Worum es geht
Alles Lebende tritt in die Erscheinung und löst sich wieder auf. Es zeigt sich uns über die Sinne. Die Vernunft stellt Zusammenhänge fest. Beobachtete Regelmäßigkeiten lassen sich in Regeln festhalten. Modelle sollen erklären, was wir erfahren.
Die Vernunft erfasst, was ihr, vermittelt über die Sinne, zugänglich ist. Das Wahrgenommene wird dabei auf begrifflich formulierte Zustände reduziert. Bereits die Wahrnehmung 'friert' ein, was sie sieht. Wir sehen punktuell und sequentiell. In das Vorhandene sehen wir hinein, was uns wirklich und richtig erscheint. Unsere Erfahrungen legen wir wie ein Raster über das, was uns begegnet.
Doch nichts ist, wie es uns erscheint. Es gibt keine Zustände. Alles ist fortwährend in sich und in Bezug auf anderes bewegt. Unendlich viele Bewegungen in jedem Augenblick. Zugleich gibt es Einheiten. Alles, was die Natur hervorbringt, ist zweifelsfrei anwesend. Es ist jeweils ein besonderes, einmaliges Wesen. Es unterscheidet sich darin von anderen Wesen. Der Mensch ist als Lebewesen dazu begabt, dieses Wesen zu erfahren. Das Wesentliche des Einmaligen teilt sich ihm mit. Dazu braucht er zwar auch die Vernunft, doch er muss sie sein lassen als das, was sie ist - die ordnendende, strukturierende Kraft der Logik. Die 'Wesensschau' ist durch den Verstand möglich. Das Wirken des Verstandes kann mit Hilfe der Intuition erfahren werden. Der Verstand steht für die durch nichts vermittelte geistige Erfahrung jenseits der sinnlichen Welt.
Dieser Kontakt zur wesensbestimmenden geistigen Welt ist verloren gegangen. Diese Beziehung kann wieder hergestellt werden. Von diesen Möglichkeiten ahnen wir von Kindheit an etwas. Wir spüren, dass jenseits der materiellen Welt mehr ist als etwas Beliebiges, an das man glauben kann oder nicht. Es geht darum aufzuzeigen, wie eine solche Beziehung behutsam und mit ungeteilter Energie wieder aufgenommen werden kann.
Motivation / What it is about
All living appears and vanishes again. It shows itself to us by the senses. The reason determines connections. Observed regularities can be held in rules. Models are to explain, what we experience.
The reason grasps what, mediated over the senses, is accessible to it. The perceived is reduced thereby to conceptual formulated states. Already the perception 'freezes' what it sees. We see selective and sequential. We look into the available what seems to us real and right. We lay our experiences like a grid about what meets us.
However, nothing is as it appears to us. There are no states. Everything is moved perpetually in itself and concerning other. Endlessly many movements at every moment. At the same time there are entities. Everything the nature originates is unquestionably present. It is in each case a special, unique being. In that it differs from other beings. The human as a living being is talented to find out this being. The essential of the unique confides in him. Though in addition he also needs the reason, however, he has to leave it as that what it is - the sorting, structuring strength of the logic. The 'Wesensschau' is possible by the mind. The work of the mind can be found out with the help of the intuition. The mind stands for the spiritual experience provided by nothing beyond the sensuous world.
This contact with the spiritual world decisive for being has got lost. This respect can be restored. From these possibilities we sense something since childhood. We feel that beyond the material world there is more than something optional in which one can believe or not. It goes about depicting how such a respect can be taken up warily and with undivided energy again.
wfschmid - 22. November, 05:30