Unilogo

23
Nov
2012

Lehren lernen, aber wie?

Wer Lehren lernen will, muss Lehren lernen wollen! Denn: Lehren lernt sich allein durch Lehren. Durch Praxis für die Praxis! Erster Schritt:1. Schule suchen, 2. nach Möglichkeiten, unterrichten zu dürfen, fragen 3. Unterrichtsinhalte aneignen und anfangen!



Den Anfänger, der zweifelt, so vorgehen zu können, überfällt jetzt die Angst, weil er sich das so spontan nicht zutraut. ist das Gerücht, dass man sich zum Unterrichten erst ausbilden lassen muss… .. man muss sachlich kompetent sein. ...Wer sich auf die zu unterrichtende Sache versteht und ein Herz für Kinder und Jugendliche hat, ist natürlicherweise auch sozial und didaktisch kompetent.



De Didactica natura
Fragment 1

22
Nov
2012

Vorsatz

Ein Vorsatz ist wie eine hoch empfindliche Pflanze. Beide müssen täglich mit Liebe und Sorgfalt gepflegt werden, wenn sie nicht eingehen sollen.Die meisten Vorsätze scheitern an mangelnder Pflege.



Ein Vorsatz wird einfach vergessen, wenn er nicht täglich vergegenwärtigt und erneuert wird

21
Nov
2012

Altern

Das Altern ist wie eine Bergwanderung. Je höher man steigt, um so überschaubarer wird alles. Einzelheiten verlieren an Bedeutung und drohen in Vergessenheit zu geraten. Aber das Gefühl, das sich mit dem Erreichen des Gipfels einstellt, ist nicht mehr als eine Momentaufnahme.

Der Weg bleibt wichtig, denn er bestimmte das Ziel, das eine einzige Momentaufnahme nicht zu erfassen vermag. Viele sind stolz auf das, was sie erreicht haben. Sie ahnen dabei jedoch nicht, dass sie bereits abstürzen. Der Stolz auf vollbrachte Leistungen bezeugt ganz entschieden große Dummheit. Denn: Nur wer loslässt, gelangt zur Höhe eines Lichts, das sich nicht mehr von Verdiensten speist.

Den Blick zur Höhe der Seele kennt allein das Herz!



Wenn das alternde Herz erkaltet, weil die Seele gefriert, sollte man schleunigst zu sich pilgern. Viele Pilger wählen den Johannesweg für eine solche Wallfahrt.

20
Nov
2012

Kurzgeschichte

Am Ende erscheint das Leben wie eine Kurzgeschichte. Die vielen Ereignisse ziehen sich zu einer verbleibenden Stimmung zusammen. Die tiefsten Erlebnisse münden in einer einzigen Einstellung. Auch von einem reichen Leben bleibt nur ein einziger Satz.Formulieren Sie diesen Satz "Mein Leben ist…" oder kurz vor dem Abschluss "Mein Leben war…"



Zuletzt bleiben wenige Worte für die alles entscheidende Satzaussage gelebter Existenz.

19
Nov
2012

Lupe

Ihres unsteten Lebens müde geworden, gesellt sich die weggeworfene Lupe zu all den anderen aufgegebenen Gebrauchsgegenständen in der Wegwerfkiste. Ihr ganzes Leben suchte sie nach dem, was er aufnehmen wollte. Aber seine Hand wurde immer zittriger und seine Neugier zunehmend schwächer. Nun hat er sie fallen gelassen, weil er nichts mehr erkennen kann. Wer aufhört zu suchen, bei dem stirbt zuerst die Neugier, dann die Seele und schließlich der Körper.

18
Nov
2012

Barmherzigkeit

Für Lisbeth hat Barmherzigkeit nichts mit Warmherzigkeit zu tun. Es ist nun einmal die verdammte Pflicht einer Pastorenfrau, barmerzig zu sein. So speist sie die Armen hochnäsig erhobenen, ungepflegten Hauptes in ihrer Küche mit Essensresten.

Die alte Hausglocke des Pfarrhauses fordert heute zum dritten Mal Lisbeths Nächstenliebe heraus. Wütend schlurft die Pastorenfrau zur Pforte und öffnet die alte schwere Holztür.
Aber die ungläubige Lisbeth kann das Geistwesen vor ihr nicht erkennen. Zu weit hat sich ihr hasserfülltes Herz all die Jahre von ihm entfernt. Nie hat sie ihm verziehen, dass er sie als junge Kriegerwitwe mit vier Kindern allein gelassen hat.
Erbost schlägt Lisbeth die Tür vor dem Unsichtbaren zu. An der Freiheit eines Christenmenschen endet selbst die Allgegenwart des Göttlichen.

17
Nov
2012

Novemberbluten

Wenn die Seele an grauen Novembertagen blutet, weil das Herz nicht trauert, dann streift der lichte Geist durch verlassene Parks und kahle Alleen, um die Mutlosen zu trösten. Bisweilen nimmt er so wie heute die Gestalt einer heiligen Seele aus der jenseitigen Welt an, um empfindsamen Sinnenwesen begegnen zu können. Aber alle, die dem heiligen Franz von Assisi im Stadtpark begegnen, haben für den armen Hartz IV Empfänger in seiner zerschlissenen Mönchskutte nur geringschätzige Blicke übrig. Einige drehen sich noch einmal nach der traurigen Gestalt um und wundern sich, dass sie nichts sehen.

Da kommt eine resolute Pastorenfrau des Weges. Weil sie das Gebot der Nächstenliebe nur auf der Zunge, aber nicht im Herzen trägt, reicht sie ihm einen Flyer der Fellbacher Tafel, bei der sie ehrenamtlich wie sie lustvoll betont einmal im Monat tätig ist.

Voller Wut entrüstet sie sich laut, als ihr Flyer vor der längst entschwundenen heiligen Gestalt zu Boden fällt.

 

 
Ein Augenblick der Angst
 

16
Nov
2012

 

 

augenblick-der-angst


Ein Augenblick der Angst
 
ist veröffentlicht.

15
Nov
2012

 

 

selbstlos




Das Ich wird wahr, sobald es selbslos geworden ist. Loslassen ist der Weg zur Selbstlosigkeit.

Aus dem Totenbuch der November-Depressionen




14
Nov
2012

 

 

Tat-Sachen




Es gibt eine Sprache, die an Deutlichkeit nicht zu überbieten ist.
Nicht das, was wir sagen, spricht für oder gegen uns. Das, was wir tun, ist allein das, was wir in Wahrheit ausdrücken wollen.

Aus dem Totenbuch der November-Depressionen




13
Nov
2012

 

 

Verlust Gewinn




Wer ständig Zeit verliert, wird gewinnen, weil er am Ende keine Zeit hat.
Das letzte Hemd hat keine Taschen. Warum also etwas hineinstecken?

Aus dem Totenbuch der November-Depressionen




12
Nov
2012

 

 

Grau in Grau




Dichter Nebel raubt der Seele Sicht,
inneres Sehen verliert alles Gewicht.
Wer sich über November Grau nicht erhebt,
hat niemals einen einzigen Sommer gelebt.

Zum Gedeihen gehören Entstehen und Vergehen
wie zum Besuchen das Kommen und wieder Gehen.
Wer aber ständig nur im Gestern verweilt,
gehört den Gestrigen, wenn er sich nicht beeilt

11
Nov
2012

 

 

Ich gegen sich selbst




Wenn sich Ich und Selbst widersprechen, ist es keine existentiell vernünftige Regel, diesen Widerspruch einfach wegdrängen zu wollen!

Wenn das Ich die Ideen des Selbst nicht mag, sollte es seinen Grundbedürfnissen folgen.


Aus dem Totenbuch der November-Depressionen




10
Nov
2012

 

 

Vorbewusstsein




Das Vorbewusste denkt Gedanken, bevor sie uns bewusst werden.
Weil das Vorbewusstsein nicht von der Enge des Bewusstseins eingeschränkt wird, vermag es auch das mehr und wahrscheinlich auch sensibler wahrzunehmen, was dem Bewusstsein verborgen bleibt. Bisweilen öffnet uns auch der Nachttraum die Tür zum Vorbewussten.

Deutungen bleiben jedoch verwehrt, da jeder Versuch, einen Traum im Nachhinein verstehen zu wollen, an Projektionen scheitert. Selbst wiederkehrende Ereignisse während des Träumens verschließen sich einer nachträglichen Bewusstmachung.

Wenn ein Kind Nacht für Nacht im Traum vor einer lebensbedrohlichen Riesenkugel, die es zu überrollen droht, flüchtet, dann besagt das noch nichts über eine Bedrohung, der das Kind tagsüber ausgesetzt ist. Es lässt sich daraus auch keine existentielle Grundangst ableiten.

Was zeigen Bilder eines Traumes einer Seele, wenn nicht nachgestellte Szenen bewussten Erlebens? Gewöhnlich weiß ein Kind mit seinen Nachtträumen nichts anzufangen. Natürlicherweise vergisst es sie wieder.

Fallen dem Vorwussten spielerisch keine Lösungen zu, dann wird es offene Probleme mit gleichen oder auch anderen Bildern immer wieder neu erneut inszenieren. Entsprechende Nachtträume wiederholen sich, bis verlorenes Gleichgewicht zurückgewonnen wird. Andererseits vermag Vorbewusstes auch unbewusst auf Vorgänge des Bewusstwerdens einzuwirken und Unruhe zu stiften. Betroffene werden dann von Ängsten und Gefühlen der Orientierungslosigkeit gequält.

Nachträgliche Versuche, Nachtträume zu deuten, können nicht den wesentlichen Grund innerer Unruhe betreffen. Die Ursache solchen Umtriebs gelangt durch therapeutische Projektionen natürlicherweise nicht zum Vorschein. Antizipierende selbst heilende, positive Bilder während des Einschlafens dagegen wirken günstig auf Vorbewusstes zurück.
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Seit 20 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Prof. Dr. habil Wolfgang F Schmid

Grundsätzliches (www.wolfgang-schmid.de)

 

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