Unilogo

1
Apr
2016

Wunder


Als „Wunder“ gilt ein Phänomen, das sich natürlicherweise nicht erklären lässt. Das Entstehen von Wundern setzt in der Regel große Erwartungen voraus.

Wer Zeichen sucht, der wird sie auch finden. Viele verstärken solches Suchen durch besondere Methoden der Konzentration und erreichen dadurch Projektionen bzw. Visionen, die Vorstellungen als wirklich erscheinen lassen.

Besonders tief religiöse Menschen sehnen sich nach Wundern und steigern sich deshalb in Vorstellungen so lange hinein, bis sie diese als wirkliche Ereignisse erleben.

So erfährt Augustinus die innere Stimme als Stimme Gottes, und biblische Fantasien werden für Tatsachen gehalten.


31
Mrz
2016

Irrtum "Metaphysik" (Fortsetzung)


Das menschliche Gehirn vermag sich erst dann und nur dann körperlich, seelisch und geistig störungsfrei zu organisieren, wenn sich sämtliche neuronale Strategien in einem gemeinsamen quasi 'neuronalen summa summarum‘, ein Art Super- bzw. Hypermakro oder Superhype, bündeln.

Dieser neuronale Superhype wird gemeinhin als ‚Sinn des Lebens‘ bewusst und auch Leitmotiv des Lebens genannt. Die Kontrolle, die dieser Superhype über unser Handeln ausübt, wird häufig auch ‚Stimme des Gewissens‘ genannt.

Als Quelle aller Ideen spendet sie bei minderer Intelligenz, aber höchster Begabung auch alle religiösen Vorstellungen bis hin zu Visionen.

In einigen Religionen werden mit solcher Begabung ausgestattete Menschen mit dem Ehrentitel „Sohn Gottes“ ausgestattet. Es erscheint so, dass ein kritischer Schwellenwert existiert, was das Verhältnis Intelligenz/Begabung angeht. Fällt Intelligenz bei hoher Begabung zu sehr ab, dann übernimmt Fantasie die Funktion des Verstandes. So können z.B. Hochbegabte sogar dumm sein. Fantasien solcher Menschen werden dann von Trieben, Bedürfnissen und/oder Gefühlen organisiert.

Zum Beispiel lässt der Verlust ihrer Götter l vielen Menschen ihr Dasein als sinnlos erscheinen. Immer mehr Fromme entziehen sich solcher Sinnlosigkeit, indem sie sich das Leben nehmen. Angesichts einer ständig wachsenden Selbsttötungsrate suchen Sokrates wie Jesus nach einem annehmbaren Ersatz für die verzweifelten Gläubigen.

Dem göttlichen Wesen entsprechend darf der religiöse Ersatz aber weder sinnlich vernehmbar noch vergänglich sein.

Der Mythos von der Vertreibung aus dem Paradies drängt jedem vernunftbegabten Lebewesen die Frage auf, ob eine solche Strafe überhaupt gerecht sein kann. Wie kann man jemanden überhaupt bestrafen, der, ohne vom Baum der Erkenntnis gegessen zu haben, nicht in der Lage ist, zu erkennen, was er tut.

Die Ungerechtigkeit der griechischen Götter sorgt dann letztendlich auch für den Untergang der mythischen Welt. Warum der christliche Gott angesichts seiner Ungerechtigkeit im Paradies seinem Untergang entgeht, bleibt ungeklärt.

Das Bewusstsein von der Ungerechtigkeit der Götter aber lässt den Philosophen Sokrates, nach neuem Orientierungssinn suchend, die Frage nach dem stellen, was Gerechtigkeit eigentlich auszeichnet.

So ist Sokrates nach Aristoteles der erste, der nicht nur danach fragt, woraus etwas geworden ist, sondern danach, was es ist (τί ἐστι).

Ziel des Sokratischen Fragens ist eine allgemein gültige, unbezweifelbare Definition (ὁρισμός), die er in Gesprächen mit seinen Gesprächspartnern entdecken will. Dabei gibt sich Sokrates nicht mit einzelnen Fällen oder Beispielen einer Sache zufrieden.

So fragt er nicht nach Beispielen gerechten Handelns, sondern möchte wissen, was die Gerechtigkeit selbst ist. Er fordert seine Gesprächspartner auf, das Allgemeine (καθόλου, wörtlich: hinsichtlich des Ganzen) aus dem Einzelnen (ἕκαστον) herauszuarbeiten.

Das ist das, was bei aller Mannigfaltigkeit der Einzelfälle immer identisch bleibt.

Aristoteles erklärt (Metaphysik, 1078b):

„Zweierlei ist es, was man mit Recht dem Sokrates zuschreiben kann: die Induktionsbeweise und die allgemeinen Definitionen; dies beides nämlich geht auf das Prinzip der Wissenschaft. Sokrates setzte das Allgemeine und die Begriffsbestimmungen nicht als abgetrennte, selbständige Wesen; die Anhänger der Ideenlehre aber trennten es ab und nannten dieses Ideen der Dinge."

Aristoteles nennt das Allgemeine, das vielem Besonderen zukommt, das Wesen (οὐσια) einer Sache. Er nennt den Begriff auch oft "λόγος und ὅρος", um die Notwendigkeit der sauberen Ab- oder Ein-grenzung in Bezug auf das vielerlei Einzelne aufzuzeigen. Daher rührt auch der lateinische Ausdruck für Begriff „definitio“ (Abgrenzung).

Mit der Entdeckung des Allgemeinen bzw. Wesens findet Sokrates das gesuchte, sinnlich nicht mehr Vernehmbare, das allen einer Gottheit gleich, als Orientierung zu dienen vermag.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Wesen bzw. Sein des Seienden wiederum als Gott gedeutet wird.

Während der gesamten Entwicklung gerät vollkommen in Vergessenheit, dass die Bedingung der Möglichkeit neu entdeckter Orientierung reine Fantasie ist.

Seltsamerweise bemerkt dies selbst Aristoteles nicht und gründen seine meta ta Physika auf der irrigen Annahme, dass Denken das Erfassen von Wirklichkeit bedeutet.


30
Mrz
2016

Wer irrt hier worüber?


Das Verhältnis Intelligenz/Begabung entwirft die Frage, was mit steigender Intelligenz geschieht. Hinter dieser Frage steckt die Neugier, ab wann der Verstand wieder seine Rolle übernimmt.

Und was geschieht, wenn Intelligenz letztendlich Begabung überwiegt? Die Antwort aber dürfte enttäuschen. Die Wirklichkeit nämlich ist selbst ein Produkt der Fantasie.

Als Wirklichkeit gilt das, was tatsächlich ist und existiert und nicht nur in Fantasie oder Vorstellung vorkommt oder so, wie es sich tatsächlich verhält.

Wirklichkeit ist der Gegenbegriff zu Schein, Traum oder eben auch Fantasie. Beim Begriff „Wirklichkeit“ handelt es sich ebenfalls um ein rein gedankliches Produkt.

Wirklichkeit ist das, was unabhängig vom Denken existiert. Es erscheint dem Denken zwar sinnlich vernehmbar, aber es wird nicht so wahrgenommen, wie es wirklich ist.

Sobald wir wahrnehmen, gestalten wir nämlich, und was unsere Fantasie gestaltet, das formt unser Verstand.


29
Mrz
2016

Irrtum "Metaphysik"


Sehen, was man gar nicht sehen kann: Dem sechsten Sinn oder der Intuition werden oft
übersinnliche Kräfte zugeordnet. Erstmal aber zeigt jetzt die Forschung, dass die Intuition
nichts anderes ist als eine Mustererkennung. Aber weil diese im impliziten, unserem
Bewusstsein nicht zugänglichen Teil des Gehirns verläuft, sind wir vom Ergebnis oft selbst
überrascht.


28
Mrz
2016

Die nächste Welt


Seit das Gerücht von der Auferstehung Jesu im Umlauf ist, lebt auch der Glaube an ein Leben nach dem Tod.

Schon früh infiziert Religionsunterricht den mit dem Ewigkeitsvirus. Dieser Virus impft das kindliche Gehirn mit dem Glauben an ein ewiges Leben.

Mit dieser Seelenkrankheit wächst jedes Kind christlicher Eltern auf. Nicht selten wehrt kindliche Fantasie das Ausbreiten dieser Hirnerkrankung ab und verhindert so, dass sich der infizierte Mensch irgendwann in asketischer Einsamkeit isoliert oder missionarischen Ideen aufsitzt.

Ist der Ewigkeitsvirus bildungs- bzw. erziehungsbedingt weniger religiös wirksam, dann kann er unter Umständen zur Selbstüberschätzung durch Ichübersteigerung führen. Fehleinschätzungen als Folgen solchen Fehlverhaltens können fatale Verhaltensfehler verursachen. So kann sich ein Kind in der Schule für hochbegabt halten und versagen, weil es sich deshalb zu wenig anstrengt. Oder Studierende fallen aus vergleichbaren Gründen durch.

Der Glaube an die nächste Welt wird vor allem durch gedankliche Fehleinschätzungen gefördert. So glauben metaphysisch Denkende nicht selten, die Grenzen des Wirklichen überschreiten zu können.


27
Mrz
2016

Fantasie der Auferstehung


An Ostern wird die kraft- und wirkungsvolle Fantasie der Auferstehung gefeiert. Gläubige steigern sich so in diese Fantasie hinein, dass sie diese religiöse Idee des Überlebens schließlich für wahr halten.

Diese Überzeugung steigert sich schließlich sogar zu Visionen oder Halluzinationen.

Auf diese Weise kann ein auferstandener Christus Anhängern in einer Art Tagtraum erscheinen. Diese Erscheinungen werden überliefert und als Kirche verwaltet.


Zuspruch des Unbewussten


Woher kommen jene Ideen, welche sich in vernunftbegabten Wesen spiegeln? Wer entwickelt geniale Theorien?

Sie zeigen sich dem wachen Geist im Bewusstsein als Einfälle. Begabte nehmen solche Eingebungen für selbstverständlich.

Inspiration (lateinisch: inspiratio ‚Beseelung‘, ‚Einhauchen‘, aus in ‚hinein‘ und spirare ‚hauchen‘, ‚atmen‘; vgl. spiritus ‚Atem‘, bzw. ‚Seele', ‚Geist') ist einsüberraschende Eingebung, als unerwarteter Einfall Ausgangspunkt religiöser Fantasie oder künstlerischer und wissenschaftlicher Kreativität.

Geschichtlich liegt häufig die Vorstellung. zugrunde, dass einerseits Werke von Künstlern, andererseits religiöse Überlieferungen Eingebungen eines nicht notwendig personal verstandenen) Göttlichen seien.

Das ist eine Fantasie, die sich sowohl in vorderorientalischen Religionen als auch bei vorsokratischen Philosophen findet.

Alle Erklärungen über Eingebungen sind Spielereien der Fantasie um seelische oder geistige Bedürfnisse zu befriedigen.


25
Mrz
2016

Geheime Offenbarung


Geheime Offenbarung vollzieht sich als Vorschein des Unbewussten. Das Offenbaren vollzieht sich als Bewusstwerden von Intuitionen.

Aber in der Regel können sich diese intimsten Informationen gegen tradierte Bildung bzw. Erziehung nicht durchsetzen, weil es einer entsprechenden Empfangsempfindlichkeit mangelt.

Der Philosoph Friedrich Nietzsche beklagt in seinen ‚Unzeitgemäßen Betrachtungen': „.. wir sind ohne Bildung, noch mehr,
wir sind zum Leben, zum richtigen und einfachen Sehen und Hören, zum glücklichen Ergreifen des Nächsten und Natürlichen verdorben und haben bis jetzt noch nicht einmal das Fundament einer Kultur,
weil wir selbst davon nicht überzeugt sind, ein wahrhaftiges Leben in uns zu haben.“

Auch Nietzsche führt diese Unfähigkeit auf mangelnde Bildung bzw. Erziehung zurück. Er hält sich allerdings mit klärenden Erläuterungen zurück und schreibt dies lediglich einer minderwertigen Pädagogik zu.

Das Entstehen intuitiver Mitteilungen selbst bleibt ungeklärt.


24
Mrz
2016

Mystisches Bewusstsein


Nicht durch Beten, sondern durch Abstrahieren erhebt sich der Mystiker zu seinem Gott.

Indem er sich abstrahierend vom Konkreten entfernt, zieht er sich von der sinnlich vernehmbaren Welt in sich zurück.

Der mystische Mensch wird zum Einsiedler, indem er das Ich vom Selbst trennt. Sich von sich selbst loslösend verliert er sich im Loslassen.

Das Prinzip solchen Werdens ist „Weniger ist mehr!“ Wer nicht alles verliert, wird nichts gewinnen, das prägt die Haltung mystischer Existenz.

Streng gedacht sind Nichts, Sein und Gott dasselbe. Streng denken, das bedeutet hoch abstrakt denken. Das mystische Gebet vergegenwärtigt das Sein des Seienden schlechthin.

Bildung gestaltet sich in höchster Form zur vollendeten Einbildung. Diesem künstlerisch philosophischen ins Werk Setzen erscheint Gott als tiefer innerer scheidender Zuspruch.

Der Mystiker erfährt in tiefer innerer Stille das, was ihm die Fantasie ohne Worte sagt.

Da er alles selbst erfährt, glaubt er es sich auch. Ohne Zweifel liebt er seinen Gott.


23
Mrz
2016

Reichweite innerer Kräfte


Sinnliches Wahrnehmen erfasst allein das, was unmittelbar vor Augen liegt. Sinnlichkeit existiert im Augenblick.

Seelisches Wahrnehmen bringt durch Erfahren Zeit ins Spiel. Augenblicke zerfallen in Vergangenheit und Zukunft, und aus dem Existieren schwindet Gegenwart. Vernunftbegabte Lebewesen vergegenwärtigen zwar ständig, aber sie leben nicht in der Gegenwart. Erinnerungen und / oder Pläne verwischen Augenblicke.

Geistiges Wahrnehmen wechselwirkt mit sinnlichem und seelischem Wahrnehmen, verändert diese, indem es spielt, formt und gestaltet.

Während geistiges Wahrnehmen gewöhnlich dem sinnlich vernehmbaren Bereich verhaftet bleibt, strebt seelisches Wahrnehmen häufig darüber hinaus.

Die katathyme Karte innerer Kräfte stellt sich wie folgt dar:

Wirklichkeit <=> Sinne

Mögliche Wirklichkeit <=> Sinne <=> Seele <=> Geist

Wirkliche Möglichkeit <=> Seele <=> Geist

Mögliche Möglichkeit <=> Seele


22
Mrz
2016

Bauchgefühl


„Mit Logik kann man Beweise führen,
aber keine neuen Erkenntnisse gewinnen,
dazu gehört Intuition.“

Henri Poincare


Obgleich im Alltag die meisten Entscheidungen intuitiv fallen, beschäftigen sich Denker kaum mit dem Bauchgefühl. Eher betrachten sie dieses geringschätzig, obgleich alle großartigen Ideen intuitiv entstehen.

21
Mrz
2016

Sprache der Seele


Die Sprache der Seele (das limbische System) ist das Gefühl. Die Seele äussert sich durch Affektionen und / oder Emotionen.

Diese Äusserungen werden sprachlich bewusst. „Ich fühle mich schlecht!“ zeigt in etwas eine negative Befindlichkeit an.

Aber sprachliche Anzeigen von Gefühlen sind so vage, dass sie bisweilen sogar als unzutreffend empfunden werden. So kann die Eigenschaft „schlecht“ auf Vieles zutreffen.

Wegen sprachlicher Ungenauigkeiten eigen sich Gefühle wenig, um eine Art Psychologik zu begründen.

Gefühle offenbaren sich a ehesten künstlerischen Darstellungen. Gefühle erweisen sich nämlich im Gegensatz zu Gedanken als wahr.

Gefühlte Wahrheiten hängen von subjektivem Glauben ab und entziehen sich jeglichem Suchen nach Richtigkeit. Aus diesem Grund wird Philosophie Kunst gegenüber bevorzugt gewichtet.

Stellt sich die Frage, warum das vernunftbegabte Lebewesen von Beginn an die Philosophie über die Kunst stellt, obgleich Gefühle und nicht etwa Gedanken das Existieren wesentlich bestimmen.


20
Mrz
2016

Das Paradoxon von Wissen und Glauben


Geistiges Gleichgewicht ist schwer zu wahren, körperliches Gleichgewicht schwieriger, aber am schwierigsten seelisches Gleichgewicht.

Geistiges Gleichgewicht gewährt Weisheit, körperliches Gleichgewicht spendet Gesundheit, seelisches Gleichgewicht schenkt Glück.

Gesundheit, Weisheit und Glück
geben das Paradies zurück.
Wäre Glück nicht dabei,
wäre es vorbei mit allen drei.


Seelisches Glück setzt das Gleichgewicht zwischen Vernunft und Verstand voraus, verlangt folglich so sicher glauben wie wissen.

Aber als Paradoxon erweisen sich Wissen und Glauben tatsächlich als Folge einer Selbst-Täuschung.

Aufgrund seiner Augenscheinlichkeit überzeugt Wissen mehr als Glauben.
Wissen lässt sich gleichsam anfassen.
Zum Begreifen gehört schließlich wesentlich das Greifen (Zugreifen).

Und was überzeugt eigentlich mehr als die Möglichkeit, etwas nachrechnen bzw. durch empirische Nachprüfung beweisen zu können.

Wie ein gefälschtes Kunstwerk nicht dadurch echt wird, dass man es mit dem Etikett „echt“ versieht, so wird ein Beweis nicht dadurch wahr, dass man ihn als solchen behauptet.

Ein Beweis ist allein innerhalb jenes Systems gültig, durch welches dessen Methoden definiert werden. Das System selbst bedarf natürlich der Akzeptanz.


19
Mrz
2016

Zweifel


Zweifeln ist ein seelischer Zustand der Unentschiedenheit. Wer zweifelt, kann sich nicht entscheiden.

Bei aller Unsicherheit gewährt wenigstens das Zweifeln Sicherheit bzw. Gewissheit, nämlich zu zweifeln.

Existieren im Zweifeln ist nur schwer auszuhalten. Die Seele bewegt sich in einem Meer mit schweren Sturm. Ein bedingloser Sprung in den Glauben wirkt da sehr verführerisch.

Würden Religionen und Esoteriker nicht zu einem absurden jenseitigen Anschein verführen, würde sehr viel existentielle Not gelindert.


18
Mrz
2016

Suche nach Gewissheit, ein Teufelskreis


Die Seele befindet sich idealerweise im Gleichgewicht. Sie sorgt sich, wenn sie aus dem Gleichgewicht gerät, breitet Furcht um sich aus oder gar Angst.

Die Seele sucht ständig den Ausgleich zwischen Verstand oder Logik und Vernunft oder Gefühl. Gelingt dieser Ausgleich zwischen Wissen und Glauben nicht, dann wachsen Zweifel.

Die Seele aber braucht Verstand oder Vernunft, um ihren Zweifel wieder aufzulösen. Aber zum Wesen des Zweifelns gehört, dass sie sich nicht für eine Seite zu entscheiden vermag.

Verstand und Vernunft sind zwei gleichwertige Gewichte auf der katathymen Balkenwaage. Die Seele kommt nicht umhin, sich unterschiedlich zu gewichten.

Verstand und Vernunft versetzen eine wache Seele von Natur aus in zwiespältiges Verhalten. Die wache, kritische Seele lässt sich weder durch Wissen noch Glauben überzeugen.

Das Wissen erscheint er zu begrenzt und der Glauben zu beschränkt. Folglich verbleibt sie im Zweifel. Wie dem Philosophen Descartes erscheint ihr als einzig verbleibende Gewissheit.


logo

Seit 20 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Prof. Dr. habil Wolfgang F Schmid

Grundsätzliches (www.wolfgang-schmid.de)

 

Archiv

März 2025
Januar 2025
Dezember 2024
Juli 2024
Januar 2024
Dezember 2023
Oktober 2023
August 2023
Juli 2023
Juni 2023
Mai 2023
April 2023
Januar 2023
Dezember 2022
Oktober 2022
September 2022
Juni 2022
Mai 2022
März 2022
Februar 2022
Januar 2022
Dezember 2021
November 2021
Oktober 2021
September 2021
August 2021
Juli 2021
Mai 2021
April 2021
März 2021
Februar 2021
Januar 2021
Dezember 2020
November 2020
Oktober 2020
September 2020
Juni 2020
Mai 2020
April 2020
März 2020
Februar 2020
Januar 2020
Dezember 2019
November 2019
Oktober 2019
Juni 2019
Mai 2019
April 2019
März 2019
April 2018
März 2018
Februar 2018
Januar 2018
Dezember 2017
November 2017
Oktober 2017
September 2017
August 2017
Juli 2017
Juni 2017
Mai 2017
April 2017
März 2017
Februar 2017
Januar 2017
Dezember 2016
November 2016
Oktober 2016
September 2016
August 2016
Juli 2016
Juni 2016
Mai 2016
April 2016
März 2016
Februar 2016
Januar 2016
Dezember 2015
November 2015
Oktober 2015
September 2015
August 2015
Juli 2015
Juni 2015
Mai 2015
April 2015
März 2015
Februar 2015
Januar 2015
Dezember 2014
November 2014
Oktober 2014
September 2014
August 2014
Juli 2014
Juni 2014
Mai 2014
April 2014
März 2014
Februar 2014
Januar 2014
Dezember 2013
November 2013
Oktober 2013
September 2013
August 2013
Juli 2013
Juni 2013
Mai 2013
April 2013
März 2013
Februar 2013
Januar 2013
Dezember 2012
November 2012
Oktober 2012
September 2012
August 2012
Juli 2012
Juni 2012
Mai 2012
April 2012
März 2012
Februar 2012
Januar 2012
Dezember 2011
November 2011
Oktober 2011
September 2011
August 2011
Juli 2011
Juni 2011
Mai 2011
April 2011
März 2011
Februar 2011
Januar 2011
Dezember 2010
November 2010
Oktober 2010
September 2010
August 2010
Juli 2010
Juni 2010
Mai 2010
April 2010
März 2010
Februar 2010
Januar 2010
Dezember 2009
November 2009
Oktober 2009
Juni 2009
Mai 2009
April 2009
März 2009
Februar 2009
Januar 2009
Dezember 2008
Oktober 2008
Februar 2007
Januar 2007
Dezember 2006
November 2006
Oktober 2006
September 2006
Dezember 2005
November 2005
Oktober 2005
September 2005
August 2005
Juli 2005
Juni 2005
Mai 2005
April 2005
März 2005
Februar 2005
Januar 2005
Dezember 2004

Aktuelle Beiträge

Am Anfang war das Wort
Am Anfang war das Wort, und das Wort war das Sein,...
wfschmid - 10. März, 02:28
Schauen, was nicht zu...
Neue Publikation, auch in englischer Spreche Bestellung...
wfschmid - 22. Januar, 13:11
URSPRUNG DER INFORMATION...
Vernunft und Verstand begabter intelligenter Wesen...
wfschmid - 26. Dezember, 07:10
Bildlose Gedanken sind...
Bewusstwerden wird als Bilderleben sowohl von der Vernunft...
wfschmid - 21. Dezember, 06:11
ES GIBT DINGE, DIE GIBT...
ES GIBT DINGE, DIE GIBT ES GAR NICHT Dieser Spruch...
wfschmid - 14. Dezember, 11:22
Vernunft <--->...
Bewusstwerden wird als Bilderleben sowohl von der Vernunft...
wfschmid - 13. Dezember, 21:49
H u m o r
Gefräßige Gesellschaft www.greedype rson.com
wfschmid - 25. Juli, 12:09
Dreamed out
If a priori represents a metaphysical congruence with...
wfschmid - 9. Januar, 05:24

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Status

Online seit 7779 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 10. März, 02:28

Suche (AND, OR erlaubt) - Nächste (leere) Zeile anklicken!

 

Credits

 

 

Es gelten die Rechtsvorschriften für Webseiten der Universität Flensburg © Texte: Wolfgang F. Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) wfschmid(at)me.com Bilder: Ulrike Schmid (sofern nicht anders ausgewiesen) mail(at)ulrike-schmid.de

 wfs