Unilogo

26
Mrz
2013

Mosaik des Freien Geistes

 
Der Zwang, der durch überkommenes Denken ausgeübt wird, unterdrückt natürliches Denken so stark, dass es unter diesem Druck fast erstickt.

Freien Geistern ist es aufgrund ihrer Veranlagung nahezu unmöglich, ihre Gedanken als lineare Abfolge zu gestalten.

Aus diesem Grund schaffen sie auch selten, Bücher zu verfassen.
Manches Mal ist etwas Schlechtes trotz allen Leidens nicht so schlimm, dass dabei nicht auch etwas Gutes zum Vorschein gelangt.
 

25
Mrz
2013

Algebra

 
Alle Menschen wenden Gleichungen an, wenn sie beispielsweise einem Menschen zum ersten Mal begegnen und diesen auf Grund ihrer Erfahrungen mit gleichen oder zumindest ähnlichen Typen vergleichen oder wenn sie gar das, was vor aller Erscheinung existiert, mit Gott gleichsetzen.

Auch "Natur = Einheit von Information und Energie" ist eine solche Gleichsetzung.

Ohne Algebra, die Kunst des Vergleichens, kommt kein Lebewesen aus.

Auch Gedanken leben vom Vergleichen, sie können sich nur mit Hilfe von Gleichsetzungen weiter entwickeln.

Gleiche Gedanken gesellen sich deshalb gern zu gleichen.

Alle Handlungen werden aufgrund des Vergleichens der gegenwärtigen Situation mit verfügbaren Erfahrungen algebraisch geregelt.
 

24
Mrz
2013

Natürliches Wachstum des Denkens

 
Alles Natürliche entwickelt sich als "trial and error" bzw. "Versuch und Irrtum".
Durch die Heuristik (Methode, den richtigen Weg zu entdecken) werden so lange zulässige Lösungen probiert, bis die gewünschte Lösung gefunden wird.
Es folgen Alternativen, die nach und nach entschieden werden, und zwar körperlich als (konditionell) "geeignet oder ungeeignet" seelisch als "entweder angenehm oder unangenehm" oder geistig "passend oder unpassend".
Der Organismus regelt das mittels Triebe bzw. Bedürfnisse und Reize, die er als angenehm oder unangenehm erfährt, wobei eine möglichst vollkommene Entspannung angestrebt wird.
Während des Trial-and-error-Vorganges werden körperliche Eindrücke, seelische Empfindungen und geistiges Verstehen individuell unterschiedlich bewertet.
Das Auflösen einer Alternative geschieht gewöhnlich situativ stimmungsgefärbt oder einstellungsbetont durch Vergleich von Erfahrungen
Die Natur folgt ihrer ureigenen Strategie, die mathematisch als Algebra definiert wird.
Diese Lehre dürfte die älteste sein, über welche die Menschheit verfügt, es ist die Lehre vom Vergleichen.

Diese Lehre ermöglicht, Gleiches zu erkennen und von Ungleichem zu unterscheiden.
 

23
Mrz
2013

Utopie des Ich

 
Um sich Möglichkeiten des Handelns zu schaffen, umgibt sich das Ich mit Utopien.
Die seelisch gesteuerte Fantasie spiegelt im Selbst Ziele ohne Wege, um das Ich in gedanklichen Bewegungen zu halten.

Zumeist enden solche Selbstspiegelungen in Illusionen, da der Verstand keine Strategien anbietet, die Utopie als Handlungsmöglichkeit zu verwirklichen.
In der Regel fehlt es an Geduld, sich sehr diszipliniert auf eine Utopie einzulassen.
Infolgedessen mangelt es an Ideen, um dem chaotischen Dunkel der Einfallslosigkeit entrinnen zu können.

Meistens lässt sich das auf einen unausgebildeten, lernunwilligen Verstand zurückführen, dem es nicht gelingt, bewusst werdende schöpferische Gedanken festzuhalten und sie schrittweise in ein ersthaftes Vorhaben überzuführen.
 

22
Mrz
2013

Grenzgänger

 
Von ihrem Wesen her bewegt sich Philosophie seit jeher auf der Grenze zwischen Glauben und Wissen.
Da Philosophie mit Wesentlichem zu tun hat, umfasst sie sowohl die Intuition des Glaubens als auch das Denken des Wissens.
Philosophie hat sowohl mit Glauben als auch mit Wissen das bewusste Absehen von ständig sich verändernden Sinneseindrücken gemeinsam, um nach Bleibendem in allem Wandel zu suchen.
Als emotionales Denken strebt Philosophie das Erforschen und Erklären der Selbstreflexion an, und als selbstreflexives Denken strebt sie nach Selbstsicherheit des Wissens.
Denken vollzieht sich dreifach in eins zugleich, und zwar als körperliches, seelisches und geistiges Denken.

Die körperliche, seelische, geistige Verfassung bestimmt die Höhe von Aufmerksamkeit und Konzentration, also die Weite des Bewusstseins und somit den Zeit-Raum des Bewusstwerdens.

Um die Weite des Denkens selbst denken zu können, erscheint es sinnvoll, von der ursprünglichen Bestimmung des Denkens als Bilderleben auszugehen.
Das seelisch empfundene, fantasievoll gefühlte Bilder-Leben bewegt den Verstand, auszuwählen und das Bild-Erleben in die Tat umzusetzen.
Die Tatkraft entspringt der körperlichen Energie des Bilderlebens.

Erziehung fördert Bilderleben, Bilder-Leben und Bild-Erleben, indem sie körperliche, seelische und geistige Leistungen fordert.
 

21
Mrz
2013

Schuster bleib' bei Deinen Leisten

 
Seltsamerweise versuchen Theologen, Pädagogen, Psychologen und sogar Künstler immer wieder, ihr Tun wissenschaftlich zu rechtfertigen.

Dabei würden ernsthafte Auseinandersetzungen mit den Wissenschaften unmittelbar den Irrsinn solchen Bemühens vor Augen führen.

Allerdings setzt das Bescheidenheit voraus, den Verzicht, sich aus persönlicher Eitelkeit mit Wissenschaftlichkeit zu etikettieren.

Es wäre besser, den Glauben allein aus seinen Bildern heraus zu erklären, statt ihn wie Wissen auf Begriffen zu gründen.

Glauben gelangt durch Tun zum Vorschein, Wissen durch Entdecken neuer Tätigkeitsfelder.
 

20
Mrz
2013

Was ich glauben muss, kann ich nicht wissen

 
Vor allem der religiöse Glaube versucht immer wieder auszubrechen und nach Wissen von dem zu streben, was allein geglaubt werden kann.

Liebende können niemals wissen, ob sie sich lieben. Sie können sich zwar ihre Liebe in Gesten und Taten zeigen, aber diese Zeichen der Liebe sind keine Liebesbeweise.

Gefühle entziehen sich jeglichen systemisch analytischen Versuchen und bleiben allein intuitiv erfahrbar.
Die Sprache der Liebe sind wie die aller Gefühle allein Bilder.

Gefühle lassen sich künstlerisch, niemals aber wissenschaftlich darstellen. Das Phänomen der Liebe lässt sich nicht in einer chemischen oder neurologischen Formel erfassen.

Wie für die Philosophie ein Kreis in Wahrheit nicht existiert, so lässt sich Liebe für keinen Naturwissenschaftler nachweisen.

Emotionen gehören dem Glauben wie Begriffe dem Wissen zueigen sind.
Versuche, Grenzen des Glaubens oder des Wissens zu überschreiten, enden in heftigen Konflikten tragischer Aporie.
 

19
Mrz
2013

Was kann ich wissen, und was muss ich glauben?

 
Wissen muss sich als richtig beweisbar ausweisen. Wissen muss richtig, aber nicht wahr sein. Die Berechnung eines Kreises muss zwar rechnerisch richtig, aber kann niemals wahr sein.

Was richtig ist, beruht immer auf einem System, mit dessen Gesetzmäßigkeiten und Regeln sich erklären lässt, was richtig oder falsch ist.
So existieren Kreise allein innerhalb des Systems der Geometrie.
In Wirklichkeit gibt es keine Kreise so wie sie geometrisch definiert sind.

Alles, was sich nicht systemisch beweisen lässt, kann niemals wahr sein.
Glauben braucht Vertrauen, Wissen dagegen Sicherheit.
 

18
Mrz
2013

Eine seltene Pflanze

 
Ein sich in sich aus sich heraus entwickelndes Lebewesen erzeugt gewöhnlich ungewöhnliche Leistungen, durch die es Anerkennung und zugleich Selbstschutz findet.

Zu diesen, in der Regel eigenen, schöpferischen Leistungen wird das vernunftbegabte Lebewesen durch einen inneren Antrieb bewegt.

Von Anbeginn an ist dem schöpferisch bewegten Wesen die Motivsuche fremd.
Die Natur schenkt ihm sein Motiv und schickt es auf die Suche, das intuitiv Aufgegebene zu entdecken zu schaffen.

Während dieser Suche zeigen sich Nachteile einer weitgehend erzieherisch resistenten Entwicklung des Denkens.

Versuche und Irrtümer ereignen sich in einem frei gewachsenen Denken sehr viel öfter als in einem unfreiem, systemisch gebundenen Denken.

Die Vorteile des natürlich gewachsenen Denkens ergeben sich allerdings aus einer sehr viel größeren schöpferischen Freizügigkeit mit einer höheren Wahrscheinlichkeit, Neues zu entdecken.
 

17
Mrz
2013

Froh zu sein bedarf es wenig

 
Die Selbstgenügsamkeit der inneren Klausur ernährt sich aus dem Einklang von Körper, Seele und Geist.
Diese Einsiedelei ist ein Ort künstlerischer oder philosophischer Kontemplation.

An diesem Ort findet das vernunftbegabte Lebewesen alles, was es zum Existieren braucht.

Die Fantasie befriedigt die Bedürfnisse unberührten Denkens und erzeugt Vorstellungen, die seiner Neugier weiterhelfen.

Namen für das eigene Tun finden sich nach und nach ein und ermöglichen dem Lebewesen, sich denkend mitzuteilen.

In bescheidenem Umfang fließt Ausbildung mit ein, ohne dass ernsthaft die Gefahr einer Selbstverfremdung entsteht.
Die fremden Einflüsse werden in die Entwicklung eigenen Denkens integriert, ohne Spuren einer Selbstentfremdung zu hinterlassen.
 

16
Mrz
2013

Das unberührte freie Lebewesen

 
Aus Zufall oder aus uns völlig unbekannten Gründen entscheidet sich die Natur, das Heranwachsen der Vernunft eines Lebewesens nicht dem Geschick der Erziehung zu überlassen.

In diesem Ausnahmefall wächst das vernunftbegabte Lebewesen vollkommen autonom auf, nahezu unempfindlich erzieherischen Einflüssen gegenüber.

Das Selbst eines solchen Lebewesens ist gleichsam dessen Eremitage, in der es selbstgenügsam aufwächst.

Im Gegensatz zum Autisten handelt es sich beim naturbelassenen Lebewesen nicht um etwas, das Außenstehenden als Entwicklungsstörung auffällt.

Tatsächlich verlässt ein solches pädagogisch unberührtes Lebewesen seine Einsiedelei, um existentiell notwendige Aufgaben zu erledigen oder Pflichten nachzukommen.

Aus Sicht der Natur kommt herkömmliche Erziehung einer Misshandlung der Vernunft gleich.

Damit das unberührte vernunftbegabte Lebewewesen pädagogischen Missetätern nicht unnötig auffällt, schenkt ihm die Natur besondere Strategien der Selbstverteidigung.
 

15
Mrz
2013

Axiom des leeren Nichts

 
Die Natur selbst existiert vor der Entstehung des Universums als Einheit von Energie und Information.

Die Natur erschafft, indem sie Energie informiert.

Sobald aber Energie informiert wird, entsteht Materie.

Sobald die Variablen einer geometrischen Formel mittels Zahlen informiert werden, entsteht eine bestimmte geometrische Figur.

Aber alles, was die Natur erschafft, lässt sie nur für eine gewisse Zeit entstehen.

Sobald diese Zeit überschritten wird, vergeht das Erschaffene wieder.

Die Natur bleibt durch Bewegung im von ihr Erschaffenen gegenwärtig.

Durch diese Bewegung vermittelt die Natur Information über sich.

Die einem Geschöpf innewohnende typische Bewegung seiner Natur spürt der Instinkt.
 

14
Mrz
2013

Absolutes Denken

 
Absolutes Denken ist weder Bilderleben noch Denken in Begriffen (reines Denken).
Absolutes Denken beruht auf Axiomen. 

Ein Axiom ist ein Grundsatz einer Theorie, einer Wissenschaft oder eines axiomatischen Systems, der innerhalb dieses Systems nicht begründet oder deduktiv abgeleitet wird.

Absolutes Denken ist wie mystisches Denken vom Glauben abhängig.
Das Axiom ist das Dogma der Wissenschaft.
Nicht der Papst in Rom, sondern der Verstand des Wissenschaftlers entscheidet über die Zulassung eines Axioms.
 

13
Mrz
2013

Was Du nicht wissen kannst, musst Du glauben

 
Die axiomatische Grundidee der Entstehung des Universums ist wissenschaftlich nicht überprüfbar.
Man muss das Axiom von der Entstehung aus dem Nichts glauben.
Aber es gibt im Bereich des Glaubens eine Analogie zum Begriff.
Diese Analogie besteht in der Erkenntnis durch Intuition.

Die Schöpfung Gottes ist ein Beispiel für eine intuitive Erkenntnis.
Beweise für den Glauben an die Schöpfung sind Wunder, die in der Regel den Gesetzen der Naturwissenschaft widersprechen.
 
Der Glaube an den Schöpfer Gott personifiziert die physikalisch metaphysische Grundidee von der Entstehung des Seins aus dem Nichts.
Das Personifizieren ist ein Akt des Denkens wie das wissenschaftliche Modellieren. "Schöpfer Gott" ist ein Bild des Denkens wie "Big Bang".
 
logo

Seit 20 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Prof. Dr. habil Wolfgang F Schmid

Grundsätzliches (www.wolfgang-schmid.de)

 

Archiv

März 2025
Januar 2025
Dezember 2024
Juli 2024
Januar 2024
Dezember 2023
Oktober 2023
August 2023
Juli 2023
Juni 2023
Mai 2023
April 2023
Januar 2023
Dezember 2022
Oktober 2022
September 2022
Juni 2022
Mai 2022
März 2022
Februar 2022
Januar 2022
Dezember 2021
November 2021
Oktober 2021
September 2021
August 2021
Juli 2021
Mai 2021
April 2021
März 2021
Februar 2021
Januar 2021
Dezember 2020
November 2020
Oktober 2020
September 2020
Juni 2020
Mai 2020
April 2020
März 2020
Februar 2020
Januar 2020
Dezember 2019
November 2019
Oktober 2019
Juni 2019
Mai 2019
April 2019
März 2019
April 2018
März 2018
Februar 2018
Januar 2018
Dezember 2017
November 2017
Oktober 2017
September 2017
August 2017
Juli 2017
Juni 2017
Mai 2017
April 2017
März 2017
Februar 2017
Januar 2017
Dezember 2016
November 2016
Oktober 2016
September 2016
August 2016
Juli 2016
Juni 2016
Mai 2016
April 2016
März 2016
Februar 2016
Januar 2016
Dezember 2015
November 2015
Oktober 2015
September 2015
August 2015
Juli 2015
Juni 2015
Mai 2015
April 2015
März 2015
Februar 2015
Januar 2015
Dezember 2014
November 2014
Oktober 2014
September 2014
August 2014
Juli 2014
Juni 2014
Mai 2014
April 2014
März 2014
Februar 2014
Januar 2014
Dezember 2013
November 2013
Oktober 2013
September 2013
August 2013
Juli 2013
Juni 2013
Mai 2013
April 2013
März 2013
Februar 2013
Januar 2013
Dezember 2012
November 2012
Oktober 2012
September 2012
August 2012
Juli 2012
Juni 2012
Mai 2012
April 2012
März 2012
Februar 2012
Januar 2012
Dezember 2011
November 2011
Oktober 2011
September 2011
August 2011
Juli 2011
Juni 2011
Mai 2011
April 2011
März 2011
Februar 2011
Januar 2011
Dezember 2010
November 2010
Oktober 2010
September 2010
August 2010
Juli 2010
Juni 2010
Mai 2010
April 2010
März 2010
Februar 2010
Januar 2010
Dezember 2009
November 2009
Oktober 2009
Juni 2009
Mai 2009
April 2009
März 2009
Februar 2009
Januar 2009
Dezember 2008
Oktober 2008
Februar 2007
Januar 2007
Dezember 2006
November 2006
Oktober 2006
September 2006
Dezember 2005
November 2005
Oktober 2005
September 2005
August 2005
Juli 2005
Juni 2005
Mai 2005
April 2005
März 2005
Februar 2005
Januar 2005
Dezember 2004

Aktuelle Beiträge

Am Anfang war das Wort
Am Anfang war das Wort, und das Wort war das Sein,...
wfschmid - 10. März, 02:28
Schauen, was nicht zu...
Neue Publikation, auch in englischer Spreche Bestellung...
wfschmid - 22. Januar, 13:11
URSPRUNG DER INFORMATION...
Vernunft und Verstand begabter intelligenter Wesen...
wfschmid - 26. Dezember, 07:10
Bildlose Gedanken sind...
Bewusstwerden wird als Bilderleben sowohl von der Vernunft...
wfschmid - 21. Dezember, 06:11
ES GIBT DINGE, DIE GIBT...
ES GIBT DINGE, DIE GIBT ES GAR NICHT Dieser Spruch...
wfschmid - 14. Dezember, 11:22
Vernunft <--->...
Bewusstwerden wird als Bilderleben sowohl von der Vernunft...
wfschmid - 13. Dezember, 21:49
H u m o r
Gefräßige Gesellschaft www.greedype rson.com
wfschmid - 25. Juli, 12:09
Dreamed out
If a priori represents a metaphysical congruence with...
wfschmid - 9. Januar, 05:24

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Status

Online seit 7761 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 10. März, 02:28

Suche (AND, OR erlaubt) - Nächste (leere) Zeile anklicken!

 

Credits

 

 

Es gelten die Rechtsvorschriften für Webseiten der Universität Flensburg © Texte: Wolfgang F. Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) wfschmid(at)me.com Bilder: Ulrike Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) mail(at)ulrike-schmid.de

 wfs