Unilogo

25
Mai
2014

Schuster bleib bei Deinen Leisten

„Schuster bleib bei Deinen Leisten“ ist die Forderung, bei dem zu bleiben, was man kann und versteht und nicht nach Dingen Ausschau zu halten, bei denen es an hinreichenden Erfahrungen und Erkenntnissen mangelt.

Durch den Dialog zwischen Daimonion und mir sollten die Grundlagen des Denkens herausgearbeitet werden. Das gelingt bislang nur unzureichend, vor allem wegen der unscharf bestimmten Rolle des Daimonions. Zudem braucht die dialogische Entwicklung eines Problems zu viel Zeit.

Das Problem bzw. Experiment besteht darin, das Denken als Geschehen, soweit irgendwie möglich, ohne Inanspruchnahme fremder Hilfe darzustellen.

24
Mai
2014

Vorsicht Innenbilder

Im Umgang mit Innenbildern ist Vorsicht geboten.
Innenbilder dürfen sich nicht verselbständigen. So scheint der Glaube an die eigene Vision als Selbsttäuschung hervor, sobald sich dieser nicht mehr als Außenbild objektiviert.

Ein Dialog zwischen Ich und Du verführt auf Dauer zu der irrigen Annahme einer hilfreichen dialogischen Form.

Wenn aber der angestrebte Erkenntnisgewinn ausbleibt, sollte man sich von dieser Gestaltung verabschieden und das Leuten überlassen, die sich besser auf dieses Geschäft verstehen wie z.B. Künstler.

Hier aber mangelt es an Begabung, und deshalb ist folgende Empfehlung seit einiger Zeit überfällig: Schuster bleib bei Deinen Leisten.

Außen- und Innenbilder

D: „Ob das, was Du Dir (als Bild) vorstellst von innen oder außen stammt, spielt für die Qualität der Imagination kaum eine Rolle!“

I: “Und wie verhält es sich mit Traumbildern?“

D: "Traumbilder sind Innenbilder wie Erinnerungen auch!“

I: „Und was hat es mit Fantasien wie Visionen auf sich?“

D: „Bevor Du mir mit weiteren Bildern kommst, möchte ich Dich mit dem zusätzlichen Hinweis bremsen, dass sich die Qualität eines Innenbildes vor allem daran misst, ob es sich in ein Außenbild überführen lässt!“

I: „Dann brauche ich mich ja um um den Ursprung eines Innenbildes nicht zu sorgen, solange ich eine Überführung in ein Außenbild vor Augen habe!"

22
Mai
2014

Ich denke, was ich sehe

D: "Ich denke, was ich sehe. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um äußere bzw. sinnliche oder innere bzw. geistige Wahrnehmungen handelt.

„Maiglöckchensträußchen auf dem Wochenmarkt“ ist eine sinnliche Wahrnehmung. „Maiglöckchenstrauß am Grab meines Vaters“ ist eine geistige Wahrnehmung oder Erinnerung.“

I: „Ich denke, indem ich überlege, zu welchem Preis die kleinen Sträußchen auf dem Wochenmarkt angeboten wurden. Oder ich denke, indem ich mir zu erklären versuche, warum mein Vater diese Blumen geliebt haben mag.“

D: „Und in beiden Fällen erhälst Du ein Ergebnis, das sich als Gedanke verflüchtigt, weil sich diese Spekulationen nicht mehr in Bilder zurückführen lassen!“

21
Mai
2014

Nicht nur Menschen denken

Daimonion (D): "Auch Tiere denken. Aber sie denken nicht auf Dauer, sondern für den Augenblick. Tiere denken nicht in sprachvermittelten, mittelbaren, sondern in unmittelbaren Bildern. Gedanken drücken sich spontan in Verhalten aus und Denken in Strategien des Verhaltens.“

Ich: (I) „Wenn ich auf die gleiche Art und Weise wie Tiere mit Dir kommunizieren wollte, was müsste ich dann tun?“

D: „Du müsstest Dir etwas rein bildlich vorstellen!“

I: “Ich versuche es und stelle mir jetzt etwas bildlich vor!“

(…)

I: „Du antwortest ja gar nicht!“

D: „Ich habe nichts empfangen!“

Weitere Versuche verlaufen ebenso ergebnislos. Schließlich gibt I auf.

I: „Das funktioniert so nicht!“

D: “Das liegt daran, dass sich Dir jedes Mal Sprache unwillkürlich aufdrängte und Du für Dich das benanntest, was Du als Innenbild vor Dir sahst … Sprache aber filtert gerade das aus, was ich eigentlich empfangen soll!"

I: „Ja, das stimmt! Und wie lässt sich das verhindern?“

D: „Du musst Dich vollkommen loslassen und absolut „Nichts“ denken! Das aber verlangt viel Übung!“

I: „Wie lange dauert so etwas?“

D: “Du brauchst Jahre!“

I: „Gibt es keine Chance, das zu verkürzen?“

D: „Übe mit einem intelligenten Tier wie z.b. mit einem Delfin.
Delphine gelten sogar für Mensch wegen ihrer Talente als Vorbilder.
Für die Talente der Delphine sprechen folgende Umstände:

<> Delphine haben so gut wie keine natürlichen Feinde und kennen deshalb auch kaum Angst. Angst aber nimmt die Zeit, um neue Strategien zu entdecken. Angst ist nicht nur ein schlechter Ratgeber, sondern raubt auch Möglichkeiten, etwas zu verändern. Angst lähmt und lässt nur automatisiertes Verhalten zu, weil jeglicher Spielraum, sich auszuprobieren, fehlt.

<> Delphine sind neugierig und einfallsreich, sehr einfallsreich, und sie lernen extrem schnell. Wenn etwas nicht funktioniert, wechseln sie ihre Strategie und probieren etwas anderes. Weil sie sehr flexibel sind, finden sie oft originelle neue Lösungen.

<> Delfine sind gute „Einzelkämpfer“, aber auch außerordentlich kooperativ. Um bestimmte Ziele zu erreichen, bilden sie Teams. Sie beziehen sogar andere Arten mit ein. Diese Zweckgemeinschaft löst sich wieder auf, sobald der Zweck erreicht ist.
<> Sie nutzen untereinander eine hoch entwickelte Kommunikation, sind sehr aufmerksam und prüfen ständig Wind und Strömungen, um sich auf dem Laufenden zu halten.

Menschen nutzen solche Fähigkeiten nicht immer erfolgreich. Vielfach enden Probleme und Konfliktsituationen nur mit Kompromissen, die faul sind, weil alle Beteiligten weniger bekommen als angestrebt. Delfin-Strategien helfen, Lösungen zu finden, bei denen alle gewinnen.

Ein Karpfen dagegen hält still und wartet ab. Das Karpfenschicksal ist eine demotivierende Teufelsspirale aus Angst, Handlungspassivität, Isolation und Misserfolgen. Typisch für den Karpfen sind folgende Einstellungen: Ich habe keine Chance zu gewinnen. Ich möchte daher möglichst wenig verlieren, also meide ich Risiken jeder Art, für die ich Verantwortung übernehmen müsste. Bloß keine Aktivität – lieber abwarten, ob es besser wird.

Der Hai ist ebenso unflexibel wie der Karpfen, aber aggressiv. Für ihn gelten folgende Prinzipien

<> Er muss auf jeden Fall gewinnen, gleichgültig, was andere dabei verlieren.

<> Jeder frisst jeden. Ohne Konkurrenz, gäbe es keinen Fortschritt.

<> Fehler kann sich niemand erlauben, denn die Konkurrenz schläft nicht.

Die langfristigen Ergebnisse der Hai-Strategie sind ähnlich dürftig wie die der Karpfen:

<> Energie wird durch hohen Kontrollaufwand und Reibungsverluste vergeudet.

<> Die Angst vor Fehlern und Umdenken lähmt: Kreativität und gute Ideen bleiben aus.

<> Der ständige Kampf gegeneinander führt in die Isolation. Fehlende Unterstützung durch andere ist die Folge.

Aber nur der Delfin kommt über „abwegige“ Fragen zu überraschenden Lösungen. Verhalten, das sich nicht als erfolgreich erweist, wird aufgegeben. Eine Sache, für die es nicht lohnt zu kämpfen, wird abgelegt.

I: „Huch, das war jetzt viel Information!“

D: “Merke Dir delphinische Grundsätze und vor allem handle auch danach!“

I. „Das werde ich!"

20
Mai
2014

Besuch bei einem Scheinheiligen

Scheinheilig ist jemand, der nach außen hin ein Bild von sich vermittelt, das nicht seinem realen Selbstbild entspricht. Wer z.B. Hilfsbereitschaft heuchelt, um in Wahrheit damit Geld zu verdienen, ist scheinheilig. In Religionen treten Scheinheilige en masse auf, um wider ihre ureigene Auffassung zu predigen.

Sogar Selbstbilder erweisen sich als Anflüge von Scheinheiligkeit. Fast jeder macht sich vor, etwas zu sein, was er in Wahrheit nicht ist. I hat sich von D gewünscht, einen Scheinheiligen besuchen und ihn interviewen zu dürfen. Nach einigen Bedenken stimmt D zu und I begibt sich auf eine lange Reise.

I hat sich nämlich vorgenommen, eine Art Legende zu besuchen. Es ist ein alter Einsiedler, dem wundersame Heilkräfte nachgesagt werden.
Unterwegs überlegt sich I, welche Fragen unbedingt gestellt werden sollten.

Nach langer Zeit gelangt I endlich zu der bereits halb verfallenen Hütte des alten Einsiedlers hoch oben in den Bergen des unzugänglichen Gebirges.

I: „Ich habe einen langen Weg zurückgelegt, um Dir vielleicht Fragen stellen zu dürfen, die mich sehr bewegen!“

Der Alte (A) schweigt sehr lange, bevor er sagt: „Dein Weg war wohl noch nicht lange genug!“ Nach dieser Feststellung hüllt er sich erneut in Schweigen.

Schließlich fügt er hinzu: „Was nur hast Du angestellt, dass sich Dir keine Antworten schenkten?“

I: „Die Strapazen des Weges hielten mich vielleicht zu sehr in Atem!“

Der Einsiedler fordert I auf, erst einmal zur Ruhe zu kommen, um offen für Antworten zu werden.

Nach Tagen trägt I seine Bitte erneut vor, aber wiederum erklärt ihm der Alte, dass er nicht lange genug gewartet habe.

Nach Wochen hat I eine Vision. D erscheint und offenbart I: „Wahrheit geht niemals fremd. Sie offenbart sich allein aus Dir!“

Aufgrund dieser Offenbarung verlässt I das Gebirge, um in die Auseinandersetzung des Alltags zurückzukehren.

Und I erkennt, dass der alte Einsiedler die Fantasie eines Traumes war.

19
Mai
2014

emovere --> Emotion

I: "Traditionell wird Denken als bewusstes Geschehen betrachtet, also als etwas, das wir nicht nur gezielt beeinflussen, sondern zugleich auch betrachten können. Denken des Unbewussten dagegen geschieht ohne unser Hinzutun!“

D: „Deshalb wird es auch emotionales Denken genannt. „emovere“ bedeutet „aus sich heraus bewegen“ oder „heraus- bzw. hinausdrängen“! Emotionales Denken formt unbewusst Gedanken und gestaltet deren Inhalte für das Bewusstsein als Bilder oder Gefühle.“

I: „Wenn also ein frommer Mönch eines beschaulichen Ordens während seiner in sich versenkenden Meditation die Allgegenwart Gottes empfindet oder gar wie Hildegard von Bingen Visionen hat, dann sind das gedankliche Bewegungen des Unbewussten?"

D: “Das kann man so sehen bzw. annehmen!“

I: „Das ist mir zu vage. Also: Kann oder muss man?“

D: „Nach dem, was Du Dir zurechtlegst, verhält es sich so, dass Du dergleichen annehmen musst. Jeder muss das für sich entscheiden!"


(D) für Daimonion
(I) für Intuition

18
Mai
2014

Das Unbewusste

I: „Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wie ich Dich eigentlich anreden soll.“

D: „Du kennst doch meinen Namen oder nicht?“

I: „Ja natürlich! Du nennst Dich Daimonion. Aber ich habe das Gefühl, dass dies nur ein Pseudonym für das Unbewusstsein ist!“

D: „Warum verlässt Du Dich nicht auf Dein Gefühl?“

I: "Ich frage ja gerade nur deshalb, weil ich ein ungutes Gefühl habe!“

D: „Was ist ungut am Bewusstsein? Du kannst mich entweder Unbewusstes, Intuition oder ganz einfach „Du“ nennen!“

I: „Verhält es sich so, dass ich das allein fühlend, aber nicht denkend zu erfassen mag, was Du mir sagst?“

D: „Die deutlichste Ausdrucksform des Unbewussten ist die innere Stimme. Die Begegnung zwischen Ich und Du ist der lautlose innere Dialog schweigender Augenblicke!“

I: „Ich kann mir nicht helfen! Irgendwie hat der Glaube an unbegreifliches Unbewusstes fast religiösen Charakter!“

D: "Du darfst Dich nicht wie Augustinus dazu verführen lassen, die innere Stimme selbstüberhöht für etwas Göttliches zu halten so wie das bisweilen aus klösterlicher Vereinsamung geschehen kann. Wenn Dir das, Esoterikern gleich, widerfährt, solltest Du Dir Hilfe holen!“

I: „Diese Gefahr sehe ich nicht. Eingebungen empfinde ich als sehr hilfreiche Ideen.“

D: „Das ist ganz natürlich. Schließlich bin ich es, die Verhalten zum größten Teil regelt. Deshalb missbrauchen mich Geheimlehren und verkaufen mich als innerer Ratgeber, Arzt, Lehrer, innerer Richter usf.!“

I: „Und warum glauben Leute solches Zeug, kaufen es, besuchen teure Kurse oder unterstützen Kirchen und Sekten?“

D: „Es gibt viele innerlich Vereinsamte!"


(D) für Daimonion
(I) für Intuition

17
Mai
2014

Denken ist mehr als Erinnern

D: „Wenn Du Dich an das Konstruieren eines Quadrats mit Zirkel und Lineal erinnerst und Dir wieder einfällt, wie es geht, denkst Du dann nach?“

I: „Ja, ich nehme es an, weil ich ja aufgrund der Betrachtung herausfinden muss, wie die einzelnen Konstruktionsschritte aussehen. Denken besteht hier wahrscheinlich im genauen Nachvollziehen dessen, was mir die Abbildung zeigt.“

D: „Das trifft zu. Denken ist das Entdecken, wie etwas entsteht!“

I: "Und wenn ich spontan wieder weiß, wie es geht?“

D: „Die Interjektion „Aha" signalisiert als Ausdruck der leicht empfundenen Erleichterung, dass Du nachgedacht hast. Gefühlsausdrücke erscheinen mir als Zeichen einer Intuition, also eines als zutreffend empfundenen Einfalls.“

I: "Da sagst Du was! Einfall, aber was ist das?“

D: „Wenn jemand sagt: „Jetzt ist es mir wieder eingefallen", erinnert er sich an das, was er bereits weiß. Wenn aber jemand davon spricht, dass er einen Einfall hat, dann schlägt ihm das Unbewusstsein einen Zusammenhang vor, den er bislang übersah oder überhaupt noch nicht gesehen hat!“

I: „Das bedeutet doch letztlich, dass ein Gedankenblitz unbewusst Gedachtes zum Vorschein bringt. Oder nicht?“

D: „Ganz offensichtlich! Das Unbewusste denkt gleichsam vor! Unbewusstsein scheint mir zumindest bisweilen gar der Vordenker des Bewusstseins zu sein!“

I: „Das Bewusstsein denkt, und das Unbewusstsein lenkt.“

D: „Dieser Schluss erscheint mir doch etwas voreilig!“

I:“Das ist mir spontan so eingefallen, als mir der Spruch „Der Mensch denkt, und Gott lenkt!“ durch den Kopf ging.“

D: „Ein schadenfreudiger Gott, das ist jetzt aber nicht das Thema! Tatsache ist jedoch, dass wir das Bewusstsein kaum und das Unbewusstsein gar nicht kennen!“

I: „Mir ist immer noch unklar, wann Erinnern in Denken übergeht!

D: „Denken beginnt an dem Punkt, an dem Du anfängst, Identifiziertes zu Interpretieren!“

I: „Wenn ich als ein Schild als Stoppschild identifiziere, dann erinnere ich mich, und wenn ich mir überlege, was es bedeutet, dann denke ich?“

D: „So nicht! Aber wenn Du überlegst, was es für Dich in einer bestimmten Situation, z.B. nachts, bedeutet, dann denkst Du. Das erst geht über bloßes Erinnern hinaus.“

I: „Wenn ich also bei Rot stehen bleibe, dann denke ich nicht, sondern erinnere mich lediglich an die Vorschrift. Und wenn ich für mich die Vorschrift verändere, dann denke ich! Ist das so?

D: „In etwa!"


(D) für Daimonion
(I) für Intuition

16
Mai
2014

Selbst herausfinden

D: "Jener Satz der Erfahrung, welcher Konfuzius zu geschrieben wird und als Grundsatz natürlicher Lehre gilt, besagt aus der Sicht eines Schülers: "Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich!“ Da Du offensichtlich vergessen hast, wie man ein Quadrat mit Zirkel und Lineal konstuiert, finde es selbst heraus, indem Du Dir folgende Zeichnung ansiehst:"

I: " Ich habe es herausgefunden. Das war einfach, weil ich mich auch wieder erinnern konnte!“
D: „Was glaubt Du, was war davon Denken, und was Erinnern?"


(D) für Daimonion
(I) für Intuition

15
Mai
2014

Einfache Lehre

D: „Denken bewahrheitet sich allein durch Tun. Wer also wissen will, wie er denkt, braucht sich nur anzuschauen, was er tut. An den Taten kann er sich und andere erkennen!“

I: "Bestimmt sich Denken als Vorbereiten zu handeln?"

D: „Denken offenbart sich durch Tun! Was also überlegst Du, bevor Du handelst? Wenn Du das nicht für Dich zu beantworten vermagst, dann denkst Du wahrscheinlich auch nicht."

I: „Mir fehlen die Worte!“

D: „Du brauchst dazu keine Worte. Es sind Bilder, die Dir zeigen, was Du tun sollst!“

I: "Ich habe auch keine Bilder. Mir fällt einfach ein, was zu tun anliegt und dann tue ich es!“

D: „Jetzt hast Du mit einfachen Worten beschrieben, was geschieht, bevor Du handelst! Und wenn Du genau hinsiehst, dann kannst Du feststellen, dass Deine Einfälle aus Bildern bestehen. Du stellst Dir vor, was Du tun sollst!"

I: „Dann ist das Vergegenwärtigen von Bildern ein Zeichen dafür, dass ich denke?“

D: „So ist es!"


(D) für Daimonion
(I) für Intuition

14
Mai
2014

Daimonion

Man erzählt sich, dass Gelassenheit die beruhigte Unentschiedenheit zwischen Ja und Nein sei. Es ist aber nicht so, als ob etwas aufgegeben worden sei, und es ist schon gar nicht so, dass man Beides nicht mehr will.


Gelassenheit ist kein erzwungenes Weder-noch nach einem hart umkämpften und nunmehr aufgegebenen Entweder-oder.

Wer gelassen ist, hat losgelassen, ohne aufzugeben.

Gelassenheit ist nicht die Ruhe versiegten Zweifelns, sondern wohltuende Stille vollkommen beruhigter Gefühle. Das ist keine Willensstärke und schon gar nicht Selbstbeherrschung. Aber es ist jener Ort, an welchen sich die Stimme aus der Tiefe des Unbewussten wagt.

Daimonion ist ihr ältester Name. Ruchlos Oberflächliche verunglimpfen ihren griechischen Namen und schimpfen diesen Schutzgeist Dämon.

Daimonion (D) liebt die innere Stille und bevorzugt diesen Ort, um mit dem Ich (I) zu sprechen.

13
Mai
2014

Vernünftig oder mit Verstand?

Vernunft regelt das Bewusstwerden, der Verstand steuert es. Vernunft gleicht aus, Verstand setzt durch.

Vernunft empfiehlt, Verstand befiehlt. Wird der Alltag durch den Verstand gesteuert, dann wird er durch Pflichten und Aufgabenlisten maßgeblich bestimmt. Der durch seinen Verstand gesteuerte Mensch führt einen (strengen) Terminkalender.

Wird der Alltag dagegen durch die Vernunft geregelt, dann wird er durch das geregelt, was gerade anliegt.
Der durch seine Vernunft geregelte Mensch führt keinen Terminkalender, sondern eine To-do-Liste.
Der Verstand gilt als Vermögen, Begriffe zu bilden und diese zu Urteilen zu verbinden.

Für den Verstand gibt das Ziel den Weg vor, für die Vernunft ist der Weg das Ziel.

< ? > Wer neigt eher dazu, bei Rot eine Strasse zu überqueren? Verstand oder Vernunft?

Hinweise: Der Verstand wird durch Normen, Gesetze oder Ordnungen wie die Strassenverkehrsordnung angewiesen.
Die Vernunft wird eher durch Werte, Regeln oder Anlässe reglementiert.

< ! > Mit höherer Wahrscheinlichkeit verführt die Vernunft jemanden, die Strasse bei Rot zu überqueren, besonders dann, wenn kaum Verkehr herrscht.

1. Fall: Sommernacht vier Uhr morgens am Strand in Holnis. Weit und breit keine Menschenseele. Schwimmen in der Ostsee. Nach der Rückkehr zum Quo: Protokoll an der Heckscheibe wegen verbotenen Parkens.

2. Fall: Mit Ford Transit in Stuttgart versehentlich in eine schmale Einbahnstrasse gefahren. Streifenwagen kommt entgegen, Polizisten steigen lächelnd aus und mit Blick auf das Flensburger Kennzeichen: „Ja, ja Punkte sammeln, das könnt ihr, Fahren aber nicht!… Kommen Sie, fahren sie hinter uns her!“ Sie fahren rückwärts aus der Einbahnstrasse. Das war’s!

< ! > 1. Fall: Verstand löst das Problem. 2. Fall: Vernunft löst das Problem.

12
Mai
2014

Schein- oder Traumwelt?

Wer denkt, dass er denkt, denkt nur, dass er denkt. Wer denkt, vernimmt nur, was ihm das Unbewusste mitteilt.

Unser Unterbewusstsein offenbart sich uns nicht. Es schützt sich vor dem Verstand.


Mit der Logik des Verstandes kann man zwar Beweise führen, aber keine Erkenntnisse gewinnen.

Wir haben keine Ahnung, wer zu uns spricht, wenn wir schreiben.

Wir erfahren , dass wir Einfälle notieren müssen, um sie nicht gleich wieder zu vergessen.

Wir nennen Intuition, was uns das Unbewusste
eingibt.

Wollen wir uns aber sein Wesen erschließen, dann verweigert es die Aussage.

Wir glauben der inneren Stimme. Wir vertrauen darauf, dass sie uns Wahres eröffnet.

Nur Weniges von dem, was uns das Unbewusste offenbart, vermag unser Verstand zu erfassen. Und das, was er erfasst, verunreinigt er, weil voreingenommen.

Nicht einmal die Wahrheit über uns selbst dürfen wir ungefärbt erfahren; meistens ist sie schöngefärbt.

Die ‚Befangenheit' des Verstandes ist eine Folge der Enge unseres Bewusstseins, d.i. das begrenzte Fassungsvermögen unseres Kurzzeitgedächtnisses.

Der Verstand vermag nicht alles zu erfassen, weder was von außen, noch was von innen auf ihn eindringt.
So filtert er zu unseren Gunsten.

11
Mai
2014

Wie es weitergeht

Vorgeburtliches entwickelt sich zum nachgeburtlichen Denken, indem sich die natürliche Regelung gleichsam vervielfacht. Nicht nur innere Impulse, sondern zugleich äußere Reize regen neuronale Regler an und werden gleichzeitig verarbeitet.

Denken entwickelt sich, in dem es inneres Wahrnehmen der Befindlichkeit in äußeres Wahrnehmen durch die Sinne überführt.

Die Entwicklung der Sprache vollzieht sich analog zum affektiven, emotionalen Denken, wobei interne Reize nunmehr aus externen Reizen bzw. Verlautbarungen der Bezugspersonen bestehen, die mit bestimmten Ereignissen verbunden sind.

So ist die Verlautbarung „M a m a bringt… oder kommt u. dgl. m." mit der Annehmlichkeit des Umsorgtwerdens gekoppelt.

Die Entwicklung der Basis von Intelligenz und Begabung beruht allein auf Vergleichen und Unterscheiden von internen Signalen (Impulse) und externen Signalen (Reize).

Die große Lehrmeisterin des Gehirns ist dabei die „Wiederholung des immer Gleichen“.

Beispiel zwecks Wiederholung des Gesagten:

Das kleine Kind hört eine bestimmte Folge von Lauten.

Durch die Wiederholungen dieser Folge von Lauten erkennt es diese bestimmte Folge von Lauten wieder.

Wenn das Kind diese Folge hört, erwartet es eine bestimmte Person oder ein bestimmtes Tier. Das Kind erkennt also eine bestimmte Folge von Lauten als Zeichen für … .

Eines Tages beginnt es, eine bestimmte Folge von Lauten zu imitieren. Die Mutter hört die akustische Imitation des Hundgebells. Sie holt den Hund und zeigt ihm ihrem Kind; zugleich imitiert sie das Gebell. Dieser Vorgang wiederholt sich, und das Kind erkennt, dass es sich mit Hilfe einer bestimmten Folge von Lauten etwas bestellen kann! Die Folge von Lauten ist zum Wort geworden!


Wahrscheinlich lautete der Erste Lehrsatz der Natur: "Repetitio est mater studiorum!“ Übung macht intelligent, weil erfolgreich erfahrene Muster dauerhaft ausgeprägt und nutzbar werden.

Begabung gelangt als ‚Freiheit‘, mit Erfahrungsmustern zu spielen zum Vorschein.

Während Intelligenz durch den Selbsterhaltungstrieb gesteuert wird, ist es der Spieltrieb, der Begabungen antreibt, sich auszuprobieren.

Intelligenz ist die eine Hälfte der Existenz, Begabung ist die andere. Oder: „Ordnung ist das halbe Leben…., Unordnung ist die andere Hälfte.
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Seit 20 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Prof. Dr. habil Wolfgang F Schmid

Grundsätzliches (www.wolfgang-schmid.de)

 

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