Unilogo

29
Dez
2017

gesund (1)

Körperliches, seelisches, geistiges Verhalten erscheint gesund, sobald sich Empfinden, Fühlen und Denken in einem harmonischen Verhältnis zueinander befinden. Körperliche Eigenschaften, insbesondere die Intelligenz des Gehirns formen unsere Existenz.

Auf Grund idealisierten Abendländischen Denkens werden Triebe und Bedürfnisse als Regulatoren menschlichen Verhaltens verdrängt. Dass sexuelle Bedürfnisse oftmals erfolgreiches Verhalten antreiben, wird tabuisiert.

28
Dez
2017

(Be)ruf (2)

Es gab allerdings in meiner frühen Jugend eine Zeit, da verspürte ich so etwas wie einen Ruf, denn ich wollte Theologe werden. Das habe ich damals geglaubt. Später wurde mir klar, dass es auch nur darum ging, aus der Milieu bedingten Gefangenschaft auszubrechen, um etwas besser zu machen.

Als Pädagoge erkannte ich dann sehr schnell, dass es das, was es zu verbessern gilt, vor allem die pädagogische Praxis ist.

27
Dez
2017

(Be)ruf (1)

In den glücklicheren Fällen erfolgt die Berufswahl aus einem Bedürfnis, seltener schon aus einem inneren Ruf heraus. Meistens werden niedere Antriebe schöngefärbt; so wird aus dem Willen zur Macht gesellschaftspolitisches oder soziales Engagement.

So war das, was mich antrieb, Professor zu werden, vor allem der Wunsch, aus der Gefangenschaft des Arbeitermilieus auszubrechen. Diesen insgeheimen Wunsch habe ich natürlich immer für mich behalten.

Warum ich ausgerechnet dafür das Fach Pädagogik wählte, lässt sich ganz einfach begründen; ich wollte dazu beizutragen, das schlechte Ansehen dieses Faches zu verbessern.

26
Dez
2017

Licht in der Dunkelheit (3)

Eine weitere Schwierigkeit ergibt sich aus der extrem kurzen Verweildauer im Kurzzeitgedächtnis. Schöpferisch originelle Gedanken werden nämlich nicht nur unerwartet, spontan bewusst, sondern entschwinden schneller wieder als sie aufgetaucht sind. Zumeist werden sie sogar vergessen, bevor sie sprachlich fixiert werden konnten.

Licht in der Dunkelheit (2)

Aber es gibt noch eine weitere Erscheinung des Bewusstwerdens; das ist die innere Stimme. Diese bereitet zwar keine Schwierigkeiten aufgrund ihrer Geschwindigkeit, sondern vielmehr wegen ihrer hohen Empfindlichkeit. Sie lässt sich durch aufdringliche Bewusstseinsinhalte leicht stören oder gar verdrängen.

24
Dez
2017

Licht in der Dunkelheit (1)

Inneres Licht wird durch höchst konzentrierte, intuitive Einsicht entzündet. Bewusstwerden dieser Lichtung lässt sich kaum versprachlichen, denn die Eingebungen übertreffen bei weitem jene Geschwindigkeit, welche man benötigt, um sie vollständig aufzuschreiben.

Mit anderen Worten: die schöpferische Quelle der Begabung fließt ständig über, ohne dass der schöpferische Strom in vernünftige Bahnen gelenkt werden könnte.

17
Dez
2017

Erscheinungsformen

3. Es existieren folgende Erscheinungsformen:
- Eigenschaften
- Gestalten
- Grund
- Zweck
- Ursache
- Wirkung
- Umstand
- Mittel
- Maß
- Art und Weise
- Raum
- Zeit.

16
Dez
2017

Formen des Werdens

2. Formen des Werdens sind:

- Hinzufügen und Wegnehmen (+, -)

- Binden und Lösen (*, :)

15
Dez
2017

BIOLOGIK DES WERDENS

1. Werden setzt eine zureichende Ursache voraus, um als Bewegung wirken zu können.

14
Dez
2017

FANTASIE OFFENBART DEN HIMMEL

In der bewussten Welt gilt der Körper als Haus der Seele, das von dieser mit dessen Tod verlassen wird.

Es war zwar für mich zu erfahren, während des Sterbens allem Vertrauten zu entschweben und damit alles zu verlieren, was nicht Erinnerungen gehört. Hoch erstaunt, an bloßes Erinnern ohne Zukunft gebunden zu sein, wird einzig und allein das Vergegenwärtigen von Dagewesenem zu möglichem Erfahren. Ich erfährt sich als Wahrnehmen Erfahren grenzenlos gewordenem Selbst. Da zu Erinnerungen ehemalige Kontakte gehören, ermöglicht dieser Zusammenhang gleichsam ein Wieder Sehen der Gewesenen. Dieses Wiedersehen ist weder raum- noch zeitlos, sondern allein emotional gebunden. Dabei gewährt ein stabiles Kommunikationsnetz inneren Stimmen zuverlässige Kontakte.

Da Sprache und Möglichkeiten, sich mitzuteilen, gänzlich fehlen, müssen eben andere Wege entdeckt werden. Da einzig und allein Gefühle die Seele regeln, muss sich Dagewesenes rein emotional mitteilen, indem es die innere Stimme der Empfangenden dazu bewegen, Emotionen zur Sprache zu bringen.

Zunächst verstärkt das Vergegenwärtigen des Versäumten die Trauer. Endgültiger Entzug macht Korrekturen unmöglich.

Ewiges Verweilen in allgegenwärtigem Selbst erscheint zunächst kaum erträglich. Im Nichts schöpferisch zu werden verlangt nach Energien, die allererst angeeignet werden müssen. So gesehen gilt Himmel gleichsam als kreativer Kraftakt.

13
Dez
2017

GOTT IST NICHT DAS, WAS FROMME GLAUBEN

Gesetzt den Fall, Emotionen als Widerspiegelungen körperlicher, seelischer und geistiger Prozesse werden in irgendeiner Forn physikalisch gespeichert und dies Formen ermöglichen es dann, nach dem körperlichen Tod ein Eigenleben zu gestalten, dann käme eine solche Existenz in etwa dem gleich, was Himmel Gläubige Himmel nennen.

Die Existenz Gottes wäre dann gleichsam das alles bewahrende physikalische Substrat, der eine derartige Form innewohnt.

Wäre so etwas überhaupt nachvollziehbar und dann auch noch beschreibbar? Vielleicht ist die es wert, eine solche Vision zu wagen.

12
Dez
2017

SCHWIERIG, WAHRES ZU ERFAHREN

Da sich das, was wahr sein soll, nicht wie das, was sich als richtig erweist, aus wissenschaftlichen Überprüfungen ergibt, sondern auf Glauben angewiesen ist, erscheint es als sehr problematisch, dem zu vertrauen, was als Wahrheit offenbart wird.

Religionen versuchen, diesen Mangel durch Wunder auszugleichen. Aber die lediglich subjektive Gültigkeit solcher Wunder macht eine objektive Bewertung unmöglich.

In Wundern werden fantasievolle Bilder der Gefühle überhöht. Solchen Überhöhungen wird geglaubt und dann Verehrung gezeugt.

In vorwissenschaftlichen Zeiten war das Vergöttlichen von Fantasiebildungen eine Notlösung, die überhaupt erst Orientierung des Daseins ermöglichte. Auf diese Weise kamen erst die Geburten von Göttern und Göttinnen zustande, die sich schließlich zu drei Gottheiten in einem dreifaltigen Gott vereinfachten.

11
Dez
2017

Wegmarken

sind die Fragen
1) Welche (Eigenschaften)?,
2) Was (Etwas Bestimmtes)?,
3) Weshalb (Grund)?,
4) Wofür (Zweck/Sinn)?,
5) Warum (Ursache)?.
6) Wozu (Wirkung)?,
7) Wobei (Umstand)?,
8) Womit (Mittel)? ,
9) Wie viel (Maß) ?,
10) Wie (Art und Weise)?,
11) Wo (Raum)? und
12) Wann (Zeit)?.

Wird versucht alle Aspekte des Fragens in einem Satz zu berücksichtigen, dann wird die Enge des Bewusstsein zum Hindernis für den Verstand. Vernunft aber vermag diese Grenzen zu überschreiten. Der folgende Allsatz macht dieses erlebbar.

Etwas wird erst dann und nur dann vollständig erkannt, wenn dessen charakteristische Eigenschaften den zureichenden Grund und Zweck so hervorscheinen lassen, dass zufolge der Art und Weise der Wirkung die Ursache in Raum und Zeit ermittelt werden kann.

Das Problem, Intuition zu verstehen, eribt sich aus der Notwendigkeit, diese Empfindung zu versprachlichen. Durch die Übersetzung in Verstandestätigkeit mit Hilfe der Sprache verlieren sich gefühlte Spuren jenseits von Erfahrungen. Vor allem lässt der Verstand tiefes inneres Schauen gewisse Erscheinungen als unglaubhaft erscheinen.

Erst das vollkommene Loslassen überkommener Formen ermöglicht freies inneres kontemplatives Gestalten als Vorschein von Visionen.

Bewusstwerden kennt zwei wesentliche Eichtungen innerern Sprechen: das Fragen (?) und das Antworten (!)

Allerdings löst deren angenommener Wahrheitsgehalt tiefe Zweifel aus.

INTUITION WILL GEWECKT, NICHT GELEHRT WERDEN

Axiome wie der Satz der Identität "a = a" lassen sich nicht beweisen, sondern allein nur glauben. Axiome sind wahr und deshalb nicht richtig.

Dennoch bilden diese Wahrheiten die Bedingungen aller Möglichkeiten von Wissenschaft.

Wer intuitiv vorgehen will, muss wie Einstein kontemplativ nach innen schauen, um zu sehen, was Natur offenbart.

Nach innen gehen wollen, verlangt, akribisch fragen können.Das Vermögen zu fragen gründet auf der Erkenntnis a priori um die möglichen Perspektiven und Aspekte des Fragens.

Wer sich auf diesen Weg macht, nimmt zunächst Eigenschaften wahr, die etwas Bestimmtes als solches charakterisieren. Während dieser Einsicht gelangt der zureichende Grund und Zweck dieses Etwas hervor. Aber warum ist dieses Etwas überhaupt, das durch sein Wirken auf die Ursache zurück verweist. Während des Betrachtens der Bedingungen seiner Möglichkeit fallen Mittel und Maß dieses Etwas in Raum und Zeit auf.

10
Dez
2017

Alles, was zählt, ist Intuition

"ALLES, WAS ZÄHLT, IST INTUITION ...

... Der intuitive Geist ist ein Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener.
Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat. "

Gewöhnlich wird nicht erfahren, was ausserhalb alltäglichen Daseins existiert. Dasein ist die Welt der Erfahrung (aposteriori). Diese Welt wird durch natürliches Ordnen vor aller Erfahrung (a priori).

Gewöhnlich wird die Welt vor aller Erfahrung nicht wahrgenommen, da vernunftbegabte Lebewesen dafür zwar begabt, aber nicht hinreichend sensibilisiert sind. Um nämlich Sein vor aller Erfahrung empfinden zu können, bedarf es eines geeigneten Trainings.

Durch dieses Training wechseln Aufmerksamkeit und/oder

Konzentration in Intuition. Im Gegensatz zur sinnlichen oder geistigen, selektiven Wahrnehmung vollzieht sich intuitives Wahrnehmen ganzheitlich.

Ganzheitlich, das bedeutet Zusammenspiel aller neuronalen Bereiche und Funktionen, um intuitives Empfinden bewusst werden zu lassen.

Dort, wo sich der Weg durch den Hoppenlau-Friedhof zur Stadt hin ausrichtet, trauert im Spätherbst die alte hohe Kastanie voller Anteil seiner verlorenen großen Liebe nach. Wenn ihn sein Gang zum Wochenmarkt voller schmerzlicher Erinnerungen an ihr vorbeiführt, fühlt er ihren Trost als ob ihm die Tote aus der Ewigkeit lebendig liebevoll zuflüstert.

Der ungläubige Verstand versucht der gläubigen Vernunft dieses wundervolle Gefühl zu enteignen. Logik verabscheut, was emotional über die Stränge schlägt.

Der Geist des Verstandes macht es der Seele der Vernunft nicht leicht, sich während des Bewusstwerdens gefühlt durchzusetzen.
Dementsprechend schwierig wird es, Intuition zu bechreiben.

Als Sprache der Seele drückt sich Intuition unmittelbar durch die innere Stimme aus. Deshalb verlangt sie nach besonderen Bildern und meidet Abstraktionen.

Aus diesem Grund ist Intuition unmittelbar in der Kunst und nur mittelbar in der Wissenschaft antreffen.

9
Dez
2017

Mitteilungen von drüben

Selbstloses Ich bewegt sich grund- und zwecklos durch freie Weiten der Unendlichkeit ohne irgendwelchen Halt durch Sinn.

Spiele verursachen mittel- und maßloses Wirken, ohne dass Bedingungen Wege markieren. Raum und Zeit verlieren sich in ewiger Wiederkehr geglückter Formen herrlichsten Gestaltens.

Mythisches und Mystisches offenbaren sich nach dem Sieg über die Vernunft als wahr.
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Seit 20 Jahren BEGRIFFSKALENDER

Prof. Dr. habil Wolfgang F Schmid

Grundsätzliches (www.wolfgang-schmid.de)

 

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