Angstknoten
Der kleine Friedrich wird im letzten Jahr des Zweiten Weltkrieges geboren. Als Säugling erfährt er die Unzuverlässigkeit von Dauer. Vor einem Bombenangriff mitten aus dem Schlaf gerissen und durch Schreie ebenfalls in den Luftschutzkeller flüchtender Nachbarn geängstigt, fehlt jede Orientierung. Die geistige Organisation stattet sich mit der Möglichkeit einer kurzfristigen Strategie sich zu verhalten aus. Dadurch werden gleichsam neuronale Knoten gebildet, die kurzfristig multivariate Verteilungen situativer Wahrscheinlichkeiten ermöglicht, um möglichst unmittelbar reagieren zu können. Die Bereitstellung mehrdimensionaler Verteilungen soll die große Angst infolge vollkommener Orientierungslosigkeit mindern.
wfschmid - 22. April, 05:00
0 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks

Trackback URL:
https://wolfgangschmid.twoday.net/stories/342800219/modTrackback