Unilogo

9
Nov
2013

Hinweis 7

 
Innerer Ruf

Beweggründe zeigen sich in der Regel durch eindringlich drängende Fragen, welche durch die innere Stimme verlautbart werden.

Wahre Beweggründe offenbaren sich dem Gefühl der Vernunft oder dem Geist des Verstandes. Die tiefste Offenbarung einer grundlegenden Motivation aber geschieht sowohl seelisch als auch geistig.

8
Nov
2013

Hinweis 6

 
Selbst-Bewegung
 

 

Selbst-Veränderung scheint das Ich vor nahezu unüberwindbare Grenzen zu stellen. Vor allem drei große Stolpersteine scheinen Wege zu versperren, nämlich Chaos, Angst und Narzismus.

Als Störung natürlicher Selbstorganisation verhindert Chaos das Planen geeigneter Schritte für einen Ausweg. Als Orientierungslosigkeit verhindert Angst den Vorschein helfender Ideen. Der wahrscheinlich größte Hindernisgrund ist übersteigerte Selbstliebe. Die Selbst-Verliebtheit des Ichs ist kein Anlass, sich zu ändern.

Diese Selbst-Schranken vermag vielleicht nur ein starker innerer Beweggrund zu durchbrechen. Ein solches Motiv wäre beispielsweise das Verspüren eines "inneren Rufes" zu einer bestimmten Lebensaufgabe oder einen bestimmten Dienst.

In seltenen Fällen ist der innere Ruf der Seele so stark, dass Chaos, Angst und Narzismus kaum mehr eine Rolle spielen.

7
Nov
2013

Hinweis 5

 
Spontane Änderung

Es ist nichts verblüffender als etwas vollkommen Selbstverständliches in Frage zu stellen.
Wir nehmen an, dass unsere Vergangenheit in uns maßgebliche Verhaltensmuster ausprägt, die unser Leben ganz entscheidend bestimmen. Weiterhin nehmen die meisten an, dass sie mit solchen vorgeprägten Arten und Weisen, sich zu verhalten,
ziemlich wenig ausrichten können, um sich im Sinne ihrer Vorstellungen über die Zukunft günstig verändern zu können.

Tatsächlich zeigen biographische Beobachtungen eine gewisse Wiederholung immer gleicher Verhaltensmuster. Das Sprichwort "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm." bestätigt den Eindruck von vielen, die sich als Gefangene ihrer Kindheit und Jugend fühlen und die nicht in der Lage scheinen, sich aus diesem Gefängnis zu befreien.

Aber biographische Beobachtungen zeigen auch, dass Unfähigkeiten, sich zu verändern, auf mangelnden Motivationen beruhen. Andererseits kann auch die Scheu vor Neuem Verhaltensänderungen blockieren. "Das haben wir immer so gemacht. Das werden wir immer so machen. Warum also sollten wir etwas ändern?"

6
Nov
2013

Hinweis 4

 
Typisch

… ist der Entschluss, an einem wichtigen Tag wie Silvester, Geburtstag, Hochzeitstag oder am Valentinstag das Rauchen aufzugeben.

Angenommen, an Silvester soll Punkt 0 Uhr mit Rauchen ein für allemal Schluss sein! Und genau zu Beginn des neuen Jahres wird die letzte Zigarette energisch ausgedrückt. Von diesem 'Anfang' an ändern neuronale Transmissionen ihre Richtung. Bedürfnisse werden nicht mehr als triebhafte Aktionen ausgelegt, auf die unmittelbar mit Befriedigung reagiert werden muss. Vielmehr werden die auslösenden, physischen Impulse ins Lustzentrum zurückgeleitet. Von dort befeuern sie zunehmend heftiger das Bewusstwerden, so dass immer mehr Bilder sehr angenehmer Rauchsituationen im Bewusstsein entstehen. Schließlich ist dieses so mit solchen Vorstellungen angefüllt, dass es Signale, wieder zu rauchen, geben muss.

So ist es eine Frage von Stunden, Tagen oder Wochen, bis schließlich dem Rauchzwang nachgegeben werden muss. Eine der wenigen Möglichkeiten, Zwangsverhalten aufzubrechen bietet das Lustzentrum durch das Angebot von neuronalen Blockern.

Solche Neuroblocker können durch Vergegenwärtigen einer komplementären bzw. konträren Lust geschaffen werden. Beispiel: Ein starker Raucher verliebt sich in eine Nichtraucherin und gibt aus Liebe spontan das Rauchen auf.
Ähnlich starke Wirkung erzeugt das Verschenken des Rauchens an einen geliebten Menschen.

5
Nov
2013

Hinweis 3

 
Selbst-Erkenntnis

Sobald wir erkennen, welche Arten und Weisen unseres Verhaltens sich regelmäßig wiederholen, können wir das zugrundeliegende Muster ausmachen und bekommen damit die Möglichkeit an die Hand, dieses behutsam zu verändern.

Wer beispielsweise erkennt, dass er in gewissen Situationen dazu neigt, sich aufzuspielen, wird auf jeden Fall in früher Kindheit oder Jugend Situationen der Erniedrigung oder Unterdrückung finden. Diese erzwungenen Muster des Unterwerfens müssen erst einmal wieder aufgelöst werden. Das geschieht sehr oft durch gleichsam zwanghaftes Schaffen von Situationen, die frühkindlichen Erfahrungen entgegengesetzt werden.

Es wäre nun aber falsch, sich einfach vorzunehmen, das "ab sofort" sein zu lassen. Ein Vorsatz dieser Art vermag sich nämlich nicht gegen ein 'erstarrtes' Verhaltensmuster durchzusetzen.

Ein starres Verhaltensmuster lässt sich nur durch zwei Maßnahmen aufbrechen: Erstens durch Loslassen bzw. Vermeiden entsprechender Gelegenheiten. Zweitens durch Verstärken des Loslassens mit Hilfe einer kompensierenden Übung unauffälligen Vermeidens von Situationen des sich Aufspielens vorbereitenden Verhaltensweisen.

Bei der Übung des Verzichtens ist sorgfältig auf die Sprache des Gefühls zu achten. "Was empfinde ich in Augenblicken des Loslassens von 'Machtspielchen'?"

4
Nov
2013

Hinweis 2

 
Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft

Vermutlich ist es Intuition, die uns zurückblicken lässt. Intuitiv spüren wir, dass in früher Kindheit und Jugend unser Verhalten durch gewisse Grundmuster vorgeprägt wird. Indem wir uns an frühe Ereignisse zurück zu erinnern versuchen, möchten wir herausfinden, was uns damals wie beeinflusst hat.

Da Gegegenwart von Vergangenheit bestimmt wird und über Zukunft entscheidet, können wir durch Betrachten unseres Lebenslaufes und Beobachten von Wiederholungen des immer Gleichen Regelmäßigkeiten unseres Verhaltens begreifen lernen.

3
Nov
2013

Hinweis 1

Nachdem die Betrachtung des Bildes über die Agoraphobie das Ich zu einem Aufenthalt im Krankenhaus zwang, beschließt es, den Ausstellungsraum der Bilder für Dummies aufzusuchen. In diesem Raum sind seltsamerweise nur Hinweise ausgestellt:


Hinweis 1


Richtige Richtung


Zwei existenzielle Fragen beschäftigen uns vor allem:
“Woher komme ich, und wohin gehe ich?”

Wir meinen unser Verhalten besser zu verstehen, wenn wir unsere Vergangenheit kennen. Diese Meinung ergibt sich oft aus Schwierigkeiten, die wir in der Gegenwart haben. Zumeist handelt es sich hierbei um Probleme der Orientierung. Wir sind verunsichert im Blick auf die Zukunft.

Um uns überhaupt auf einem Weg zu befinden, wählen wir den Weg zurück, in der Hoffnung, besser nach vorn schauen zu können.

Für den eigenen Lebensweg die richtige Richtung zu finden, erweist sich als die wahrscheinlich schwierigste existentielle Aufgabe.

2
Nov
2013

2. Bild Agoraphobie

Nach einer Pause wagt sich das ausgeruhte Ich an das nächste Bild heran, in der Hoffnung, nicht wieder mit hineingezogen zu werden. Auf dem Gemälde wird eine Person voller Angst in Panik dargestellt. Sie befindet sich in einem Supermarkt, der vor ihren Augen verschwimmt. Diese Person nimmt die Gestalt des Betrachters an, der sich plötzlich in einer großen Bahnhofshalle vorfindet und sich vor den vielen Menschen ängstigt. Als ob es nicht schon genug ist, den ICE zum Flughafen zu besteigen, um endlich den erträumten Flug über den Atlantik zu wagen. Panikstörungen haben ihn immer wieder daran gehindert. Aber jetzt hat er bereits eine lange beschwerdefreie Phase hinter sich. Das machte ihm Mut, es noch einmal zu wagen. Der Arzt hatte ihm alles genau erklärt. Offenbar beeinflussen bestimmte Gene die Mandelkerne (das Emotionszentrum im Gehirn), die mit verschiedenen anderen Hirnstrukturen verschaltet sind und so Gefühlsreaktionen regulieren. Dieses Netzwerk ist bei den Betroffenen überempfindlich, sodass sie eher dazu neigen, mit Angst zu reagieren. Offenbar ist bei Betroffenen der Neurotransmitterhaushalt gestört. Unter anderem vermutet man, dass die Rezeptoren der Nervenzellen weniger sensibel auf die Hirnbotenstoffe Serotonin und GABA reagieren. Seit Wochen wird er nun medikamentös mit Erfolg desensibilisiert. Während er auf dem Bahnsteig die Einfahrt des Zuges erwartet, erinnert er sich an seine Mutter, die regelmäßig unter heftigen Panikattacken litt. Zudem war sie alkoholabhängig, um den Missbrauch in ihrer Kindheit und die Gewalterfahrungen in der Ehe zu verdrängen. Zudem führten starke Depressionen schließlich zu ihrem Suizid. Er versucht, solche Erinnerungen wegzudrängen und sich damit zu beruhigen, dass er ja über gute helfende Medikamente verfügt. Jetzt wird die Einfahrt des Zuges angesagt, und er entschließt sich spontan, sich vor den Zug zu werfen.
"Beruhigen Sie sich doch. Der Notarzt ist schon unterwegs!", versucht ihn ein Ausstellungsbesucher zu beruhigen. Jetzt erst bemerkt er, dass er sich vor dem Gemälde auf den Boden geworfen hat.
 

Die Bilder eignen sich nicht zur Selbstdiagnose!
 

1
Nov
2013

1. Bild ADHS

Vor den Zugängen zur Ausstellung gibt es Hinweise, die vor den Anstrengungen der Betrachtungen warnen. Das Ich wählt den nächstliegenden Zugang. In der Ausstellungshalle wird es durch ein großes Bild überrascht, das den Titel ADHS trägt. Das Ich erfährt durch einen weiteren Hinweis, dass es sich bei ADHS um eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen handelt.

Das Besondere an den Bildern dieser Ausstellung ist, dass sie von einer dargestellten psychischen Störung betroffene Betrachter die dargestellten Szenen miterleben lassen. So befindet sich das Ich pötzlich inmitten einer großen Bibliothek wieder. Es fällt ihm schwer, sich beim Lesen auf das Wesentliche zu konzentrieren. Seine Gedanken schweifen ab, geraten dabei oft vom Hundertsten ins Tausendste und verlieren schließlich den roten Faden, weil ihnen alles gleich wichtig erscheint. Zudem gibt das Ich auf dem verfügbaren iPad Stichworte ein zu dem, was ihm gerade wichtig erscheint. Zwischendurch hängt es seinen Tagträumen nach und vergisst ganz, wo es sich gegenwärtig befindet. Erschreckt werden sie von lauten Werbespots auf Webseiten zurückgeholt. Das Ich sieht vor sich eine Webseite, die es gar nicht aufgerufen hat. Flüchtigkeitsfehler bei der Eingabe in die Suchmaschine führten zu dieser Irreführung. Und jetzt spürt es eine starke innere Unruhe, die es daran hindert, konzentriert bei der Sache zu bleiben. Ihm fällt ein, wie viele lästige Pflichten noch zu erledigen wären und die es ständig vor sich her schiebt. Jetzt scheint der angehäufte Berg kaum noch zu bewältigen zu sein und es drohen sogar rechtliche Konsequenzen.

Dem Ich gelingt es selten, sich richtig zu entspannen. Ständig steht es unter Strom. Es ist nervös und leidet unter Stimmungsschwankungen oder sogar unter Wutausbrüchen. Andere dagegen loben es wegen seiner besonderen Kreativität und Sensibilität für zwischenmenschliches Geschehen. Das Ich schreckt aus seiner Versunkenheit in die lebendig dargestellte Szene hoch. Natürlich ist es überrascht, aufgrund dieser Einbeziehung zu den Betroffenenen gezählt zu werden.

Es beschließt, sich erst einmal in eine stille Ecke zurückzuziehen, sich zu erholen, bevor es sich an das Betrachten des nächsten Bildes wagt. Aus einem ausliegendem Flyer erfährt es, dass ADHS als Störung vorwiegend genetisch bedingt ist und durch ein ungünstiges Umfeld verstärkt wird. Ein gestörter Stoffwechsel der Botenstoffe Dopamin und Noadrenalin benachteiligen Aufmerksamkeit, Antrieb und Motivation ungünstig.

Weil die neuronale Signalübertragung im Gehirn von ADHS-Patienten nicht ausreichend gehemmt wird, stehen permanent neue, ungefilterte Informationen im Fokus: Es fällt ihnen schwer, zwischen wichtigen und unwichtigen Informationen zu unterscheiden. Deshalb fällt es den Betroffenen schwer, sich zu konzentrieren, bei der Sache zu bleiben und Handlungen vorauszuplanen.
 

Die Bilder eignen sich nicht zur Selbstdiagnose!
 

31
Okt
2013

Halloween

 


Link
 

30
Okt
2013

Aufbegehren

Einige Zeit nach seiner Begegnung mit dem Tod kamen dem Leben Zweifel an dessen Offenbarung. Es konnte und wollte nicht annehmen, dass die Aussagen des Glaubens alle nicht mehr als Hirngespinste sein sollen.

Das Selbst klagt beim Ich über Frustration angesichts seiner religiösen Erziehung. Sollten die Geschichten, die ihm von klein auf erzählt wurden, nicht mehr als Fantasien irgenwelcher geltungssüchtiger Psychopathen sein. Die Bibel lediglich eine Sammlung von Dokumenten über Persönlichkeitsstörungen?

Die beiden, nur im Selbstgespräch zwei Wesen in einem, versuchen sich im Dialog mit der inneren Stimme. Also fantasiert sich das Ich ein Gegenüber und überlässt dem Selbst die Rolle der antwortenden Wahrheit, um das Denken bildlich zu gestalten. Das Ich empfindet die Wahrheit tatsächlich als Person, die sie fragen kann. Bevor es sich auf dieses Selbst-Spiel einlässt, überlegt es sich, wie sich solche Einbildungen gestalten.

Das fragende Ich sucht intuitiv nach Möglichkeiten spielerischer Gestaltung. Als intuitives Bild stellt sich die Wahrheit personifiziert vor. Das Ich will natürlich sogleich erfahren, woher die Wahrheit das empfängt, was sie ihm mitteilt. "Das entsteht intuitiv spontan aus neuronalen Spielen. Von den Ergebnissen wähle ich mir das am geeignesten erscheinende aus!"

Ich: "Diktiert Dir das Gehirn, was Du sagen sollst?"

Wahrheit: "So ist es!"

Die Wahrheit aber offenbart nicht, woher das Gehirn dieses Wissen bezieht. Ihm fällt spontan auf, dass dies im Grunde mit jedem künstlerischen oder philosophischen Text geschieht, den es eigenständig verfasst. Da das Ich jedoch über die Gaben der Introspektion und Fantasie verfügt, setzt es darauf, eine Antwort auf seine Frage selbst finden zu können.

Zunächst aber kümmert sich das Ich um die bekannteste und zugleich frühest überlieferte Illusion des Moses aus dem achten Jahrhundert vor Christi Geburt.

Es ist die Vision vom brennenden Dornbusch. Es wird in der Bibel erzählt, dass Moses viele Jahre die Herden seines Schwiegervaters Jitro hütete.

Eines Tages weideten die Schafe und Ziegen auf den saftigen Weiden an den Hängen des Berges Sinai. Moses blickte in die Ferne, und er traute seinen Augen nicht.

Er erblickte einen brennenden Busch, der nicht verbrannte. Neugierig näherte sich Moses.

Da hörte er plötzlich eine Stimme. Sie kam aus dem brennenden Busch und sagte: "Zieh deine Schuhe aus, Mose! Du stehst auf heiligem Boden."
Moses spürte intuitiv, dass es Gott war, der zu ihm sprach.
Er gehorchte, und Gott sagte: "Ich bin, der ich bin.

Ich bin der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Ich habe die Klagen und Bitten meines Volkes gehört, das in Ägypten in der Sklaverei lebt. Und ich werde es retten. Du Mose, sollst es aus Ägypten in ein Land führen, das ich den Nachkommen Abrahams versprochen habe. In diesem Land werden Milch und Honig fließen. Und dich Moses, sende ich nun zum Pharao."

Ich nimmt an, dass Moses auf dem Berg Sinai unter dem Einfluss halluzinogener Substanzen stand. Das im zweiten Buch Mose erwähnte Stimmenhören könnte auf Einnahme von Substanzen zurückzuführen sein, die von psychoaktiven Pflanzen stammen. Moses Schwager Jethro war nämlich ein Zauberer, der die Wüste kannte und wusste, was dort wuchs.

Die Ayahuasca-Pflanze beeinflusst die menschliche Kreativität. Indianische Riten mit Ayahuasca erinnern an die Darstellung bei Mose. Akazie und die Harmal-Pflanze, die bis heute von Beduinen als Räucherpflanze genutzt wird, haben ähnliche Wirkungen. Sie sind auch im persischen Zarathustra-Kult und im Hinduismus bekannt.

Der Prophet hat also höchst wahrscheinlich unter psychedelischen Drogen gestanden, als er auf dem Berg Sinai angeblich Gott hörte und von ihm die Zehn Gebote empfing. Auch als Moses den brennenden - aber nicht verbrennenden - Dornbusch sah, hatte er Drogen genommen: Der brennende Dornbusch ist ein mögliches Beispiel für drogeninduzierte verzögerte Zeitwahrnehmung.
Bewusstseinsverändernde Halluzinogene haben eine wichtige Rolle bei den religiösen Riten der Israeliten im biblischen Zeitalter gespielt.

Diese Fallbeispiel veranlasst das Ich, religiöse Bilder als Bilder psychischer Störungen zu betrachten. Die Wahrheit entscheidet sich deshalb, das Ich zu einer besonderen Ausstellung einzuladen.

29
Okt
2013

Ende

Das Leben begegnet dem Tod, um von ihm zu erfahren, wie es mit ihm nach dem Sterben weitergeht. Nach allem, was es über den Tod in Erfahrung bringen konnte, ist er wohl der einzige, der wirklich darüber Bescheid wissen müsste.

Der Tod aber versteht das Leben nicht. Schließlich müsse ihm doch längst bekannt oder, wenn es lange genug andauert, vertraut sein, dass "Tod" lediglich der Name für "Ende" allen Lebens ist. Also erklärt er dem Leben, dass er nur eine fantastische Vorstellung sei.

Das Leben hört seit diesem Traum auf, vor lauter Angst den Tod als etwas Besonderes zu personifizieren. "Wenn Tod nicht mehr als mein Ende bedeutet", siniert es, "dann kann es auch nicht mehr mit mir irgendwie weitergehen." Und das Leben erkennt endlich sein Ende an.

28
Okt
2013

 

 

Sehnsucht




Der Drang, über die eigene Herkunft zu erfahren,

enthüllt der Glaube als Sehnsucht der Seele nach ihrem Himmel.

Das Firmament als von der Fantasie gemaltes Sinnbild der Ewigkeit

nährt die Hoffnung transzendenter Erfahrung.



Spirituelles Wahrnehmen überschreitet Grenzen des Bewusstseins.

Das Bewusstwerden weitet sich aus, um das Wesentliche hinter dem Horizont zu schauen.

Doch vor diesem tiefen Wunsch schiebt sich die Täuschung über eigenes Unvermögen.

Dieser Unglaube lässt sich durch das Wissen vom Weg hinter den Horizont auflösen.

Die jetzige Generation hat die Enge des Verstandes längst zurückgelassen,

um sich Intuitionen ganz zu überlassen.



Neueste intuitiv zu steuernde technische Entwicklungen

zeugen von solchen Eingebungen.

Digitale Geistesblitze lassen in neuronalen Netzen neue Ideen aufleuchten.

Die frühe Dämmerung der inneren Sonne weckt die Welt der Ideen aus dem Unbewussten.

In Meditationen des Ostens verhilft unmittelbar Glauben zu Wissen des Wesentlichen.

Im Westen führt allein reines, metaphysisches Wissen mittelbar zum Glauben.

Vermeiden des mittelbaren Weges im Westen löscht inneres Leuchten und führt in Abgründe.



Allein strenges trennscharfes Denken sprengt westliche Fesseln des Denkens.

Asketische Philosophie des A priori gestaltet sich als Vorhof zur Halle innerer Sonnen.

Der innere Lehrer des Glaubens wartet im Vorbewusstsein hinter dem Horizont.

Allein der Tod verfügt über das Wissen außerhalb gewöhnlicher Gesichtskreise.

Nach Durchqueren der Metaphysik erwarten gereinigte Intuitionen, erfahren, los zu lassen,

die leisen Worte der inneren Stimme des Todes.



Noch umhüllt tiefe Dämmerung die inneren Bilder des Todes,

bevor sie von der Kraft der Fantasie durch Bewusstwerden belichtet werden.

Im frühen Licht des erwachenden Morgens vernimmt das innere Ohr der Seele ein erstes leises, zartes Flüstern des Todes:

"Am Anfang war das Wort.

Und das Wort war als Information dem Geist zueigen.

Und der Geist formte Information, indem er Materie gestaltete.

Und durch informierte Energien erschuf sich Welt aus Nichts.

Über Äonen gestaltete sich Schöpfung aus möglichen Möglichkeiten des reinen Geistes

zu wirklichen Möglichkeiten a priori.“

Mystisches Bilderleben versucht sich der jungen Vernunft der Lebewesen zu erklären.

 

27
Okt
2013

 

 

Im Anbeginn




Am Anfang war Energie,

und die Energie war Geist.

Information war die Form der Einheit von Energie und Geist.

Durch Bewegung des Geistes verändert sich diese Form,

Durch diese Veränderung wird Energie informiert,

und im selben Augenblick entsteht Materie.



Materie wird durch Geist aus reiner Information und Energie

aus Nichts geschaffen.

Schöpfung aus dem Nichts wird

durch zunehmend abnehmendes Weniger und gleichzeitig

höchstmöglicher Verdichtung von Energie

zu sowohl sichtbaren als auch unsichtbaren Urteilchen.



Metaphysik wird so zur Mutter der Physik,

und die Natur zum Vorschein des Geistes.

 
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Seit 20 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Prof. Dr. habil Wolfgang F Schmid

Grundsätzliches (www.wolfgang-schmid.de)

 

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