26
Mrz
2018

Leichter gesagt als getan

Es ist eine vernünftige Maßnahme, sich erst einmal nach dem rechten Weg zu erkundigen, wenn man umherirrt.
Natürlicherweise drängte mich der Verstand, gefälligst zuerst einmal zu überprüfen, ob ich mich überhaupt auf's Denken verstehe. Das ist leichter gesagt als getan.

Man spürt zwar als Kind, dass man es tun muss, hat aber keine Ahnung, wie das vonstattengehen soll. Intuitiv spürte ich, dass das alles viel zu kompliziert wird, um sich alles merken zu können. Also begann ich, meine Gedanken auszuschreiben.

Zuerst stellte sich mir die Frage, wo ich überhaupt anfangen soll. Ich tat das, was ich im kindlichen Spiel gelernt habe, nämlich aus dem etwas zu machen, was man gerade vor sich hat.

Das, was ich habe, das sind Wörter. Wenn ich aus diesen sinnvolle Sätze bilde, dann denke ich. Folglich nahm ich an, dass ich nur die richtigen Wörter finden muss, um erfassen zu können, wonach ich suche.

Aber was macht eigentlich ein Wort? Das Wort "Haus" schenkt mir die Vorstellung von einem richtigen Haus. Damit kann ich spielen, wenn ich es mit einem anderen Wort verbinde, z.B. "Eltern". Die Wortzusammensetzung "Elternhaus" macht aus "Haus" ein Haus, in dem ich aufgewachsen bin.
Ich erkenne, dass Wörter für Bilder stehen, und wenn ich diese Wörter richtig zusammensetze, dann kann ich daraus eine Geschichte machen wie z.B. "Mein Elternhaus wird neu verputzt."
Ich stelle für mich fest, dass Wörter für Bilder stehen, die, wenn sie sinnvoll zusammengesetzt werden, zu Geschichten werden.

Das Wort "Denken" entwickelt die Vorstellung von Bildung im Sinne der Entwicklung von Bildern oder Vorstellungen. Die gefühlsmäßige Zustimmung bestätigt mir, dass dies zutrifft.

Schön und gut, aber wirklich weiter hilft das nicht. Ich muss das auch anwenden, ganz einfach, indem ich denke.

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