Unilogo

13
Aug
2013

Unpersönlicher Gott

Die infolge möglicher Möglichkeiten über wirkliche Möglichkeiten und mögliche Wirklichkeiten zum Werden gewordene physikalische Wirklichkeit, lässt sich nicht auf eine rein metaphysische Entscheidung zurückführen, denn die Entscheidung zwischen Alternativen oder verschiedenen Varianten setzt geistige Tätigkeit voraus.

Das Spiel des Zufalls erscheint als erste Tätigkeit des Geistes.
Im vollkommen freien Spiel geschieht das Zusammentreffen der Ereignisse offenbar ohne Prinzipien, ohne zu vergleichen oder zu bewerten. Das Spiel des Zufalls als Anfang von allem geschieht von einem Geist ohne Sinn und Verstand. Gott erscheint vollkommen unpersönlich.

12
Aug
2013

Der Erste Grund der ersten Ursache

Das Denken des reinen Geistes schaut das Sein vor allem Werden, da dieses des Raumes und der Zeit bedarf. Als Erste Ursache weilt der reine Geist absolut vor allem. Als unbewegter Beweger denkt er in der Anschauung des Nichts mögliche Möglichkeiten.

Das Geschehen der Ersten Ursache aus dem Ersten Grund trägt sich als reines Spiel möglicher Möglichkeiten zu. Die Wahrheit verbirgt sich vor dem träumenden Zufall. Das reine Spielen ist Energie des Bewegens. Natur ist Bewegung. Der Natur fällt die Bewegung durch den Grund des Spiels der Möglichkeiten als Erste Bewegung zu. Die Erste Ursache verdankt sich dem Ersten Grund als Beweger der Natur. Durch zufällige Entscheidung für eine Möglichkeit explodiert das Sein ins Werden. Indem eine mögliche Möglichkeit Wirklichkeit formt, entsteht die Erste Information. Durch diese Information wandelt sich Energie in Materie. Das bislang metaphysische Sein erscheint als physikalisches Werden.

11
Aug
2013

Prima causa - Erste Ursache

Der Geist des vernunftbegabten Lebewesens vermag die Erste Ursache zu denken, weil er diese als zureichenden Grund seiner selbst zu schauen vermag. Lange bevor noch am Anfang das Wort wurde, war der allumfassende, schöpferische Geist bereits allgegenwärtig. Diese Allgegenwart ohne Anfang und ohne Ende. Raum und Zeit existieren grenzenlos als Paradoxa. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verweilen noch in der Utopie reiner Möglichkeiten.

10
Aug
2013

 

Meditieren dauert dann nicht viele Stunden,
ist vielmehr Blitzaufladung in Sekunden.
Meditieren ist Haltung aus dem Gleichgewicht,
Vollkommenes Loslassen und inneres Licht.

 

Meditieren ist nicht geistiges Schweben,
um die Seele gegen Himmel zu erheben.
Meditieren ist vielmehr anstrengendes Tun,
bis Körper, Seele, Geist wieder in sich ruhn.

9
Aug
2013

 

Statt nur oberflächlich zu sehen wieder betrachten
durch Beobachten auf Zusammenhänge achten,
um unsichtbares Sein als Wesen tief zu begreifen,
bis die Früchte durch besonnene Erfahrung reifen.

8
Aug
2013

 

Das Ich möchte nicht länger in sich verweilen,
versucht immer gehetzter dem Selbst nachzueilen.
Gier zerfrisst erst die Seele und dann das Denken.
Vor Habgier ist der Verstand nicht mehr zu lenken.

7
Aug
2013

 

Meditieren bedeutet Schwächen zu sehen
und Möglichkeiten, ihnen aus dem Weg zu gehen.
Der erste Schritt: erweitertes Bewusstwerden,
um den Geist wieder in der Seele zu erden.

6
Aug
2013

 

Sind Körper Seele Geist im Ungleichgewicht,
verliert das Selbst vor dem Ich sein Gesicht.
Selbst verloren irrt die Seele im Verstand umher,
Körper und Verstand wollen zunehmend mehr.
 

jeder wähnt sich allein (urs)

5
Aug
2013

echt

Als authentisch empfinden wir, was wir mit unseren Gefühlen und Erfahrungen als für uns gültig betrachten. Weder Wissen noch Glauben gewährleisten uns diese innere Sicherheit. Das, was dem Ich Echtheit verbürgt, ist die Zuverlässigkeit der Selbst-Bestätigung durch Tun. Was echt ist und was nicht, das lässt sich nicht in der Vorstellung entscheiden, sondern allein durch das Ausprobieren. Niemand kann sich auf seine Heil- oder Selbstheilungskräfte berufen, solange er sich nicht selbst oder andere geheilt hat.
Alles, das wir für uns als gesichert erachten, macht unseren Erfahrungsschatz aus. Dieser gilt uns als unangreifbar und zuverlässig.

4
Aug
2013

Errare humanum est

Einer der größten Denkfehler in der Geschichte westlichen Denkens besteht in der Fehldeutung des Glaubens. Diese Fehleinschätzung beruht auf dem Trugschluss, bei dem "richtig" und "wahr" verwechselt worden sind.

Ob etwas richtig ist, lässt sich messen oder wissen. Ob etwas wahr ist, lässt sich spüren oder glauben.
Je mehr der Mensch versucht, etwas richtig zu machen, desto unwahrer wird es.

Wer auf Wissen allein setzt, verliert die Empfindlichkeit des inneren Gespürs.

3
Aug
2013

empfindsam

Die Seele ist merkwürdigerweise höchst empfindlich gegen alles, was ihr der Verstand zuflüstert. Also ist alles Verstandesmäßige auch keine Hilfe. Aber unsere Seele bietet uns einige Tricks an, auf welche Weise ihr zu helfen ist. Ihr für mich erfolgreichster Trick ist das Vorstellen von Gegenbildern.
Also, wenn Du an Deine schlechten Eigenschaften denkst, dann stelle Dich Dir mit den entgegengesetzten positiven Eigenschaften vor.
Das hilft! In Wahrheit braucht nämlich das Gehirn positive Bilder, um den Organismus gesund organisieren zu können.
Schlechte Bilder machen krank!

2
Aug
2013

Sprache der Gefühle

Worte verkürzen Gefühle. Bilder stellen sie symbolisch dar. Klänge zeigen sie unmittelbar.

Das gesprochene Wort scheint unersetzlich, weil es Sprache, Bild und Musik in sich vereint. Denn: das gesprochene Wort ist zugleich körpersprachlicher, seelischer und geistiger Ausdruck. Aber manche Bilder vermögen mehr zu sagen als viele Worte, und Musik ist sogar der sprachgewaltigste Ausdruck des Menschen.

1
Aug
2013

Eigen-Sinn

"Du musst mich ändern!", bittet die Seele.
"Dazu habe ich keine Lust!", antwortet die Gewohnheit.

Die Seele bedankt sich, ist ihr doch klar, dass sie zuerst ihre Gepflogenheiten umgestalten muss.

31
Jul
2013

Das ewige Licht

"Ich möchte das innere Licht sehen", fordert das Kind.
"Dann schließe Deine Augen und warte!", rät der alte Mönch.
"Ich sehe nichts!", protestiert das Kind.
"Du brauchst Geduld!"
"Wie viel!"
"So viel wie Leben in Dir ist!

Das Kind hat seine Augen nie mehr geöffnet.
logo

Seit 20 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Prof. Dr. habil Wolfgang F Schmid

Grundsätzliches (www.wolfgang-schmid.de)

 

Archiv

März 2025
Januar 2025
Dezember 2024
Juli 2024
Januar 2024
Dezember 2023
Oktober 2023
August 2023
Juli 2023
Juni 2023
Mai 2023
April 2023
Januar 2023
Dezember 2022
Oktober 2022
September 2022
Juni 2022
Mai 2022
März 2022
Februar 2022
Januar 2022
Dezember 2021
November 2021
Oktober 2021
September 2021
August 2021
Juli 2021
Mai 2021
April 2021
März 2021
Februar 2021
Januar 2021
Dezember 2020
November 2020
Oktober 2020
September 2020
Juni 2020
Mai 2020
April 2020
März 2020
Februar 2020
Januar 2020
Dezember 2019
November 2019
Oktober 2019
Juni 2019
Mai 2019
April 2019
März 2019
April 2018
März 2018
Februar 2018
Januar 2018
Dezember 2017
November 2017
Oktober 2017
September 2017
August 2017
Juli 2017
Juni 2017
Mai 2017
April 2017
März 2017
Februar 2017
Januar 2017
Dezember 2016
November 2016
Oktober 2016
September 2016
August 2016
Juli 2016
Juni 2016
Mai 2016
April 2016
März 2016
Februar 2016
Januar 2016
Dezember 2015
November 2015
Oktober 2015
September 2015
August 2015
Juli 2015
Juni 2015
Mai 2015
April 2015
März 2015
Februar 2015
Januar 2015
Dezember 2014
November 2014
Oktober 2014
September 2014
August 2014
Juli 2014
Juni 2014
Mai 2014
April 2014
März 2014
Februar 2014
Januar 2014
Dezember 2013
November 2013
Oktober 2013
September 2013
August 2013
Juli 2013
Juni 2013
Mai 2013
April 2013
März 2013
Februar 2013
Januar 2013
Dezember 2012
November 2012
Oktober 2012
September 2012
August 2012
Juli 2012
Juni 2012
Mai 2012
April 2012
März 2012
Februar 2012
Januar 2012
Dezember 2011
November 2011
Oktober 2011
September 2011
August 2011
Juli 2011
Juni 2011
Mai 2011
April 2011
März 2011
Februar 2011
Januar 2011
Dezember 2010
November 2010
Oktober 2010
September 2010
August 2010
Juli 2010
Juni 2010
Mai 2010
April 2010
März 2010
Februar 2010
Januar 2010
Dezember 2009
November 2009
Oktober 2009
Juni 2009
Mai 2009
April 2009
März 2009
Februar 2009
Januar 2009
Dezember 2008
Oktober 2008
Februar 2007
Januar 2007
Dezember 2006
November 2006
Oktober 2006
September 2006
Dezember 2005
November 2005
Oktober 2005
September 2005
August 2005
Juli 2005
Juni 2005
Mai 2005
April 2005
März 2005
Februar 2005
Januar 2005
Dezember 2004

Aktuelle Beiträge

Am Anfang war das Wort
Am Anfang war das Wort, und das Wort war das Sein,...
wfschmid - 10. März, 02:28
Schauen, was nicht zu...
Neue Publikation, auch in englischer Spreche Bestellung...
wfschmid - 22. Januar, 13:11
URSPRUNG DER INFORMATION...
Vernunft und Verstand begabter intelligenter Wesen...
wfschmid - 26. Dezember, 07:10
Bildlose Gedanken sind...
Bewusstwerden wird als Bilderleben sowohl von der Vernunft...
wfschmid - 21. Dezember, 06:11
ES GIBT DINGE, DIE GIBT...
ES GIBT DINGE, DIE GIBT ES GAR NICHT Dieser Spruch...
wfschmid - 14. Dezember, 11:22
Vernunft <--->...
Bewusstwerden wird als Bilderleben sowohl von der Vernunft...
wfschmid - 13. Dezember, 21:49
H u m o r
Gefräßige Gesellschaft www.greedype rson.com
wfschmid - 25. Juli, 12:09
Dreamed out
If a priori represents a metaphysical congruence with...
wfschmid - 9. Januar, 05:24

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Status

Online seit 7762 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 10. März, 02:28

Suche (AND, OR erlaubt) - Nächste (leere) Zeile anklicken!

 

Credits

 

 

Es gelten die Rechtsvorschriften für Webseiten der Universität Flensburg © Texte: Wolfgang F. Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) wfschmid(at)me.com Bilder: Ulrike Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) mail(at)ulrike-schmid.de

 wfs