Unilogo

15
Jun
2010

Das Öffnen des Inneren Auges Folge 16


Mit dem Leben nach dem Tod lässt sich bei Menschen Interesse für religiöse Schriften wecken, die sie sonst nie lesen würden. Diese Schriften dienen Glaubensgemeinschaften dazu, solche Menschen an sich zu ziehen und zu beherrschen. Das Wort „Religion“ (lat: religio, wörtlich „Rück-Bindung“) ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher kultureller Phänomene des Glaubens an eine „andere Welt“ der Gottheiten oder der Spiritualität, die menschliches Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen prägen und Wertvorstellungen beeinflussen. Religiöse Erziehung sorgt dafür, dass sich in uns ein tiefes Misstrauen gegenüber der Wahrheit entwickelt und wir unserer Fantasie nicht mehr glauben. Dabei ist die Fantasie das Gefährt, das uns erlaubt, die Grenzen zwischen Endlichkeit und Unendlichkeit zu überschreiten. Aber wir misstrauen dem, was die Fantasie unserem Bewusstsein an Bildern schenkt. Dabei ist die Fantasie die neurologische Funktion unseres Gehirns, andere Wirklichkeiten auszuprobieren. Jeder kann auf diese Weise seine Träume verwirklichen und seinem langweiligen Leben davonlaufen. So fantasierte Moses den brennenden Dornbusch und die Zehn Gebote aus der Hand Gottes, eine unübertroffene Meisterleistung religiöser Fantasien aus tiefer existentieller Langeweile heraus.

Im Übrigen erweckt die Rede von einem Jenseits den Eindruck, dass sich der Mensch vorwiegend im sogenannten Diesseits aufhält. Das ist jedoch nicht der Fall, denn wie bereits erwähnt, verträumt der Mensch zwei Dittel seines Lebens. In seinen Tag- und Nachtträumen verweilt er in den Welten der Fantasie, also jenseits seiner Existenz. Ist Fantasie die Begabung des Gehirns, mit Möglichkeiten Wirklichkeiten durchzuspielen, dann wäre Gott als Fülle aller Möglichkeiten nicht mehr als ein Geschöpf allgegenwärtiger Fantasie und das Innere Auge würde dann nichts Anderes schauen als die inneren Bilder seiner Fantasie. Dann allerdings besteht die Gefahr einer überlebenslänglichen Gefangenschaft in den Welten der eigenen Fantasie. Das wäre insofern nichts Besonderes, da ja bereits jetzt schon alle in ihrer je eigenen Fantasie leben. Das Gehirn würde also im Jenseits fortsetzen, was es im Diesseits kennengelernt hat.

Wie das funktioniert, das können Sie ganz einfach einmal ausprobieren. Dazu müssen Sie sich vorweg klarmachen, dass alles, das Sie wahrnehmen, für Ihr Gehirn unmittelbare Adressen sind, also Wahrnehmungsinhalt = Gestalt = unmittelbare neuronale Adresse des Gehirns. Deshalb können Sie sich auch all das, was Sie einmal wahrgenommen haben, wieder vorstellen. Und alle neuronalen Adressen werden zweifach gespeichert, und zwar elektrochemisch in Ihrem Gedächtnis und außerhalb Ihres Gedächtnisses als elektromagnetische Schwingungen. Im Gegensatz zu elektromagnetischen Schwingungen sind elektrochemische Zustände von einem Körper abhängig. Nach Ihrem Tod bleiben also die elektromagnetischen Schwingungen erhalten und damit Ihr gesamtes Gedächtnis als gesamter Komplex. Sie können also als Jenseits alles erfahren und erleben, als ob Sie sich noch im Diesseits befänden, allerdings rein seelisch-geistig und damit körperlos.
Das können Sie sogar selbst wahrnehmen bzw. überprüfen, indem Sie von der sogenannten Fernwahrnehmung Gebrauch machen. Das vermögen Sie aber nur dann und erst dann, wenn Sie an Ort und Stelle alles sehr genau bzw. differenziert wahrnehmen können. Für die folgende Meditation brauchen Sie nämlich sehr differenzierte Adressen.

Übung zur Einführung in die Fernwahrnehmung: Bevor Sie nachts einschlafen, stellen Sie sich einen Ort, an dem Sie schon lange nicht mehr waren, sehr genau (!) vor. Wenn Sie sich genug darauf konzentrieren, wird Ihnen das nicht auf Dauer gelingen, weil Sie Veränderungen wahrnehmen, die Sie zum Teil erst einmal nicht glauben. Okay, begeben Sie sich an diesen Ort und schauen Sie nach, ob Sie richtig ‚fern’ gesehen haben. Mit gewissem Training werden Sie fernwahrnehmen können, was Sie wollen. Sie können das auch das Öffnen des Inneren Auges nennen.

Ende

14
Jun
2010

Das Öffnen des Inneren Auges Folge 15


Die gestellten Fragen drehen sich alle um das Vermögen der
Intuition. Wenn Sie diese positiv beantworten können, dann
haben Sie keine Schwierigkeiten mit intuitiven Wahrnehmungen. Es fragt sich nur, wie Sie damit umgehen.

Es kann zum Beispiel sein, dass Ihnen etwas in den Sinn kommt und Sie das zunächst einmal für absurd halten. Da gelangt beispielsweisse die Idee in Ihr Bewusstsein, dass Ihnen jemand nach sehr langer Zeit völlig überraschend einen Brief geschrieben hat. Dieser Brief befindet sich bereits in Ihrem Briefkasten, was Sie nicht für
möglich halten. Der Gang zum Briefkasten wiederlegt Sie und belehrt Sie allerdings eines Besseren.

Aus solchen und ähnlichen Erfahrungen sollten Sie
Schlussfolgerungen für Ihr Verhalten ziehen und zukünftig
vorsichtiger sein.
Haben Sie derartige Erfahrungen öfters gemacht, dann liegt es nicht an mangelnder Intuition, wenn Sie mit dem
Inneren Auge nichts wahrnehmen können, sondern an mangelndem Vertrauen in Ihre Wahrnehmungsfähigkeit. Weil das Innere Auge mit dem Herzen wahrnimmt, wird es durch Misstrauen geblendet.
Glauben Sie doch einfach, was Sie fühlen und Sie werden auch sehen.

Fortsetzung folgt

13
Jun
2010

Das Öffnen des Inneren Auges Folge 14


Zwischen Lebenszeit und Erleben besteht also eine ziemliche Diskrepenz. Diese Diskrepanz erklärt, warum wir im Nachhinein unser Leben als so kurz empfinden und wünschen, dass dieses doch noch über den Tod hinaus währt.

Und weil unsere Hoffnung so groß ist, sind wir neugierig, ob sie sich denn auch nach dem Tod erfüllt. So setzen wir darauf, dass uns ein Blick mit dem Inneren Auge in den Zeitraum danach gelingt. Merkwürdigerweise überwiegt unsere Angst vor dem Tod unsere Neugier auf die Zeit nach dem Tod. Diese Angst ist nicht natürlich, sondern das Ergebnis pervertierter religiöser Erziehung. Wer sich nämlich anderer bemächtigen will, muss ihnen Angst machen oder sie missbrauchen.

Ist es denn nun eigentlich möglich, einen Blick hinter die
Kulisse unserer Existenz zu werfen? Wer jetzt Ja sagt, muss das auch zeigen können. Allerdings geht das nicht ohne vorbereitet zu sein. Diese Vorbereitung geschieht mit Hilfe geeigneter Fragen, auf die Sie jeweils unbedingt eine bejahende Antwort finden sollten.

Frage 1 von 12: Können Sie das Wesen eines Menschen sehen?
Frage 2 von 12: Was bedeutet "das Wesen" sehen?
Frage 3 von 12: Vertrauen Sie Ihrer Wesenssicht?
Frage 4 von 12: Was erzählt Ihnen diese Wesensschau?
Frage 5 von 12: Können Sie Verstorbenen wesentlich begegnen?
Frage 6 von 12: Vermittelt Ihnen eine Wesensbegegnung Nähe?
Frage 7 von 12: Können Sie Tieren wesentlich begegnen?
Frage 8 von 12: Sind Sie empfindlich für Gedankenübertragungen?
Frage 9 von 12: Können Sie das Wesen eines Baumes sehen?
Frage10 von 12: Sprechen Sie mit Pflanzen und Tieren lautlos?
Frage11 von 12: Kennen Sie Vorahnungen?
Frage12 von 12: Bekämpfen Sie gerade einen Ihrer Fehler?

Fortsetzung folgt

12
Jun
2010

Das Öffnen des Inneren Auges Folge 13


Bevor das Bewusstwerden als Bewusstsein innehält, bedarf es für diesen existentiellen Augenblick einer eigenen Welt. Vor seiner Vergegenwärtigung als Bewusstsein verweilt es in den Weiten eigener Innenräume. Dieser unbewusste Aufenthalt stattet unsere eigentliche Welt aus, in der wir etwa ein Drittel des Tages verbringen, ohne es zu bemerken. Wie im Schlaf befinden wir uns in der unbewussten Welt außerhalb unseres bewussten Lebens. Gewöhnlich sagt man, dass wir tagträumen, sobald wir uns dort aufhalten. Der Alltag sieht dann so aus, dass ein Drittel dem Schlaf gehört, ein Drittel dem Unbewussten und ein Drittel dem Bewusstsein. Unsere tatsächliche bewusst verbrachte Lebenszeit beträgt also nur ein Drittel unseres tatsächlichen Lebensalters. Normalerweise zeigt sich das „versäumte“ Leben erst während des Sterbens. Diese uns ureigene Welt wird dann als Übergang in eine fremde Welt erfahren.

Fortsetzung folgt

11
Jun
2010

Das Öffnen des Inneren Auges Folge 12


Weil das Bewusstsein durch das Öffnen des Inneren Auges sehr stark gefordert wird, müssen vor allem dessen Basis-Funktionen ständig trainiert werden. So ist wie für alle künstlerischen und wissenschaftlichen Prozesse ein regelmäßiges Training des Gedächtnisses unausweichlich. Es sollten vor allem jene Funktionen gefordert bzw. gefördert werden, welche in Bezug auf das Öffnen des Inneren Auges eine wichtige Rolle spielen. Das sind alle Funktionen des analogen Visualisierens. Überprüfen Sie zum Beispiel einmal, ob es Ihnen möglich ist, zu folgendem Ausdruck eine eigene sinnvolle Vorstellung zu erhalten. Und bedenken Sie, dass es hierbei nicht auf 'richtig' oder 'falsch' ankommt. Was stellen Sie sich unter "≡" und "Ich ≡ Ich" vor? Können Sie diese Vorstellung mit dem Phänomen "Erweiterung des Bewusstseins" in Verbindung bringen? Es hat keinen Sinn, um das Problem herum zu reden. Wenn sich zu beiden Ausdrücken noch (!) keine Vorstellungen einstellen, dann sind die Texte dieser Folgen nicht hilfreich. Lesen Sie immer nur Texte, deren einzelne Worte auch Vorstellungen erzeugen! (Regel)

Fortsetzung folgt

10
Jun
2010

Das Öffnen des Inneren Auges Folge 11


Das Öffnen des Inneren Auges ist kein besonderer religiöser oder philosophischer Akt, sondern lediglich eine Frage innerer Wachsamkeit und Konzentration. Ab einem gewissen Konzentrationsgrad öffnet sich dem Denken eine besondere Form abstrakten Wahrnehmens, dessen Inhalte dann auch ins Werk gesetzt sein wollen. Wer also auf eine Art religiös mystische Erbauung hofft, wird sehr bald frustriert aufgeben und in einer anderen Unart sein Heil suchen. Der Vorteil des Dritten Auges ergibt sich vor allem für schöpferische Menschen, weil deren bevorzugtes Blickfeld das Feld der Möglichkeiten ist. Wer sich also nicht für das Schaffen von Neuem interessiert, hat auch kein Interesse an kreativen Wahrnehmungen oder Entdeckungen.

Nun wird mancher bei sich denken. „Ja, ja, ich würde ja schon ganz gern wollen, aber ich kann nun eben mal einfach nicht!“ Unter dem nicht könnenden Willen leidend wünscht er sich handwerkliches Rüstzeug, um schöpferisch arbeiten zu können. Selbstverständlich gehört auch das hier erwähnt. Ich versuche das Schritt für Schritt in Form von Regeln.

Zunächst: der schöpferische Gedanke braucht vor allem einen Beweggrund (Motiv). Das Arbeiten muss sich auf jeden Fall lohnen. Weil die schöpferische Idee einem neuronalen Teilchen gleicht, das von einer Gruppe von Neuronen mit großer Energie in bestimmte neuronale Netze abgefeuert wird, um sich seinen langen Weg durch zufällige Möglichkeiten zu suchen, wird dieser kreative Wurf auch emotional stark gebunden. Der Schwung der anfänglichen Freude entwickelt einen Eifer, der dann nicht unbedingt durchgehalten werden kann. Der abgefeuerte ideale, sensible Punkt wird gleichsam aus dem Blick verloren und verirrt sich in den neuronalen Netzen. Die emotionale Schwächung ist der häufigste Grund für das Versagen einer schöpferischen Idee. Was lässt sich dagegen tun? Vor allem muss ein schöpferischer Gedanke Zeit haben, um 'innerlich' zu wachsen. Eine starke Idee schwächt sich schnell ab, sobald man sie unmittelbar umsetzt. Also erst einmal abwarten und sich in Geduld üben. „Gut Ding braucht Weile!“ Wer das Innere Auge öffnen will, muss erst einmal Wahrnehmen und Betrachten lernen. Beschreiben Sie also jeden Tag erst einmal wenigstens ein Bild. (Regel)

Fortsetzung folgt

9
Jun
2010

Das Öffnen des Inneren Auges Folge 10


Die reine Intuition ist wort- und bildlos. Sie teilt sich form- und gestaltlos mit. Wenn sie sich verlautbart, dann durch die Innere Stimme und dann auch mit ungewöhnlichen Inneren Veranschaulichungen. So erscheint der Heilige Geist absurderweise ausgerechnet in Gestalt einer Taube. Rein intuitive Offenbarungen werden natürlicherweise geglaubt, weil sie unmittelbare Spiegelungen der Seele sind. Das Bewusstsein ist nämlich auf Grund der Spiegelneuronen so organisiert, dass es alles gleichsam als Widerspiegelung darstellt.

Wahrnehmungen spiegeln sich als Betrachtungen. Betrachtungen spiegeln sich als Beobachten, das ist das Erschließen von Zusammenhängen. Beobachtungen spiegeln sich als Begreifen, das ist das Verstehen von Zusammenhängen. Zusammenhänge spiegeln sich als Anschauen von Antizipationen. Antizipationen spiegeln sich als Vorahnen. Vorahnungen spiegeln sich als Visionen von Möglichem. Möglichkeiten spiegeln sich in Utopien. Und Utopien spiegeln sich in Wegen der Verwirklichung. Methoden spiegeln sich im Denken und Verhalten. Intuitionen vollziehen sich als diese Spiegelungen in eins zugleich. Intuition differenziert deshalb nicht; sie ist von Anfange an maximal differenziert. Alle, die sie erfahren, beschreiben sie natürlicherweise als Gefühl. Tiefe Gefühle entstehen, wenn sich die Sinne in der Seele spiegeln und wenn sich die Seele im Geist spiegelt. Und in solchen Erfahrungen spiegelt sich das Offenbaren durch das Innere Auge. Das Öffnen des Inneren Auges ist folglich ohne künstlerische oder wissenschaftliche Anstrengungen nicht zu haben. In esotherischen Lehren über das Öffnen des Dritten Auges entsteht so das Bilden dieses Auges häufig nur als Einbildung.

Zum Schluss eine buddhistische Antwort auf eine einfache Frage.
Warum sieht man nichts, obwohl das Dritte Auge geöffnet ist?
Antwort:
Wenn das Innere Auge offen ist, sieht man Nichts!

Fortsetzung folgt

8
Jun
2010

Das Öffnen des Inneren Auges Folge 9


Das Loslassen vertrauten Wahrnehmens ist unabdingbare Voraussetzung für das Erfassen durch das Dritte Auge. Die Schwierigkeiten für das, was da erschlossen wird, liegen in dessen Auslegungen, die so ganz und gar nicht in den Rahmen des Vertrauten passen. Weder Worte noch Bilder, sondern allein Intuitionen erscheinen und werden bewusst, damit sie verstanden werden können. Das ist durchaus nichts Fremdes. Auch der Wissenschaftler oder der Künstler entdeckt intuitiv eine Formel oder ein Gedicht. Beide kommen nicht auf den Gedanken, dem nicht zu glauben, sondern vielmehr wird das intuitiv Erfasste ganz selbstverständlich angenommen, aufgeschrieben und veröffentlicht. In Hinsicht auf das durch das Innere Auge Geschaute besteht aber die unberechtigte Scheu, das ernstzunehmen oder gar mitzuteilen.

Ein kleines Beispiel: Am Ende jeder einzelnen dieser Folgen steht der Hinweis „Fortsetzung folgt“. Woher weiß ich denn, dass es am anderen Tag noch weitergehen wird? Nach üblichen Kriterien weiß ich das natürlich nicht. Aber die Intuition kündigt an, dass es weitergehen wird. Keine Ahnung wie, aber es wird weitergehen, ganz einfach, weil die Darstellung intuitiv noch nicht vollständig ist. Ich glaube dem und werde deshalb morgen weiter schreiben.

Fortsetzung folgt

7
Jun
2010

Das Öffnen des Inneren Auges Folge 8


Das loslassende Wahrnehmen verzichtet auf das modellierende Identifizieren und wechselt ins spielende Interpretieren. Es wird weniger Wert auf Bindungen und Verbindungen gelegt. Zusammenhänge entstehen eher aus zufälligen, im Augenblick gefälligen oder auffälligen Teilen. Diese belanglose Unverfänglichkeit frei von Vorurteilen öffnet allererst einem unvoreingenommenen Wahrnehmen die Welt des Unvorhersehbaren und ermöglicht das Erfassen von bislang Ungeahntem. Gestalten ungeahnter Form und unbekannten Ausdrucks können so erscheinen. Aus Einbildung gebildete Wunder strafen sich schon als Irrlichter und Täuschungen, dass sie sich in bekannten Modellen repräsentieren. Das Heilige, das in einer bekannten Figur eines Heiligen dem Frommen in seiner Vision erscheint, ist nicht mehr als selbst erzeugte Fantasie, von einem sehnlichen Wunsch hervorbracht. Durch die spielende loslassende Wahrnehmung aber soll das Bewusstsein Ungeahntes, Unvertrautes erfahren. Auf diese Weise können sich fremde Welten erst im inneren Bild des Dritten Auges spiegeln.

Spiegelungen

in einem Wasser 

in einem Gefäß

Über-Bleibsel 

Reste die zu

entsorgen sind



mein Blick verfängt sich

darin
fasst zusammen was

unverbunden ist

uschmid

Auch künstlerische Texte und Bilder sind spielerischer loslassender Natur und vermögen so Neues, Unerfahrenes zu eröffnen. Kunst, die sogleich verstanden wird, vermag nichts mehr zu eröffnen. Reste, die sich zu etwas Neuem zusammentun, erscheinen als wahre Spiegelungen loslassender Fantasie und erscheinen so geeignet, das Öffnen des Inneren Auges zu erleichtern.

Fortsetzung folgt

6
Jun
2010

Das Öffnen des Inneren Auges - Folge 7

Das Öffnen des Inneren Auges ist demnach mit der Vergegenwärtigung aller Aspekte der Betrachtung vergleichbar. Damit wird deutlich, dass ein hohes Maß an Bewusstseinsenergie verfügbar sein muss. Diese Energie muss auf einen 'Punkt' hin konzentriert werden, damit die Wahrnehmungsintensität so weit erhöht wird, dass die Grenzen der gewöhnlichen Wahrnehmung überschritten werden können. Solche außergewöhnliche Konzentration bedarf natürlich des Trainings, um überhaupt erzielt werden zu können. Im Verlauf eines solchen Trainings treten mehrere Phasen des Wahrnehmens unterschiedlicher Qualität auf.

Die erste Phase der Wahrnehmung vollzieht sich analog zum Alltag als Vergleichen. Das Wahrnehmen selbst wird maßgeblich durch Assoziationen bestimmt, um tiefer in den Raum der Erinnerungen vordringen zu können. Die Art von Vorwärtsbewegung wird durch eine strenge Analogie zur Vorwärtsbewegung in die Tiefe der geistigen Welt bestimmt. Um diesen Effekt zu erreichen, ist es hilfreich, in seinem Leben möglichst weit zurückzugehen. Ist man in der frühesten, noch vorstellbaren Kindheitserinnerung angekommen, dann verweilt man in diesen vorgestellten Erinnerungen und schaut sich möglichst genau um und sieht sich alles sehr genau an. Auf diese Weise werden sich Erinnerungen eröffnen, die bereits in Vergessenheit geraten waren. Diese Erinnerungen werden durch Gleichheiten und Ähnlichkeiten mit dem vorhandenen Vergegenwärtigten wachgerufen. Dieses Vordringen vom Bekannten ins gleichsam Unbekannte ist eine Übung nach dem Prinzip des Satzes der Identität, der als Allsatz besagt, dass alles Seiende systemischer Natur und deshalb vergleichbar ist.

Diesseitige und jenseitige Wesen unterscheiden sich nicht wesentlich. Aber sie können sich nur erkennen, wenn sie sich als gleich wahrnehmen können. Ansonsten vermögen sie sich gegenseitig nicht zu erkennen. Sollten außerirdische Wesen existieren, dann können wir ihnen nur begegnen, wenn wir ihnen auf irgendeine Weise gleichen.

Wird die Phase der Rückerinnerung erfolgreich abgeschlossen, dann folgt die Phase des loslassenden Wahrnehmens.

Fortsetzung folgt

5
Jun
2010

Das Öffnen des Inneren Auges - Folge 6

Nicht wenige halten "das Innere Auge" für eine esotherische Fantasie oder noch schlimmer für Geschäftemacherei einiger durchgeknallter Gurus, weil sie mit diesem Phänomen so gar nichts anzufangen wissen. Das ist durchaus vergleichbar mit den noch übriggebliebenen Prozessionen am Feiertag Corpus Christi (Fronleichnam) in Süddeutschland. Ob in der Hostie in der Monstranz wirklich Gott auf eine besondere Weise gegenwärtig ist, das ist eine reine Frage des Glaubens katholischer Christen. Einen empirisch überprüfbaren Beleg gibt es hierfür nicht. Schon protestantischen Christen erscheint das als völlig absurd.

Nun existiert aber nicht nur der intersubjektive, objektive Beweis, sondern auch der subjektive Beweis persönlicher Erfahrung wie das bei Visionen der Fall ist. Einer der größten Visionäre des Abendlandes war Albert Einstein, der auf seiner Suche nach den Spuren Gottes als einziger zuerst die Relativität des Universums geschaut hat. Aber er sprach in einer für die meisten Menschen glaubhafteren Sprache, als er seine Vision der Welt mitteilte, nämlich in der Sprache der Mathematik. Letztlich baut diese auf dem Grundsatz des Aristoteles auf, nämlich auf dem Grundsatz der Identität, dass "a ≡ a" ist. Hinter dem mathematischen Zeichen "≡" verbirgt sich nach Platon aber bereits das Symbol der höchsten Idee. Viele kennen dieses mathematische Symbol nicht, und es bleibt so auch unklar, was es letztlich bedeutet.

"≡" steht für "allumfassend identisch", und das bedeutet: Alles stimmt mit sich faktisch, substantiell, existentiell, also kausal, final, lokal, temporal, modal, qualitativ, quantitativ, essentiell und konditional vollkommen überein. Da "a" eine Variable ist, lässt sich alles dafür einsetzen: "x ≡ x" oder auch das buddhistische bzw. alttestamentarische "0 ≡ 0".

Die vollständige Vergegenwärtigung von "0 ≡ 0" ist eine andere Form für das Öffnen des Inneren Auges. Damit ist es aber keine Frage des Glaubens mehr, sondern trennschärfster Logik.

Fortsetzung folgt

4
Jun
2010

Das Öffnen des Inneren Auges - Folge 5

Indem sich das Bewusstsein auf das Innere Auge konzentriert, aktiviert es die Sehkraft des Inneren Auges. Der meist blaue Lichtpunkt entwickelt spiralförmig kreisend aus sich heraus das innere Wahrnehmungsfeld. Aus der bläulichen Fläche heraus gestaltet sich das Auge oder Gesicht eines nahestehenden Menschen, der nicht mehr lebt und einen nun sehr intensiv (gefühlsmäßig) ansieht. Wenn man sich nicht darauf versteht, die Konzentration zu halten, erlischt dieser Anblick schnell wieder und es ist sehr viel schwerer ihn zurückzuholen. Der Anblick selbst wird sehr intensiv gefühlt und zeigt sich in einer noch nicht erfahrenen Schönheit, die tief berührt.
Diese eine der ersten Erfahrungen mit dem Inneren Auge fällt ziemlich leicht. Die Schwierigkeit ergibt sich erst aus der Wiederholbarkeit, wenn die Konzentration bzw. innere Energie nicht ausreicht. Darüber berichten vor allem Mystiker nach ekstatischen Zuständen oder auch große Stars nach sehr erfolgreichen, ebenfalls exkstaseähnlichen Auftritten. Viele können die anschließende innere Leere nicht auffangen und stürzen ab.

Fortsetzung folgt

3
Jun
2010

Das Öffnen des Inneren Auges - Folge 4

Auch für das Innere Auge gibt es eine Bereichskarte. Diese Neuromap zeigt Gebiete jenseits des Wirklichen. Sobald man die Grenze des Wirklichen überschreitet, gelangt man in den Bereich des möglich Wirklichen. Wie der Name dieser Gegend schon verrät, findet man in dieser Gegend nur Inhalte, die sich auch verwirklichen lassen. Es handelt sich demnach um die eigentliche Welt der Ideen. Die Energie, welche hier wirksam wird, ist die gestaltende Kraft der Fantasie. Aus dieser Welt stammen alle künstlerischen Werke der Abendlänischen Kultur. In die Gegend der Ideen zieht sich das Gehirn zuerst zurück, sobald es sich von seinem sinnlichen Leben verabschiedet. In den Schilderungen von Nahtodeserfahrungen wird häufig das geschildert, was auch bereits in dem griechischen Namen "Idee" steckt, nämlich "von Licht gestaltet oder umstaltet". Lichtspiele verführen dann die Fantasie auch dazu, Lichtgestalten wie Engel zu erzeugen. Da aber an diesem neuronalen Geflimmer auch Verstand und Gedächtnis beteiligt sind, können daraus auch die Gestalten von Verstorbenen entstehen. Solche Erscheinungen lasssen sich aber auch durch starke Konzentration auf den idealen Punkt der Stirn zwischen den Augenbrauen erzielen. Viele Esotheriker nennen dieses Phänomen "das Öffnen des Dritten Auges", das sich im Bewusstsein durch einen sich innen drehenden blauen Lichtpunkt zeigt.

Fortsetzung folgt

2
Jun
2010

Das Öfnen des Inneren Auges - Folge 3

Diese Symptome reichen aus, um eher zu versuchen, mit dem Inneren Auge sehen zu lernen, als erst zu versuchen, das Innere Auge zu öffnen. Es kommt nämlich eher vor, dass das Innere Auge bereits offen ist und man sich so sehr daran gewöhnt hat, dass es eben nicht mehr eigens auffällt. Wer zum Beispiel künstlerisch arbeitet und eigene Ideen entwickelt, kann dies nicht tun, ohne 'nach innen' sehen zu können. Ideen bedeutet ja übersetzt "geistig wahrgenommene Möglichkeiten" oder "Dinge der inneren Welt". Wer beispielsweise eine Geschichte schreibend erzählt, wird sich im Gegensatz zum philosophierenden Menschen nicht mehr eigens darum kümmern, sondern einfach die inneren Bilder so beschreiben wie sie sich ihm gerade zeigen. Er denkt nicht eigens daran, dass das mit Hilfe seines Inneren Auges geschieht.
Was man mit dem Inneren Auge erkennen kann, das hängt vor allem davon ab, worauf man überhaupt seinen Blick richtet. Wer nach Ideen sucht, wird auch Ideen finden und wer nach Wesentlichem fragt, wird auch Antworten auf solche Fragen entdecken. Und es ist wirklich so einfach, wie es bei Lukas geschrieben steht: "Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der nimmt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan." (Lukas 13,25) Kurzum: Wer Gott sucht, wird ihn auch entdecken und erfahren. Aber die Erfahrung der Gegenwart Gottes geschieht über das gefühlte, reine, intuitive Erfassen und auf jeden Fall vollkommen bildlos. Als reine höchste Form allgegenwärtiger Energie wird Gott in keiner Weise anschaulich erfahrbar. Was mit dem Inneren Auge wahrgenommen werden kann, bleibt wesentlich, also gestaltlos. Das Innere Auge wird auch das Auge des Herzens genannt. Und "Man sieht nur mit dem Herzen gut!" Das Wesentliche bleibt für die Augen unsichtbar. Und wenn man etwas wesentlich sieht, dann erkennt man das auch mit derselben Gewissheit wie durch das sinnliche Erfassen. Allerdings ist die Beweislage eine völlig andere. Im Zugriffsbereich des inneren Auges gilt nicht „falsch“ oder "richtig", sondern "wahr" (offen) oder "unwahr" (unoffen).

Fortsetzung folgt
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Seit 20 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Prof. Dr. habil Wolfgang F Schmid

Grundsätzliches (www.wolfgang-schmid.de)

 

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