Unilogo

26
Okt
2013

 

 

Wiederkehr




Wiederkehr des immer Gleichen

Keislauf des Alterns,

unauffälliges Verändern

Identität, Gleichheit, Ähnlichkeit:

Abweichen bis zur Gegensätzlichkeit.



Wiederholung des immer Gleichen

formt Regeln und Gesetze,

um Ordnungen der Natur zu schaffen.

Als Grund aller Natur

ist ursprüngliche Information vollständiger

als alle Religionen und Wissenschaften,

umfangreicher als Bewusstsein zu erfassen vermag.



Natur als Vorschein des Urgrundes

ist mehr als die sinnlich vernehmbare Erscheinung.

Naturwissenschaften bleiben hinter dem zurück,

was sie zu entdecken trachten.

Das Geheimnis der Information des Urgrundes alles Werdens

bleibt der Enge des Bewusstseins verborgen.



Bewusstseinsüberschreitende Sätze,

zu verstehen, aber nicht mehr zu begreifen.

Prinphysische Geburt des metaphysischen Zyklus:

Das Mehr, das ständig weniger wird,

bis es als Weniger weiterhin abnimmt,

um wiederum als Mehr weniger zu werden.



Vergehen und Entstehen:

Wegnehmendes Hinzufügen wird durch hinzufügendes Wegnehmen

fortwährendes Wachsen.



Ursprung der Materie:

Indem sich Information entfaltet, erzeugt sie Materie.

Materie ist informierte Energie.



Vor allem Anfang:

Einheit von Information und Energie ist reiner Geist.

Indem Geist Energie informiert entsteht Materie.

Da der Geist ewig ist, wandelt sich Materie nach dem Gesetz des Vergehens und Entstehens,

ohne dass Energie verloren geht.



Energieerhaltungssatz:

Die Gesamtenergie eines abgeschlossenen Systems bleibt konstant:

E vor = E nach



Quartupel globaler Systemik:

Information ordnet über und unter,

vor und nach,

zu und ein,

an und bei.



Universelle Logik:

Ich erfasse etwas dann, wenn ich über dessen Grund und Zweck

in Hinsicht auf seine Ursache und Wirkung verfüge,

und zwar nach Art/Weise und Umstand

der auffälligen Eigenschaften seines Wesens

unter Berücksichtigung des Mittels und Ausmaßes

in Raum und Zeit seines Vorscheinens.

 


Anmerkung
prin (griechisch) bedeutet vor,
meta (griechisch) bedeutet nach

 

25
Okt
2013

 

 

Neues




Unbekanntes, das die Seele empfindet,

die Vernunft spürt den Hauch eines allgegenwärtigen Geistes.

Gestaltlose Ideen schweben über einem ratlosen Verstand.

Intuitive Schwingungen formen,

fragend suchen,

um zu entdecken.



Offenheit gestaltet Lichtung,

auf der Neuronen vorurteilsfrei neue Bindungen suchen.

Worte schweigen, um nicht vorschnell zum Begreifen zu verführen.

Im Augenblick der Orientierungslosigkeit herrscht Stille.

Die lärmende Alltagssprache zieht sich zurück,

um der inneren Stimme das Sprechen zu überlassen.



Auf das Sichtbare neuronaler Felder fällt Licht.

Die Vernunft schmeckt die Leere und empfindet, diese gut tut.

Gefühle schwingen endlich frei,

Harmonien beglücken die suchende Seele.

Ideen müssen gefallen, wenn sie angenommen werden wollen.

Ehrgeiz gesellt sich zum Geltungstrieb.



Ein Funke entzündet wartende Möglichkeiten,

und die Idee nimmt Gestalt an

Worte finden sich zusammen,

bevor Intuition einige versammelt

und Text auf digitales Papier fließt.



Während des Schreibens entsteht der Eindruck,

dass das Gehirn den Text diktiert.

Der Verstand möchte herausfinden,

wie das vor sich geht,

und er tut das, was ihn Erziehung gelehrt hat.

 

24
Okt
2013

 

 

Koan



Inneres Chaos ernährt

den nicht wollenden Willen.

Dem Zufall fehlt es an Spielraum

zur Entfaltung.

Schöpferisches voller ungenutzter Möglichkeiten,

Günstige Möglichkeiten strömen über,

Überflutungen.

Unfruchtbar gewordene neuronale Felder.

Zwischen Wildwuchs irrt die vereinsamte Vernunft.



Tragisch komische Trägheit breitet sich aus.

Nebel überdeckt letzte weiße Flecken geistiger Klarheit.

An Einfällen mangelt es nicht.

Gute Ideen scheitern an Ansprüchen des Geistes.

Die erkennende Seele versucht sich im Loslassen des Bisherigen.

Sie glaubt an Selbsterkenntnis

als ersten Schritt zur Besserung.



Eigene Kräfte blockiern bedrohliche Schwächungen.

Krankheiten wird der Zugang verweigert.

Der Koan der Seele ist ein gehemnisvolles Motiv,

ein tiefer Grund zu einer Aufgabe zu bewegen.

Die Intuition treibt schweigend an,

ohne dass dies die Vernunft zu fassen vermöchte.

So verbleibt der Verstand auf Spurensuche.

 



Der innere Klang


Generationen von Gedanken stehen sich gegenüber.
Sie lassen nicht zu, dass sie sich erkennen,
sie kämpfen vielmehr gegeneinander.
Was sollen wir tun? Niemand da, der uns aufhällt
und uns mit sich nimmt.

Übersetze mich! Neues schaffen will ich,
die Möglichkeiten sind überreichlich vorhanden.
Niemand erkennt, wer da spricht, die Worte gehen in Rauschen über.
Die Vernunft ruft einsam nach den Ihren. Erschöpfung breitet sich aus.
Wer kann davon noch profitieren?
Immer noch springen Einfälle auf, gute Ideen können sich aber nicht durchsetzen,
überhöhte Ansprüche hebeln ihre Energien aus.

Dennoch deutet sich eine mögliche Wende an.
Die Seele versucht sich zu befreien, sie übt sich darin loszulassen.
Der Raum der Stille, der dabei entsteht, nimmt dem
Gewesenen jegliche Erinnerung.
Die Seele kann nun vernehmen, dass ein starker Glaube ihr Kraft gibt -
das ist der Weg der Selbsterkenntnis.

Krankheiten, die noch vor den inneren Augen lauern,
verlieren sich.
Ein starkes Motiv ist dem Glauben entgegen gekommen. Ein Geheimnis, das siegt,
wird es angenommen. Schritt für Schritt bestätigt die Intuition diese Quelle.
Die Vernunft sieht zu und schweigt.
Der Verstand begleitet mit Abstand das Geschehen.

 
(urs)

23
Okt
2013

 

 

Betrüger




Das Fantasiebild des Heiligen entwickelte sich so allmählich,

dass ihm Zeit blieb, das Trugbild für sich zu nutzen. Gefühle der Macht steigen auf

und vermitteln den Eindruck, alles bewerkstelligen zu können.



Er erfindet sich als Guru und spielt den Asketen.

Entsagung ist die beste Tarnung der Macht.

Jetzt muss er nur noch berühmt werden.



Eines Tages sucht ihn ein junger Abt auf.

"Meister, ich habe einen langen Weg zurückgelegt, um Dich aufzusuchen!"

Der Scheinheilige fühlt sich geschmeichelt.



"Guter Meister, ich möchte lernen, wie Du Gott zu begegnen!"

"Was hast Du mir anzubieten?", fragt der Frömmler.

Jetzt wußte der Abt Bescheid.

 



Zwei Seiten


Wer sich selbst betrügt, fällt sich
- ohne das wahrzunehmen - in den Rücken.

Wer andere belügt,
wird an seinem vermeintlichen Vorteil ersticken.

Er muss sich und andere manipulieren, bis sein triebgesteuertes Weltbild
zum Triumph seiner Begierden anschwillt.


Doch niemand kommt als Betrüger zur Welt.
Trugbilder wachsen stetig durch fehlgeleitete Fantasie.

Der Wille, mächtiger als andere zu werden,
setzt auf den blendenden Schein des fremdgesteuerten Ichs.

Meister und selbsternannte Gottesvertreter, Heilige und Scheinanbeter
- das Ich entscheidet, was zutreffend ist.

 
(urs)

22
Okt
2013

 

 

Wahrheit




Geheimnisse offenbaren sich nicht mit Leichtigkeit.

Nur ein angestrengt geschärfter Geist

wagt sich in die Dunkelheiten des Unwissens.



Allein die Disziplin gefühlter Logik

bewahrt vor Abgründen der Gefühle,

durch Triebe und Bedürfnisse erregt.



Suchanfrage durch Sprache,

weckt Neugier,

schickt auf den Weg.



Sinnesreize geben Wesentliches in Auftrag,

die Fantasie sucht taugliche Vorstellungen,

Einbildungskräfte sind gefragt.



Einberufung des Konsortiums "Ich".

Reize,

Triebe,

Bedürfnisse,

die Konsorten des Unbewussten.

Fantasien des Zufalls,

Spiele der Gefühle,

Erfahrungen der Seele,

die Konsorten des Vorbewussten.

Bilderleben der Träume und Tagträume,

Bilder-Leben der Vernunft Lust,

Bild-Erleben des Verstandes,

des Konsorten des Bewusstseins.

die Konorten des Bewusstwerdens.

Werte und Normen,

Regeln und Gesetze,

Gebote und Verbote,

die Konsorten des Gewissens.



Jeweils spontan gegenwärtige neuronale Konsortien

regeln der Augenblicke Existenzen.

Kairós, der günstige Augenblick,

vom Zufall zugespielt.

Ruf aus der Tiefe des Unbewussten,

Vorbewusste Bewegung des schöpferischen Geistes:

Berufung.



Eine bsondere Idee,

die danach dürstet,

geboren zu werden,

um erscheinen zu können.

 

21
Okt
2013

 

 

Urtext




Urschriftlich gefasste Formen im Sprachspiel des Vorbewussten.

Vorformen der Gedanken versuchen gefühlte Erfahrungen zur Sprache zu bringen.

Die unbewusst geführte Hand versammelt Buchstaben um Buchstaben Worte zu Texten.

Ansprüche diktieren aus Quellen der Triebe oder Bedürfnisse,

ohne sich zu verraten.

Krankhaft übersteigerte Minderwertigkeit wechselt sich voller Stolz kleinmachend

in behauptete göttliche Eingebungen.

So stürzen Visionen voller Täuschungen ganze Völker ins Unglück.



Das Buch der Bücher ist voller Geschichten machthungriger Heiliger,

Texte beanspruchen sich als Zeichen der Macht,

in Ohnmacht sich verkehrend, wenn sie nicht gelesen oder verstanden werden.

Texte sind Duftmarken vernunftbegabter Lebewesen.

Reviermarken ihres Willens zur Macht

oder auch Zeichen der Ohnmacht.

 



Vom Ursprung und den Wirkungen


Das Ursprüngliche folgt durch gefühlte Erfahrungen
vor dem Bewusstwerden im Spiel mit der Sprache
den noch angedeuteten Formen von Gedanken, die sich darstellen wollen.
Wie in einem geheimen Diktat finden Worte nach und nach
den Weg zu ihrer Erfassung als Abbildung in einem Text.

Was wie ein natürliches Fliessen begann, wird jedoch fremd bestimmt:
Das Ich kennt sich nicht oder es interessiert sich nicht.
Es sind die nach Herrschaft strebenden Triebe,
die auch die Bedürfnisse anfachen.
Sie verbergen sich wohl dosiert hinter den Worten
indem sie unter dem Joch des minderen Werts
oder dem Triumph des Stolzes sich wechselseitig anmachen.

So verbergen sich auch in bedeutenden Schriften, hochgeschätzten
Kulturgrundlagen, der Wille zur Macht und die Ohnmacht, sich selbst zu ertragen,
in all der als minderwertig erfahrenen Selbstinszenierung.
Des Menschen Wille ist seine Bestimmung; zur Vernunft begabt,
entraubt er sich der möglichen Fülle,
indem er sich zufrieden gibt mit vordergründigem Hintersinn.

 
(urs)

20
Okt
2013

Bewusstwerden

 

Bewusstwerden




Bewusstwerden wird durch Vorbewusstes initiiert,

durch Un- oder Unterbewusstes gefühlt geregelt,

gewissenhaft geprüft,

limbisch geformt,

bevor der Verstand logisch gestaltet.



Die Fantasie bringt Bewusstwerden zur Anschauung von Bildern.

Bilderleben scheint als Vorstellungen hervor.

Bilder-Leben fantastischer Spiele,

spontanes Bild-Erleben der Vernunft.



Behutsam tropfen Worte ins Bewusstwerden,

Texte sammeln sich aus Erfahrungen,

erzählen in Träumen Geschichten,

die tagsüber in Lichtbildern des Bewusstseins erscheinen.

 



Sehen des Bewusstwerdens


Das Bewusstwerden selbst entstehen zu sehen,
ist eine besondere Gabe,
die die Vorgänge des Werdens auseinanderhält
und unterscheidet - je nach Licht und Intensität -
zwischen Initiierung, Wechselwirkung, Folge und Erleben.

Gewordenes jeweils das Nächste erklimmt -
das Ziel ist das bewusste Sehen,
das sich in behutsam herbei gezogenen Worten niederschlägt,
die ihr Vermögen zu sprechen kennen aus Träumen
und Erfahrungen mit der eigenen Vernunft des Bilderlebens,
die die Fantasie begleitet hat in ihrer Kunst,
der Sprache der Bilder zu entnehmen, was als Bewusstsein
in die Erscheinung tritt.

 
(urs)

19
Okt
2013

Vorbewusstsein

 

Vorbewusstsein




unterschätzte Vorgeschichte vorgeburtlicher Existenz,

werdende Vernunft im wachsenden Embryo.

Nachkriegszeit voller Entbehrungen,

verzweifelte Abtreibungsversuche einer überforderten, schwächlichen Frau.

Schreckgespenstische Vorstellung von Muttersein.

Kläglich laienhafte, medizinisch naive Abwehrmechanik.

Stricknadeln sind kein geeignetes medizinisches Besteck.



"Hurra, ich überlebte trotzdem!", ist nicht der erste Schrei,

wäre wohl auch angesichts der Not im Hals stecken geblieben.

Weder reichen die Lebensmittel, noch trösten die Sirenen,

und Fluchten in Luftschutzkeller helfen wenig.

Überleben, ein Glücksfall nach missglückter Geburt?

Eine Missgeburt in den Augen der unglücklichen Mutter

auf der Suche nach Ausfluchten.

Der kriegsblinde Mann betrogen,

das Wenige zum Vergnügen verschleudert,

die Kinder samt Haushalt verwahrlost,

bis erschrockene Nachbarn helfen.



Das Kind igelt sich ein.

Sich zu schützen hat es früh gelernt.

Keine Mutfrage, sondern natürliche Abwehr.

Nichts kann es in die Schule zwingen,

der weise Grunschulrektor wirbt mit dynamischer Arbeiszeit,

Unterrichtszwang nur auf freiwilliger Basis.

Damals eine vollkommen überraschende Idee.

Erfolgreicher Deal "Leistung gegen Fleißzettel".

Mit erkaufter Freistellung rettet sich das Kind,

fortan problemloser, regelmäßiger Schulbesuch.



Natürlichres Geschenk neuronaler Selbstorganisation,

umgeben mit liebenswerter Ausstrahlung,

weckt Mitleid in sensiblen Bezugspersonen.

Die Natur schützt selten auf diese Weise

vor der Welt des Fressens und Gefressenwerdens.

Dankbarkeit gegen Unbekannt.

Frühe Suche, um zu ermitteln.

Steckbrieflich biblisch gesuchter Gott..

Ein langer Weg durch das Chaos des Nichts tut sich auf..

 



Lebenswelten


Die Welt die in die Erscheinung tritt,
ist die im Sehen gestaltete Welt
als Behausung des Ich.

Innen und außen, drinnen und draußen,
zu Hinsichten gestaltete Unterscheidungen,
die unmittelbar Deutungen auslösen.

Jeder lebt und existiert in seiner von ihm
gestalteten Welt - wie Embryonen, die
bewegt werden und antworten darauf

so dass sie sich als etwas anderes erleben,
innen, da drin und das spürbare andere,
das umgekehrt, von wo anders, anstößt.

Menschen berühren einander; sie spüren
die Welt des anderen und wie er sich
darin eingerichtet hat.

Welten überlagern sich,
sie müssen begrenzt werden,
um das Leben selbst wahrzunehmen,

das, wie eine weitere Welt, der Natur
angehörend, jede der Welten auflöst,
um erneut, parallel, andere entstehen zu lassen.

 
(urs)

18
Okt
2013

Zwischenwelt

 

Zwischenwelt

Bewusstwerden

Strom zwischen bewusst und unbewusst,

Zweistromland im Augenblick des Hin und Her.

Welt der Fantasie, gemalt in Eindrücken, Erinnerungen, Erfahrungen.



Weite, die der Verstand vergeblich erorbert,

um Wirklichkeit zu gestalten.

Sein inmitten des Werdens,

Existenz als Vorschein der Fantasie.

Ein langer Weg durch Unerforschtes.

Abenteuer ohne Wiederkehr.



Widerstand gegen alle Bedenken,

Triebe erregen Bedürfnisse,

die Gefühle bedrängen,

sich zu einer Intuition zu verbünden.

Eine Idee gelangt zum Vorschein.

 



Gefährten


an Grenzen werdet ihr mich,
die Zwischenwelt erkennen
ein Blick, ein Gegenüber, zwei Welten


in die Form gegossen,
die der Fantasie als Partitur gilt


sie darf nichts wissen von der Qual
der Unverrückbarkeit


alles wird ihr zu dem Fall dass etwas
wachsen will, vornüber strebt


sich niemals fest in eine Ecke fügt
solange alles offen bleibt


sie hält sich frei für die Begegnung
des Dunklen mit dem hellen Spiegelbild
 
(urs)

17
Okt
2013

Licht

 

Licht

Sieg über das Dunkel. Vorahnungen drängen aus der Nacht.
Sehen ohne zu sehen. Hören ohne zu hören.
Im Schweigen findet sich Sprache.

Worte, die in Frage kämen, finden sich nicht.
Erscheinungen können sich so nicht binden.
Die Fantasie versucht sich in Bildern.

Während stiller Betrachtungen melden sich Gedanken,
schlüpfen unter das Gewand der Vernunft,
weben aus intuitiven Sätzen ihre Geschichte.

 



 


Behausungen

Orte nirgendwo
da

meine Seele drängt mich
hin zur wartenden Natur

gefunden werden kann ich nicht
niemand kennt die Pfade

nur in diesem anderen Gesicht
spricht das was ich Licht jetzt nenne

Namen
kennt kennt das nicht
 
(urs)

16
Okt
2013

Verborgen

 

Verborgen

Anonyme Zulassung wegen der heiklen Mission,
durch Triebe und Bedürfnisse des Un-Wesens.
Reine Form noch ohne Gestalt.

Empfinden, das sprachlose Fragen der Intuition,
sucht vorsichtig tastend nach einer Vorstellung.
Aber der Geist zeigt sich nicht.

Die Seele spürt die Idee des Auftrags,
ohne Wege der Ausführung zu erahnen.
In ihrer Not wendet sie sich an die Fantasie.

 



verstehen

aus schweren Gedanken
die Tiefen befreien

sie sprechen
indem sie verweisen
auf die gespürte Verbindung
mit dem Geheimnisvollen
das die Kraft in sich birgt
zu wachsen

wenn der Abend beginnt
die Nacht einzuweisen
sind sie da

die Gestalten
die jede für sich auf ihre
Antwort wartet

die nur aus der Tiefe
zu ihnen gelangt

abgeschirmt als verstehen
der wortlosen Art
 
(urs)

15
Okt
2013

Zulassung

 
Zulassung

Worte verwirklichen Gedanken,
durch Erfahrungen befangen,
von Gefühlen gefangen.

Und das Wort ist bildlich geworden
und hat in der Wahrheit gewohnt,
bevor es das Ich an sich riss.

Glück ist das nicht, auf das Erwünschte gestaucht,
fast atemlos, beinahe nichts mehr sagend.
Aber das Ich gefällt sich damit.
 



Zulassung

Wenn es dem Ich passt, dann hält es sich an die Worte, um auf sich aufmerksam zu machen.

Doch darum geht es ganz und gar nicht. Da sind die Gedanken, die sich verwirklichen wollen. In ihnen ist der Funke der Wahrheit, der aus der ursprünglichen Begegnung kommt. Worte sollen sie weitergeben. Doch die Erfahrungen mit ihnen machen schon befangen und die Gefühlen melden ihre Vormachtstellung an. Das liegt an dem Ich, das die bildlich gewordenen Worte schnell an sich reißen kann.

So entzieht sich das Glück dem selbstbezogenen Zugriff. Alles ist enger geworden. Doch das Ich betrachtet sich zufrieden.
 
(urs)

14
Okt
2013

Prüfung

 
Prüfung

Annäherung von Formen vor allem Gestalten.
Alleinige Sicherheit durch Gefühle
während ihrer intuitiven Ankündigung.

Vorsicht während des Bewusstwerdens,
Antizipationen der Möglichkeiten
Vorgefühle des Schöpferischen.

Farben mögliche Trübungen der Möglichkeiten,
gesättigt durch wirkliche Möglichkeiten
in verschleierten möglichen Wirklichkeiten.

 


Nachbesinnung

Prüfung

Die inneren Wahrnehmungen drängen zur Gestalt.
Formen haben sich als erstes genähert.
Die gefühlte Annäherung an das von der Intuition
Angekündigte ist das einzige Mass, die allein
mögliche Sicherheit.

Etwas mahnt zur Umsicht während des Übergangs
zur Bewusstwerdung. Die im voraus gesehenen
Möglichkeiten sind es, die Zurückhaltung anmahnen
denn die Vorgefühle des sich nähernden Schöpferischen
drängen zu ihrer Verwirklichung.

Aus den sich nähernden Möglichkeiten verstärken
sich die wirklichen Möglichkeiten, lassen die
möglichen Wirklichkeiten noch verschleiert.
 
(urs)

13
Okt
2013

Annäherung

 

Annäherung

In der Tiefe des Unbewussten
schlummert eine Idee.
In sanfter Intuition,
die Andeutung eines Gedankens.

Empfindungen suchen nach Spuren,
Gefühle in flackernden Bildern
der Wirklichkeit misstrauend.

Dem Auftrag aus der Tiefe kaum glaubend
tun sich Fragen auf, statt spontan anzunehmen.
Wer flüstert so etwas zu?
Soll ich mich trauen, so etwas anzunehmen?

Worte tasten sich vorsichtig ins Bewusstwerden,
Umrisse eines Gedankens auf dem Weg zur Verständigung.
Vor seiner Ankunft im Bewusstsein
Noch ohne Eitelkeit einer Versprachlichung.

 


Nachbesinnung

Annäherung

Vor der sprachlich gebundenen Ablösung kündigt sich etwas an.
Im Unbewussten steigt aus der Tiefe des Unsichtbaren,
von der Intuition angenommen, ein in sich Bewegtes auf.

Resonanz - Empfindungen breiten sich aus,
spüren nach dem sie ansprechenden Entgegen.
Gefühle leuchten auf. Doch sie trauen sich nicht,
sich zu trauen. Die Wirklichkeit sieht anders aus als ihre Bilder.

Nur Fragen können darauf Antwort geben.
Wenn der Auftrag aus der Tiefe stimmt - wem kann ich glauben?
Wer spricht auf diese Weise zu mir? Wie verlässlich ist das?

Bisher geschah alles ungesagt. Die ersten Worte greifen
die erspürten Bestimmungen zu sich auf
und tragen sie behutsam in die sprechbare Nähe der Bewusstwerdung.
Es geht um Mitteilung, Verständigung.
Das zeigt sich besonders vor dem vielleicht eitlen Versuch
der Versprachlichung.
 
(urs)
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Seit 20 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Prof. Dr. habil Wolfgang F Schmid

Grundsätzliches (www.wolfgang-schmid.de)

 

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