Unilogo

13
Sep
2012

1.4 Innere Stimme

 




In der Geschichte der Philosophie wird das Phänomen der inneren Stimme zum ersten Mal von Sokrates beschrieben. Sokrates nennt sie ‘daimonion’: Wesen und Wirkung des Göttlichen.

Nach Sokrates Auffassung wird jedem Menschen von Geburt an ein göttlicher Schutzgeist mit auf den Weg gegeben, der ihn vor Unheil bewahrt. Erst wenn der Mensch diesen Schutzgeist vernachlässigt und damit den Unwillen der Götter erregt, wird das Dämonische in ihm zur Verblendung und Besessenheit.

Das sokratische Daimonion hat eine Stimme und stellt sich schützend vor die ihm Anvertrauten. Für Sokrates ist das ein klar erkennbares Faktum. Es ist so selbstverständlich anwesend, dass dies nicht erst diskutiert zu werden braucht. Das Daimonion berät zwar, aber es trägt nicht zum Erkennen bei. Das Daimonion ist streng getrennt vom Verstand, es sagt das, was der Verstand nicht erkennen kann. Es ist nicht das sittliche Gewissen. Was Sokrates zu tun hat und was nicht, sagt ihm sein Verstand. Das Daimonion bedeutet die Stimme, die ihn warnt, sobald er gegen seine Intuition handelt.

Der griechische Schriftsteller Plutarch (45-120) hat das sokratische Daimonion ausführlich erörtert. Hinweise auf die Existenz eines Daimonion finden sich auch in den Schriften der römischen Autoren Seneca (4-55 n. Chr.) und Marc Aurel (121-180 n. Chr.). Augustinus deutet das Daimonion als Gewissen und legt die innere Stimme als Stimme Gottes aus. Thomas von Aquin deutet es sogar als Erkenntnisorgan der praktischen Vernunft.

“Die innere Stimme gilt je nach Ansicht den einen als Stimme der Seele, anderen als Sprache der Vernunft und wieder anderen als Ausdruck des Gewissens oder als Zuspruch des Geistes oder auch Stimme des Herzens. Mahatma Gandhi nennt die leise innere Stimme den einzigen Tyrann, den er in dieser Welt anerkennt.“ (Ausgewählte Texte, Richard Attenborough (Hrsg.))

„Du hast deine Kindheit vergessen, aus den Tiefen deiner Seele wirbt sie um dich. Sie wird dich so lange leiden machen, bis du sie erhörst.“
(Ausgewählte Texte, Richard Attenborough (Hrsg.) Und Friedrich Nietzsche sagt zur inneren Stimme:

“Es geht geisterhaft zu, jeder Augenblick des Lebens will uns etwas sagen, aber wir wollen diese Geisterstimme nicht hören. Wir fürchten uns, wenn wir allein und stille sind, daß uns etwas in das Ohr geraunt werde, und so hassen wir die Stille und betäuben uns durch Geselligkeit.”
Friedrich Nietzsche, Werke I - Unzeitgemäße Betrachtungen)

“In dem Augenblick aber, wo uns alles verloren scheint, erreicht uns zuweilen die Stimme, die uns retten kann; man hat an alle Pforten geklopft, die auf gar nichts führen, vor der einzigen aber, durch die man eintreten kann, und die man vergeblich hundert Jahre lang hätte suchen können, steht man, ohne es zu wissen, und sie tut sich auf." (Marcel Proust, Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Bde. 1-3 )

Woher die recht unterschiedlichen Namen für die innere Stimme?

“Das liegt daran, dass sich dieses Phänomen dem Wissen entzieht und allein dem Glauben offenbart. Der Glaube verfügt aber über keine eindeutigen Namen bzw. Begriffe, sondern allein über vielfältige und vieldeutige Hinweise, Zeichen oder Bezeichnungen.
Offenbarungen des Glaubens lassen ganz persönliche Deutungen zu wie beispielsweise auch das Wort Gott. Deshalb glaubt Sokrates seiner inneren Stimme, als einer göttlichen Eingebung und nennt sie deshalb auch seinen “daimonion”, also seinen persönlichen Schutzgeist, der Teil des Ichs ist. Diese innere Stimme warnte ihn in entscheidenden Augenblicken und hielt ihn von der Ausführung einer gefährlichen Absicht ab. Sokrates versteht das Daimonion als eine Gegeninstanz zum Logos, die das erkennt, was der Vernunft verborgen bleibt, und vom Falschen abrät, jedoch zu nichts rät.

Seinen Daimonion schätzt Sokrates so hoch ein, dass er ihm auch gegen seine rationale Einsicht gehorcht. Da er es auch über die Götter stellt, wurde ihm sogar vorgeworfen, es als einen neuen Gott einführen zu wollen.” (Kommentar der inneren Stimme selbst) Und die innere Stimme offenbart der Fantasie, der Vernunft und dem Verstand, dass sie selbst letztlich nichts Anderes ist als ein sprechendes inneres Bild ihrer ureigenen daimonia.

Aus der inneren Stimme spricht nicht nur das Selbst des Ichs, sondern zugleich auch der Logos der Natur. Und was die innere Stimme nicht auszudrücken vermag, zeigt sie dem Dritten Auge in den inneren Bildern der Vorstellungskraft.


 

12
Sep
2012

1.3 Glaube und Intuition

 




„Glauben heißt nichts wissen!“ Hinter dieser Aussage steckt die Geringschätzung einer Wahrnehmung, die nicht auf sinnlicher Wahrnehmung, sondern auf einer Art gefühlter innerer Überzeugung beruht.

Gewöhnlich wird nicht akzeptiert, dass Intuition eine besondere Art und Weise des Wahrnehmens ist. Intuitives Wahrnehmen vermittelt wie Tasten, Riechen, Schmecken, Hören, Sehen Eindrücke, aber diese Eindrücke sind nicht sinnlicher, sondern seelischer Herkunft.

Wie die Sinne vermittelt die Seele dem Bewusstsein Bilder, und zwar keine gewussten Außen-, sondern gefühlte Innenbilder. Die Seele ein Wahrnehmungsorgan zu nennen, das klingt befremdlich, und dennoch galt dies dem griechischen Philosophen Platon noch als so selbstverständlich, dass er hierfür nicht das griechische Verb „oran“ für sinnliches Wahrnehmen, sondern das Verb „idein“ für geistiges Wahrnehmen benutzte.

Seelisches Wahrnehmen ist vor allen schöpferischen Menschen zueigen. Das Erzeugen von Ideen ist ein Wesensmerkmal des „idein“.

Wahrscheinlich verhält es sich so, dass Glauben und Intuition einer besonderen Begabung bedürfen. Vielen schöpferisch arbeitenden Menschen ist vielleicht diese besondere Begabung gar nicht bewusst; sie nutzen sie einfach.

Ist Intuition die regelmäßige Begleiterin eines schöpferischen Menschen, sensibilisiert und initiiert sie dann auch das innere Schauen, die Vision. Dabei ist es gleichgültig, ob dieser Mensch religiös, künstlerisch oder wissenschaftlich arbeitet.

Im Zusammenhang mit dem im Abschnitt 1 angesprochenen Phänomen der Totzeit interessiert hier natürlich, auf welche Art und Weise Intuition einen Blick hinter den Horizont des sinnlich Vernehmbarren erlaubt.

Zunächst ist es wichtig zu beachten, dass sich sinnliche und seelische Wahrnehmung wesentlich unterscheiden.

Sinnliche Wahrnehmungen werden in Gestalt von Bildern bewusst. Dagegen zeigen sich seelische Wahrnehmungen dem Bewusstsein in Gestalt von Gefühlen. Da die meisten im Spüren von Gefühlen völlig unerfahren sind, vermögen sie diese auch nicht zu interpretieren und zu verstehen.

So spüren zwar nicht wenige die Anwesenheit von ihnen sehr nahestehenden kürzlich Verstorbenen, aber sie können damit nichts anfangen. Weil die wahrgenommenen Gefühle nicht sprechen, können sich die Toten auch nicht mit ihnen verständigen.

Aber da sich Verstorbene mit Lebenden über das metaphysische bzw. metaneuronale ontische Netz zu ,vereinigen‘ vermögen, können sie auch darüber kommunizieren. Sie nutzen sogar neuronale Muster, um sich sprachlich unsinnlich mitzuteilen.

Diese geistigen Mitteilungen kann der Lebende dann über seine innere Stimme vernehmen.
 

11
Sep
2012

1.2 Sinn

 





Das Wort „Sinn“ ist doppeldeutig. Es bedeutet sowohl „Fähigkeit der Wahrnehmung“ als auch „geistiger Gehalt (Bedeutung)“.

Neben den fünf Fähigkeiten des Wahrnehmens Tasten, Hören, Sehen, Riechen, Schmecken existiert noch ein sechster Sinn, d. i. das gefühlte innere Sehen.

Der große abendländische Lehrer der Intuition ist Platon. Platon (altgriechisch Πλάτων Plátōn, latinisiert Plato; * 428/427 v. Chr. in Athen oder Aigina; † 348/347 v. Chr. in Athen) war ein antiker griechischer Philosoph. In seinem berühmten Höhlengleichnis schildert er den Weg der Intuition.

Was geschieht in der Höhle, von der Platon spricht?
Hat man sich an die Dunkelheit der nur von einem kleinen Feuer beleuchteten Höhle gewöhnt, dann erkennt man sehr bald, dass dort gegen die Wand hin gefesselte Menschen sitzen, die sich nicht umdrehen können und deshalb nur Schatten an der Höhlenwand sehen.

Es sind die Schatten der Menschen, die hinter dem Rücken der Gefangenen und dem Feuer Gegenstände und Speisen hin- und hertragen. Die Gefangenen aber kennen allein die Schatten dieser Gestalten und halten diese Schatten also für die Gestalten selbst. Deshalb ordnen sie ihnen auch sogar die Stimmen zu, die sie hören.

Die Schattenwelt ist die Welt so, wie die Gefangenen sie erleben. Die Gefangenen halten ihre Erlebniswelt für die Wirklichkeit, denn sie befinden sich von Geburt an in dieser Lage. Und Platon provoziert uns, indem er uns sagt, dass unsere sogenannte reale Welt nichts anderes ist als eine Schattenwelt. Das, was wir wahrnehmen, ist nicht mehr als Abschattung von etwas, was wir selbst nicht wahrzunehmen vermögen, weil wir uns ebenfalls nicht umdrehen, unsere Sichtweise nicht verändern können.

Dabei muss es jedenfalls nicht bleiben. Wir sind nicht dazu verurteilt, unser gesamtes Leben als Gefangene unserer Schattenwelt zu verbringen. Aber Platon macht auch nachdrücklich darauf aufmerksam, dass sich niemand selbst aus seiner miserablen Lage befreien kann. Jeder braucht einen Lehrer, der ihn befreit. „Erziehung“ ist für Platon der Name für diese Befreiung.

In seinem Höhlengleichnis fragt Platon, was geschehen würde, wenn einer der Gefangenen in der Höhle befreit würde. Platon sagt, dass eine solche Befreiung gewaltsam geschehen müsste, weil sich niemand freiwillig von Gewohnheiten trennt, die ihn ein Leben lang bestimmt haben. Und wir alle spüren auch, wie sehr wir uns dagegen wehren, Platon zu glauben, dass alles, mit dem wir zu tun haben nicht mehr ist als Schatten. Statt uns in unserer Sichtweise zu wenden, halten wir lieber Platons Auffassungen für verdreht. Und einem Verrückten braucht man nicht zu folgen. Dennoch sollen wir uns nun vorstellen, dass einer der Gefangenen von seinen Fesseln befreit wird. Der so befreite Mensch kann sich jetzt umdrehen und plötzlich klar erkennen, dass das, was er sehen kann, überhaupt nichts mit dem zu tun hat, was er bislang für wahr gehalten hat. Allmählich gewöhnt er sich an seine Freiheit und folglich auch daran, Zusammenhänge erkennen zu können. So erkennt er die Schatten als Projektionen dieser Gestalten vor dem Feuer. Sie bewachen die Gefangenen, und er erkennt nicht nur die Schatten als Wächter, sondern er nimmt auch einen Weg wahr, der nach oben zum Höhlenausgang führt. Weil er neugierig geworden ist, folgt er diesem Weg vorsichtig nach oben, wohl darauf gefasst, dass die Höhle auch nicht die Welt ist und er jederzeit mit einer weiteren Überraschung rechnen muss.

Als er schließlich zum Ausgang gelangt erfasst ihn ein kaum zu beschreibender Schrecken und er bekommt große Angst, weil er wegen des sehr grellen Lichts, das seine Augen blendet, nichts mehr erkennen kann. Als sich dann seine Augen an das Licht der Sonne gewöhnt haben, erkennt er wiederum ein Feuer. Das ist die Sonne, der er nun gewahr wird. Er kommt zu dem Schluss, dass es sich bei den Dingen, die er nun wahrnehmen kann, wiederum nur um Abschattungen handelt. Deshalb folgert er, dass er erneut einen Weg finden muss, der ihn aus dieser Welt der Schatten hinausführt.

 

10
Sep
2012

1.1 Grenze

 

Für die denkbar kürzeste Zeitspanne ist das vernunftbegabte Wesen über das Neuron „ὄν“ mit der Welt hinter dem Horizont verbunden. 

Durch eine besondere Form der Organisation des Bewusstseins vermag der Mensch über eine Aufrechterhaltung des neuronalen, ontischen Netzes mit der Welt hinter dem Horizont zu kommunizieren.

Unter philosophischem Gesichtspunkt ist die Grenze zwischen diesen beiden Welten die Grenze zwischen Wirklichkeit und Möglichkeit. 
 

 
Die physikalischen Teilchen ὄνta (Plural von ὄν) können diese Grenze überspringen. Diese neuronalen Teilchen wandeln sich bei diesem Sprung zu virtuellen Teilchen. Virtuelle Teilchen können aber physikalisch nicht mehr erfasst werden. 

Ich nehme nicht nur an, dass die Gesamtheit der ὄtνa das ausmacht, was Seele genannt wird, sondern auch, dass die Seele als diese Gesamtheit die neuronale Auflösung durch den Tod überlebt.

Also gerade das, was uns wesentlich und besonders wichtig erscheint, scheint sich uns mit dem Sterben zu entziehen. Dass wir uns aber mit diesem Anschein von Schwund schrecklich täuschen, erfahren wir aus leicht erklärbaren Gründen nicht. Und so leiden wir unter einer sehr schmerzlichen Trennung, die in Wahrheit gar nicht stattfindet.

Warum wir das dennoch so erleben, liegt einzig und allein daran, dass wir unserem sechsten Sinn nicht vertrauen. 
 

9
Sep
2012

Totzeit (2. Auflage)

 
Totzeit ist die Zeitspanne des Sterbens als Übergang von der Endlichkeit über den Tod zur Ewigkeit.

Totzeit ist aber auch die Zeitspanne für die Existenz von Information zwischen zwei Neuronen. Während dieser Zeit existiert das virtuelle (metaphysische) Neuron „ὄν“ (griechisch, „seiend“ zu εἶναι, „sein“).

Das Neuron „ὄν“ ist raum- und zeitunabhängig.
 

8
Sep
2012

Ein Augenblick der Angst

 



 

7
Sep
2012

Totzeit

 

totzeit1-1
 

6
Sep
2012

Chronometer

 
Die intakte innere Uhr lebt wie alles in der Natur von der Wiederholung des immer Gleichen. Die innere Uhr braucht einen vom Ich selbst abgestimmten Rhythmus. An die selbst festgelegte Folge von Aufgaben eines Tages (= neuronale Zeiten) sollte man sich unbedingt halten.

Die Festlegung regelmäßiger Zeiten für Ruhe, schöpferisches Arbeiten, Beruf, Hausarbeiten, Besorgungen, Bewegungen, Pausen usf. sowohl täglich als auch wöchentlich stabilisiert das innere Gleichgewicht.

Zur Sensibilisierung der Selbstheilung verhelfen die (stündlich) augenblicklichen Farbmeditationenen von Tian Harlan (1970). Ein Augen-Blick auf eine stündlich 'neue' Farbe bewirkt eine Blitzaufladung.
 

chronograph

 

 

gelb: inneres Licht durch Satz der Information ( vgl. Sensibelchen)

orange: Loslassen (vgl. Brennnessel)

pink: Natürliches Ordnen (vgl. Trichterwinde)

rot: Prophylaxe (vgl. Löwenzahn)

lila: persönliches Heilbild (vgl. Hibiskus)

violett: positives Denken (vgl. Schachblume)

blau: Gewissensfragen (vgl. Hirtentäschelkraut)

grün: natürliche Wiederholung des immer Gleichen

türkis: eigener existentieller Beweggrund

braun: erden (der Weg ist das Ziel)

ocker: wachsen durch 'Selbst - Ich - Annäherung'

beige: selbst vertrauend antizipieren (Utopia)


Selbstverständlich ist es noch besser, die stündliche Fabenbelegung selbst zu belegen.

(Die Chromachrom gibt es als colorwatch als kostenloses app für iphone, ipod, ipad)
 

5
Sep
2012

Innovare

 
Die neuronale Innovation, also die Erneuerung von Nervenzellen (Neuronen) bleibt bei vielen folgenlos, da sie wider besseres Wissen handeln. Sie sind letztlich nicht überzeugt von der Wirksamkeit eines Weges der kleinen Schritte. Bei der Selbstheilung oder neuronalen Selbstreparatur ist aber der Weg das Ziel.

Wer z.B. weiß, dass das Sensibelchen zwar zur für die innere Heilung erforderlichen Erweiterung des Bewusstseins verhilft, aber diese Heilpflanze nicht täglich anwendet, kann natürlicherweise keine Fortschritte bei sich erwarten.

Der Spruch "Gegen Dummheit und Faulheit ist kein Kraut gewachsen" (auch kein Heilkraut!) verweist vielleicht auf das Grundübel, warum vielen der Erfolg innerer Heilung versagt bleibt.

Um diesem Grundübel begegnen zu können, hilft es vielleicht, sich eine innere Uhr (Neurochronometer) einzurichten.

Die intakte innere Uhr lebt wie alles in der Natur von der Wiederholung des immer Gleichen. Die innere Uhr braucht einen vom Ich selbst abgestimmten Rhythmus. An die selbst festgelegte Folge von Aufgaben eines Tages (= neuronale Zeiten) sollte man sich unbedingt halten.

Die Festlegung regelmäßiger Zeiten für Ruhe, schöpferisches Arbeiten, Beruf, Hausarbeiten, Besorgungen, Bewegungen, Pausen usf. sowohl täglich als auch wöchentlich stabilisiert das innere Gleichgewicht.

Zur Sensibilisierung der Selbstheilung verhelfen die augenblicklichen Farbmeditationenen von Tian Harlan (1970). Ein Blick auf eine stündlich 'neue' Farbe bewirkt eine Blitzaufladung.
 

farbmeditation
 

Farbe ist Energie. Farbe ist reine Sonnenenergie. Hoch kultivierte Völker wussten um die Heilkraft der Sonne, des Lichts und der Farben.
 

4
Sep
2012

Die Birke

 
Die Birke (betula alba) ist ein ehemals sehr geschätztes Heilmittel. Schon in den Kräuterbüchern des Mittelalters wird die Birke als ausgezeichnetes Mittel zur Behandlung von Gicht, Rheuma, Wassereinlagerungen und Hautflecken beschrieben.

Die Birke (Betula alba) - findet man in der nördlichen Hemisphäre. Birke bezeichnet eine Gattung, die ca. 50 Arten umfasst. Allen Birken gemein sind der Aufbau der Blüten und Früchte. Bei den meisten Birken ist die Rinde auffällig hell bis weiß. Die meist genutzte Weißbirke, auch warzige Birke oder Rauhbirke genannt, ist ein schlanker, bis zu 25 Meter hoher Baum aus der Familie der Birkengewächse. Die Rinde der Birke ist schneeweiß mit schwarzrissiger Borke. Die jungen, biegsamen Zweige der Birke sind dicht mit Drüsenwarzen besetzt. Die Blätter der Birke sind dreieckig, zugespitzt, doppeltgesägt, klebrig und kahl. Die Fruchtkätzchen sind hängend, walzlich, ziemlich dick und braun. Die Birke blüht von April bis Mai.

Die virtuelle Birke ist vor allem eine Heilvorstellung zur neuronalen Selbsterneuerung und unterstützt damit verjüngendes Altern. Unter verjüngendem Altern wird vor allem das seelisch geistige Erstarken und zugleich Hemmen der körperlichen Schwächung verstanden. Die Heilkraft der virtuellen Birke hängt vor allem von einer starken Fantasie ab. Die Schwierigkeiten des Alterns entstehen vor allem durch eine unangemessene Zeitvorstellung. So trifft es zwar zu, dass auf Grund der Verlangsamung aller alltäglichen Vorgänge die Zeitressourcen schwinden, aber dieser Schwund kann nicht nur durch ein optimiertes Zeitmanagement, sondern auch durch Straffen schöpferischer Prozesse abgefangen werden.

Das Zubereiten der virtuellen Birke vollzieht sich demnach in Gedanken an die Vertreibung altersbedingter Zeitdiebe. In diesem Zusammenhang wird sowohl das Gedächtnistraining als auch das Wissen um die Selbstreperatur besonders wichtig.
 

3
Sep
2012

Das Hirtentäschelkraut

 
Das Gewöhnliche Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris), auch Hirtentäschelkraut genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae).

Der wissenschaftliche Name Capsella bursa-pastoris kommt von lat. capsa = Kapsel, bursa = Tasche und pastor = Hirt, da die Kapseln der Pflanze wie die Taschen von Hirten geformt sein sollen.

Als katathyme Heilpflanze unterstützt das Hirtentäschelkraut:
Brennnessel, Trichterwinde, Löwenzahn, Hibiskus, Sensibelchen und Schachblume.

ZUBEREITUNG UND ANWENDUNG:

Beantworte folgende Checkfragen:

1. Wie steht es mit der Reinigung von Erziehungsschlacken?
2. Denkst Du positiv über die Selbstheilung?
3. Stimmt Deine Prophylaxe?
4. Betrachtest Du wiederholt das Heilbild?
5. Trainierst Du die Bewusstseinserweiterung?
6. Führst Du das Journal+?
7. Was tust Du für Dein Grundmotiv?
 

2
Sep
2012

Die Schachblume

 
Für alle inneren Maßnahmen gilt, dass damit auf keinen Fall übertrieben werden darf. Die größte Gefahr besteht in der Kurzatmigkeit. Etwas begeistert, wird auf übertriebene Weise angenommen und dann doch wieder vergessen. Psycho-Asthma könnte vor allem eine Folge mangelnden Trainings des Gehirns sein. Vor allem die regelmäßige Anwendung des Sensibelchen könnte da wirksame Abhilfe schaffen. Zur Unterstützung kann auch die Schachbrettblume wertvolle Hilfe leisten.

Diese Schachblume (Fritillaria meleagris) wächst nur an sehr wenigen vulkansteinernen Berghängen in feuchten Mulden wie am Nord-Hang des Hohentwiels. Diese Heilpflanze dient vor allem der Förderung und Erhaltung des Langzeitgedächtnisses.

ZUBEREITUNG UND ANWENDUNG:

Das positive Journal wird mit Hilfe eines sehr einprägsamen Bildes pro positivem Tagesereignis (7 pro Woche) eingeprägt. Ist eine Woche vollständig, dann sollte aus den sieben Ereignissen eine kleine Fantasiegeschichte gestaltet werden. Je zwei Wochen sollten gegenwärtig gehalten werden.

Mindestens 1x pro Tag sollten die jeweils verfügbaren Ereignisse vor Augen geführt (vergegenwärtigt) werden.
 

1
Sep
2012

Sensibilchen

 
Das Sensibelchen (flosculus mollis) erinnert von seiner morphologischen Struktur an das Gänseblümchen (bellis perennis), kommt jedoch nur in höheren Gebirgslagen vor. Es ist eine äußerst wertvolle Heilpflanze.

Das Sensibilchen spricht vor allem sensible Punkte des neuronalen Systems an und dient der Sensibilisierung von Schwachstellen in der Transmitterproduktion und bei Schwächung von Botenstoffen. Wegen seiner starken Wirkung sollte diese Heilpflanze selten und nicht in Verbindung mit anderen benutzt werden. Das Sensibelchen gehört zu den am schnellsten wirkenden und wirksamsten Heilpflanzen. Einmal eingenommen bewirkt sie eine Art Blitzaufladung des gesamten neuronalen Systems.

ZUBEREITUNG:

Die Einnahme dieser Heilpflanze setzt eine erweiterte Organisation des Bewusstseins und ein gut trainiertes Kurzzeitgedächtnis voraus. Der Zustand des eigenen Kurzeitgedächtnisses lässt sich beispielsweise mit folgendem komplexen Satz, der alle Perspektiven bzw. Aspekte umfasst, testen:

Glaubens- und Wissenssatz

Ich erfasse etwas dann, wenn ich über dessen Grund und Zweck in Hinsicht auf seine Ursache und Wirkung verfüge, und zwar nach Art/Weise und Umstand der auffälligen Eigenschaften seines Wesens unter Berücksichtigung des Mittels und Ausmaßes in Raum und Zeit seines Vorscheinens.

Ergänzung: die 12 Perspektiven und Aspekte des Bewusstseins (Kategorien):

Grund und Zweck
Ursache und Wirkung
Eigenschaften und Wesen
Art/Weise und Umstand
Mittel und Maß
Raum und Zeit

Beispiel:
  • Auf der Party habe ich zu viel geraucht und getrunken, um allen Stress einmal zu vergessen. (Grund und Zweck)
  • Nikotin- und Alkoholmissbrauch verursachten Kopfschmerzen und einen vernebelten Kopf. (Ursache und Wirkung)
  • Aspirin soll mich von den Kopfschmerzen befreien und mir wieder einen klaren Kopf verschaffen. (Mittel und Maß)
  • Ich möchte wieder aufmerksam sein und mich konzentrieren können. (Art/Weise und Umstand)
  • Das schöpferische Arbeiten soll nicht darunter leiden. (Eigenschaften und Wesen)
  • Vormittags, nachmittags und abends werde ich an der Uni sein. (Raum und Zeit)

Zubereitung und Einnahme der Heilpflanze:

Diese Heilpflanze wird eingenommen durch Bildung eines eigenen Fallbeispiels zu den 12 Kategorien.

Wirkung:

Die beste Wirkung wird durch tägliche Einnahme (1x) ohne Benutzung von Papier erzielt!
 

31
Aug
2012

Katathyme Landschaftsberatung

 
In gewisser Weise ist das Erscheinungsbild des katathymen Gartens ein aktuelles Spiegelbild der Seele. Vielleicht hilft da manches Mal ein kleines Gespräch mit der inneren Landschaftspflege. Meditativ lässt er oder sie sich leicht herbeirufen.

Das Zwiegespräch, das sich hierbei entwickelt, ist ein innerer Dialog zwischen dem seelischen Ich und dem geistigen Ich, dem Selbst. Es handelt sich letztlich um einen Dialog zwischen eher strategisch vorgehendem Bewusstsein und spielerischem Unbewussten. Es liegt demnach auch nahe, dass das Ich dem Selbst die Fragen stellt und das Selbst dem Ich intuitiv antwortet.

Das Ich vermag innerhalb der vom Selbst vorgebenen Grenzen Jahreszeit und Wetter der inneren Landschaft zu gestalten. Je größer dabei der Gegensatz zwischen äußeren (realen) und inneren (katathymen) Jahreszeiten und/oder Wetter wird, um so stärker ist die Widerstandskraft, über welche das Ich gegenwärtig verfügt. Stürmt und schneit es draußen heftig und ist drinnen das schönste sommerliche Wetter, dann verfügt das Immunsystem des Ichs über hinreichende Reserven, um gegebenenfalls zusätzliche Heilkräfte konzentrieren zu können. Bei diesem Beispiel wird natürlich vorausgesetzt, dass der Sommer als sehr viel erfreulicher empfunden wird als der Winter. Die regionalen realen Unterschiede sind also unbedingt zu berücksichtigen. So empfinden mehr Norddeutsche Novemberstürme als etwas Angenehmes als Süddeutsche. Und auch katathymes Regenwetter kann bei realer Hitze draußen als sehr angenehm empfunden werden.

Das Ich muss folglich erst Erfahrunen mit den Wetter-Innenbildern des Selbst sammeln und sie deuten lernen. Allgemein gilt jedoch, dass als positiv empfundenes Wetter mit der Immunstärke korreliert. Und es ist immer ein aufforderndes Zeichen einer notwendigen Selbstheilungsmaßnahme, wenn das katathyme Wetter des Selbst gegen den Willen des Ichs längerfristig schlecht bleibt.
 
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Seit 20 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Prof. Dr. habil Wolfgang F Schmid

Grundsätzliches (www.wolfgang-schmid.de)

 

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