Unilogo

9
Mai
2005

Philosophie I

Typischer Fall von Denkste.

Jugendliche und erst recht Erwachsene glauben, das Gehirn reguliere das Denken so wie das Atmen. Aber im Gegensatz zur Atemregulation geschieht die Regulation des Denkens nur unter gewissen Voraussetzungen. Das Gehirn reduziert das Erzeugen von Gedanken im Verlauf der Kindheit und stellt es gewöhnlich spätestens mit beginnender Pubertät ganz ein. Mit Einstellen des Denkens schließt sich gleichzeitig das innere Auge, und die Fähigkeit, die Wirklichkeit in fantasievoll gestalteten möglichen Welten durchzuspielen, erlischt. Das Gehirn reduziert das Gestalten des Daseins auf Reprojizieren von Erfahrungen (Identifikation) und Projizieren von Modellen (Interpretation).

philosophie11

Das Kind stellt das Philosophieren ein und ersetzt es durch Reproduzieren. Da Reproduktionen nicht so hohe Intelligenz und Begabung erfordern wie Produktionen, werden Intelligenz und Begabung gemindert. Die ökonomische Ressourcen sparende Arbeitsweise des Gehirns ist der natürliche Grund für diese Fehlentwicklung. Wenn das Hirn von seiner Umgebung nicht gefordert wird, fördert es auch keine schöpferischen Beiträge für diese Umgebung mehr.

8
Mai
2005

Der Übergang vom Mythos zum Logos - Vom Wahrnehmen zum Begreifen VII

Der Neurophysiologe Sperry hatte festgestellt, dass beide Gehirnhälften (Hemisphären) an der Steuerung der höheren kognitiven Funktionen des Menschen beteiligt sind und dass sie Informationen auf unterschiedliche Weise verarbeiten. Im Hinblick auf die Meditation beinhaltet das ein Phänomen, das sich erst aus dem Dialog beider Hemisphären ergibt ('interhemisphärische Kommunikation') und nicht etwa nur aufgrund der Leistung einer der beiden.

mythos-logos7

Es ist nicht nur nicht zu einfach, gegen die "Linkslastigkeit" (logische Vermögen der linken Hemisphäre) eine "Rechtslastigkeit" (schöpferische Vermögen der rechten Hemisphäre) zu setzen, sondern auch gefährlich. So leisten viele Meditationskurse und Meditationsmusik, wie sie auf dem Esoterikmarkt angeboten werden, nicht mehr, als die Sinne und den Geist 'einzuschläfern'. Für diese neue Form von Droge geben Unternehmen Unsummen an Geld aus; es werden Meditationskurse veranstaltet, deren Niveau bereits Studierende in den Anfangssemestern in Erstaunen versetzt. Dahinter verbirgt sich die Sehnsucht des Menschen, die sinnentleerte Wirklichkeit durch Verzauberung und Ekstase zu ersetzen. Da wird eine Entdeckung mit großen Versprechungen vermarktet, bevor diese überhaupt erst zum Vorschein gelangen kann. Die Esoteriker geben sich als Sophisten, wecken Hoffnungen, die sie natürlicherweise nicht einzulösen vermögen. Dabei gibt es solide Hinweise, auf welche Weise sich der Dialog der Hemisphären nutzen läßt.

So hat die Amerikanerin Betty Edwards (Betty Edwards: Garantiert zeichnen lernen, Reinbek 1982) überzeugend nachgewiesen, dass es durchaus Fähigkeiten gibt, die verkümmern, weil die rechte Hemisphäre nicht angesprochen wird. Sie hat nachgewiesen, dass z.B. das Zeichnen eine natürliche Fähigkeit ist, die zurückgewonnen werden kann, sobald nur geeignete links- und rechtshemisphärische Übungen gemacht werden. Diese Übungen bewirken eine Veränderung der Wahrnehmung, führen von der ein-seitigen Wahrnehmung weg hin zur ganzheitlichen. Wer diese Übungen auf sich nimmt, wird tatsächlich in die Lage versetzt, andere zu porträtieren, eine Fähigkeit, die sich die meisten von uns nicht zutrauen. Denn: gewöhnlich bleibt unsere zeichnerische Begabung in etwa auf der Stufe Ende vierten Schuljahres stehen, und so sähen dann eben auch unsere Porträts aus, sollten wir versuchen, so etwas anzufertigen.

Die inneren Kräfte des Menschen bedürfen keiner Heiler, die sie wecken, sondern vielmehr jener Ruhe, aus der heraus sie sich entfalten können. Der Heiler stört da eher als er hilft. Albert Einstein beschreibt die Phase der Ruhe so: "Das tiefste und erhabenste Gefühl, dessen wir fähig sind, ist das Erlebnis des Mystischen. Aus ihm allein kommt wahre Wissenschaft. Wem dieses Gefühl fremd ist, und wer sich nicht mehr wundern und in Ehrfurcht verlieren kann, der ist seelisch bereits tot. Das Wissen darum, daß das Unerforschliche wirklich existiert und daß es sich als höchste Wahrheit und strahlendste Schönheit offenbart, von denen wir nur eine dumpfe Ahnung haben können - dieses Wissen und diese Ahnung sind der Kern aller wahren Religiosität." (H.J.Störung, Kleine Weltgeschichte der Philosophie in zwei Bänden, Frankfurt 1971, Abs.: Albert Einstein)

In der Praxis des Zen bringt sich diese Ruhe durch eine besondere Form des Schweigens zum Ausdruck. Sprachlos entsteht eine Erkenntnisquelle, deren Beredsamkeit von der Tiefe der inneren Stille abhängt.

7
Mai
2005

Der Übergang vom Mythos zum Logos - Vom Wahrnehmen zum Begreifen VI

Protagoras hat seine dialektischen Fähigkeiten von Zenon von Elea (490 - 430) erworben, dem Urheber der Dialektik, also der Methode, gesprächsweise Erkenntnisse zu entwickeln. Dieses Verfahren wurde später von Demokrit aus Abdera (460 - 410) verfeinert. Von ihm ist folgender Dialog überliefert:

"Erst spricht der Verstand zu den Sinnen und sagt: 'Die Leute meinen zwar, es gebe euch: das Bunte, das Süße, das Bittere, aber in Wirklichkeit gibt es nur die Atome und leeren Raum.' Darauf kehren die Sinne den Spieß um und erwidern: 'Du armer Verstand. Von uns nahmst Du doch die Beweisstücke, wie kannst Du uns damit besiegen wollen!'" (vgl. W.Kanz, Vorsokratische Denker, Berlin 1939, S.147)

mythos-logos6

Dieser innere Dialog ist gleichsam ein mythisches Überbleibsel: die Fähigkeit, sich von der inneren Stimme (daimonion) etwas zeigen zu lassen. "Der Mythos argumentiert nicht, sondern stellt dar. Er ist kein Produkt des abstrakten Verstandes, sondern der schöpferischen Einbildungskraft." (G.Scherer, Das Problem des Todes in der Philosophie, S.81/82) Die Kraft mythischen Denkens wird bis heute in bestimmten Formen der Kontemplation und Meditation geübt.

Im 'Glasperlenspiel' beschreibt Hermann Hesse die Aufgabe der Meditation so: "Je mehr wir von uns verlangen, oder je mehr unsere jeweilige Aufgabe von uns verlangt, desto mehr sind wir auf die Kraftquelle Meditation angewiesen, auf die immer erneute Versöhnung von Geist und Seele. Und je intensiver eine Aufgabe uns in Anspruch nimmt, und bald erregt und steigert, bald ermüdet und niederdrückt, desto leichter kann es geschehen, daß wir diese Quelle vernachlässigen. Die wirklich großen Männer der Weltgeschichte haben alle entweder zu meditieren verstanden oder doch unbewußt den Weg dorthin gekannt, wohin Meditation uns führt. Die andern, auch die begabtesten und kräftigsten, sind alle am Ende gescheitert und unterlegen, weil ihre Aufgabe oder ihr ehrgeiziger Traum so von ihnen Besitz ergriff, sie so besaß und zu Besessenen machte, daß sie die Fähigkeit verloren, sich immer wieder vom Aktuellen zu lösen und zu distanzieren." (Hermann Hesse, Glasperlenspiel,Suhrkamp TB 79,1972)

Und Carl Friedrich von Weizsäcker: "Meditation ist eine Aneignung einer Wahrheit durch das Bewußtsein, bei der nicht nur der Inhalt, sondern die Struktur des Bewußtseins verändert wird. Sie hängt damit zusammen, daß Erkenntnis selbst ein Lebensvorgang ist... Stetes Anschauen, Durchdenken, Sichvergegenwärtigen und Einüben der Wahrheit, im Wechsel zwischen dem Durchwandern des schon bekannten Gebietes und dem immer wiederholten Anklopfen an Türen, die sich noch nicht geöffnet haben, in der ständigen Bereitschaft, das eigene Wesen der erkannten Wahrheit anzugleichen - das etwa ist der Beitrag, den der Wille zur Meditation leistet. Der Vorgang, der sich dann vollzieht, wenn diese Willenseinstellung da ist, stammt aus den Kräften des Unbewußten und besteht in einer langsamen aber tatsächlichen Verwandlung der Beschaffenheit des Bewußtseins. Er ist in seinem Wesen nicht verschieden von jedem Vorgang des Reifwerdens. Auch der Erwachsene hat ein anderes Bewußtsein als das Kind; er hat andere Willenseinstellungen und Triebe, und er verwendet Vorstellungen und Begriffe mit einer Selbstverständlichkeit, die für das Kind überhaupt keinen begreiflichen Sinn haben. Alle höhere Erkenntnis aber kann nicht ohne eine bewußte Einstellung des Willens auf den Erkenntnisvorgang gewonnen werden, und es gibt Erkenntnisse, die nur auf dem im strengen Sinn meditativen Wege zugänglich sind... Alle Schulen systematischer Meditation kennen den Begriff der Meditationsstufen. Es liegt im Wesen der Meditation, daß sie sich die Wahrheit, die nicht auf einmal erflogen werden kann, allmählich aneignet. Auf diesem Wege gibt es Stationen, die der Reihe nach durchlaufen werden müssen... Selbstverständlich bedeutet dies kein starres Schema: es sind plötzliche Durchblicke in eine an sich noch unzugängliche Tiefe oder Höhe möglich. Aber es ist immerhin erstaunlich, wie gesetzmäßig sich die Entwicklung des Bewußtseins vollzieht." (Zum Weltbild der Physik, Stuttgart 1958,7.Aufl.)

Neuerdings wird Meditation auf der Grundlage der Arbeiten des Medizin-Nobelpreisträgers Roger W.Sperry vor allem als Tätigkeit der rechten Gehirnhälfte (bzw.bei Linkshändern als Tätigkeit der linken) beschrieben. (R.W.Sperry: Bridging Science and Values - A Unifying view of Mind and Brain, American Psychologist 32 no.4, April 1977, S.237-245)

6
Mai
2005

Der Übergang vom Mythos zum Logos - Vom Wahrnehmen zum Begreifen V

Eine Auseinandersetzung mit der Geschichte macht es uns leichter, weil uns verständlicher wird, warum wir die Vorstellung von uns mehr lieben als uns selbst, warum wir von dem, was wir zu tun beabsichtigen eher träumen, als es zu verwirklichen.

mythos-logos5

Wir stammen mehr oder minder alle von Menschen ab, die auf die Gefahren der Existenz nur eine Antwort wußten: Geschichten über unberechenbare oder mißgestimmte Gottheiten zu 'erfinden'. Die menschliche Phantasie erschuf sich Götterwelten, um Erklärungen für die Katastrophen und Konflikte zu haben. Im Griechenland Homers gab es noch Götter für alle natürlichen Erscheinungen. Bis dann vor 2500 Jahren in Ionien Leute auftraten, die glaubten, dass alles aus Atomen bestehe, dass Menschen und andere Lebewesen aus einfachen Formen entstanden seien, dass Krankheiten nicht von Dämonen oder Göttern verursacht würden, dass die Erde nur ein die Sonne umkreisender Planet sei.

Diese Revolution des Denkens schuf das Chaos (gr. Name für Un-Ordnung) zum Kosmos (gr.Name für Ordnung) um. Dieser Übergang wird von den Philosophen unter dem Aspekt des Denkens als Ablösung des Mythos durch den Logos beschrieben. Wird dieser Wandel auf die Wahrnehmung bezogen, dann erscheint er als Beginn der Herrschaft vernunftgesteuerter Wahrnehmung (Beobachtung) über die gefühlsmäßige Wahrnehmung (Betrachtung). An die Stelle des leidenschaftlich-religiösen Denkens tritt das distanziert-wissenschaftliche.

Diese 'Veräusserung' wird von jenem merkwürdigen Vorgang begleitet, welchen man gewöhnlich als den Beginn der Pädagogik bezeichnet. Analog zu den sogenannten Unternehmens- und Kommunikationsberatern heutzutage treten um 460 v.Chr. Sophisten (allen voran Protagoras) auf, die behaupten zu wissen, wie man erfolgreich wird. "Sophist", das bedeutet übersetzt: jemand der besonders klug ist. "Die Sophisten bieten wie reisende Händler gegen Bezahlung allerlei Kenntnisse an; sie sind Wanderlehrer. Der Unterricht wird als Mittel gepriesen, zum Staatsbürger zu bilden, sich im Leben durchsetzen zu können, zum Redner zu befähigen, der imstande ist, durch die Macht des Wortes die Volksmasse zu beeinflussen, zur politischen Führung zu gelangen. Die Sophisten erstreben Gewandtheit der Sprache, logisches Denken und allseitiges Wissen." (W. Ruß, Geschichte der Pädagogik, Bad Heilbrunn 1968, S.15) 'Der Mensch ist das Maß aller Dinge!' lautet ihr Wahlspruch. Vor Protagoras waren die Dichtungen Homers Mittelpunkte kultischer Feiern, jetzt werden sie zum Gegenstand der Deutungs- und Erklärungsversuche.

In Athen soll man sich über Protagoras folgende Geschichte erzählt haben. Er hatte einen gewissen Euatylos Unterricht erteilt. "Dabei hatten sie vereinbart, dass das Honorar erst zu bezahlen sei, nachdem Euatylos seinen ersten Prozeß gewonnen hätte. Nun führte aber Euatylos keinen Prozeß. Daraufhin verklagte ihn Protagoras auf Honorarzahlung. Die Beweisführungen waren folgende: Protagoras sagte: Euatylos muss auf jeden Fall bezahlen; denn gewinnt er diesen, seinen ersten Prozeß, dann muss er nach unserer Vereinbarung zahlen. Verliert er, dann muss er laut Richterspruch zahlen. Demgegenüber argumentierte Euatylos: Ich muss auf keinen Fall bezahlen: denn, wenn ich diesen Prozeß gewinne, dann brauche ich es laut Richterspruch nicht; verliere ich aber, dann brauche ich es nicht, weil ich diesen meinen ersten Prozeß nicht gewonnen habe. Die Richter sollen daraufhin die Verhandlung des unauflösbaren Dilemmas wegen auf unbestimmte Zeit vertagt haben." (C.Friedlein, Geschichte der Philosophie, Berlin 1984, 14.Auflage, S.36)

5
Mai
2005

Der Übergang vom Mythos zum Logos - Vom Wahrnehmen zum Begreifen IV

Unsere Wahrnehmung wird vor allem durch unser Weltmodell bestimmt wird. So geht zwar die Metaphysik gar auf das Sein im Ganzen zu, aber gerade durch diesen Zugang verbaut sie dem Philosophierenden eine ganzheitliche Sicht.

mythos-logos4

Unvermeidbare Übungen in der Abstraktion gehen zu Lasten der Erfahrung im Konkretisieren. Die allmählich wachsende Vertrautheit im Umgang mit dem 'Ganzen' reduziert das Gefühl für das Einzelne.

Wir Menschen lernen nur aus Bildern, die uns unsere sinnlichen Erfahrungen im Bewußtsein gestalten. Diese Erfahrungsbilder werden zunehmend mehr durch Begriffe ersetzt, also durch Muster, nach denen unsere Wahrnehmungen strukturiert werden. Indem wir in die Lage versetzt werden, trennscharf zu beobachten, wird für uns das unvoreingenommene (ganzheitliche) Betrachten immer fremder. Diese Art von Selbstentfremdung läßt uns das Gespür für das Besinnliche verlieren. Indem wir zunehmend von Begriffen abhängig werden, die nicht auf natürliche Weise in uns gewachsen sind, schwindet in uns das Selbstwertgefühl. Der oft beklagte Werte-Verlust unserer Zeit ist auch eine natürliche Folge der Entsinnlichung unserer Erfahrung. An die Stelle
des Sinns tritt die Funktion. Dasein wandelt sich zum fremdbestimmten Sosein. Dieser Wandel erfährt zwar gegenwärtig eine high-tec-bedingte Beschleunigung, aber angelegt ist diese Entwicklung bereits in den Anfängen Abendländischer Kultur.

Indem die Metaphysik den Blick für das Wesentliche beansprucht, verliert sie das Verständnis für das, was den Menschen eigentlich bestimmt: die besonderen Merkmale seiner Persönlichkeit. Sogenannte Wesensbegriffe - die Pädagogik ist voll davon - helfen dem Menschen nicht weiter, weil sie ihn formelhaft auf ein Sein reduzieren, das ihm in den konkreten Situationen seines Daseins niemals begegnet. Wenn wir unsere Wahrnehmungsfähigkeit wieder zurückgewinnen wollen, dann sollten wir damit beginnen, unsere erziehungsbedingten Wahrnehmungsfilter abzubauen und aufhören, so zu tun, als seien diese naturgegeben und deshalb unüberwindbar. Andererseits müssen wir bedenken, dass die ganzheitliche Sicht - die Einsicht etwas bleibt - uns ziemlich selten gelingen wird. Das läßt sich leicht erklären: Würden wir uns selbst ständig mit Einsicht begegnen, könnten wir vieles von dem, was wir treiben, nicht mehr tun. Dennoch: die EINsicht bleibt eine positive Utopie unseres Alltags, eine Kraft, die uns antreibt, unsere eigenen Grenzen möglichst weit zu verschieben, damit unser Handlungsspielraum wächst.

4
Mai
2005

Der Übergang vom Mythos zum Logos - Vom Wahrnehmen zum Begreifen III

Der Übergang vom Mythos zum Logos vollzieht sich allmählich. Die Ideenlehre Platons läßt sich gleichsam als Überführungsfunktion begreifen. Natürliche Erscheinungen werden nicht mehr dem Wirken von Gottheiten zugeschrieben, sondern der Teilhabe an den ihnen zugrundeliegenden Ideen, vorsichtig ausgedrückt: durch die Beziehung zu ihren Urbildern. Idee heißt griechisch "eidos". "Eidos" enthält sowohl "idein" (= sehen) als auch "eidenai" (= wissen).

mythos-logos3

Idee, das ist demnach sowohl etwas, das man anschauen kann (= konkret), als auch etwas, das sich denken läßt (= abstrakt). Die Bestimmung des Wesens von Gerechtigkeit ist abstrakt, aber der einzelne gerecht handelnde Mensch ist konkret. Die Idee selbst ist wie der Anfang (Ursprung eines
natürlichen Vorganges = arche) im mythischen Sinn zeitlos und göttlich. Arche und Idee spiegeln sich im Endlichen wider, sofern es an ihnen teilhat. Aber während der mythische Anfang (arche) immer als Gottheit personifiziert in Erscheinung tritt, gelangt die Idee selbst nicht mehr zum Vorschein, da sie raum- und zeitlos gedacht wird.

Das Denken gibt das Bild einer personifizierten Gottheit auf, behält aber das Göttliche als wesentliche Eigenschaft allen Anfangs (Archetypus) bei. Die Götterwelt repräsentiert eine personifizierte Ordnung mit dem Göttervater Zeus und seiner Gemahlin Hera an der Spitze. Indem Platon diese 'Spitzenfunktion' durch die Idee des Guten als höchste Idee schlechthin ersetzt, bereitet er die Möglichkeit vor, Welt anders zu ordnen, nämlich begrifflich durch eine Ideenhierarchie. Damit wird die Bedingung der Möglichkeit geschaffen, die Ordnung "Kosmos" durch die Ordnung "Logos" so zu komplementieren, dass der Kosmos nunmehr systematisch erforscht werden kann.

Wir wollen uns die skizzierten Vorgänge exemplarisch vor allem an zwei Gestalten ansehen: 1. am Beispiel des Sokrates, dem Lehrer Platons, 2. Am Beispiel des Eratosthenes. Dabei wollen wir das historische Umfeld nicht außer acht lassen.

3
Mai
2005

Der Übergang vom Mythos zum Logos - Vom Wahrnehmen zum Begreifen II

Homer (wahrscheinlich zwischen 750 und 650 v. Chr.) erzählt, Prosperina, die Tochter der Demeter, sei von Hades, dem Gott der Unterwelt, geraubt worden. Demeter verklagt Hades bei Zeus. Zeus fällt folgenden Spruch: "Die Tochter sollte ein Drittel / Jedes laufenden Jahres im dämmrigen Düster verbringen / Zwei aber dann mit der Mutter vereint und den anderen Göttern." ("An Demeter", in: Homerische Hymnen, übers. von A. Weiher. München 1970, Vers 445-47)

mythos-logos2

Seither gibt es das Gesetz der Jahreszeiten: Frühling und Sommer, wenn Prosperina in der Oberwelt weilt, Herbst und Winter, wenn sie wieder im dunklen Hades verschwindet. Die Menschen erzählen sich Geschichten von Göttern und Göttinnen, weil sie sich alles Entstehen und Vergehen in der Natur als Wirken göttlicher Kräfte erklären.

Mythisch besteht das Naturgesetz in der Wiederkehr der immer gleichen Verhältnisse göttlicher Kräfte, durch welche natürliche Ereignisse wie die Jahreszeiten bestimmt werden. Die Nacht gebiert den Tag, aus der Nacht entfalten sich auch der Schlaf, der Traum, die Moiren und Keren, sowie die Hesperiden, die im Westen wohnen, wo die Sonne untergeht. (Vers 123 f und 212-219)

Das ist nur ein Beispiel für die Genesis des Kosmos nach Hesiod (um 700 v. Chr.). Die Menschen gestalten ihre Wirklichkeit, indem sie Strukturen und Systeme personifizieren. Das Bild der einzelnen Gottheit ist gleichsam ästhetisches Abstraktum in bezug auf konkrete Ereignisse. So ist Demeter - Schwester des Zeus - als die Göttin des Ackerbaus und der Feldfrüchte die Kraft, die "in den großen Schollen der Äcker... Früchte / Wachsen (läßt), daß weithin die Erde strotzt von Blättern und Blüten" (Vers 470-473).

Im mythischen Zeitalter erscheinen Naturgesetze aufgrund von Regeln, welche bestimmte Gottheiten festgelegt haben. Der Mythos bestimmt diese Gesetze nicht mit Hilfe von Symbolen, sondern mittels Bildern von Göttern oder Göttinnen.

2
Mai
2005

Der Übergang vom Mythos zum Logos - Vom Wahrnehmen zum Begreifen I

Die Geschichte der Wahrnehmung vollzieht sich als mehr oder weniger gefühlsmäßiges Wechselspiel zwischen sinnlichen und geistigen Erfahrungen. Aus diesem Spiel gestaltet sich ja das jeweilige Bild, das sich Menschen von ihrer Welt machen. Dem Zusammenspiel von Gefühl, Sinn und Geist entspricht das Zusammenwirken von Religion, Physik und Philosophie zu Beginn unserer abendländischen Kultur.

mythos-logos1

Religion, Physik und Philosophie unterscheiden sich, weil Empfindungen, Sinneseindrücke und gedankliche Auseinandersetzungen unterschiedlich dominieren. Man könnte sagen, dass zu Anfang das Empfinden dominiert und deshalb zu Beginn unserer Kulturgeschichte vor allem magische und mythische Bilder erscheinen.

Das Weltbild der Menschen wird durch die Herrschaft ihrer Götter geprägt. Man spricht vom Zeitalter des Mythos.

1
Mai
2005

Die Philosophie des freien Geistes

Philosophieren heißt nicht nur Fragen, sondern auch Sammeln. Wer am Denken der anderen vorbei denkt, zeigt sich entweder naiv oder arrogant. Philosophierende sind leidenschaftliche Gedankensammler. Nicht selten setzt sich diese Leidenschaft in Denkpausen im Alltag durch. Da werden dann neben Büchern häufig die merkwürdigsten Dinge gesammelt.

freier-geist

Das Sammeln von Gedanken fördert das Denken insofern, als es sich durch die Gedanken der anderen in Frage gestellt sieht. So wird das eigene Denken vorsichtiger und zugleich besser abgesichert.

Wer wirklich frei denkt, wird immer in den Gedanken anderer einen Schritt finden, der ihn auf dem eigenen Denkweg voranbringt. So können wir von Thales lernen, was Denken bedeutet, von Pythagoras, dass sich Denken als Wahrnehmen, Betrachten, Beobachten und Begreifen in eins zugleich vollzieht und dass Denken mit Hilfe der Logik am sichersten geschieht, von Heraklit, dass es zu allem, was wir sagen, auch das gibt, was wir verschweigen, von Parmenides, dass wir darauf achten müssen, uns nicht in irgendeiner Provinz des Denkens anzusiedeln.

Wir bewahren unseren freien Geist nur, indem wir Wahrheit als Weg verstehen. Und jedes Denken zeichnet ein Stück dieses Weges.

30
Apr
2005

"Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr!"

"Der Streit ist der Vater aller Dinge!" Dieser Satz Heraklits betont, dass alles Werdende aus Gegensätzlichem hervorgeht und während seines Erscheinens ständig von dieser Gegensätzlichkeit bestimmt wird. Sobald der Mensch geboren wird, ist er alt genug zu sterben. (Jean Paul Sartre). Im Leben ist die Möglichkeit des Sterbens ständig anwesend. Alles Werdende ist zugleich Entstehen und Vergehen. Im Herbst zeigt sich bereits der Frühling in den Knospenansätzen. Heraklit sieht in der Einheit des Gegensätzlichen das alles bestimmende Gesetz.

streit

Das Denken sowohl des Parmenides als auch das des Heraklit zeigt, was geschieht, wenn freies Fragen zu früh abbricht und so verfrüht Grenzen setzt, die dem Denken Schranken setzen. Die beiden Philosophen zeigen aber auch, dass dies menschlich allzu menschlich ist. Persönliche Eitelkeit und Intoleranz dem anderen gegenüber setzt geistigem Wachstum ein jähes Ende.

Die Geschichte unserer Kultur ist voller geistiger Abstürze aus Eitelkeit. Und viele tun so, als folge die Geschichte allein einer inneren Logik.

29
Apr
2005

Parmenides von Elea (um 500 v.u.Z.)

Pythagoras (etwa 570 bis etwa 436 v.u.Z.) verschärft das Wahrnehmen, Betrachten, Beobachten durch die Forderung nach trennscharfem Begreifen. Pythagoras sieht in der Kunst des kurzen Satzes die Möglichkeit, das Begreifen eindeutig zu machen. Das griechische Wort für die Kunst des kurzen Satzes ist Logik. Der denkbar kürzeste Satz vereinheitlicht die unterschiedliche Bedeutung von Worten mit Hilfe von Symbolen. Ein solcher Satz erhält sehr bald den Namen Formel. Pythagoras übernimmt die Grammatik des kurzen Satzes von den Babyloniern.

parmenides

Pythagoras sieht in der Logik die Möglichkeit, die Welt vernünftig zu ordnen. Parmenides übernimmt das Verfahren in seiner Grundsatzerklärung für das Sein. Sein ist A = A. Wo Sein ist, kann nicht Nichts sein. Parmenides wendet sich damit gegen Heraklit von Ephesus (etwa 544 bis 483 v.u.Z.), der behauptet, dass angesichts ständiger Veränderung, des Werdens also, vom Sein nicht die Rede sein kann. Parmenides lehnt auch Heraklits Auffassung ab, dass das Wort (Logos), das dem Menschen innewohnt, etwas Göttliches sei. Er teilt nicht die Ansicht Heraklits, dass der Logos deshalb göttlich sei, nur weil er als Logik Gesetze und Ordnung schaffe.

Parmenides setzt etwas, das über allem steht und aus diesem Grund allem zukommt. Er führt deshalb das Sein als Grund alles Seienden (Erscheinungen) in die Philosophie ein.

28
Apr
2005

Selbst-Gefangenschaft

Wer nicht unvoreingenommen fragen kann und körperlich, seelisch oder geistig unfrei ist, sollte sich nicht aufs Philosophieren einlassen. Der unfreie Mensch ist gegenüber Werten und Normen, Gesetzen und Regeln, Verboten und Geboten, Religionen und Ideologien befangen und vermag diese nicht ernsthaft in Frage zu stellen. Ihm bleibt die Möglichkeit verwehrt, diese Grenzen menschlichen Seins zu verbessern.

selbst-gefangenschaft

Das Wort Erziehen meint ursprünglich die Tätigkeit der Hebamme. Später wurde daraus Selbst-Befreiung und heute ist Erziehung nahezu zur Anpassung verkommen.

Zum Philosophieren gehört zuerst das grenzenlose Fragen und das Entdecken von Antworten, welche Seinsgrenzen nicht mit Scheingrenzen verwechseln. Allein aus der wirklichen Möglichkeit der Grenzenlosigkeit gestaltet sich das eigene Dasein innerhalb selbst erfahrener, gefühlter, vernünftiger Grenzen.

Im Gedankenlabor findet Probehandeln statt, und das ist wesentlich frei.

27
Apr
2005

Die grenzenlose Freiheit des Fragens

Fragen ist das sich selbst Gebären des Gehirns. Sobald sich die neuronalen Voraussetzungen entwickelt haben, beginnt das Gehirn sich selbst zu organisieren. Insofern es nicht durch elterliche und schulische Fehlerziehung und Missbildung gehemmt oder durch Unfall zerstört wird, betreibt unser Gehirn die Selbstorganisation bis zum Tod. Diese Selbstorganisation beherrscht unser Gehirn so vollkommen, dass es die Wissenschaft sogar selbstreparierendes Organ nennt. Die Selbstorganisation des Gehirns erfahren wir bewusst als Neugierde. Wer neugierig bleibt, weiss, dass sich sein Gehirn weiterhin entwickelt.

freiheit-des-fragens

Die neuronale Selbstentwicklung beginnt bereits Monate vor der Geburt, wobei das Gehirn alle erforderlichen Reize durch das Wahrnehmen der körperlichen und seelischen Vorgänge der Mutter erhält. Die Natur ermöglicht das, indem sie die Fähigkeit zu hören zuerst entwickelt. Durch das Gehör lädt sich das Gehirn auch nach der Geburt weiterhin auf. Wenn das Gehör nicht Schaden erleidet, bleibt es ein ganzes Leben díe Energiequelle für das Gehirn.

Die grenzenlose Freiheit des Fragens begegnet noch der Offenheit des Seins, der Wahrheit also. Das freie Fragen wird durch nichts eingeschränkt. Der Philosoph Friedrich Nietzsche nennt es aus diesem Grund das Suchen jenseits von Gut und Böse oder auch das Suchen im außermoralischen Sinn.

Das Fragen des Kindes kennt weder körperliche, seelische noch geistige Grenzen. So weiss das Kind nicht, dass Nacktheit des Körpers etwas ist, das sich nicht gehört. Erst wenn sich die Eltern verschämt bedecken, erfährt es überhaupt, dass es nackt ist. Der Mythos erzählt uns diese Erfahrung als Vertreibung aus dem Paradies. Das spricht dafür, dass vermutlich Eva prüde Eltern hatte und Adam beibringt, dass sich Menschen bedecken müssen. Vom Apfelessen kommt das nicht.

26
Apr
2005

Fragen erfahren

Sie sind noch immer in der zweidimensionalen Welt gefangen. Jetzt ist Erste Hilfe erforderlich. Sie besteht im Angebot folgender Vorstellung: Zeichnen Sie auf einem Blatt Papier eine vergleichbare Situation. Kommt Ihnen jetzt aufgrund des Abstandes eine Idee, sich fortzubewegen? Falls nicht, dann beschränken Sie sich darauf, Striche zu zeichnen. Wie können sich diese fortbewegen?

fragen-stellen

Sie können sich aus der zweidimensionalen Welt allein denkend befreien. Der Befreiungsversuch vollzieht sich in dem Versuch, auf unterschiedliche Fragen die Antwort für die Lösung zu finden. Sie experimentieren mit der Antwort, bis Ihnen eine annehmbare Lösung einfällt. Vielleicht befinden Sie sich auch immer noch auf der Suche. Dann haben Sie sich durchaus etwas von der Hartnäckigkeit kindlichen Fragens bewahren können. Bei diesem Experiment im Gedankenlabor kommt es weniger auf die Lösung an als vielmehr auf die Erfahrung des Fragens. Deshalb wird hier auch keine Lösung angeboten. Wichtig ist nur, auf eine erste Weise wieder zu erfahren, wie sich Fragen einstellen und wie Sie damit umgehen.

Philosophieren beginnt mit der Kunst, geeignete Fragen zu stellen. Eine gute Frage ist die halbe Antwort.
logo

Seit 20 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Prof. Dr. habil Wolfgang F Schmid

Grundsätzliches (www.wolfgang-schmid.de)

 

Archiv

März 2025
Januar 2025
Dezember 2024
Juli 2024
Januar 2024
Dezember 2023
Oktober 2023
August 2023
Juli 2023
Juni 2023
Mai 2023
April 2023
Januar 2023
Dezember 2022
Oktober 2022
September 2022
Juni 2022
Mai 2022
März 2022
Februar 2022
Januar 2022
Dezember 2021
November 2021
Oktober 2021
September 2021
August 2021
Juli 2021
Mai 2021
April 2021
März 2021
Februar 2021
Januar 2021
Dezember 2020
November 2020
Oktober 2020
September 2020
Juni 2020
Mai 2020
April 2020
März 2020
Februar 2020
Januar 2020
Dezember 2019
November 2019
Oktober 2019
Juni 2019
Mai 2019
April 2019
März 2019
April 2018
März 2018
Februar 2018
Januar 2018
Dezember 2017
November 2017
Oktober 2017
September 2017
August 2017
Juli 2017
Juni 2017
Mai 2017
April 2017
März 2017
Februar 2017
Januar 2017
Dezember 2016
November 2016
Oktober 2016
September 2016
August 2016
Juli 2016
Juni 2016
Mai 2016
April 2016
März 2016
Februar 2016
Januar 2016
Dezember 2015
November 2015
Oktober 2015
September 2015
August 2015
Juli 2015
Juni 2015
Mai 2015
April 2015
März 2015
Februar 2015
Januar 2015
Dezember 2014
November 2014
Oktober 2014
September 2014
August 2014
Juli 2014
Juni 2014
Mai 2014
April 2014
März 2014
Februar 2014
Januar 2014
Dezember 2013
November 2013
Oktober 2013
September 2013
August 2013
Juli 2013
Juni 2013
Mai 2013
April 2013
März 2013
Februar 2013
Januar 2013
Dezember 2012
November 2012
Oktober 2012
September 2012
August 2012
Juli 2012
Juni 2012
Mai 2012
April 2012
März 2012
Februar 2012
Januar 2012
Dezember 2011
November 2011
Oktober 2011
September 2011
August 2011
Juli 2011
Juni 2011
Mai 2011
April 2011
März 2011
Februar 2011
Januar 2011
Dezember 2010
November 2010
Oktober 2010
September 2010
August 2010
Juli 2010
Juni 2010
Mai 2010
April 2010
März 2010
Februar 2010
Januar 2010
Dezember 2009
November 2009
Oktober 2009
Juni 2009
Mai 2009
April 2009
März 2009
Februar 2009
Januar 2009
Dezember 2008
Oktober 2008
Februar 2007
Januar 2007
Dezember 2006
November 2006
Oktober 2006
September 2006
Dezember 2005
November 2005
Oktober 2005
September 2005
August 2005
Juli 2005
Juni 2005
Mai 2005
April 2005
März 2005
Februar 2005
Januar 2005
Dezember 2004

Aktuelle Beiträge

Am Anfang war das Wort
Am Anfang war das Wort, und das Wort war das Sein,...
wfschmid - 10. März, 02:28
Schauen, was nicht zu...
Neue Publikation, auch in englischer Spreche Bestellung...
wfschmid - 22. Januar, 13:11
URSPRUNG DER INFORMATION...
Vernunft und Verstand begabter intelligenter Wesen...
wfschmid - 26. Dezember, 07:10
Bildlose Gedanken sind...
Bewusstwerden wird als Bilderleben sowohl von der Vernunft...
wfschmid - 21. Dezember, 06:11
ES GIBT DINGE, DIE GIBT...
ES GIBT DINGE, DIE GIBT ES GAR NICHT Dieser Spruch...
wfschmid - 14. Dezember, 11:22
Vernunft <--->...
Bewusstwerden wird als Bilderleben sowohl von der Vernunft...
wfschmid - 13. Dezember, 21:49
H u m o r
Gefräßige Gesellschaft www.greedype rson.com
wfschmid - 25. Juli, 12:09
Dreamed out
If a priori represents a metaphysical congruence with...
wfschmid - 9. Januar, 05:24

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Status

Online seit 7848 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 10. März, 02:28

Suche (AND, OR erlaubt) - Nächste (leere) Zeile anklicken!

 

Credits

 

 

Es gelten die Rechtsvorschriften für Webseiten der Universität Flensburg © Texte: Wolfgang F. Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) wfschmid(at)me.com Bilder: Ulrike Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) mail(at)ulrike-schmid.de

 wfs