Unilogo

21
Dez
2013

Sprache als Vermittler

Als Widerspiegelung neuronalen Geschehens im Gehirn vermittelt Sprache zugleich jene wesentlichen Gesetze der Natur, welche dieses Geschehen regeln.
Darüber hinaus vermittelt Sprache zwischen der Welt der Sinne und der Welt des Geistes.
Die wesentlichen Prozesse des Vermittelns sind sehen, hören, riechen, schmecken, tasten. Diesen sinnlichen Prozessen entsprechen geistige Prozesse. Dem Gesichtssinn entspricht die Fantasie, dem Gehörsinn die innere Stimme, dem Tastsinn die Vernunft, dem Geschmackssinn das Gefühl, und dem Geruchssinn gleicht die Intuition.
Große Schwierigkeiten ergeben sich vor allem daraus, dass alle Prozesse als Denken zusammengefasst, ohne jedoch einzeln mit bedacht zu werden.

20
Dez
2013

Das gezähmte Wort

„Mein Name ist ‚Lust‘. Aber als Wort drücke ich dieses Empfinden längst nicht mehr aus. Aus der harmlosen Mitteilung „Ich habe Lust, Dich zu treffen!“ ist das dem entsprechenden Urlaut eigene Begehren längst entschwunden. Allenfalls bleibt es noch der sexuellen Begierde zwischen Mann und Frau vorbehalten."
Einer Mitteilung wie „Ich habe Lust, Dich zu treffen!“ merkt man nicht mehr an, ob wirklich Interesse an einer Begegnung besteht.
Die kultivierte Sprache hat mit der ursprünglichen Wildheit längst auch den Charakter des unmittelbaren körperlichen Ausdrucks verloren. „Ich freue mich, Sie zu treffen!“ kann unter Umständen sogar das Gegenteil bedeuten.
Die Körpersprache hat sich aus der kultivierten Sprache zurückgezogen. Aber als unbewusste Begleiterin aller sprachlichen Äußerungen schenkt sie uns immerhin noch die Möglichkeit zu prüfen, was eigentlich wirklich gemeint ist.

19
Dez
2013

Namen beim Wort genommen

Ein Wort versammelt um sich jene Erfahrungen, an welche es durch seine Vergegenwärtigungen erinnert. Das Wort „Dreieck“ erfasst alle gewesenen, gegenwärtigen und zukünftigen dreieckigen geometrischen Figuren.

Das Wort „Dreieck“ ist ein besonderes Wort, weil es eine ganze Gruppe oder Menge gleicher Elemente erfasst. Ein solches allumfassendes Wort trägt den Beinamen „Begriff“. Weil ein Begriff allein gemeinsame Eigenschaften von unterschiedlichem sinnlich Vernehmbaren bestimmt lässt sich das, was er benennt, selbst nicht sinnlich erfassen, sondern allein denken.

Mit dem Denken des Allgemeinen vollzieht sich eine weitere Innenwendung. Mit dieser Innenwendung erreicht das Bewusstwerden die höchstmögliche Stufe der Wachsamkeit (Vigilanz). Dieser Wachsamkeitsgrad bzw. diese größtmögliche Erweiterung des Bewusstseins ermöglicht das Vergegenwärtigen des metaphysischen Raumes bzw. des sinnlich nicht mehr vernehmbaren Bereiches. Seit Sokrates und besonders seit Platon, seinem Schüler macht es sich Philosophie zur Aufgabe, dem Denken den Weg in das sinnlich nicht mehr Vernehmbare bzw. allein Denkbare zu bereiten. Das Vorbereiten dieses Weges wird von Platon als Bildung verstanden. In seinem Höhlengleichnis beschreibt er diesen Weg.

Wie lässt sich nun für mich dieser Weg am einfachsten bzw. möglichst anschaulich beschreiben? Folgendes Gedicht von Goethe soll mir dabei helfen.

 

Ich ging im Walde so vor mich hin

Ich ging im Walde
So vor mich hin,
Und nichts zu suchen,
Das war mein Sinn.

Im Schatten sah ich
Ein Blümlein stehn,
Wie Sterne blinkend,
Wie Äuglein schön.

Ich wollt es brechen,
Da sagt' es fein:
Soll ich zum Welken
Gebrochen sein?

Mit allen Wurzeln
Hob ich es aus,
Und trugs zum Garten
Am hübschen Haus.

Ich pflanzt es wieder
Am kühlen Ort;
Nun zweigt und blüht es
Mir immer fort.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

 
Das innere Betrachten der kleinen Blume vollzieht sich von Anfang an philosophisch, weil die Blume als Begriff abstrakt ist. Sie kann für alle möglichen Blumen stehen. Allein die Fantasie vermag der kleinen Blume zu einem konkreten Aussehen verhelfen.
Der Dichter führt den Leser ins Denken, um ihn erkennen zu lassen, was im sinnlich vernehmbaren Bereich höchst selten gelingt, nämlich die Bewegung der eigenen Seele. Die Seele lässt sich bereitwillig grundtriebhaft dazu verführen, sich die kleine Blume bedenkenlos anzueignen. Aber sie wehrt sich, indem sie die innere Stimme sprechen lässt. Dennoch verliert sie ihr Zuhause und wird verpflanzt. Aber sie gibt in der Fremde nicht auf. Der Selbserhaltungs- oder Lebenstrieb rettet sie. Vielleicht war dieses Gedicht in meiner Jugend mein Lieblingsgedicht, weil es mir vergleichbar erging.

18
Dez
2013

In unserem Bewusstsein existiert ein kaum jemandem bekanntes Fenster nach innen

Bewusstwerden oder Bewusstsein als Moment des Bewusstwerdens besteht aus mehreren uns zugänglichen Prozessen, von denen wir im Alltag gewöhnlich nur zwei nutzen, falls wir nicht gerade künstlerisch oder wissenschaftlich tätig sind.

Diese beiden Vorgänge sind Identifizieren und Interpretieren. Ein Bekannter wird identifiziert, indem ich ihn wiederkenne. Ein Bekannter wird interpretiert, weil ich finde, dass er krank aussieht. Ich lege also seinen Gesichtsausdruck aus. Das ist mein Eindruck von ihm. Dieser mein Eindruck muss nicht stimmen.

Weder Identifizieren noch Interpretieren erlauben einen Blick durchs Fenster nach innen. Ein solcher Einblick verlangt das Aktivieren der Intuition. Ich merke gefühlsmäßig, dass ich den Bekannten fragen sollte, ob mein Eindruck stimmt.

Die Intuition setzt einen weiteren Prozess des Bewusstwerdens in Gang, nämlich das Fragen. So stelle ich mir die Frage, wie ich meinen Eindruck am besten so formulieren kann, dass ich ihn nicht verletze. Das Fragen setzt gleichsam einen inneren Dialog mit der Intuition in Gang. Es kann sein, dass die Intuition aus Vorsicht eine Ersatzfrage anmahnt wie z.B. „Haben Sie auch wegen des Vollmondes schlecht geschlafen?“. Indem man sich selbst das gleiche Übel unterstellt, macht man es einem empfindlichen Menschen leichter zu antworten.

Intuition meldet sich üblicherweise dann, wenn Interpretationen nicht als zutreffend empfunden oder spontan keine Interpretationsmöglichkeiten gefunden werden können.

Eine Beantwortung der folgenden Frage bedarf meistens der Intuition: „Wie kann in zweidimensionales Wesen aus einer zweidimensionalen Welt flüchten?“

Vergleichbare Schwierigkeiten dürften bei der Frage „Was ist Sprache?“ auftreten. Vielleicht ergeben sich Antworten wie „Rede- und Schreibweise, Verständigungsmittel oder auch Ausdrucksweise“. Aber diese Antworten helfen insofern nicht weiter, als sie verstandesmäßig gegeben und letztlich „Identifikationen“ sind.

Was nun, denn wir wollen mehr über Sprache in Erfahrung bringen? Betrachten wir Sprache im Detail, indem wir uns ein einzelnes Wort genauer anschauen.

Ein Wort ruft Erfahrungen ins Bewusstsein. Es sind Erinnerungen, die aufgrund eines gelesenen oder geschriebenen Wortes vergegenwärtigt werden. So erinnert das Wort „Tanne“ besonders in der Advents- und Weihnachtszeit an die Weihnachtstanne zu Hause und erzeugt spontan vielleicht eine Vorstellung vom Weihnachtsfest in der eigenen Kindheit.

Durch diese Betrachtung der Wirkung eines Wortes, wird das Wort gleichsam lebendig und weckt dadurch Emotionen und durch sie zugleich Intuitionen. Es beginnt plötzlich zu interessieren, was gleichsam hinter der Kulisse geschieht, bevor ein Wort Erinnerungen weckt.

Die Intuition bemüht die Logik des Verstandes, um mit Hilfe der Fantasie weiterzukommen.

Das ergibt folgende Überlegung: Ein Wort nennt gespeicherte Erfahrungen beim Namen. Erfahrungen sind neuronal im Gehirn gespeichert. Ein Wort ist also gleichsam die Adresse für eine Menge entsprechender Nervenzellen. Durch das Betrachten der neuronalen Tätigkeit öffnet sich das Fenster nach innen. Der Name für diese Innenwendung ist Introspektion:
Innenwendung = Identifikation —> Interpretation —> Intuition —> Interrogation —> Introspektion

17
Dez
2013

Ein Substantiv erzählt die Geschichte von Vektoren

"Gleich und gleich gesellt sich gern!" Worte, die gleichgesinnte suchen, um sich verbinden zu können, geben eine Art Suchanzeige auf. Diese Anzeigen werden durch bestimmte Boten (Botenstoffe) übermittelt. Boten, die Suchanzeigen bei sich tragen, werden ihrer Aufgabe gemäß Träger genannt.

Um diese Träger von anderen, beispielsweise von Nachrichtenträgern, unterscheiden zu können, erhalten sie einen besonderen Namen. Tragen heißt lateinisch "vehi". Deshalb erhält ein Träger mit einem Suchauftrag den Namen Vektor. Jedes Wort ist ein möglicher Vektor, weil es seine Aufgabe durchzuführen vermag, indem es sich mit anderen Worten zu einem Satz zu verbinden und gemeinsam mit anderen Worten einen Inhalt zu gestalten vermag.

Um dieser Aufgabe entsprechen zu können, ist jedes Wort mit einem Bild, durch das es sich auszudrücken vermag, ausgestattet. Ansprechbare Wörter zeigen in ihren Bildern etwas Gemeinsames
So können das Wort „Fußweg“ und „Löwenzahn“ aufgrund individueller Erfahrungen Gemeinsamkeiten aufweisen und mit dem Satz „Am Rand des Fußweges wächst ein Löwenzahn“ eine Partnerschaft eingehen. Beide Wörter können Stichworte für diesen Satz sein, denn sie sind durch die im Gedächtnis gespeicherte Erfahrung mit dem Löwenzahn auf dem Fußweg bereits unbewusst miteinander verbunden, bevor sie sich als Satz im Bewusstsein vergegenwärtigen.

Um sich über die vielfältigen Aufgaben klar werden zu können, bedarf es der Grammatik, gleichsam die Strassenverkehrsordnung des neuronalen Netzes. Zunächst muss entschieden werden, ob nur einzelne Sätze gesetzt oder zu einem Kontext bzw. Text zusammengestellt werden sollen.

Soll ein Text entstehen, dann müssen dessen Sätze durch einen übergeordneten Nomen maßgeblich geregelt bzw. gebunden werden. Ein ordentlicher Text sollte leicht gestrickt sein. Die einzelnen Sätze sind durch gemeinsame Bestandteile vernetzt. Beispiel zweier vernetzter Texte: Die G e b ä u d e der kleinen Stadt stammen noch aus dem Mittelalter. Das älteste G e b ä u d e ist das Rathaus. „Gebäude“ ist das übergeordnete neuronal Wort, ein Substantiv, das eine Menge vergleichbarer Objekte bezeichnet.

Warum fällt nun gerade ein Satz wie „Am Rand des Fußweges wächst ein Löwenzahn“ ein? Einfällt, was auffällt oder sich aufdrängt. Die Umstandsbestimmung des Ortes deutet auf eine Erfahrung einer auffälligen Umgebung von etwas. Tatsächlich ist es ein frischgrüner Löwenzahn inmitten des Winters, der als ein natürliches Symbol für die ungewöhnliche Kraft sich durchzusetzen, auffällt während der Kehrwoche und er übersteht sie auch. Das Ungewöhnliche sorgt für die Auffälligkeit der Erfahrung, die sie im Gedächtnis bis zur passenden Gelegenheit, sich zu reaktivieren, bereithält.

16
Dez
2013

Worte als Animateure

Ein Substantiv stellt sich vor: “Ich bin eine Wortart, die wohl am häufigsten vorkommt. Alle Wortarten spielen in unserem neuronalen Netzwerk eine wichtige Rolle. Ich selbst bin wie viele andere Substantive sowohl als Subjekt als auch als Objekt tätig.
Daraus ergibt sich, dass wir gewöhnlich in Sätzen unterwegs sind. Ein Satz vermittelt zwischen Neuronen. Die Anzahl der verbundenen Neuronen hängt von der Wichtigkeit der Sätze ab. Es existieren sogar Sätze, die sich in regelmäßigen Abständen wiederholen. Da sie deshalb sehr vertraut sind, werden sie von ihren Autoren entsprechend geliebt. Viele große Denker haben sogar einen Lieblingssatz den sie unermüdlich in verschiedenen Variationen wiederholen.

Wir Wortarten benutzen möglichst einfache Sätze, weil diese höhere Geschwindigkeiten erlauben.
Die Geschwindigkeit im neuronalen Netz hängt davon ab, wie schnell wir verstanden werden. Je größer ein Satz ist, desto langsamer können wir uns fortbewegen. Ganz schwierig wird es, wenn wir mit Anhängern bzw. Nebensätzen oder als Schachtelsätze unterwegs sind.

Man soll keine langen Sätze bilden, insbesondere keine Schachtelsätze, bei denen die einzelnen Satzteile ineinander verkeilt sind. Das führt leicht zu Unfällen.

Als Substantiv werde ich auch Nomen oder Hauptwort genannt. Diese Beifügung soll meine Bedeutung betonen. Manchmal werde ich nach meinem Alter und meinem Geburtsort gefragt. Ich bin wohl so alt wie die Erde, denn es ist überliefert „Am Anfang war das Wort“. Demnach müsste ich in jener Gegend geboren worden sein, welche zugleich als Ursprung der Schöpfung gilt. Im einzelnen Menschen werde ich zugleich mit der Vernunft aus den Spielen mit imitativen Lauten und Verlautbarungen geboren. Als “Mama“ oder „Papa“ war ich vielleicht als erstes Wort im werdenden neuronalen Netz meines Hirnlebens.

Bisweilen werde ich auch gefragt, wie ich meine Sätze finde, mit denen ich mich durch ein neuronales Netz bewege. Dazu habe ich mir die Geschichte vom vektoriellen Treiben ausgedacht. Diese Geschichte erzählt, wie ich mir das vorstelle."

15
Dez
2013

Das Gehirn als konkreter und abstrakter Künstler

Der Satz „Eisblumen blühen an Fensterscheiben.“ ist konkret. Dagegen ist der Satz „Ein Quadrat ist eine zweidimensionale geometrische Figur.“ abstrakt.

Ein konkreter Satz schildert sinnlich Vernehmbares. Ein abstrakter Satz beschreibt Denkbares. Eisblumen kann jeder sehen. Quadrat aber ist als Definition ein reiner Gedanke, durch den eine Vorstellung projiziert wird. ‚Quadrate‘, die sinnlich wahrgenommen werden, sind immer nur Annäherungen an die geometrische Definition. In Wahrheit kommen Quadrate in der Natur nicht vor. Eisblume dagegen ist als sinnliche Erfahrung eine Innenbild gebende Vorstellung.

Konkretes Denken beschreibt Erfahrungen. Abstraktes Denken vollzieht sich in Abstraktionen oder Begriffen.

Konkretes Denken schafft künstlerisch, abstraktes Denken schafft wissenschaftlich. Abstraktionen dienen in Regel entweder als Vorlagen, um sinnlich Vernehmbares zu schaffen, oder als allgemeine Formen, um Zusammenhänge zwischen oder innerhalb des sinnlich Vernehmbaren zu bestimmen.

Viele Gedanken wie z.B. das Quadrat, dienen der Identifikation sinnlicher Wahrnehmungen. Gedanken können auch Täuschungen sein wie Elefanten, die nachts eine Autobahn überqueren. Man denkt dann, etwas wahrzunehmen, was nicht existiert.

14
Dez
2013

Dokument neuronalen Geschehens

Indem sich im Gehirn eine durch ein Wort neuronal fixierte Erfahrung reaktiviert und zugleich bewusst wird, teilt die betroffene Nervenzelle allen anderen mit, dass sie Kontakt sucht. Das mündliche oder schriftlich vorgegebene Wort bedeutet die Aufgabe einer neuronalen Suchanzeige, um Erinnerungen wachzurufen. So bewirkt das Wort „Schule“ Wiedererinnerungen an schulische Ereignisse.

Wort ist ein grammatisches Element, und Grammatik zeigt uns, wie damit umgegangen werden kann. „Baum“ kann sowohl Subjekt als auch Objekt sein. Die grammatische Regel besagt nun, dass es eines Tuns bedarf, um diese Funktion eines Wortes festzulegen. „Baum (Subjekt) erschlägt Fußgänger (Objekt).“ oder „Waldarbeiter (Subjekt) fällt Baum (Objekt).“ Die Tunwörter „erschlagen“ und „fällen“ bestimmen die Stellung des Wortes „Baum“ in den beiden Sätzen. Im ersten Satz wird das durch „Baum“ adressierte Neuron zum Impuls, aufgrund dessen das durch „Fußgänger“ adressierte Neuron reagiert.

Die Überführung von der neuronalen Aktion in die neuronale Reaktion wird durch den Transmitter „erschlagen“ definiert. Während dieser Transmission geschieht die Vergegenwärtigung des orkanbedingten Ereignisses „Baum erschlägt Fußgänger“.

„Baum erschlägt Fußgänger“ war Schlagzeile zu einem Bericht über den Orkan ‚Xaver‘. Ein Satz spiegelt eine durch ihn dokumentierte neuronale Aktivität. Jenes Innenbild, welches sich aufgrund der Schlagzeile als Vorstellung entwickelt, entsteht zufolge im Gedächtnis verfügbarer, unter Umständen sogar nur medienvermittelter Erfahrungen.

Dieser Fall demonstriert, wie sich neuronale Geschehnisse als Texte dokumentieren. Wer schreibt, bekommt offensichtlich das, was er schreibt von seinem Gehirn diktiert. Anlässe für solche Diktate sind vielfältig. Das können aktuelle Situationen oder Ereignisse oder Erinnerungen sein. Um das zur Sprache bringen zu können, was es augenblicklich bewegt, nutzt das Gehirn sehr unterschiedliches Bildmaterial. Beabsichtigt es Erkennen, dann greift es zu abstrakten Bildern. Will es dagegen Erleben in Gang setzen, dann nutzt es konkrete Bilder.


ff

13
Dez
2013

Das Gehirn diktiert den Text

Wer schreibt, bekommt offensichtlich das, was er schreibt von seinem Gehirn diktiert. Anlässe für solche Diktate sind vielfältig. Das können aktuelle Situationen oder Ereignisse oder Erinnerungen sein.

Um das zur Sprache bringen zu können, was es augenblicklich bewegt, nutzt das Gehirn sehr unterschiedliches Bildmaterial. Beabsichtigt es Erkennen, dann greift es zu abstrakten Bildern. Will es dagegen Erleben in Gang setzen, dann nutzt es konkrete Bilder.



ff.

12
Dez
2013

Abstrahieren, ist das noch Denken?

Abstrahieren bedeutet das Allgemeine im Einzelnen erkennen und von ihm abheben, verallgemeinern, zum Begriff erheben.

Denken aber bedeutet Bilderleben!

11
Dez
2013

Denken denken

Um das Denken überhaupt geistig wahrnehmen zu können, muss das Wissen vergegenwärtigen, was es schauen soll. Die Frage „Denken, was ist das?“ markiert den Weg nach innen,
indem sie die Hilfestellung durch die Fantasie regelt.

Fantasie ist der Name für das mit Erfahrungen und Erinnerungen spielende Gehirn, das seine Spiele als Bilder bewusstwerden lässt. Dementsprechend bietet die Fantasie dem Bewusstsein die Antwort an „Denken vollzieht sich als Bilderleben“.

10
Dez
2013

Meditation

Meditation (von lateinisch meditatio, zu meditari „nachdenken, nachsinnen, überlegen“, von griechisch μέδομαι / μήδομαι medomai „denken, sinnen“) bedeutet nach innen schauen.

Meditation ist eine in vielen Religionen und Kulturen ausgeübte spirituelle Praxis. Durch Achtsamkeits- oder Konzentrationsübungen soll sich der Geist beruhigen und sammeln. In östlichen Kulturen gilt sie als eine grundlegende und zentrale bewusstseinserweiternde Übung.

Meditation im buddhistischen Sinne ist eine zielorientierte mentale Übung, die auf der Ausrichtung des Geistes auf ein mentales Objekt beruht. Meditationsformen unterscheiden sich in der Wahl der Objekte und in ihrem Umgang mit ihnen. Das Wort Übung verweist auf den Trainingscharakter dieser Aktivität. Daher kann man Meditation auch als Geistesschulung bezeichnen.

Descartes’ betrachtet Meditation als Regelung innerer Wahrnehmungen des Geistes. In seiner Schrift „Regulae ad directionem ingenii“ beschreibt er die wichtigsten Schritte zur Regelung der geistigen Wahrnehmung.

9
Dez
2013

Experiment zur Introspektion

>> Stellen Sie sich eine Wehnachtstanne vor!

>> Erinnern Sie sich an den Weihnachtsbaum Ihrer Kindheit!

>> Denken Sie daran, wie Sie Heiligabend feierten!

>>> Beobachten Sie (sich), wie Sie sich dabei fühlten!

8
Dez
2013

Schauen nach innen (Introspektion)

Sobald erste Erinnerungsbilder an unsere frühe Kindheit in unserer Vorstellung auftauchen, wird das vergegenwärtigt, was mit nach innen gerichtetem Schauen gemeint ist. Introspektion beinhaltet allerdings noch mehr, nämlich sich zugleich selbst dabei möglichst beobachten, wie man sich als Kind verhalten hat.

Diese Form inneren Schauens ist einfach, weil uns unsere Erinnerung dabei hilft. Denn wir brauchen für unsere innere Anschauung ein inneres Bild, das uns etwas Auffälliges aus unserer Kindheit zeigt. Das könnte z. B. die Erinnerung an unser Lieblingsspielzeug sein.
logo

Seit 20 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Prof. Dr. habil Wolfgang F Schmid

Grundsätzliches (www.wolfgang-schmid.de)

 

Archiv

März 2025
Januar 2025
Dezember 2024
Juli 2024
Januar 2024
Dezember 2023
Oktober 2023
August 2023
Juli 2023
Juni 2023
Mai 2023
April 2023
Januar 2023
Dezember 2022
Oktober 2022
September 2022
Juni 2022
Mai 2022
März 2022
Februar 2022
Januar 2022
Dezember 2021
November 2021
Oktober 2021
September 2021
August 2021
Juli 2021
Mai 2021
April 2021
März 2021
Februar 2021
Januar 2021
Dezember 2020
November 2020
Oktober 2020
September 2020
Juni 2020
Mai 2020
April 2020
März 2020
Februar 2020
Januar 2020
Dezember 2019
November 2019
Oktober 2019
Juni 2019
Mai 2019
April 2019
März 2019
April 2018
März 2018
Februar 2018
Januar 2018
Dezember 2017
November 2017
Oktober 2017
September 2017
August 2017
Juli 2017
Juni 2017
Mai 2017
April 2017
März 2017
Februar 2017
Januar 2017
Dezember 2016
November 2016
Oktober 2016
September 2016
August 2016
Juli 2016
Juni 2016
Mai 2016
April 2016
März 2016
Februar 2016
Januar 2016
Dezember 2015
November 2015
Oktober 2015
September 2015
August 2015
Juli 2015
Juni 2015
Mai 2015
April 2015
März 2015
Februar 2015
Januar 2015
Dezember 2014
November 2014
Oktober 2014
September 2014
August 2014
Juli 2014
Juni 2014
Mai 2014
April 2014
März 2014
Februar 2014
Januar 2014
Dezember 2013
November 2013
Oktober 2013
September 2013
August 2013
Juli 2013
Juni 2013
Mai 2013
April 2013
März 2013
Februar 2013
Januar 2013
Dezember 2012
November 2012
Oktober 2012
September 2012
August 2012
Juli 2012
Juni 2012
Mai 2012
April 2012
März 2012
Februar 2012
Januar 2012
Dezember 2011
November 2011
Oktober 2011
September 2011
August 2011
Juli 2011
Juni 2011
Mai 2011
April 2011
März 2011
Februar 2011
Januar 2011
Dezember 2010
November 2010
Oktober 2010
September 2010
August 2010
Juli 2010
Juni 2010
Mai 2010
April 2010
März 2010
Februar 2010
Januar 2010
Dezember 2009
November 2009
Oktober 2009
Juni 2009
Mai 2009
April 2009
März 2009
Februar 2009
Januar 2009
Dezember 2008
Oktober 2008
Februar 2007
Januar 2007
Dezember 2006
November 2006
Oktober 2006
September 2006
Dezember 2005
November 2005
Oktober 2005
September 2005
August 2005
Juli 2005
Juni 2005
Mai 2005
April 2005
März 2005
Februar 2005
Januar 2005
Dezember 2004

Aktuelle Beiträge

Am Anfang war das Wort
Am Anfang war das Wort, und das Wort war das Sein,...
wfschmid - 10. März, 02:28
Schauen, was nicht zu...
Neue Publikation, auch in englischer Spreche Bestellung...
wfschmid - 22. Januar, 13:11
URSPRUNG DER INFORMATION...
Vernunft und Verstand begabter intelligenter Wesen...
wfschmid - 26. Dezember, 07:10
Bildlose Gedanken sind...
Bewusstwerden wird als Bilderleben sowohl von der Vernunft...
wfschmid - 21. Dezember, 06:11
ES GIBT DINGE, DIE GIBT...
ES GIBT DINGE, DIE GIBT ES GAR NICHT Dieser Spruch...
wfschmid - 14. Dezember, 11:22
Vernunft <--->...
Bewusstwerden wird als Bilderleben sowohl von der Vernunft...
wfschmid - 13. Dezember, 21:49
H u m o r
Gefräßige Gesellschaft www.greedype rson.com
wfschmid - 25. Juli, 12:09
Dreamed out
If a priori represents a metaphysical congruence with...
wfschmid - 9. Januar, 05:24

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Status

Online seit 7785 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 10. März, 02:28

Suche (AND, OR erlaubt) - Nächste (leere) Zeile anklicken!

 

Credits

 

 

Es gelten die Rechtsvorschriften für Webseiten der Universität Flensburg © Texte: Wolfgang F. Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) wfschmid(at)me.com Bilder: Ulrike Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) mail(at)ulrike-schmid.de

 wfs