Auf Erziehung angewiesen
Es gilt als selbstverständlich, dass der Mensch der körperlichen Erziehung bedarf. Als Kleinkind ist er auf Pflege, Bekleidung und Ernährung durch seine Eltern angewiesen. Auch Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben oder Rechnen vermag sich das vernunftbegabte Lebewesen nicht selbst anzueignen. Zu der Fürsorgepflicht von Pädagogen aber gehört vor allem höchste Achtsamkeit auf das Erwachen des Verstandes aus dem Geist der Seele. Der erwachende Geist lugt hinter den ersten Strategieentwürfen des Kindes hervor. Gleichzeitig beginnt das Kind, ständig zu fragen, ein sicheres Zeichen, dass es anfängt, seine eigenen Wege zu suchen. Jetzt hängt alles davon ab, dass seine Erzieher die dem Kind gemäßen Erfahrungsbilder vor ihren inneren Augen aufscheinen lassen. Um dies leisten zu können, müssen Pädagogen intuitiv erkennen können, auf welche Art und Weise sich die Geistwerdung eines vernunftbegabten Lebewesen vollzieht. Über gegenwärtige Stimmungen und gewachsene Einstellungen bringt sich Unbewusstes maßgeblich während des Bewusstwerdens mit ein. Dieses Wechselspiel zeugt von der traditionellen, philosophisch tradierten Überschätzung des Verstandes. Die Enge des menschlichen Bewusstseins erfordert das Einbeziehen des Unbewussten, um geistige Aktivitäten zu ermöglichen. Als diese Leistung des Unbewussten trägt die Intuition hochwahrscheinlich bis zu 99% bei.
wfschmid - 6. April, 03:00
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