedanke beinhaltet die Antwort auf diese Frage.

11
Mai
2019

1. Mutter des Ersten Gedankens

Die Mutter des Ersten Gedankens ist die Fantasie. Sie ist also auch, die uns das Denken lehrt.

Die Fantasie übt den Beruf einer Hebamme aus. Sie verhilft Gedanken zur Geburt, indem sie diese aus dem Unbewussten befreit. Der Geburtsvorgang selbst heißt „Denken“.

Das Denken selbst wird bewusst als Bilderleben erfahren. Wer denkt, schaut sich innere Bilder an. Weil uns die Fantasie diese Bilder vorstellt, werden innere Bilder auch Vorstellungen genannt.

Wir erfahren unser Denken, indem wir erleben, was in unserem Kopfkino geschieht.

Wenn wir einen Gedanken denken, dann haben wir ein Bild im Kopf.

5
Mai
2019

Vom Nichts gezeugt aus Sein geboren

Auf dem Weg zu meinem Elternhaus liegen viele Stolpersteine. Wer sich traut, mich zu besuchen, darf sich nicht von Problemen abschrecken lassen. Er oder sie muss die Kraft aufbringen, diese gedanklichen Hindernisse nacheinander zu überwinden.

Das erste Hindernis, auf das wir stoßen, ist die eigene Erziehung. Das Wort Erziehung bezeichnet ursprünglich die Tätigkeit einer Hebamme, nämlich Geburtshilfe als Befreiung: Erziehung als Hilfe zur Selbsthilfe.

Erziehung verhilft jungen Menschen, sich ihrer selbst zu versichern, sie zu lehren, gewissenhaft zu lernen. Gewissen bedeutet jene Perspektiven und Aspekte, welche die Organisation des Bewusstseins als erleb- und erfahrbarer Augenblick unseres Daseins regeln.

Gewissen basiert auf vermittelten Werten und anerzogenen Normen, auf erlernten Regeln und allgemein anerkannten Gesetzen, auf gegebenen Vereinbarungen und geschlossenen Verträgen.

Diese Bestandteile des Gewissens regeln vorbewusst und damit unbemerkt unser Verhalten.

Als erster Gedanke wurde ich dadurch bereits vorgeburtlich formatiert, bevor ich mich überhaupt bewusst zu gestalten vermochte. So wurde also das, was ich hier schildern werde, durch meine Vorgeschichte maßgeblich geprägt.

Ich wurde geboren, bevor es Raum und Zeit gab. Sein und Nichts sind meine Eltern. Vom Nichts gezeugt, bin ich aus Sein geboren. Ich bin das erste Ich. Durch mich ist Wirklichkeit erst möglich geworden.

Vor mir existierten nur mögliche Möglichkeiten als Spiel des Zufalls mit sich selbst. Zufällig entstanden dabei wirkliche Möglichkeiten, aus denen sich wiederum mögliche Wirklichkeiten entwickelten.

Meinen noch unbestimmten Vorfahren kann ich nicht begegnen, da sie sich dem Denken nicht offenbaren.

Erst sehr viel später erfuhr ich von jener Lehrerin, welche uns Denken lehrt, dass es die Kunst sein wird, die mir weiterhelfen kann.

1
Mai
2019

"Wer, wie, was - wieso, wes-halb, warum - wer nicht fragt, bleibt dumm!" (Titellied zur Sesamstrasse)

Der, die, das,
wer, wie, was,
wieso, weshalb, warum,
wer nicht fragt, bleibt dumm!
Der, die, das,
wer, wie, was,
wieso, weshalb, warum,
wer nicht fragt, bleibt dumm!
Tausend tolle Sachen,
die gibt es überall zu seh'n,
manchmal muss man fragen,
um sie zu versteh'n!
Der, die, das,
wer, wie, was,
wieso, weshalb, warum,
wer nicht fragt, bleibt dumm!

Wer nicht mehr fragt, bleibt nicht nur stehen, sondern geht rückwärts. Neugier hält das Gehirn jung. Die Lust zu fragen bestimmt das seelische und geistige Altern und höchstwahrscheinlich auch das körper-liche.

Es gibt eine einfache Testfrage. Diese lautet: „Wie viele Möglichkeiten zu fragen gibt es?“
Liste aller Fragen:

Welche? Eigenschaften
Was? Wesen/Objekt
Wie? Art und Weise
Wobei? Umstand
Weshalb? Grund
Wofür? Zweck
Warum? Ursache
Wozu? Wirkung
Womit? Mittel
Wie viel? Maß
Wo? Raum
Wann? Zeit
Wer? Person

Während die Lust zu fragen seelische Gesundheit repräsentiert, zeigt die Fähigkeit, möglichst umfassend zu fragen, das Alter der Vernunft an.

Wer sich spontan in der Lage zeigt, alle möglichen Fragestellungen an einem Bei-spiel zu demonstrieren, braucht sich um seine geistige Gesundheit nicht zu sorgen.

Intelligenz ist der Name für die Fragekompetenz, Begabung nennt dagegen das Talent, gestellte Fragen zu beantworten.

Die Wechselwirkungen von intelligenter Theorie und begabter Praxis bilden die Bedingungen der Möglichkeiten, erfolgreich schöpferisch zu arbeiten.

Intelligenz und Begabung sind natürliche Veranlagungen, die sich nur bedingt durch geeignete Herausforderungen fördern lassen.

Die erste, frühkindliche Förderin von Intelligenz und Begabung ist die Fantasie. Was unternimmt beispielsweise die Fantasie, wenn ein Kind gezwungen wird, im Bett zu bleiben, bis seine Eltern ausgeschlafen haben?

Da das Kind hellwach ist und kann nicht mehr schlafen kann, langweilt es sich. Spie-len könnte ihm helfen, seine Langeweile zu vertreiben.

Da kein Spielzeug zur Verfügung steht, erfindet seine Fantasie einfach ein Spiel.

Da es mit seinen Eltern in einem Zimmer schläft, sind dadurch die Bedingungen an das Spiel sofort klar. Es muss geräuschlos gespielt werden können.

Die Eingebung der Fantasie schenkt die Vorstellung von einem Kaufstand auf dem Wochenmarkt. Also bildet das Kind mit beiden Händen eine Art Hütte. Der linke Daumen stellt den Ladentisch vor der Hütte dar. Der rechte Daumen hinter dem waagerechten Daumen übernimmt die Rolle des Verkäufers. Die Kunden werden hinzu fan-tasiert.

Ab jetzt gelingt es dem Kind, mit Einkaufen Spielen seine Langeweile zu vertreiben.
Analog zur körperlichen Fortbewegung ini-tiiert Fragen das geistige Fortschreiten.

Der Geist bewegt sich im metaphysischen Raum jenseits der sinnlich vernehmbaren physischen Welt.

30
Apr
2019

WAS WENN?

Wer sucht der findet. Aber die Erfolgswahrscheinlichkeit wächst mit dem Genauigkeitsgrad der Fragestellung. Der Spruch „Eine gute Frage ist schon die halbe Antwort“ be-stätigt dies aus Erfahrung.

Exaktes Fragen ermöglicht genaues Suchen. Die Lust zu fragen entspringt einem Urtrieb. Neugier geschieht aus Vorsicht. Unser Schutzbedürfnis verlangt, dass wir uns vorausschauend verhalten, um gefährliche Überraschun-gen zu vermeiden.

Als körperliche Suche dient das Tasten dazu, Verletzun-gen zu vermeiden. Blinden ersetzt der Tastsinn das fehlende Augenlicht.

Alle unsere Sinnesorgane dienen der Vorsorge. Körperli-che instinktive Orientierung ermöglicht Vorsicht lange, be-vor der Geist tätig werden kann.

Aber der Verstand sammelt bereits vorbewusst jene Erfahrungen, welche Sinnesorgane machen, um diese später bewusst nutzen zu können.

Was muss geschehen, wenn ein überlauter Knall Gefahr signalisiert und Angst macht? Der ausgelöste Fluchtreflex sorgt für schnellstmögliche Entfernung aus der Gefahren-zone.

Ein Kind, das auf eine heiße Kochplatte greift, zieht diese abrupt zurück und begreift zu hohe Temperatur als Gefah-renmoment. Der Verstand übernimmt diesen Zusammen-hang als Zuordnung einer sinnlichen Wahrnehmung zu einem entsprechenden Verhaltensmuster: „Was ist genau zu tun, wenn ein bestimmter Sinneseindruck bewusst wird?“

Sinnesorgane helfen dem Verstand, durch Greifen zu be-greifen. Der Griff auf die zu heiße Kochplatte stiftet einen der ersten Begriffe als Aktion-Reaktion-Mechanismus.

Fragen als sprachliche Formen des Suchens gehört zu den natürlichen Grundsicherungen. So entsteht bei-spielsweise aus „Was Wenn“ die Zuordnung „Wenn dann“ bzw. „Aktion Reaktion“.
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Seit 20 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Prof. Dr. habil Wolfgang F Schmid

Grundsätzliches (www.wolfgang-schmid.de)

 

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