Unilogo

26
Feb
2009

Schlüssel

schluessel1
Welches ist jene ganz individuelle Information, jener persönliche Schlüssel zur Gestaltung der eigenen Existenz?

Es ist jener einzigartige Satz, welcher allen Widerwärtigkeiten zum Trotz beginnt: "Ich will..."

25
Feb
2009

Intelligenz formt Information

intelligenz_formt_information1
Der Informationsgehalt ergibt sich aus der Anzahl und Qualität der Beziehungen, die eine Person zu Personen oder Dingen herstellt. Information hat eine soziale, emotionale und rationale Dimension. Information wird durch Intelligenz
organisiert bzw. strukturiert.

Es gibt nicht nur eine Intelligenz, sondern:

sprachliche,
logisch-mathematische,
musische,
körperlich-bewegungsmäßige,
interpersonale,
intrapersonale Intelligenz.

Diese Intelligenzen spielen entweder zusammen oder können in Extremfällen auch isoliert auftreten.

Problematisch wird es, wenn sich unterschiedliche Intelligenzen nicht akzeptieren und sich deshalb verschiedene Berufsgruppen wechselseitig geringschätzen.

24
Feb
2009

ICH KANN NUR DAS SEIN, WAS MEINE INFORMATION IST.

ich_bin_meine_information
Das augenblickliche Selbst wird durch die Information gestaltet. Ich erlebe gleichsam das Bild von mir, in dem ich lebe und von den Dingen, mit denen ich umgehe. Unsere eigene Wirklichkeit ist nicht materiell, sondern virtuell. Es gibt gewisse kommunikative Vereinbarungen, die es uns ermöglichen, uns trotz unterschiedlicher individueller Welten zu verständigen. Gewöhnlich nennen wir "Nachricht" das, was der andere sagt und "Information" das, was wir aus dem Gesagten für uns machen. Alles, was von außen her auf uns eindringt, passen wir so an uns an, das wir damit gut zurecht kommen.

23
Feb
2009

Was bleibt? Warum?

was_bleibt
Wer diese Webseite nach unten scrollt, gelangt je nach Browser oder Gerät bis zum Beitrag vom 11. oder 12. Februar. Folgende Titel findet man da:

Selbstauskunft,
Informationelle Konflikte,
Zellarten,
Spiegelneuron,
Zellregelung,
Feingefühl,
Besuch zu Hause,
Prinzip Hoffnung,
Eilzustellung,
Magazin "Information",
Mangelnde Erfahrung,
Alibi.

Wie viel können Sie von diesen zwölf Modulen noch spontan vergegenwärtigen?

Sehen Sie!! Betrachten Sie warum!!

22
Feb
2009

ALIBI

alibi1
Sync: Alibi ist ein "Störneuron", das Nachrichten zwischen bewusst aktivierten Neuronen unbewusst umleitet. Mich interessiert, wann genau und wie das geschieht. Aus diesem Grund interviewe ich ein Alibi.

(A)libi: Neuronen haben unterschiedliche Funktionen. Es gibt günstige und ungünstige Einflussnahmen. Man sagt uns Alibis nach, dass wir eher Einflüsse ausüben, die sich auf die Entwicklung des Systems ungünstig auswirken. Ich bin nicht der Auffassung der übrigen Neuronen. Ich sehe unsere Einflussnahme eher als Schutzfunktion im Blick auf das System.

Sync: Ein Beispiel würde mir da sehr helfen.

A: Mein Lieblingsbeispiel ist der Entschluss, an einem wichtigen Tag wie Silvester, Geburtstag, Hochzeitstag oder am Valentinstag das Rauchen aufzugeben.

Sync: Wie kommt ein solcher Entschluss überhaupt zustande?

A: Meistens setzt das eine Beschwerde organischer Zellen voraus, welche sich im neuronalen Zentrum über mögliche gesundheitliche Schäden beklagen und trotzdem weiterhin nach transmitterlähmenden Nikotin verlangen. Dieser Verhaltenswiderspruch macht es uns sehr leicht, entsprechende Abwehrimpulse solcher Zellen umzuleiten.

Das geht in etwa so vor sich. Wir richten sowohl für Rauchimpulse als auch für Abwehrimpulse je eine Umleitung ein. Die Abwehrimpulse leiten wir in Richtung "Unbewusstsein" weiter und die Rauchimpulse in Richtung "Bewusstsein"! Auf diese Weise kommen keine ernsthaften Warnungen mehr im Bewusstsein an.

Syn: Das ist einleuchtend. Aber was unternehmt Ihr genau bei einem Drogenabhängigen, der den Entschluss gefasst hat, mit dem Rauchen endgültig aufzuhören?

A: Nehmen wir an, an Silvester soll Punkt 0 Uhr mit Rauchen ein für allemal Schluss sein! Und genau zu Beginn des neuen Jahres wird die letzte Zigarette energisch ausgedrückt. Von Anfang an müssen wir wirklich sehr rasch handeln. Zu diesem Zweck ändern wir die Umleitungen. Wir schicken ab sofort die Rauchimpulse nicht einfach nur ins Bewusstsein, sondern geben ihnen auch noch schöne Bilder über angenehme Rauchsituationen mit auf den Weg. Gleichzeitig geben wir ihnen Begleiterinnen mit, welche das ganze Unternehmen mit überraschenden Fragen in Frage stellen. Es ist nichts verblüffender als etwas vollkommen Selbstverständliches in Frage zu stellen.

Der Raucher hält genau den Nullpunkt für wichtig. Wenige Augenblicker danach taucht schon die Frage auf "Warum hörst du eigentlich genau um Null Uhr auf? Warum setzt du dich damit unnötig unter Druck? Es wäre doch sehr viel progessiver und mutiger, nicht um Null Uhr aufzuhören. Schließlich tun das doch die meisten!" Diese Frage ist unverschämt, weil sie die getroffene Entscheidung überhaupt nicht Ernst nimmt. Sie bewirkt deshalb etwas für diesen Entschluss Gefährliches. Sie macht aggressiv und erzeugt Kampfstoffe, die sich auf jene Neuronen auswirken, welche die Entscheidung tragen. Diese werden kurzfristig geschwächt und geben somit die Lust, wieder zu rauchen, für einige gefährliche Augenblicke frei. Dabei kann es geschehen, das Zellen erregt werden, welche für motorische Impulse zuständig sind. Es wird aufgrund langjähriger Erfahrungen unbewusst zur Zigarette gegriffen und diese angesteckt.

Der Rest ist ein Kinderspiel. Wir schicken umgehend einige Depressionen los, welche dieses 'Unglück' beklagen und gleichzeitig darauf aufmerksam machen, dass es nun bis zum nächsten wichtigen Tag wieder eine längere Phase des Rauchens geben wird.

Sync: Und was habt Ihr davon, wenn Ihr Euch so mies verhaltet?

A: Wir haben das System vor Stress aufgrund von Nikotinentzug bewahrt!

Sync: Ich finde, das ist eine gemeine Lüge, gibt es doch Nikotinentzug überhaupt nicht.

A: Werbung lebt nun einmal von der schön umgeschminkten Wahrheit. Natürlich existiert kein Entzug von Nikotin, sondern lediglich von Gewohnheit. Aber ein Trugschluss dieser Art ist das beste Alibi für eine Tatsache!

Sync: Und was haben Alibis davon?

A: Wir können das Gehirn für uns einnehmen und unsere Macht ausweiten!

Sync: In der Tat, es gibt nicht wenige Menschen, die ein Alibi-Leben führen. Sie sind eine andere Person als die, die sie sein könnten!

21
Feb
2009

Mangelnde Erfahrung

mangelnde_erfahrung
Die Erzeugung von Information ist natürlich längst nicht so einfach wie es in dem Beispiel „Fieber“ erscheint. Hier handelt es sich um einen gleichsam mechanisch ablaufenden Vorgang, der gewöhnlich Identifikation, also Wiedererkennen genannt wird. Also habe ich mich nach schwierigeren Fällen umgesehen und entdeckt, dass eine Art neuronaler Kongress abgehalten wird, sobald einfache lineare Prozesse nicht mehr möglich sind. Bei dem Kongress, von dem ich spreche, handelt es sich um eine neuronale Gruppe, die gerade damit beschäftigt ist zu diskutieren, ob es sinnvoll ist, mehr über neuronale Hintergründe des Alltags öffentlich zu machen. Ich nutze die Einladung zu diesem Kongress. Im Bewusstsein lege ich der aktiven Reflexion das Thema des Kongresses vor. Die Reflexion prüft diese Einladung sorgfältig und fragt mich dann:

R: Sync, bist Du sicher, dass Du das auch willst? Ich kann Dich nämlich nur anmelden, wenn Du das, was Du darüber berichten willst, mit uns absprichst.
Sync: Ich bekomme ja ohnehin keine Information, die nicht von der Bewusstseinskontrolle akzeptiert wird.
R: Okay, dann ist das ja bereits bestens geregelt und Du kannst jetzt an dem Kongress teilnehmen.

Ich nähere mich dem Kommunikationsfeld der neuronalen Gruppe. Im Augenblick argumentiert ein negatives Neuron namens "Niedergeschlagenhei". Die Depression argumentiert gegen diese Art von Aufklärung, da sie fast gar nichts bewirken kann.

Sync: Ich hätte gern noch einmal Dein Argument gegen eine Offenlegung gehört, da ich dieses nicht mitbekommen habe. Ich bin ja erst jetzt hier bei Euch angekommen.
D: Die beste Offenlegung nützt nichts, wenn niemand diese Erkenntnis nutzt. Meiner Erfahrung nach finden es die Leute zwar interessant zu wissen, wie ein neuronales System geregelt wird, aber sie sind zu bequem, entsprechende Schlussfolgerungen zu ziehen.
Sync: Und woran liegt das Deiner Ansicht nach?
D: Die Leute sind schlecht erzogen, so dass sie auch über keine sich optimierende Selbst-Erziehung mehr verfügen.
Sync: Und was sind die Gründe hierfür?
D: Ganz einfach: Fehlende Vorbilder und Vorlagen. Es existieren keine helfenden Handlungspläne.
Sync: Und worauf führst Du das zurück?
D: Die Menschen sind nicht an echtem natürlichen Fortschreiten interessiert, weil sie zu bequem für eine durchgreifende Selbstoptimierung sind.

20
Feb
2009

Magazin "Information"

magazin_information
Die Frage der Eilzustellerin ist für mich der Anlass, das Magazin, für das ich arbeite, vorzustellen. Das Magazin hat seinen Namen von jener Abteilung des Unternehmens, welche alle schöpferischen Produktionen innerhalb und außerhalb des Systems üperprüft und über deren Akzeptanz bzw. Weiterentwicklung entscheidet. Somit ist sofort klar, dass es für das Fortkommen des Systems außerordentlich wichtig ist, welche Neuronen in dieser Abteilung angestellt sind. Als Chefredakteurin des Magazins ist es für mich sehr wichtig, dass sich diese Abteilung möglichst neutral, tolerant und flexibel verhält und vor allem offen für Neues ist. "Information" ist eine jeweilige Momentaufnahme des Systems, gleichsam ein Neuroclip über eine bestimmte bzw. besondere Situation des Bilderlebens.

Der Information gehen folgende Phasen voraus, durch welche sie definiert werden kann:

Singnal bzw. Reiz,
Nachricht,
Bild.

Ich möchte versuchen, die Entwicklung einer Information an einem Fall zu beschreiben. Dazu komme ich auf das Beispiel der interviewten Eilzustellerin zurück.

Es wird körperliches Unwohlsein und erhöhte Körpertemperatur signalisiert. Sobald dieses Signal von einer erfahrenen Flexion erkannt wird, wandelt sich das Signal in eine Nachricht um. Zugleich wird das System um Auskünfte gebeten, wie mit dem bewusstgewordenen Phänomen umzugehen ist, falls Erfahrungen über den Umgang damit verfügbar sind. Bilder entsprechender Erfahrungen werden bewusst und damit wird gezeigt, was bei Fieber unternommen werden kann, einschließlich der Empfehlung, zumindest zur Apotheke zu gehen.

Information, das ist also immer eine Bildergeschichte zu einer Handlung wie z.B. die klare Vorstellung, mit einem Handy zu telefonieren. Eine Information ist ein Handlungsbild.

19
Feb
2009

Eilzustellung

eilzustellung1
Sync wäre nach dem Interview mit "Konzentration" beinahe von Eilzustellern festgesetzt worden. Eilzusteller sind entweder Perzeptionen oder Flexionen, also Transmitter, die Mitteilungen aus der Umgebung oder aus dem Erfahrungsgedächtnis an das Vor- oder Unbewusstsein schicken. Sync hält eine Flexion an, um sich nach dem Grund der Hektik zu erkundigen.

S: Stopp!
F: Warum hälst Du mich auf? Ich muss der Konzentration dringend eine Mitteilung machen. Sie sucht bereits nach mir, weil sie etwas, das ihr die Aufmerksamkeit zusandte, nicht erkennen kann.
S: Und worum handelt es sich?
F: Die Aufmerksamkeit meldete merkwürdige körperliche Erscheinungen. Ich werde nun den beiden mitteilen, dass sie aufgrund der Symptome erst einmal die Körpertemperatur in Erfahrung bringen sollen. Eine Erhöhung der Körpertemperatur im Krankheitsfall bedeutet nämlich eine Schutzreaktion des Körpers, um Krankheitserreger abzutöten.
S: Und was hilft diese Mitteilung?
F: Nun, wenn die Körpertemperatur über 37°C steigt, dann muss die Konzentration Flexionen aktivieren, damit entsprechende vorbeugende Maßnahmen gegen Grippe eingeleitet werden.
S: Etwa so etwas wie die Einnahme von Echinacin?
F: Wer daran glaubt, dass damit die körpereigene Abwehr gesteigert wird, sollte das zum Beispiel tun!
S: Habe ich da so etwas wie einen ironischen Unterton gehört?
F: Nein, ganz und gar nicht, denn der Glaube ist der wichtigste Assistent des Arztes oder gar der beste Heiler. Aber Sync, sag' mir zu 'was willst Du das alles eigentlich wissen?
S: Ich brauche das für das Magazin "Information".
F: Ach, das sind die Mitteilungen des Bilderlebens! Und über was willst du berichten?

18
Feb
2009

Prinzip Hoffnung

prinzip_hoffnung
Dass Sync im Anschluss an die Aufemerksamkeit die Konzentration interviewt, ist sehr naheliegend, weil Aufmerksamkeit und Konzentration in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander wohnen und auch beruflich sehr viel miteinander zu tun haben.

Interview von Sync mit der Konzentration am 18. Februar 2009

S: Es ist gut, dass ich Dich gerade allein antreffe, denn ich möchte gern von Dir, dass Du Dich wie deine Nachbarin für unsere Information vorstellst.
K: Ich hatte soeben viel zu tun, und zwar mit einer Arbeit, bei der mir die Aufmerksamkeit nicht viel zu helfen vermag. "Aufmerksamkeit" ist übrigens nicht nur meine Nachbarin, sondern auch meine Zwillingsschwester.
S: Ich möchte Dir gern die gleichen Fragen stellen wie deiner Zwillingsschwester: Welches sind Deine Stärken, Deine Schwächen und Deine Hobbies?
K: Ich liebe das Aufdringliche, das Auffällige und das Neue wie meine Schester "Aufmerksamkeit" auch. Mein großes Hobby sind Traumreisen!
S: Was meinst Du mit "Traumreise"?
K: Vielleicht sollte ich dazu besser "Antizipation" sagen, also Vorstellungen, die sich in meinem Fall auf mögliche wissenschaftliche Entwicklungen beziehen.
S: also Traum im Sinne von Fortschritt!?
K: Ja.
S: Und was möchtest Du entwickeln?
K: Mir ist vor allem an einer Optimierung der Wissenschaft von der Entwicklung des Menschen gelegen. Das bedeutet: ich möchte die weiche Geisteswissenschaft in eine harte Naturwissenschaft überführen.
S: Ich möchte nun nicht das Gespräch auf diese Sache verlagern, weil es ja hier lediglich um Dich als Person geht. Zum Schluss deshalb nur noch eine Frage: Ist mein Eindruck, dass Du entschieden mehr zu tun hast als Deine Schwester zutreffend?
K: Ich möchte das nicht so gern bewerten. Frage lieber meine Schwester!

17
Feb
2009

Besuch zu Hause

aufmerksamkeit12
Viele Menschen schreiben Tagebücher in der Hoffnung, sich dadurch selbst besser kennen zu lernen. Aber das Problem des Tagebuchs besteht darin, dass die Seele (~limbisches System) damit nicht einverstanden ist. Sie versucht das Lesen des Geschriebenen ständig zu verzögern. So kommt es sehr oft erst einmal zu keiner Lektüre des Tagesbuches, geschweige denn zu einer Reflexion des Geschriebenen. Das geht in der Regel so lange, bis das Tagebuch wieder aufgegeben wird, und zwar mit der Begründung, dass es ja doch nichts nützt.

Mit diesem Geschehen wird bestätigt, dass der Selbst-Schutz funktioniert. Stellt sich also die Frage nach den ersten Ursachen und Gründen dieses Selbst-Schutzes. Die Antwort ist einfach. Wie die sinnliche Wahrnehmung durch die Begrenzung des Wahrnehmungsfeldes eingeschränkt wird, so wird die geistige Wahrnehmung durch die Begrenzung des Bewusstseins eingeschränkt. Will man die Grenzen des Bewusstseins ein wenig verschieben, dann muss man an den Bedingungen der Möglichkeiten des Bewusstwerdens arbeiten.

Was bedeutet das? Das Bewusstwerden geschieht vor allem durch jenen Vorgang, welchen wir "Denken" nennen. Das Denken lässt sich als Bilderleben beschreiben ( siehe: Denken ). Da die Klarheit der Inszenierung dieses Bilderlebens von der Trennschärfe der sprachlichen Formulierung abhängt, muss folglich große Sorgfalt auf den Umgang mit der Sprache gelegt werden. Die Sprache des Denkens muss das Denken selbst regeln können, um in der Lage zu sein, überhaupt etwas auszurichten. Für die Schulung des Denkens ist die tägliche Lektüre des Begriffskalenders eine große Hilfe!

Mit dem heutigen Modul gelangt diese Schulung in eine andere Dimension. Diese Dimensionierung besteht darin, dass das Bilderleben verstärkt aktiviert wird. Das Aktivieren geschieht durch Personifizieren der maßgeblich bestimmenden Funktionen des Gehirns. Jede der auf diese Weise entstehenden fantastischen Personen repräsentiert eine Gruppe von Neuronen, die die entsprechende Aufgabe übernimmt.

Als erste dieser Personen stellen wir die Aufmerksamkeit vor. Jede der neuronalen Persönlichkeiten drückt mit ihrem Namen zugleich auch ihre Funktion aus. Das können wir leicht durch das folgende Interview erkennen, das Sync mit der Aufmerksamkeit führen wird. "Sync" ist der Rufname von Synchronisation. Sync ist gleichsam weiblicher Natur, weil der Artikel zugleich das "neuronale Geschlecht" bestimmt. (Es heißt ja DIE SYNCHRONISATION). Sync heißt so, weil die weiblichen Personen gewöhnlich für das Zusammenwirken logischer und ästhetischer Kräfte stehen. Nun aber zum Interview:


SYNC TRIFFT DIE AUFMERKSAMKEIT
Intervie von Mi, 17. Februar 2009

S: Danke Dir, Aufmerksamkeit, dass Du Dir trotz Grippe die Zeit für dieses Interview genommen hast!
A: Ich nehme an, dass Du Dir das zutraust, obgleich ich geschwächt und dadurch eingeschränkt bin!
S: Ich kenne Dich als starke neugierige Person, die nicht so schnell aufgibt. Ich habe die Bitte, dass du Dich erst einmal vorstellst, mit deinen Stärken und Schwächen. Vielleicht magst Du auch Deine Hobbies nennen.
A: Ja, das mache ich. Meine Stärken sind, dass ich sehr neugierig bin. Ich nehme an, dass mir so schnell nichts entgeht. Ich liebe alles Ungewöhnliche und Auffällige. Eigentlich bin ich ständig auf der Suche nach interessanten Dingen. Meine Schwächen sind Ungeduld und die Neigung, Dinge zu übersehen. So ist mir das Gespräch mit einem anderen wichtiger als darauf zu achten, dass ich nach dem Abschließen der Tür den Schlüssel stecken lasse und weggehe.
S: Und wann fällt dir dann auf, dass du den Schlüssel nicht mehr hast?
A: Was für eine Frage. Natürlich erst dann, wenn ich ihn wieder brauche!
S: Und was sind Deine Hobbies?
A: Ich fahre gern Auto, weil es da für mich viel zu tun gibt.
S: Und übersiehst Du da auch Dinge? Das wäre ja im Straßenverkehr gefährlich!
A: Ja schon, aber das sind eigentlich keine Dinge, die mich in Gefahr bringen würden. Ich erzähle Dir so eine Geschichte. Neulich bin ich von Flensburg nach Stuttgart gefahren. Und in Stuttgart blendete die Sonne so stark, dass ich nicht einmal die Schilder mehr erkennen konnte. Und weil ich fünf Jahre lang nicht mehr Auto gefahren bin, kannte ich die Route wegen straßenbaulicher Veränderungen auch nicht mehr so genau. Also bin ich mitten auf dem Werksgelände von Mercedes gelandet und musste mich erst einmal nach der Richtung erkundigen, um nach Hause zu kommen.
S: Hast Du da nicht Bedenken bekommen, dass Du vielleicht zu lange Auto gefahren bist?
A: Klar, ich dachte, dass es schon ein wenig bekloppt ist, nach fünf Jahren fehlender Fahrpraxis gleich 800 Kilometer an einem Stück durchzufahren.
S: Ich schätze, dass Du auch ein wenig ehrgeizig bist und Dir in Deinem Alter beweisen wolltest, dass Du das noch schaffst!
A: Dachte ich zunächst auch, aber dann nicht mehr, weil ich gegen meine Gewohnheit Pause gemacht hatte. Trozdem, wiederholen würde ich das nicht.
S: Wenn du etwas ehrgeizig und deshalb wahrscheinlich auch eitel bist, stehst Du doch in der Gefahr, die Dinge für Dich zurechtzulegen und vielleicht auch schönzufärben oder nicht?
A: Es ist doch meine Aufgabe, individuell passend zu filtern. Das machen wir Aufmerksamkeiten doch alle!
S: Okay, ich danke Dir für dieses Interview und gebe zurück an die gegenwärtige Situation!

16
Feb
2009

Feingefühl

feingefuehl
Um bewusstseinsbezogene Neuronen durch ästhetische Information ansprechen zu können, bedarf es eines gewissen Feingefühls und innerer Stabilität als Bedingung der Möglichkeit, neuronale Veränderungen überhaupt durchsetzen zu können. Wer sich seiner Vorstellung nicht sicher ist, sollte lieber nichts verändern wollen, denn die Wahrscheinlichkeit der Verschlechterung ist höher als die der Verbesserung. Das bedeutet, dass jeder systemische Eingriff starker Selbstsicherheit bedarf. Seiner selbst sicher zu sein bedeutet genau zu wissen, wie man sich verhalten muss. Es macht also durchaus Sinn, sich neuronale Strukturen sehr genau zu vergegenwärtigen.

Wir hatten das Verhalten von Nervenzellen u.a. am Beispiel eines eintreffenden Reizes bereits beschrieben. Wir wollen nun diese Form der gestaltenden Veranschaulichung wieder aufnehmen. (Vgl. Modul: Was tut das Gehirn, wenn es arbeitet?) Auf diese Weise wird in "Ordi und Co" (Shaker-Verlag 1999) die Geschichte des Ersten Gedankens erzählt.

15
Feb
2009

Zellregelung

zellregelung

Die Regelung einer Zelle besteht aus folgenden Konstituenten:

1. Vorgabe (Input-Transmitter),
2. Regler (Auslösung von Potentialen),
3. Maßnahme: Definition des Output-Transmitters,
4. Regelung (Transmission),
5. Rückkopplung durch die angesprochende Nervenzelle.

Der Vorgang der Regelung durch einen neuronalen Verbund, dessen Repräsentantin die einzelne Nervenzelle ist, lässt sich bei entsprechender Sensibilität und Übung bzw. Erfahrung vergegenwärtigen. Diesem Phänomen wollen wir uns mit einem Fallbeispiel behutsam nähern.

Da die Spiegelneuronen im Sprachzentrum des Gehirns liegen, ist ganz offensichtlich für diese Vergegenwärtigung eine sehr klare Bildersprache erforderlich. Das verlangt eine entsprechend gut ausgebildete Vorstellungskraft. Ich habe bereits im Alter von etwa 7 Jahren die Erfahrung gemacht, wie sich Schmerzen auflösen lassen. Da ich in diesem Alter regelmäßig an starken Bauchschmerzen litt, und es jeden Samstag Rindfleischbrühe mit Nudeln gab, habe ich diese Suppe möglichst heiß gelöffelt und mir dabei vorgestellt, dass sie meine Schmerzen 'verbrennt'. Ich habe also in Gedanken die Suppenbrühe genau auf die schmerzenden Stellen gerichtet und zwar so lange, bis diese verschwanden. Mit der Zeit traten schließlich diese Schmerzen nicht mehr auf.

Das Beispiel soll zeigen wie sehr es auf die Klarheit der Bilder ankommt, welche das Ziel des korrigierenden Verhaltens anschaulich gestalten. Diese Bilder sind sehr subjektiv, und sie leben vom individuell schöpferischen Einfall. Da mit solchen Bildern sogar das Immunsystem gestärkt werden kann, lassen sich auf diese Weise auch gewisse Erkältungs- oder andere Krankheitssymptome beseitigen.

14
Feb
2009

Spiegelneuron

spiegelneuron2
Spiegelneuronen sind Nervenzellen, die im Gehirn auf Grund von nur vorgestellten Inhalten des Bewusstseins die gleichen Potentiale auslösen wie Vorgänge, die nicht nur in der Vorstellung, sondern in der Wirklichkeit geschehen. Insofern veranlassen Spiegelneuronen zu der Feststellung: "Der gesunde Mensch ist, was er sich vorstellt!" "Gesund" bedeutet hier, dass diese Vorstellungen nicht aus dem Bereich möglicher Wirklichkeiten verrückt sind. Die Vorstellungen müssen also mögliche Wirklichkeiten beinhalten.

Selbstverständlich existieren hier Grenzwerte. So kann sogar ein von den Ärzten bereits aufgegebener Mensch wieder gesunden, wenn er nur neurologisch geschickt genug das Selbstheilungsvermögen seines Organismus nutzt. Sehr viel sicherer ist es jedoch, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen und prophylaktisch etwas gegen die Störung oder gar Zerstörung von Zellen zu unternehmen.

Behauptung: Wenn die Regelstruktur einer Zellgruppe bekannt ist, lässt sich diese auch wieder "einregeln"! Das ist der zureichende Grund, warum wir uns mit der Struktur einer Zelle beschäftigen.

13
Feb
2009

Zellarten

zellarten1
Analog zu den verschiedenen Funktionen des Bewusstwerdens existieren unterschiedliche Neuronen, welche diesen Funktionen gerecht werden. Der Umgang mit diesen unterschiedlichen Neuronen vereinfacht die Darstellung neuronaler Phänomene. Die Funktionen Perzeption, Apperzeption, Flexion und Reflexion sind bereits in diesem Begriffskalender beschrieben worden (Suche unter entsprechendem Stichwort).

Unbewusster Aufbau von Spannungen kann nun dadurch entstehen, dass Perzeptionen ständig verdrängt werden müssen, weil sie aufgrund von Flexionen als unerwünscht erscheinen. Das geschieht beispielsweise dann, wenn Wünsche nicht zugelassen werden, wenn irgendwelche unbewussten Programme das verhindern wie beispielsweise "Ich kann mir das nicht leisten!". Eine solche abwehrende neuronale Kette kann gefühls- und/oder verstandesmäßig gesteuert sein. Die Reaktion der Zelle erfolgt relativ unabhängig von ihrer Steuerung. Mit anderen Worten: Es ist ziemlich gleichgültig, ob die Steuerung gefühls- oder verstandesmäßig erfolgt. Es ist sogar gleichgültig, ob eine Zelle durch reale oder irreale Signale angesprochen wird. Der irre gewordene Mensch erfährt seine verrückte Wirklichkeit real. Und innerhalb gewisser Grenzen kann eine starke Vorstellung von Gesundheit einen kranken Menschen sogar wieder heilen.

logo

Seit 20 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Prof. Dr. habil Wolfgang F Schmid

Grundsätzliches (www.wolfgang-schmid.de)

 

Archiv

März 2025
Januar 2025
Dezember 2024
Juli 2024
Januar 2024
Dezember 2023
Oktober 2023
August 2023
Juli 2023
Juni 2023
Mai 2023
April 2023
Januar 2023
Dezember 2022
Oktober 2022
September 2022
Juni 2022
Mai 2022
März 2022
Februar 2022
Januar 2022
Dezember 2021
November 2021
Oktober 2021
September 2021
August 2021
Juli 2021
Mai 2021
April 2021
März 2021
Februar 2021
Januar 2021
Dezember 2020
November 2020
Oktober 2020
September 2020
Juni 2020
Mai 2020
April 2020
März 2020
Februar 2020
Januar 2020
Dezember 2019
November 2019
Oktober 2019
Juni 2019
Mai 2019
April 2019
März 2019
April 2018
März 2018
Februar 2018
Januar 2018
Dezember 2017
November 2017
Oktober 2017
September 2017
August 2017
Juli 2017
Juni 2017
Mai 2017
April 2017
März 2017
Februar 2017
Januar 2017
Dezember 2016
November 2016
Oktober 2016
September 2016
August 2016
Juli 2016
Juni 2016
Mai 2016
April 2016
März 2016
Februar 2016
Januar 2016
Dezember 2015
November 2015
Oktober 2015
September 2015
August 2015
Juli 2015
Juni 2015
Mai 2015
April 2015
März 2015
Februar 2015
Januar 2015
Dezember 2014
November 2014
Oktober 2014
September 2014
August 2014
Juli 2014
Juni 2014
Mai 2014
April 2014
März 2014
Februar 2014
Januar 2014
Dezember 2013
November 2013
Oktober 2013
September 2013
August 2013
Juli 2013
Juni 2013
Mai 2013
April 2013
März 2013
Februar 2013
Januar 2013
Dezember 2012
November 2012
Oktober 2012
September 2012
August 2012
Juli 2012
Juni 2012
Mai 2012
April 2012
März 2012
Februar 2012
Januar 2012
Dezember 2011
November 2011
Oktober 2011
September 2011
August 2011
Juli 2011
Juni 2011
Mai 2011
April 2011
März 2011
Februar 2011
Januar 2011
Dezember 2010
November 2010
Oktober 2010
September 2010
August 2010
Juli 2010
Juni 2010
Mai 2010
April 2010
März 2010
Februar 2010
Januar 2010
Dezember 2009
November 2009
Oktober 2009
Juni 2009
Mai 2009
April 2009
März 2009
Februar 2009
Januar 2009
Dezember 2008
Oktober 2008
Februar 2007
Januar 2007
Dezember 2006
November 2006
Oktober 2006
September 2006
Dezember 2005
November 2005
Oktober 2005
September 2005
August 2005
Juli 2005
Juni 2005
Mai 2005
April 2005
März 2005
Februar 2005
Januar 2005
Dezember 2004

Aktuelle Beiträge

Am Anfang war das Wort
Am Anfang war das Wort, und das Wort war das Sein,...
wfschmid - 10. März, 02:28
Schauen, was nicht zu...
Neue Publikation, auch in englischer Spreche Bestellung...
wfschmid - 22. Januar, 13:11
URSPRUNG DER INFORMATION...
Vernunft und Verstand begabter intelligenter Wesen...
wfschmid - 26. Dezember, 07:10
Bildlose Gedanken sind...
Bewusstwerden wird als Bilderleben sowohl von der Vernunft...
wfschmid - 21. Dezember, 06:11
ES GIBT DINGE, DIE GIBT...
ES GIBT DINGE, DIE GIBT ES GAR NICHT Dieser Spruch...
wfschmid - 14. Dezember, 11:22
Vernunft <--->...
Bewusstwerden wird als Bilderleben sowohl von der Vernunft...
wfschmid - 13. Dezember, 21:49
H u m o r
Gefräßige Gesellschaft www.greedype rson.com
wfschmid - 25. Juli, 12:09
Dreamed out
If a priori represents a metaphysical congruence with...
wfschmid - 9. Januar, 05:24

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Status

Online seit 7845 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 10. März, 02:28

Suche (AND, OR erlaubt) - Nächste (leere) Zeile anklicken!

 

Credits

 

 

Es gelten die Rechtsvorschriften für Webseiten der Universität Flensburg © Texte: Wolfgang F. Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) wfschmid(at)me.com Bilder: Ulrike Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) mail(at)ulrike-schmid.de

 wfs