Unilogo

12
Feb
2009

Informationelle Konflikte

informationelle_konflikte

Verspannungskopfschmerzen: (Schmerz: Geschichte, Definition, Ätiologie und Diagnose)

Auf Grund des Wissen über den Zusammenhang von Information und Zelle stellt sich der Verspannungsschmerz vor allem als informationeller Konflikt dar, der auf einer sich widersprüchlich konstituierenden Information beruht.

Solche Konflikte können auftreten:

wenn der Kurzspeicher überfordert ist,
wenn Nachrichten ungeordnet eintreffen,
wenn zu viele Nachrichten zugleich eintreffen,
wenn Transmissionen gestört werden,
wenn Mitteilungen Grundbedürfnissen zuwiderlaufen.

So wie Spannungskopfschmerzen informationell aufgebaut werden, so können sie auch durch Information wieder aufgelöst werden. Heilungen verlaufen grundsätzlich informationell. Es handelt sich um Information, die Zellen strukturell oder systemisch günstig beeinflussen. Das geschieht nicht nur im Fall der Instabilität, sondern auch im Fall der Stabilisierung oder Aufhebung von Störungen in Zellen. So entstehen beispielsweise Spontanheilungen aufgrund der Selbstreparatur von Zellen. Das Bewusstsein scheint u.a. dazu eingerichtet zu sein, um Destrukturierung und Desensibilisierung von Zellen zu verhindern.

11
Feb
2009

Selbstauskunft

selbstauskunft
Es ist nicht einfach, die Gesamtheit neuronaler Prozesse als System vozustellen und dieses so zu gestalten, dass man sich darin einfach zurechtfinden kann. Diese Schwierigekeit lässt sich dadurch auflösen, dass man die Fähigkeit des Gehirns zur Selbstauskunft nutzt. In Gedanken an diese Selbstauskunftei setzt sich die Vergegenwärtigung einer Bewegung von außen nach innen durch. Diese Richtung scheint das Gehirn in Gedanken über sich selbst als System zu empfehlen. Folgt man dieser Empfehlung, dann bietet es sich an, die verschiedenen Bereiche, durch die man gelangt, zu nennen. Und sogleich wird eine Entscheidung verlangt, die ganz und gar nicht unwichtig erscheint, weil von ihr die Art und Weise abhängt, wie das Gehirn als System zum Vorschein gelangt.

Eine Vorentscheidung ist ja längst gefallen nämlich durch die Auffassung, dass es sich beim Gehirn in jedem Fall um ein System handelt und nicht etwa um ein Chaos neuronaler Vorgänge, bei denen es durch irgenwelche Zufälle zu Ergebnissen kommt. Es ist also entschieden, dass das Gehirn systematisch vorgeht. Andererseits zeichnet sich das System Gehirn durch hohe Spielfreude aus. Nun, das erweist sich keineswegs als Widerspruch, weil sich jedes Spiel durch Regeln auszeichnet, nach denen gespielt wird. Eine Spielregel legt den Umgang mit Möglichkeiten, mit denen gespielt wird, fest. Und gleich wichtig ist, dass das Ziel, welches durch das regelgemäße Vorgehen erreicht werden soll, eindeutig bestimmt wird.

Welche Ziele aber setzt sich das Gehirn? Als selbstreparierendes Organ ist das Gehirn vor allem an seiner Selbst-Erneuerung interessiert. Das bedeutet, es versucht, neuronale Vorgänge zu verbessern, um damit zunehmend erfolgreicher zu werden. Dieses Anliegen des Gehirn spiegelt sich in der Sehnsucht nach Verjüngung wider. Das Gehirn träumt nicht vom Altern sondern vom Jungbleiben; zumindest was den Verstand angeht, scheint dieses teilweise zu erreichen zu sein. Es gibt Menschen, die können sich bis ins hohe Alter einen jugendlichen Geist bewahren. Hinter der Vorstellung von einem jugendlichen Geist steckt die Annahme von Beweglichkeit, Entdeckerfreude, Abenteuerlust, Gewinn von Einfluss in seiner Welt, kurzum: das ständige, erfolgreiche Unterwegssein. Das jugendliche Gehirn liebt den Augenblick des Neuen, Überraschenden und nicht die Wiederholung des immer Gleichen.

Die mit zunehmendem Alter wachsenden Schwierigkeiten des Gehirns liegen weniger in seiner Geisthaftigkeit, sondern vielmehr in seiner Organhaftigkeit. Die geistige Jugendhaftigkeit läuft dem immer mehr schwächelnden Organ zuwider. So können Gedanken zwar immer schneller entwickelt werden, aber die elektrochemischen Zustände bremsen die wachsende Geschwindigkeit wieder aus.

Angesichts dieses Dilemmas kommt vom Gehirn folgender Hinweis: Die jeweiligen elektrochemischen Zustände sind die Träger von Information. Aus diesem Grund werden sie auch Transmitter (Überträger- oder Übertragungsstoffe) genannt. Information wird durch Transmitter einserseits übertragen, andererseits wird der Transmitter durch Information verändert. Da Transmitter auch auf die Struktur (Beziehung der Teile zueinander) einer Zelle des Gehirns wirken, könnte ja diese mittelbar durch Information günstig beeinflusst werden.

Diese Idee erscheint zunächst völlig absurd, vor allem dann, wenn man das Gehirn als Hardware und Information als Software betrachtet. Diese Trennung ist allerdings in bezug auf das Gehirn nicht angebracht, weil das Gehirn als System gleichsam virtuell ist, und virtuelle System existieren allein informationell. Die Eigendidaktik des Gehirns sieht sich demnach gar nicht so schlecht an. Das ist genau einer jener Fälle, die für das Gehirn typisch sind. Das Gehirn liefert ein Motiv, damit in seinem Sinn gespielt werden kann, aber was das für ein Spiel sein soll und wie es gespielt werden soll, das überlässt es dem Nutzer. Wenn man so einer Idee folgt, dann fragt man sich selbstverständlich, ob es Phänomene gibt, die eine solche Idee stützen oder eben genau nicht. Dass Zellen nicht einer tödlichen Zwangsläufigkeit folgen müssen, zeigen alle Fälle von sogenannten spontanen Selbstheilungen wie auch die vielen erfolgreichen Veränderungen durch Heiler. Die Frage ist nur, wie so etwas ablaufen könnte und wie das Wissen darum zu nutzen wäre.

Beginnen wir mit einem einfachen Phänomen. (Verspannungskopfschmerzen, nächster Artikel)

10
Feb
2009

Logik

logik1
Sichten: Ansicht, Durchsicht, Einsicht, Gesamtsicht, Hinsicht, Rücksicht, Umsicht, Übersicht, Vorsicht bezeichnen unterschiedliche Möglichkeiten, sich etwas anzusehen.

Ansicht: Etwas einfach so sehen wie es subjektiv zum Vorschein gelangt. Es existieren verschiedene Ansichten zu etwas.

Durchsicht ist das systematische Durchsuchen von Beständen. Jemandem fällt beispielsweise der Name einer Person nicht ein und er versucht sich daran zu erinnern, indem er in alphabtischer Reihenfolge Buchstaben ausprobiert.

Einsicht ist das, was auf Grund von einzelnen Teilen als Ganzes oder auf Grund von Argumenten als Entscheidung gesehen werden kann.

Gesamtsicht: einzelne Ereignisse werden mit einer bestimmten Absicht zusammengefasst.

Hinsicht bedeutet das Betrachten von etwas unter einer bestimmten Perspektive oder unter einem bestimmten Aspekt.

Rücksicht ist ein von einer Kategorie geregeltes Betrachten.

9
Feb
2009

Inneres Sehen

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Inrospektion ist gleichsam das Wahrnehmen des Wahrnehmens, also das Wahrnehmen des Betrachtens, Beobachtens und Begreifens. Insofern kann man auch sagen, dass Introspektion die bewusstseinskontrollierte Intuition ist. Was auf Grund von Introspektion formuliert wird, unterscheidet sich sehr stark von intuitiven Formulierungen. Dieser Unterschied soll an einem kleinen Beispiel aufgezeigt werden. Dieses Fallbeispiel trägt den Titel "Reizaufnahme". Zuerst also die introspektive Formulierung zur Reizaufnahme:

Reizaufnahme (introspektive Fassung): Damit ein Sinnesreiz bewusst werden kann, muss er entweder auffällig oder aufdringlich sein. Dieser Sinnesreiz muss also entweder die Aufmerksamkeit (Aufmerksamkeit) oder die Konzentration (Konzentration) erregen. Der Knall, der beim Zusammenstoß zweier PKWs auf einer Kreuzung entsteht, ist auf jeden Fall laut genug, um als auffällig bewusst zu werden. Der Unfall, von dem ich geträumt habe, ist auf jeden Fall aufdringlich genug, um heute besonders vorsichtig zu fahren. Vorausschauendes Fahren bedeutet, mögliche Verkehrssituationen durchzuspielen.

Reizaufnahme (Intuitive Fassung): Ein äußerer Reiz durchläuft also in seinem Gang durch diese Bereiche eine Art Untersuchungsflur. Wir wollen das einmal an einem Reiz beobachten, um zu erfahren, wie das vor sich geht. Wir machen also gleichsam mit ihm eine Reise in das Innere unserer Existenz. (Ein Satz unterwegs...)

Intuition kann jederzeit in Introspektion übergehen und so zum Gegenstand einer Betrachtung werden.

Der Übergang von der Intuition in Introspektion geschieht durch Imagination. Es existiert offensichtlich ein sensibler Punkt des Übergangs. Gewöhnlich geschieht das nicht bewusst. Man merkt es nicht, wenn man sich plötzlich inmitten der Introspektion befindet und Vorgänge betrachtet statt sie zu erzählen. Selbstverständlich lässt sich dieser Übergang auch ganz bewusst herbeiführen. Da Imagination durch die Vorstellungskraft (Fantasie) erzeugt wird, stellt sich die Frage, was die Fantasie bewegt, sich in einen Wahrnehmungsprozess einzumischen.

Intuition
Introspektion
Imagination
Definition
... sind offensichtlich verschiedene Arten und Weisen inneren Wahrnehmens, und es erscheint so, dass die Fantasie an allem ganz offensichtlich beteiligt ist. Das verwundert nun gar nicht, da das Gehirn ganzheitlich arbeitet und in jedem Moment alle Kräfte beteiligt sind. Offensichtlich handelt es sich bei der Intuition, Introspektion, Imagination und Definition um unterschiedliche Qualitäten der Fantasie. Diese Feststellung weist eigentlich darauf hin, dass eine Trennung zwischen "links" und "rechts" nicht aufrechtzuerhalten ist. Klar ist, dass Abstraktion ohne gleichzeitige Konkretion nicht vergegenwärtigt werden kann.

8
Feb
2009

Was tut das Gehirn, wenn es arbeitet?

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Das lebende Gehrin ist aktiv, es ist ständig arbeitend unterwegs, um zu entdecken. Das, was das Gehirn antreibt, sind die Bedürfnisse, sich und damit die Welt zu entdecken. 

Das Gedächtnis ist kein riesiger Speicher wie sich das viele vorstellen, sondern es ähnelt eher einem überaus großen Einkaufszentrum, das sich letztlich niemals vollständig erkunden lässt. In diesem Zentrum existieren verschiedene Bereiche, deren Aufgabe es ist, das Gehirn mit jenen Neuigkeiten zu versorgen, an denen es so sehr interessiert ist.

Wenn ein Satz in diesen Bereich gelangt, wird zuerst danach geschaut, ob er sich selbst versteht. Ein Satz der sich selbst versteht, ist mit Bildern unterwegs, die zu ihm passen. Nur ein bilderreicher Satz kann sich erfolgreich im Gehirn fortbewegen und Geschichte machen.

7
Feb
2009

Ein Satz im Urlaub

satz_im_urlaub

Ich habe mir zuvor auch nicht vorstellen können, was ein Satz wie ich mit Urlaub anfangen soll. Ich war also vollkommen erstaunt, dass ich mich zuerst in einer Art Schönheitsfarm namens "Ars Grammatika“ wiederfand.

Die Grammatik (Sprachlehre, altgriechisch [τέχνη] γραμματική, [technē] grammatikē „Kunst des Lesens und Schreibens“, von γράμμα, gramma, „Geschriebenes, Buchstabe“; lat. [ars] grammatica) bezeichnet eigentlich in der Linguistik und Sprachforschung jede Form einer systematischen Sprachbeschreibung. Dabei steht der Begriff der Grammatik einmal für das Regelwerk selbst, auf der anderen Seite wird Grammatik auch für die Theorie über eine bestimmte Sprache oder Sprachfamilie verwendet. Teile der neueren grammatischen Forschung bestehen in der Frage, wie weit sich vor allem natürliche Sprachen auf formale Sprachen reduzieren lassen.

Mit diesem Wissen im Hintergrund erwarte ich von der Schönheitsfarm vor allem eine Formkur, weil ich vielleicht doch unzureichend formuliert wurde.

6
Feb
2009

Infotainement

infotainement1

Die Gedächtnisneuronen mögen es gar nicht, wenn ihr Netz "Infotainement" genannt wird, weil sie die Verwaltung von Inhalten sehr ernst nehmen und sagen, dass diese Kunst des Einnehmens und Wiedergebens weder etwas mit "Information" noch mit "Entertainement" zu tun habe. Zudem sei auch Wissensvermittlung keine unterhaltsame, sondern arbeitssame Angelegenheit. Vielleicht haben sie wirklich recht, denn was wäre ich ohne die Zuverlässigkeit der Gedächtniszellen, die bei uns einfach liebevoll Memos genannt werden. Memos können wir jederzeit alles fragen. Die entsprechende Anlaufstelle wird kurz "Info" oder auch nur "i-Punkt" genannt.

Ich begebe mich also zum i-Punkt, um zu erfahren, wie ich meine Ferien im Unbewussten gestalten könnte. Die hierfür zuständige Memo zeigt mir mögliche Ferienorte wie Logika und Aesthetica. Diese Urlaubsgegenden gehören der Vernunft und der Fantasie, die durchaus nicht in allen Menschen zu finden sind.

5
Feb
2009

Wer so richtig blind ist, merkt das nicht mehr!

blind

Zu meiner Überraschung gerieten wir kurz vor unserer Rückkehr ins Vorbewusstsein in eine Nervenanstalt, in der wir daraufhin untersucht werden sollten, ob wir überhaupt dazu taugen, im Vorbewusstsein auf unsere Aufgabe zu warten. Sätze, die ihre Inhalte nicht verstehen, können nämlich auch nicht zum Verstehen beitragen.

Diese Untersuchung verlief sehr schnell. Mein Begleiter, der blinde Satz, wurde sofort an das Vergessen überwiesen und löste sich infolgedessen spontan auf. Dann kam eine Art Superneuron auf mich zu und wollte von mir wissen, was denn meine Aufgabe sei. Ich erklärte, dass ich zum Wachdienst gehöre und auf das Bewusstsein zu achten habe, dass die Potenz eines Menschen von seiner Kompetenz der Sprache abhängt. Was Menschen nämlich nicht sagen können, das vermögen sie weder zu erfahren noch zu verstehen. Die Weite des Seins wird nur durch die Enge der Sprache begrenzt.

Nach dieser meines Erachtens 'gelungenen' Formulierung wurde ich in die Ferien geschickt. Ich soll mich im Unbewussten erholen und die Angebote des Langzeitgedächtnisses nutzen.

4
Feb
2009

Da ist es doch gut, dass ich wenigstens meine Bilder dazu habe.

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Allein diese Identifikation reicht aus, um mich ins Vorbewusstsein zurückzuschicken.

Während dieser Rückkehr wandere ich durch eine flurähnliche lange Galerie, in der Situationen ausgestellt sind, in denen mir dieser Satz begegnete. Es sind zugleich jene Bilder, die während meiner Rückkehr einige Sekunden lang im Bewusstsein erscheinen.

Soweit ich weiß, werden diese Projektionen "Flexionen" genannt. Werden solche Flexionen bewusst gesucht, dann erhalten sie den Namen "Reflexionen". Ich wundere mich schon etwas darüber, dass mir während meiner Rückkehr ins Unbewusste so viele Wörter und Begriffe begegnen. Da ist es doch gut, dass ich wenigstens meine Bilder dazu habe. Ansonsten könnte ich mit diesem Weg gar nichts anfangen und wäre ziemlich orientierungslos! Tatsächlich treffe ich unterwegs auf einen Satz ohne Bilder, der sich wie ein Blinder durch die Galerie tastet. Ich biete ihm meine Hilfe an, die er dankbar annimmt.

Während ich ihn durch die Galerie führe, erzählt er mir, dass er sich in seiner Bedeutungslosigkeit sehr unsicher fühlt. Dieser bemitleidenswerte Satz ist in seinem kurzen Leben niemals den Zwillingen begegnet. So nennen wir in unserer Welt die beiden Geschwister Logik und Phantasie. Das hat zur Folge, dass der Satz blind durch diese Gegend irrt, weil er ohne Verstand und Vorstellungskraft ist. Als ich mich nach seiner Herkunft erkundige, erzählt er mir, dass er der Ausspruch von einem Menschen ist, von dem er auch schon nicht verstanden worden ist. Und er berichtet, dass es ihm bei diesem Menschen gar nicht gut ergangen sei. Ich bin neugierig und will von ihm wissen, wie es Menschen ergeht, die mit Sätzen umgehen, die sie nicht verstehen. Und der blinde Satz erzählt mir zu meiner Überraschung, dass sie so tun, als seien ihnen die Sätze bestens bekannt. 

3
Feb
2009

System instruction macro (SIM)

SIM

SIM TRAIN (SIM-Training)

SIM TRAIN

SIM steht für "system instruction macro". Ein Makro ist eine Abfolge von Instruktionen innerhalb eines Systems. Sims ist der Name von Neuronen, welche für solche Instruktionen ansprechbar sind. SIM TRAIN ist das Trainieren solcher Makros. SIM ARRAY ist eine Gruppe von Neuronen zur Bearbeitung einer bestimmten Aufgabe.

SIM CITY ist ein 20 Jahre altes und fortwährend verbessertes Spiel, das die individuell geregelte Entwicklung einer Stadt steuert. Die Idee ist, ob sich nicht analog dazu die Entwicklung eines Gedankens im Gehirn simulieren lässt, um das Denken besser verstehen zu können. Zu diesem Zweck müssen wir uns zunächst in jenem Sytsem umsehen, welches wir als unser Gehirn bezeichnen. Einem äußeren, also sinnlichem Reiz eröffnen sich gleich drei Bereiche, durch welche er sich hindurch bewegen muss. Diese drei Bereiche gehören zum Gedächtnis. Sie werden dementsprechend bezeichnet. Der erste Bereich ist das Ultrakurzgedächtnis oder Vorbewusstsein, in welchem sich ein Reiz nur wenige Sekunden aufhält, bevor er, günstig zurecht gemacht, im Bewusstsein erscheint. Wenn er während der Vergegenwärtigungszeit maximal 10 Sekunden lang untersucht wurde, wird er ins Unbewusstsein oder in das Langzeitgedächtnis entlassen. Ein äußerer Reiz durchläuft also in seinem Gang durch diese Bereiche eine Art Untersuchungsflur. Wir wollen das einmal an einem Reiz beobachten, um zu erfahren, wie das vor sich geht. Wir machen also gleichsam mit ihm eine Reise in das Innere unserer Existenz.

2
Feb
2009

Spielräume

spielraeume1
Unser Gehirn spielt leidenschaftlich gern und es interessiert sich deshalb vor allem für Mitteilungen, die Spielanlässe liefern. Aus diesem Grund bevorzugt es keine Sachbücher, weil in diesen lediglich feste Inhalte vorgegeben werden, die eben gemäß ihrer Vorgabe angenommen werden müssen. Es kann in der Regel damit auch nicht experimentiert, geschweige denn gespielt werden. Der Beitrag "Besuch in einem Museum" fand beispielsweise immer wieder Anklang. (Besuch in einem Museum) Er lässt der Fantasie genügend Spielraum, um sich in diesem Denkbereich einzurichten.

1
Feb
2009

Die fünfte Jahreszeit der Seele

fuenfte_jahreszeit

Das Leben und besonders das Altern des Menschen wird gern mit den Jahreszeiten verglichen. Der Frühling gehört der Jugend, der Sommer den jungen Erwachsenen und der Herbst den Alten, die sich bereits um das Winterquartier auf dem Friedhof oder im Altenheim kümmern. "Sobald der Mensch geboren wird, ist er alt genug zu sterben!“ (J.P. Sartre) Aber je älter er wird, desto mehr wird ihm das auch bewusst. Da ist es nur allzu verständlich, dass er einmal aus dieser Zwangsläufigkeit ausbrechen will und sich für diesen Ausbruch eine eigene Jahreszeit verschafft.

Als fünfte Jahreszeit gilt der Karneval, Fastnacht oder Fasching. Das ist die große Zeit des Unbewussten. An Karneval verliert das Bewusstsein die Kontrolle über sich selbst und veröffentlicht, was es das ganze Jahr nur heimlich treibt. Das Wort "Persönlichkeit" (persona (lat) = Maske eines Schauspielers) beinhaltet die Kunst, sich zu maskieren und sich so zu verstellen, dass man seiner Umgebung (Bühne) möglichst erfolgreich oder glücklich erscheint. Die eigene Maske wurde von der individuellen Erziehung gefertigt und jeder tut gut daran, sein Schauspiel einmal unter dem Aspekt seiner Erziehungsgeschichte zu überprüfen. Karneval muss ja nicht das ganze Leben dauern. Es gibt wahrscheinlich Begegnungen, da lebt es sich ohne Maskierung besser.

31
Jan
2009

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?

spieglein_spieglein1
Ich will es dir ganz und gar nicht verhehlen,
du bist die schönste aller Seelen,
aber die Künstlerin, deren Seele noch so viel schöner erscheint, hat alles viel besser als du in sich vereint!

Es ist wichtig zu wissen und ganz und gar nicht einerlei,
die Aufgabe unseres Bewusstseins ist die Schönfärberei.

Weil wir alles für uns zurecht legen und so selbstgerecht gestalten,
vermögen wir Mängel gar nicht zu verwalten.

Als Information gilt für uns allein,
eine Aussage wohl formuliert im schönen Schein.

Statt nach Werten fragen wir allein noch nach Preisen,
Nicht aus Interesse, sondern allein für's Image unternehmen wir auch die schwerste aller Reisen.

Wir haben nun einmal nur ein einziges Leben,
und das sollten wir nicht als Attrappen vergeben.

30
Jan
2009

DENKEN IST EIN ANDERES WORT FÜR ATMEN

denken_ist_wie_atmen1

"Atmen" heißt ein Drama von Samuel Becket. Dieses Theaterstück dauert genau 35 Sekunden und besteht aus dem Geräusch menschlichen Atems und einem Schrei.

Atemzüge pro Minute

Erwachsene 12
Jugendliche 15
Schulkind 20
Kleinkind 25
Säugling 30
Neugeborenes 40-50

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Prof. Dr. habil Wolfgang F Schmid

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