Unilogo

11
Okt
2011

Wahrnehmungsfehler

 
Die Wahrnehmung des 6. Sinns wird auch das Innere Auge genannt. Das innere Wahrnehmungsfeld des 6. Sinns ist das Bilderleben, und Bild-Erleben ist die Aktivi­tät des Inneren Auges, die durch das Netz des inneren Wahrnehmungsfeldes angeregt wird.

Durch das Bild-Erleben wird ein Augenblick des Bilderlebens erfasst. Das geschieht nachts im Traum ebenso wie untertags im Tagtraum.

Tagtraum, das kann eine Vorstellung der Fantasie (Spiel mit Möglichkeiten) oder Imagination (Einbildung) sein. Zwei Drittel unseres Tages verbringen wir tagträumend, meistens ohne das zu merken. Es fällt nur dann auf, wenn wir uns bei geistiger Abwesenheit ertappen. Das innere Wahrnehmen ist empfindlicher als das äussere Sehen. Wir können den anderen Menschen intuitiv wahr­nehmen und in etwa seine Gedanken und Gefühle erfahren. Als Wahrnehmungsfeld des Denkens bildet das Bilderleben die Brücke zwischen Unbewusstsein oder Vorbewusstsein und Bewusstsein.

Diese Brückenfunktion hat in der Geschichte des Menschen zu tragischen Missverständnissen geführt. Da das (innere) Wahrnehmen wie das (äußere) Sehen das Bild-Erleben ebenfalls auf das Wahrnehmungsfeld als Bilderleben zu reflektieren vermag, kann es bei Unachtsamkeiten zur Verwechslung der Wahrnehmung von Ursache und Wirkung kommen.

Um das verstehen zu können, muss man wissen, dass während des Bild-Erlebens das Bilder-Leben gefiltert und vereinfacht reflektiert wird.

Das so veränderte Bilder-Leben offenbart sich dann als Inhalt der Wahrnehmung. Auf diese Weise wird in einem rauschähnlichen Zustand das Selbst-Gespräch zur inneren Stimme, die dann als Stimme eines Gottes verkannt wird.

So sitzt beispielsweise Pythia auf einem Dreifuß im Adyton. Dieser Dreifuß steht unmittelbar über einer Erdspalte, aus der Gas austritt. Es wird angenommen, dass es sich um Ethylen oder eine Mischung aus Methan und Kohlendioxid handelt. Das Gas bzw. Sauerstoffmangel versetzt Pythia in Trance.

Man glaubt, dass in diesem entrückten Zustand der Gott Apollon aus ihr spricht, weil durch Sauer­stoffmangel ein Trancezustand hervorgerufen wird.

Mystiker versetzen sich durch besondere asketische Übungen in Ekstase und hören so in sich die Stimme Gottes oder nehmen himmlische Erscheinungen wahr.

Auf vergleichbare Art und Weise ist wahrscheinlich auch jene Sammlung von Schriften entstanden, welche Juden und Christen als Wort Gottes anerkennen und als Heilige Schrift zu Urkunden ihres Glaubens machen.

Und in welchem Bewusstseinszustand mag sich Moses, der Autor der ersten Heiligen Schriften, befinden, wenn er in der Wüste einen brennenden Dornbusch erblickt, aus dem Gott zu ihm spricht?

Problematisch wird es dann, wenn solche Eingebungen den Anspruch auf Wahrheiten erheben.

Das selbstreflektierende Bilder-Leben bringt schließlich tief nachdenkliche Mensch dazu, ihre Erfahrungen nicht mehr dem neuronalen Zusammenspiel von Impulsen zu überlassen und die selbstreflexive Kraft des Gehirns mit Hilfe einer bestimmten techne (Methode bzw. Technik) zu nutzen, um dieses Spiel selbst bewusst zu regeln.

Die Kunst dieser Regelung nennen sie sophia und sie verstehen sich dementsprechend als Freunde der Weis­heit (sophia).

Dieser Auffassung gemäß bezeichnen sie sich als Philosophen.

Sokrates, einer der ersten Philosophen versucht zunächst, einem geeigneten Zugang zur Philosophie zu finden.

Er entdeckt vor allem drei wichtige Abschnitte eines solchen Weges.
  1. Die erste Strecke besteht aus dem Bemühen um die Selbsterkenntnis gemäß der delphischen Forderung: “Erkenne dich selbst!”, denn wenn ich weiß, was ich bin, weiß ich auch, was ich soll.
  2. Die zweite Strecke besteht im Resultat der Selbsterkenntnis, das einen zum Bewusstsein verhilft, dass man nichts weiß. Diesen Zustand des Bewusstseins des Nichtwissens erklärt Sokrates als seine einzige Weisheit.
  3. Die dritte Strecke besteht für Sokrates darin, dass er sich diese Erkenntnis aktiv umsetzt. Die Stufe der Erkenntnis eigener Unwissenheit wird zum Ausgangspunkt bzw. Motiv, das wahre Wissen zu suchen.
Sokrates folgt nicht mehr dem mythologischen Weg, einfach das zu tun, was die Götter einem zeigen oder sagen, sondern er entdeckt einen eigenen inneren logischen Weg, selbst zu erkunden und zu verstehen, was sich zeigt.

Dieser Weg besteht in der Auseinandersetzung mit dem, was ihm die (innere) Wahrnehmung während des Dialogs mit anderen Menschen zeigt.

Auf diese Weise entdeckt er durch sorgfälige Vergleiche dessen, was seine Gesprächspartner sagen, dass es bei aller Verschiedenheit der Meinungen auch etwas allen Gemeinsames gibt. So entdeckt er den Begriff als das, dem alle zustimmen können. So münden die vielen Auffassungen von Gerechtigkeit in dem, was allen diesen Aufassungen gemeinsam ist. Dies allen Erscheinungen von Gerechtigkeit Gemeinsame nennt er das Allgemeine (kaq¢olou) oder Begriff.

Sokrates entdeckt dabei die Verallgemeinerung (Abstraktion) als Methode. Das zurück reflektierte Bilder-Leben des Bild-Erlebens wird zum ersten Mal in der Geschichte abstrakt und als solches in einer Art circulus vitiosus zum weiteren Gegenstand des Bild-Erlebens.

Der Mensch erfährt, dass er wahrzunehmen vermag, ohne zu sehen.

Nicht mehr der Zuspruch eines Gottes verhilft zur Orientierung, sondern der Mensch selbst.
Wegbereiter dieser Kehre vom Mythos zum Logos sind die bereits von Thales und Pythagoras entwickelten inneren Wahrnehmungen der Geometrie und Mathematik, die sich sogar in sinnlich vernehmbaren Verhältnissen von Eigenschaften sehen lassen können.

Thales inszeniert noch einmal – wie Diogenes Laertius berichtet - ein Stück Mythologie, indem er die von ihm vorausberechnete Sonnenfinsternis vor Alexander dem Großen als göttliches Zeichen ausgibt.

Dem sechsten Sinn der Philosophen eröffnet sich eine Welt jenseits des sinnlich Vernehmbaren, die Metaphysik. In Wahrheit eine Art Selbst-Spiegelung des Bild-Erlebens.
 

10
Okt
2011

Der sechste Sinn

 
Die Vernunft des Verstandes wird uns als sechster Sinn bewusst. Wir können nicht nur sehen, hören, riechen, schmecken und tasten, sondern auch denken. Das Denken ist als Sinn vollkommen in Vergessenheit gera­ten.

Aber ohne diesen Sinn wären wir Lebewesen überhaupt gar nicht existenzfähig. Trotzdem wundert uns, dass Denken zu unseren Sinnen zählt. Das ist nicht erstaunlich, da viele nicht gelernt haben, diesen Sinn so zu gebrauchen, dass er sich auch ausbilden kann. Es sind vor allem blinde Menschen, denen dieser Sinn das innere Wahrnehmen schenkt.

Blinde müssen zwar auf das Sehen, das die meisten für den wichtigsten Sinn halten, verzichten. Aber dennoch sind sie nicht weniger in der Welt als Sehende.

Denn wir hören, sehen, riechen, schmecken und fühlen, aber erst im Gehirn entsteht durch das Zusammenspiel von Milliarden von Nerven die Welt in unserem Kopf. Sie wird beeinflusst und gesteuert oder geregelt von unseren Erfahrungen, Stimmungen, Einstellungen und Erwartungen.

Was wir sinnlich erfassen, geht in ein Feuerwerk von elektrischen Impulsen über. Nur diese Nervenimpulse vermag das Gehirn zu verarbeiten. Dies geschieht in verschiedenen Bereichen zugleich in spezialisierten Gebieten. Das betrifft zum Beispiel die Frage, um welche Objekte es sich handelt und wo sie sich befinden. Doch diese spezialisierten Areale sind nicht streng voneinander abgegrenzt.

Unser Gehirn ist vielmehr ein kompliziertes Netzwerk, in dem unzählige Verarbeitungsschritte gleichzeitig ablaufen und in dem die unterschiedlichen Bereiche pausenlos miteinander Information austauschen. Dennoch lassen sich grundlegende Verarbeitungswege unterscheiden. Zum einen gibt es den Was-Pfad, zum anderen den Wo-Pfad. Sie führen in verschiedene Gehirnbereiche. Im Wo-Pfad (hauptsächlich im Parietallappen) wird unter anderem analysiert, wo genau die Objekte sind, wie groß sie sind und in welchem Abstand sie sich zueinander befinden. Die genaue Form und Art der Objekte wird dabei kaum beachtet.

Es existieren insgesamt zwölf Pfade:
  1. Was-Pfad (Sein, Wesen)
  2. Welche-Pfad (Eigenschaften)
  3. Wie-Pfad (Art und Weise)
  4. Wo-Pfad (Raum, Ort)
  5. Wann-Pfad (Zeit)
  6. Wobei-Pfad (Umstand)
  7. Wie viel-Pfad (Maß)
  8. Womit-Pfad (Mittel, Material)
  9. Weshalb-Pfad (Grund)
  10. Wofür-Pfad (Zweck, Ziel)
  11. Warum-Pfad (Ursache)
  12. Wozu-Pfad (Wirkung)
Alle diese Pfade bilden gleichsam die Wege der Vernunft und ermöglichen die mehrdimensionale Wahr­nehmung.

Benachbarte Gehirnbereiche bilden die Aspekte und/oder Perspektiven unter denen wir Personen, Objekte oder Ereignisse erfassen.

Zum Beispiel sind für die dreidimensionale Wahrnehmung die benachbarten Gehirnbereiche der Wo- und Wann-Pfade verantwortlich: Welche Tiefe haben die Objekte und wie weit sind sie vom Betrachter entfernt und wann treten sie auf? Ohne diese Aspeke würden die gesehenen Gegenstände flach wie aus Pappe ausgeschnitten wirken. Erst durch Perspektive und Tiefe entsteht bei Sehenden wie bei Blinden eine dreidimensionale Wahrnehmung.

Andere Nervenzellen sind wiederum darauf spezialisiert, Bewegungen wahrzunehmen. Dabei reagieren unterschiedliche Neuronen auf jeweils ganz bestimmte Geschwindigkeiten. Wo die Bewegung stattfindet spielt dabei kaum eine Rolle.
Bewegung wird nur sehr grob einem Ort zugeordnet.

Der Was-Pfad für optische Impulse (hauptsächlich Temporallappen) klärt, was für Gegenstände, Personen oder Landschaften das Auge da sieht. Damit das Gehirn die Objekte einordnen kann, muss es sie zunächst von ihrem Hintergrund trennen. Dabei ist es günstig, dass bereits die primäre Sehrinde besonders gut auf Kanten und Übergänge anspricht. So lassen sich die Konturen der Objekte schnell erfassen. Diese Konturen- wahrnehmung funktioniert so gut, dass das Gehirn teilweise über das Ziel hinausschießt und Formen sieht, die es eigentlich gar nicht gibt. Objekte werden mit bekannten Dingen aus dem visuellen Gedächtnis verglichen.

Innerhalb von rund einer viertel Sekunde hat das Gehirn jede relevante Information aller Pfade aus dem Bild gewonnen und verschiedene Aspekte zu einem Gesamteindruck kombiniert. Das alles geschieht innerhalb eines Augenblicks (drei Sekunden) gleichzeitig. Alle Areale tauschen mit allen in einem Netzwerk ständig Information aus. Es existiert keine Hierarchie oder Zentrum.

Offenbar werden sogar von den höheren Verarbeitungsebenen wieder Impulse zum Beispiel in die primäre Sehrinde zurück geschickt. Sie wirken wie eine Verstärkung oder Rückkopplung und machen das Bewusst­werden hoch wahrscheinlich erst möglich.

Bei Blinden werden solche Reflexionen aufgrund des Ausfalls des Sehens durch die übrigen Sinne kompensiert.
 

9
Okt
2011

Sprache der rechten Hemisphäre

 
Die Sprache der rechten Hemisphäre ist eine künst­lerische. Das künstlerische Gehirn gestaltet seine Innenbilder unmittelbar aus vorbewusst vermittelten Tiefen des Unbewussten.

Solche Innenbilder zeugen jene Gedanken, wel­che uns sagen, was wir aufschreiben sollten. Eine besondere und gewöhnlich vollkommen missverstandene Kunst­form des künstlerischen Gehirns ist das Theater.

Höhlenbilder der Steinzeitmenschen bilden die Kulissen des Urtheaters. Auf den Wandbildern werden lebens­wichtige Vorgänge wie die Jagd dargestellt.

In theatralischen Darstellungen wird die Jagd im Voraus oder im Nachhinein nachgestellt, um das Jagen reflektieren zu können und zu versuchen, das Jagen durch zeremonielle Tänze günstig zu beeinflussen.

Das Theater erscheint auf diese Weise als Urkunst des Menschen, die alle anderen Künste in sich birgt.

So entwickeln sich aus Ur-Verlautbarungen spielerisch tanzend Dichtung und Musik. Der seelische, getanzte Ausdruck wird etwa ab 7000 v. Chr. durch Masken verstärkt.

Als Darstellung einer gespielten Persönlichkeit ist die Maske geblieben und heutzutage mit dem Gesichtsausdruck eines Menschen verwachsen.
Ursprüngliche Höhlenmalerei gelangt heutzutage als digitalisierte virtuelle Welt zum Vorschein. Anders scheinen als sein ersetzt in gespielter Mimik die ursprüngliche Maske.

Die Verstellung ist so zur Gewohnheit geworden, dass vielen gar nicht mehr auffällt, dass sie ihr Leben nur noch spielen.

Zu den erfolgreichsten Kulissen des Innentheaters gehören Religion, Metaphysik und Wissenschaft.

Wissenschafter sind so vertieft in ihr angestrengtes Spiel, dass sie es inzwischen längst mit der Wirklichkeit des Lebens verwechseln.

So haben sie beispielsweise völlig vergessen, dass Be­weis­barkeit nichts Anderes ist als eine strenge bzw. rigide Form des Glaubens an gedachte Sicherheiten.

Das Urtheater gelangt als Theorie zum Vorschein. Und durch zunehmende Anzahl von Gläubigen an eine Theo­­rie wächst zugleich der Glaube daran.
Existenz wird zum persönlichen theatralischen Auftreten in einer ebenso künstlichen Welt.
 

8
Okt
2011

43 Jahr später

 
Vor 43 Jahren schloss ich mein erstes Manus­kript zu dem Buch “Totzeit” ab. Dieses Buch endet mit der Frage nach der Möglichkeit, ob die menschliche Sprache von sich her überhaupt in der Lage ist, göttlichen Worten zu genügen. Diese Frage soll nun hier noch einmal aufgenommen werden.

Ein Text dokumentiert das Denken seines Autors. Einen Text analysieren bedeutet, das dokumentierte Denken in seine Gedanken auflösen, um dem Weg folgen zu können, der zu diesem Text geführt hat.
Im Nachvollziehen des in einem Text dokumentierten Denkens wird dieses in seiner Enstehung erlebt und so erst als Geschichte verstanden.

Die Geschichte bzw. das Geschehen des Denkens vollzieht sich als erlebte Geschichte. Denken bedeutet Bilderleben im zweifachen Sinn als Bilder-Leben und Bild-Erleben.
Während die Bilder der Fantasie bewusst werden, werden sie wahrgenommen, betrachtet und beobachtet.

Das Bilderleben wird als Geschichte von Bildern bewusst, also in eine Abfolge einzelner Bilder aufgelöst, da das Bewusstsein nur Momente zu erfassen vermag, nicht aber den gesamten Prozess.

Die Sprache repräsentiert durch die verschiedenen Wortarten diesen Auflösungsprozess.

Würden wir nur in Verben reden müssen, könnten wir vielleicht auch Prozesse wiedergeben. Aber so ist nun einmal unser Bewusstsein als jeweiliges Moment des Bewusstseins nicht angelegt. Unser Gehirn löst das Werden in Entstehen, Sein und Vergehen auf, wobei es doch schon beim Sein in Schwierigkeiten gerät. Angesichts des Seins als Zugleich von Entstehen und Vergehen in eins zugleich erfindet es für uns den Augenblick.

Weil aber ein Augenblick für uns keine Zeit hat, ist er nie für uns wirklich da. Bevor wir nämlich “Jetzt!” ausgesprochen haben, ist dieser Augenblick schon ‘längst’ vorbei. Das Gehirn spiegelt uns den Augenblick vor, um uns vorzumachen, dass wir da sind. Die Gegenwart ist die neuronal und existentiell notwendige Totzeit (Spungfunktion) von Vergangenheit zur Zukunft. “Alles ist im Fluss” sagt der griechische Philosoph Heraklit und fügt erklärend hinzu: “Wir können nicht zweimal in denselben Fluss steigen!” Weil aber der Mensch ohne Bleibe nicht zu existieren vermag, täuscht ihn sein Gehirn durch die Einrichtung des Augenblicks.

Auf diese Weise vermag er paradoxerweise das Werden bzw. die Zeit als Sein bzw. als Dasein zu erfahren und sich in einem virtuellen Raum einzurichten.

Mit der Entdeckung der Schrift entwickelt er sogar den Glauben, etwas festhalten zu können. Durch Schriftstücke werden Erlebnisse sogar wiederholbar und mitteilbar.

Während der Abfassung eines Textes entdeckt das Gehirn ‘Augenblicke’, die es versprachlicht, bevor sie wieder vergessen werden.

Entsprechen diese im Text dokumentierten Erfindungen aber auch wenigstens in irgendeiner Weise dem Geschehen während der Abfassung eines Textes?
Eine andere Frage ist die, ob wir in der Lage sind, Texte überhaupt zu verstehen.
Diese Frage ergibt sich aus den Feststellungen von Unterschieden:

>> Das Bilderleben des Autors ist nicht das Bilderleben des Lesers.

>> Das Bild-Erleben des Autors ist nicht das Bild-Erleben des Lesers.

>> Die Erfahrungen des Autos sind nicht die Erfahrungen des Lesers.

Dass ein künstlerischer Text überhaupt verstanden wird, liegt daran, dass der Leser daraus seine eigene Geschichte gestaltet. Die Worte des Autors liefern dazu dem Leser entsprechenden Anregungen.

Besonders interessant wird das bei solchen gewichtigen Werken wie die Bibel, von der die Gläubigen sagen, dass sie das Wort Gottes ist.

Unabhängig vom Glauben stellt sich die Frage, ob angesichts der Bewusstseinskonstellation des Menschen Gott überhaupt in der Lage sein kann, sich durch einen Text unverfälscht bzw. nicht verfremdet mitzuteilen.

Ist es nicht eine maßlose Hybris von Menschen, die von sich her behaupten, das Wort Gottes verstehen und verkünden zu können?
Welchen Sinn macht nun eine Text-Analyse und existiert eine Methode, die Schranken aufgrund unterschiedlichen Bilderlebens und verschiedener Erfahrungen zu öffnen?
 

7
Okt
2011

Gedanke, ein "Videoclip"?

 
Aus links-rechtshemisphärischem Zusammenspiel wird der schöpferische Gedanke gezeugt. In der Vorstellung wird gleichsam als ‘Kopfkino’ eine Geschichte inszeniert.

Während die rechte Hemisphäre Regie führt, also die künstlerische Leitung der Inszenierung hat, verantwortet die linke Hemisphäre die Produktion und das Management der Dreharbeiten.

Bislang wird die Dokumentation der Vernunft des Verstandes nach tradierter Art und Weise vor allem aus der Sicht des Verstandes beschrieben. Das hat zur Folge, dass vorwiegend die einem Text innewohnende Logik zur Sprache kommt.

Aber hoch wahrscheinlich entspricht die tradierte, wissenschaftlich dominierte Vorgehensweise nicht dem natürlichen Bedürfnis des spielenden Gehirns, das es wohl bevorzugen würde, sich die Welt künstlerisch zu erschließen.
 

6
Okt
2011

Kompromiss

 
Sobald sich linke und rechte Hemisphäre synchronisieren, gehen sie einen Kompromiss zwischen Ästhetik und Logik ein.


Einer der gelungensten Kompromisse scheint sich in einem guten Kinderbuch zu dokumentieren. Dieser Kompromiss trifft jedoch nur dann zu, solange das Buch vorgelesen wird. Während des Hörens unterstützt das Hören der Geschichte das Betrachten des entsprechenden Bildes. 


Worte (Logik) und Bilder (Ästhetik) verschmelzen dabei zur Einheit des Bilderlebens. Ansonsten initiiert ein gutes Kinderbuch den harmonischen Wechsel zwischen linker  und rechter Hemisphäre. Erzählen und Betrachten wechseln sich ab. 


Aber die Einheit von Wort  und Bild bleibt auch in gut geschriebener Lyrik gewahrt.
Der Dichter äußert unmittelbare Gefühle und Gedanken, die oft Parallelen zum Autor aufweisen.

Beziehungen zwischen Subjekt und Wirklichkeit werden ätsthetisch am stärksten verallgemeinert. Lyrik ist stark sinnbildlicht und rhythmisch, oft gereimt und musikalisch komponiert ( (griechisch λυρική (ποίησις) – die zum Spiel der Lyra gehörende Dichtung).

In der Lyrik verbirgt sich der Hinweis auf Worte als verdichtete Bilder. Sprache erscheint als Vermittlerin des Bilder-Lebens.

Dahinter verbergen sich wiederum entscheidende Hinweise für einen rechtshemisphärisch gerechten Umgang mit der Analyse von Texten.


In einer zunächst paradox erscheinenden Analyse von Texten geht es vor allem darum, das verborgene Bilder-Leben zu entbergen.

Die rechtshemisphärische Textanalyse verfährt gleichsam diametral entgegengesetzt zur linkshemisphärischen Textanalyse.

Aber auch die Bilder der rechten Hemisphäre sind denen der linken Hemisphäre diametral entgegengesetzt.


Die Bilder der linken Hemisphäre werden sinnlich wahrgenommen. Die Bilder der rechten Hemisphäre dagegen werden (rein) geistig wahrgenommen.

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➢    Identifikation (zu- und einordnen: z/e) bzw. Feststellung

➢    Verhältnisse (über- und unterordnen: ü/u) bzw. Ableitungen (mögliche Maßnahmen)
➢    Entscheidung (vor- und nachordnen: v/n) bzw. Plan

➢    Bewertung (an – und beiordnen: a/b) bzw. Vergewisserung

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Feststellung



Die linke Hemisphäre nimmt den Hund auf dem Hof wahr. Die rechte Hemisphäre nimmt Erfahrungen damit wahr (Erinnerungen)

Aufgrund solcher Erfahrungen wird das Verhältnis zwischen Wahrnehmenden und Wahrgenommenen bestimmt. 


Diese Bestimmung hängt vor allem von der Absicht und gefühlsmäßigen Befindlichkeit des Wahrnehmenden ab. 

In diesem Fall ist der Hund nicht einfach ein Haushund oder auch ein Schäferhund, sondern ein Wachhund.

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Auch im Hintergrund ensteht ein Bild. Dieses Bild erlaubt eine Antwort auf die Frage:



Ist der Wahrnehmende


o    ein Nachbar ?

o    ein Spaziergänger

o    ein Dieb?


Das innere Bild der rechten Hemisphäre ist Ihre ureigene Vorstellung von diesem Hofhund und auch die Geschichte, die Sie für sich daraus machen. Aber das eigentliche Innenbild, das sich entwickelt, ist der Gedanke (Aussage-Satz), der aufgrund der Wortfolge ensteht:

Ganz klar

Hund auf dem Hof

Wachhund

Risiko

Abhauen!



Um ein Innenbild in einem Text finden zu können, muss man herausfinden:


➢    Hypothese 

➢    These 

➢    Antithese 

➢    Synthese 



Will man also erfahren, ob sich in einem Text Denken
dokumentiert, dann muss man die Entwicklung eines Gedankens feststellen können.

 

5
Okt
2011

algorithmisch

 
Algorithmisches[1] Denken ist im Grunde eine “Spezialität” der linken Hemisphäre. Dem durchgängigen Streben nach Vereinfachung (ökonomisches Prinzip der minimalen Maßnahme mit maximaler Wirkung) folgend, werden sich wiederholende Vorgänge automatisiert.

Durch besonderes  Bewusstwerden solcher Automatismen werden einzelne Schritte als Aktions-Reaktions-Muster sichtbar.

Es lassen sich neuronale Programme erkennen, die sich unter gewissen Umständen objektivieren und technisch verwirklicht simulieren lassen.

Ein Algorithmus ist demnach eine standardisierte Abfolge eindeutig aufeinanderfolgender Verhaltens- oder Handlungsmomente.

Durch Erfahrungen wird ein Algorithmus schrittweise zunehmend differenzierter. So sollen nach tradierter Auffassung Lehramtsanwärter in ihren Praktika lernen, ihren eigenen Lehralgorithmus zu finden und zunehmand zutreffender differenzieren.

Algorithmus2

Die Veranschaulichung der Algorithmusstruktur zeigt, wie mit rechtshemisphärischen (ästhetischen) Mitteln eine logische Vorgehensweise in gewisser Weise unterstützt werden kann.

Letztendlich ist ja auch eine Regelung algorithmischer Natur.

__________
[1] Der euklidische Algorithmus ist ein Algorithmus aus dem mathematischen Teilgebiet der Zahlentheorie. Mit ihm lässt sich der größte gemeinsame Teiler zweier natürlicher Zahlen berechnen. Das Verfahren ist nach dem griechischen Mathematiker Euklid benannt, der es in seinem Werk „Die Elemente“ beschrieben hat.
Wikipedia, Der euklidische Algorithmus
 

4
Okt
2011

tabellarisch

 
Tabellarisches Denken ist ein ständiges Abgleichen von Vergegenwärtigungungen und Erfahrungen. Dieser Vor­gang ist insofern nicht unproblematisch, als er mögliche Reflexionen durch Vereinfachungen aufgrund der schneller verfügbaren Identifikationen verhindert.

Tabellarisches Denken kann zu dem führen, was “Schubladendenken” genannt wird. Andererseits werden Vorgänge des Bewusstwerdens durch tabellarisches Denken beschleunigt. Entscheidend darüber, ob das zum Vor- oder Nachteil des Wahrnehmenden führt, ist die gefühlsmäßige Beteiligung der rechten Hemisphäre.

Bei hoher Motivation verhilft tabellarisches Denken zur Beschleunigung des Wahrnehmens.

Bei geringer Motivation verkommt tabellarisches Denken zum mechanisierten Beamtendenken, also zum bloßen interesselosen Vergleichen. (Paragraphenfuchserei).

Bei anhaltender Motivationslosigkeit löst sich schließ­lich die Harmonie zwischen rechter und linker Hemisphärentätigkeit auf, und zwar in der Regel zu Gunsten einer Dominanz der linken Hemisphäre.

Zufolge solcher Loslösung werden linkshemisphärische Abläufe zunehmend automatisiert.

Durch solche Automatisierungen werden Vorgänge emotional entbehrlich, und das Gehirn leitet deren neuronale Entsorgung ein, indem es diese nach und nach aus dem Verbund neuronaler Netze entfernt.

Stillgelegte neuronale Abläufe werden während des Bewusstwerdens nicht mehr berücksichtigt.
 

3
Okt
2011

zirkulär

 
Zirkuläres Denken entsteht durch Synchronisation einer linkshemisphärischen und einer rechtshemisphärischen Regelung.

Die linkshemispärische Regelung vollzieht sich als Wahrnehmung (Vorgabe), Betrachtung (Regler), Be­obachtung (Maßnahme), Begreifen (Regelung) und Bewertung (Kontrolle).

Die rechtshemisphärische Regelung vollzieht sich als Gefühl (Vorgabe), Intuition (Regler), Vision einer Idee (Maßnahme), Schaffen (Regelung) und Befriedigung (Kon­trolle).

res-2

Solange sich die beiden Regelkreise nicht synchronisieren, erzeugen sie innere Konflikte und verursachen sehr wahrscheinlich stressbedingte Krankheiten.

Umgekehrt ist wahrscheinlich das Auseinanderdriften dieser Regelkreise das Erscheinungsbild des Burnout.

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Wenn sich dagegen linke und rechte Hemisphäre spontan während des Bewusstwerdens synchronisieren, dann harmonisieren sich zugleich auch deren neuronale Strukturen.

res-4

In Texten gelangt solche Harmonie durch das Ineinanderfliessen von logischen und ästhetischen Text­teilen zum Vorschein.
 

2
Okt
2011

modular

 
 
Die Bildung neuronaler Komplexe ermöglicht zugleich auch Bewusstwerden als komplexes Bilderleben.

Lineares Bilderleben splittet sich kollinar auf. Bewusst­werden geschieht mehrfach parallel zugleich als sinnliches Vernehmen, Betrachten, Beobachten und Verstehen von Situationen und besonderen Ereignissen.

Aus diesem noch emotionalen Zusammenspiel kri­stal­lisiert sich eine Art und Weise heraus, sich im Wiederholungsfall zu verhalten.

Aus einer Erfahrung entsteht so ein Modul, das sich als Verhaltensmuster in der Folge nach und nach mo­difi­ziert und unter Umständen zur Gewohnheit wird.

So spielt sich emotional unter Umständen ein Verhalten ein, dass der Umgebung als gar nicht wünschenswert erscheint.

Die Kunst der Erziehung besteht dann darin, dass gewachsene neuronale Modul in eine angepasstere Verhaltensweise zu überführen, ohne dass es zu heftigem Aufbegehren und zum alles verhärtenden Widerstand kommt.

Als solches handelt es sich bei einem Modul um eine natürliche Regelung, die fast ausschließlich affektiv (durch Stimmung) und/oder emotional (durch Einstellung) kontrolliert wird.

Aufgrund von Widerstand schlägt diese Regelung in eine Steuerung um, bei der Stimmungen oder Einstellungen Verhalten nicht mehr regeln, sondern prinzipiell steuern.

Dazu sollte es möglichst erst gar nicht kommen. Um das zu verhindern, sollte das vorhandene Prinzip der Regelung günstig beeinflusst werden. Das gelingt in der Regel durch behutsame Initiation zirkulären Bilderlebens.
 

1
Okt
2011

komplanar

 
Mehrere Neuronen heißen komplanar[1], wenn sie im selben neuronalen Netz liegen.

Wörter innerhalb eines Satzes sind komplanar, obgleich sie als Satzteile gewöhnlich verschiedene Neuronen repräsentieren.

Aber außer der formalen Komplanarität existiert auch eine inhaltliche, wenn nämlich Neuronen Elemente einer Menge (Gruppe oder Klasse) sind. So sind “Kastanie” und “Kiefer” komplanar, weil es sich bei beiden um Bäume handelt.

Neuronale Komplanarität entsteht aufgrund von räumlichen und/oder zeitlichen Nähen sinnlich vernommener Ereignisse.

Indem lineare Vorgänge gleichzeitig verlaufen, also Vergleichen zu Wiedererkennen, parallel als Zu- und Einordnen bzw. als Vor- und Nachordnen, enstehen Gedächtniskomplexe. So erfährt das Baby nach und nach, was alles mit Mama zusammenhängt und was alles sie damit zu tun hat.

________
[1]Komplanarität oder Koplanarität ist ein Begriff aus der Geometrie - einem Teilbereich der Mathematik. Mehrere Punkte heißen komplanar, wenn sie in einer Ebene liegen.
 

30
Sep
2011

linear

 
Lineares Denken ermöglicht das Vergegenwärtigen nicht nur von Zuständen, sondern von Vorgängen, also Geschehen als Abfolge innerer und/oder äußerer Bilder.

Mit der linearen Organisation von Gedanken entstehen Vorstellungen von Weg, Zeit, Richtung und Ebene. Das Gedächtnis beginnt, - aufgrund der Möglichkeiten vor- und nachzuordnen - sich zu erinnern.

Vergangenes und Zukünftiges werden unterschieden. Gegenwärtiges wird als das Dazwischen erfahren und erlebt.
Linearität ermöglicht in Einwortsätzen eingeengten Neuronen, in verschiedene Richtungen aktiv zu werden und vor allem sich auf andere Neuronen zu
beziehen.

Der zureichende Grund für das Zustandekommen der Linearität ergibt sich aus dem Entstehen der biochemischen Botenstoffe (Transmitter).
Die durch Einwortsätze gebundenen Neuronen nehmen von sich her Kontakt zu benachbarten Neuronen auf. Dadurch entstehen Richtungen, und Mehr­wortsätze scheinen aus Einwortsätzen hervor.

Da die neuronalen Nachbarschaften ebenfalls durch Sinneseindrücke enstanden sind, fällt auf, dass diese Vorordnungen zu den aktuellen Zwischenordnungen gleich, ähnlich oder verschieden sein können.

Es wird so erfahren, dass sich neuronale Ereignisse wiederholen. Das wiederum veranlasst ein frühzeitiges Vergleichen und die Erfahrungen, aufgrund weniger Eigenschaften gewisse neuronale Ereignisse vorhersehen zu können (Antizipation).
 

29
Sep
2011

punktuell

 
Schlag- und Stichwörter sind Repräsentanten punktuellen Denkens. Im Idealfall sollten das auch die Punkte einer Gliederung sein.   

Die kürzeste Form punktuellen Denkens ist der Ein-Wort-Satz.

Über einen Einwortsatz äußern sich Kinder, die in der Frühphase des Spracherwerbs stehen. Mit einem einzigen Wort drücken sie eine Handlung aus.

Das Kind spricht ab 9./10. Monat Einwortäußerungen als Teile eines komplexen Handlungsschemas. Neben "Mama" und "Papa" lernt und spricht es meist Substantive.

Die Einwortsätze nutzt es wie gesagt zum Äußern von Wünschen, Befindlichkeiten oder Appellen.

Solche Äußerungen sind im Grunde Kürzel sprachlicher Handlungen, die an Intonation und Handlungskontext erkennbar ist.
 

Neonuntergang
Bläue in altmodischen Scheibengardinen.

Altbaugehäuse hinter Rauhfaser.

Zerstörtes Uhrwerk in Ebenholz.
Verkümmerte Pflanzen auf dem Fensterbrett.

Rest von starkem Kaffee in ziegelroter Keramiktasse.
Staubteilchen auf milchig brauner Brühe.
Zerknüllte Notizen. Papierknäuel auf dem
Holzfußboden.


Dieses Gedicht lässt sich auch in reinen Einwortsätzen ausdrücken.


Neonuntergang
Dämmerung.

Altbaugehäuse.

Mansardenzimmer.

Getränkereste.

Notizen.

Papierknäuel.
Leere.

Bei diesem zweiten Text muss die vorgenommene sprach­liche Reduktion durch stimmliche Modulation ausgeglichen werden.

Einwortsätze in Texten werden eingesetzt, wenn etwas besonders betont oder als Thema angekündigt werden soll.
 

28
Sep
2011

Gleichgewicht von links und rechts

 
Das Gleichgewicht wird auch aufrechterhalten, wenn die rechte Hemisphäre dominiert.
Dieser Fall der rechtshemisphärischen Dominanz dürfte wohl der von Natur aus gewollte Idealfall sein:

acht

Dieser Fall tritt ein, sobald
ein Künstler dichtet, malt, zeichnet, komponiert oder modelliert,
ein Mystiker betet,
ein Philosoph spekuliert,
ein Techniker programmiert,
ein Physiker mathematisiert,
ein Mathematiker theoretisiert.

Jeder schöpferische Prozess muss sich ordnen, um sich entwickeln zu können. Jede Gestalt braucht ihre Form, um sich ausdrücken zu können.

Die im Menschen wie in der gesamten Natur angelegte Dominanz der rechten Hemisphäre wird durch Umerziehung in der Grundschule geradezu “auf den Kopf gestellt”.
 
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Seit 20 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Prof. Dr. habil Wolfgang F Schmid

Grundsätzliches (www.wolfgang-schmid.de)

 

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